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Eindecken

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Hesa
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Eindecken
« am: 14. Januar 2010, 10:37:22 »
Da mein Pferdl einen empfindlichen Rücken hat, hab ich beschlossen er bekommt eine Decke - steht im Offenstall. Es tut ihm sichtlich gut und sein Rücken ist nicht mehr so empfindlich. Es ist keine Winterdecke sondern eine Regendecke, nicht gefüttert, also auch kein Fleece unterhalb, die er oben hat. Winterfell hat er schön Teddybär-mäßig. Er hat die Decke oben wenn es kalt ist, also unter null bzw. wenn es regnet od. schneit.

Da dies momentan sehr oft der Fall ist, rennt er fast immer mit Decke herum. Mir kommen aber bedenken ob er dadurch "verweichlicht" wird.

Was sagt ihr dazu? Decke nur drauf wenn es regnet/schneit? Sonst ev. Abschwitzdecke?
*ratlosbin*  ???

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Re: Eindecken
« Antwort #1 am: 14. Januar 2010, 10:42:12 »
Huhu,
seitdem Mirko mal eine Entzündung im Rücken hatte, bin ich auch Schlechtwetter-Eindecker geworden. Ebenfalls nur mit ungefütterter Regendecke. Wenn es trocken-kalt ist, kommt die Decke wieder runter, da ich auch denke, dass ihm dann wärmer ist wenn er das Fell aufstellen kann.

Verweichlichen - denke ich nicht. Wenn man nicht im Fellwechsel eindeckt, sondern wirklich erst wenn das Winterfell komplett ausgebildet ist, stört man auch nicht die Thermoregulation. Mirko ist auch nicht übermäßig warm unter der Decke, es ist wirklich mehr ein Witterungsschutz.

Und ich merke auch, dass Mirko deutlich lockerer ist, wenn er bei Ekelwetter die Decke aufhat. :nick:

« Letzte Änderung: 14. Januar 2010, 10:44:06 von Muriel »
Alles kommt zu dem, der warten kann.
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Hesa
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Re: Eindecken
« Antwort #2 am: 14. Januar 2010, 11:08:55 »
Ui, danke für die rache Antwort.  :-*

Ich werde es jetzt auch einmal so machen, wenn sein Rücken dann empfindlicher werden sollte, stell ich einfach wieder um.
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lindalotze
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Re: Eindecken
« Antwort #3 am: 14. Januar 2010, 14:25:44 »
Falls du noch keine Decke gekauft hast noch ein Einwurf: mir ist meine dünn gefütterte Amigo deutlich lieber als die ganz ungefütterte. Unter der Gefütterten trocknet nämlich auch ein sehr nasses Pferd wieder ab. Morgens Decke auf pitschnasses Pferd, mittags ist alles trocken ---> sehr praktisch.

Unter der ungefütterten bleiben meine Viecher tagelang nass, wenn ich es nicht rechtzeitig schaffe, sie vor dem Regen abzudecken. Selbst wenn ich sie trocken erwische, wirken Pferd und Decke am nächsten Tag oft feucht-klamm, keine Ahnung ob das dann Schweiß oder Luftfeuchtigkeit ist. Auf jeden Fall klebt feuchtes Fell auf dem Pferd. Ich vermeide mittlerweile, diese Decke überhaupt zu benutzen und würde mir nie wieder so eine kaufen. Im Dauergebrauch hätte ich auch Angst um die Haut, weil die nicht abtrocknen kann.
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Re: Eindecken
« Antwort #4 am: 14. Januar 2010, 14:35:26 »
meinst du mit ungefüttert jetzt ohne Füllung oder ohne Futter?
Meine Regendecken sind beide atmungsaktiv und haben ein leichtes Futter (Baumwolle bzw Futter), ich war jetzt davon ausgegangen, dass "ungefüttert" ohne zusätzliche "Wärmedämmung", also Füllung, bedeutet.
Beide taugen sehr gut um ein nasses Pferd innerhalb einiger Stunden zu trocknen.
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Re: Eindecken
« Antwort #5 am: 16. Januar 2010, 22:30:42 »
Ich finde es gut, wenn du ihn eindeckst, vor allem wenn er sowieo Probleme hat.

Allerdings würd ich eine Regendecke nehmen, die sehrwohl mit Fleece gefüttert ist, denn sollte er mal feucht sein, wenn du ihn zudecken möchtest, kann er schön abtrocknen darunter. Sonst wäre mir das zu heikel. Ich gebe eine solche Decke sogar an Regentagen oder wenns sehr feucht ist als Abschwitzdecke drauf.
Alles Liebe von Nathalie und Skadi:))
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lindalotze
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Re: Eindecken
« Antwort #6 am: 17. Januar 2010, 17:39:04 »
Heike, ich meinte jetzt ohne Füllung und ohne Futter bzw. nur mit feinem glattem Polyesterstoff gefüttert. Die Amigo light ist tatsächlich so gebaut. Da fehlt jede Möglichkeit zur Luftzirkulation und so hilft auch die Atmungsaktivität irgendwie nicht. Alles pappt...

Der selbe Oberstoff mit dünner Füllung und dem selben Futterstoff drin (= Amigo Medium) hingegen trocknet das Pferd gut ab und "putzt" es quasi gleich.
Ich hab mich damals für eine glatt unterfütterte Decke entschieden, weil ich von manchen Eindeckern gehört hatte, dass Fleecefutter bei ihren Pferden kahle Stellen hervorgerufen hatte. Passiert aber sicher nicht bei jedem.
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Hesa
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Re: Eindecken
« Antwort #7 am: 19. Januar 2010, 13:26:09 »
Ich hab mir eine Kavalkade Regendecke mit Fleece unterhalb zugelegt. Bei der Amigo (ohne Fleece) hab ich auch die Erfahrung gemacht, dass er unterhalb nicht trocken wurde.
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Mannimen
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Re: Eindecken
« Antwort #8 am: 19. Januar 2010, 19:17:46 »
 :juck:
Ob mein Pferd irgendwie doch abgehärtet ist? :watch:

Bislang hat er noch keine Decke gebraucht. Wenn er mal nass ist, wälzt er sich im Sand. Bei dem Schmuddelwetter jetzt wartet er damit bis er in die Halle kommt und wird erst danach geputzt. Ist auch praktisch, weil er dann immer gleich wieder trocken ist. Aber unsere Sportreiter decken alle ihre Pferde ein, weil die ja so empfindlich sind. Außerdem kommen sie bei der Arbeit auch immer ins Schwitzen. So haben sie auch gleich mehrere Decken (eine zum Abschwitzen und eine für Draußen). Mal sehen wann es Trainingsanzüge für Pferde gibt. ;)

Bei kranken oder leicht anfälligen Tieren mag das ja eine durchaus positive Sache sein, das halte ich jedoch eher für den Ausnahmefall aber im Normalfall würde ich diese Dinge doch lieber Mutter Natur überlassen. Natürlich ist es unvorteilhaft, wenn mein Pferd einen nassen Rücken hat und ich gerne reiten möchte. Das verstehe ich schon. Und bevor ich gleich wieder verhauen werde, gestehe ich auch ein, dass bei der Zucht doch eher mehr auf die sportlichen Möglichkeiten geachtet wird und weniger auf die regionalen Witterungsverhältnisse. :roll:

Ich habe mir ja auch bei meinem Hoppa Sorgen gemacht, ob der wohl mit seinem dünnen Fell da draußen nicht ungeschützt vor die Hunde geht. Doch der dachte überhaupt nicht daran und schob einen super dichten Teddyfilz, schon lange bevor der Winter eingebrochen ist. *total kuschelig*

Immer schön warm und vor allem locker bleiben :)
Manfred
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Re: Eindecken
« Antwort #9 am: 19. Januar 2010, 19:25:45 »
ein nasser rücken hält mich ehrlich gesagt nicht vom reiten ab, aber ich gehör auch zu den leuten, die die meinung vertreten, dass die beste abschwitzdecke immer noch ein gesundes winterfell ist und den muli ohne decke nach`m reiten auf die koppel verfrachten (vorrausgesetzt der schweiss rinnt icht in strömen)  *indeckunggeh*
meine stellen sich auch nicht immer unter und pennen bei regen auch schon mal auf der wiese, der rücken war aber bis jetzt  noch nie fest oder klamm.
wenn`s nötig ist, spricht aber sicher nix gegen ein kuscheliges deckerl...ich hab vor 2 jahren auch mit der eindeckerei begonnen beim oldie und ihr taugt`s sichtlich  8)
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Mannimen
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Re: Eindecken
« Antwort #10 am: 20. Januar 2010, 00:35:34 »
(vorrausgesetzt der schweiss rinnt nicht in strömen)
So weit muss man das ja auch nicht kommen lassen. ;)

Schweiß durchfeuchtet das Fell von unten (aus der Haut) und damit gibt es dann auch kein wärmendes Luftpolster mehr. Beim Regen läuft das Wasser von oben ab und es braucht schon seine Zeit, bis das Fell komplett durchfeuchtet ist. Die Fellbeschaffenheit eines gesunden Tieres (glatt, glänzend und gleichmäßig anliegend) erhöht zu dem diesen Schutzfaktor im Gegensatz zu kranken Tieren mit stumpfen und leicht, unregelmäßig abstehendem Fell. :nick:

Aber was passiert eigentlich unter so einer Decke mit dem Fell? Und wie kann sich das Tier damit noch selber reinigen (im Sand baden)? Besteht nicht auch die Gefahr, dass es sich beim Liegen mit den Beinen in den Gurtschlaufen verfängt? Und ist nicht auch ein erhöhter Parasitenbefall möglich? :roll:

Bislang war ja nur die Rede von Wärme und Abtrocknen!
Manfred
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Re: Eindecken
« Antwort #11 am: 20. Januar 2010, 10:19:24 »
Und wie kann sich das Tier damit noch selber reinigen (im Sand baden)?

indem man die decke abnimmt und es wutzeln lässt  ;)
die beinschlaufen sind harmlos und reissen bei hängen bleiben meist sofort - bei bedarf kann man da auch eine sollbruchstelle anbringen.
parasitenbefall? naja ab  + zu musst schon die decke abnehmen und mal kurz drüber schrubben  :confused:
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Re: Eindecken
« Antwort #12 am: 20. Januar 2010, 10:25:13 »
Manfred - du hast völlig recht, im Normalfall IST es besser die Thermoregulation etc. Mutter Natur zu überlassen.

Ich hab aber auch so einen Fall, bei dem das nicht mehr geht. Er hat Schwierigkeiten beim Warmhalten obwohl das Fell gut zu sein scheint, steht er besonders bei feuchter Kälte schnell verkrampft in der Gegend und krampft sich regelrecht die Muskeln weg.
Ist es dann richtig kalt (unter 0 Grad) verwendet er soviel Energie zum warmhalten, dass er sich trotz ausreichender Fütterung regelrecht selbst aufbraucht.
Für ihn ist die Unterstützung durch die Decke ein reiner Segen.
Der Herr ist aber auch schon um die 20.

Nachteile fürs Fell konnte ich noch nicht feststellen. Er wird allerdings des nachts im Stall auch ausgedeckt und auch ausgedeckt gearbeitet (Ausnahme - Nierendecke bei Ausritten). So kann er sich immer mal wieder ohne Decken wälzen. Und ein bisschen kann ja auch der Mensch mit kräftiger Fellmassage unterstützen.
Auch einen erhöhten Parasitenbefall kann ich nicht feststellen. Bzw. ich verzeichne überhaupt keinen Parasitenbefall. Ganz im Gegensatz zu der Zeit, wo wir es noch ohne Decke probiert haben und das Immunsystem dann teilweise so problemhaft war, dass es nicht mehr abwehren konnte.
Und beim Liegen verfängt sich auch nichts. Bei einer ordentlich geschlossenen Decke liegen die Gurte soweit an, dass sich das Pferd nicht verfangen kann, aber auch nicht eingeengt wird.
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Re: Eindecken
« Antwort #13 am: 20. Januar 2010, 10:39:12 »
Beinschnüre mag ich gar nicht  :P aber ich hab noch nie erlebt dass ein Pferd sich beim Wälzen irgendwie mit der Decke verheddert hätte.
In der Regel nehme ich meinem Pony aber durchaus die Decke zum wälzen ab.  :cheese:
Wegen der Thermoregulation schrieb ich ja schon, dass ich bei trocken und kalt sowieso die Decke abnehme, damit sich das Fell stellen kann.
Auch die Vitamin-D Synthese über die Haut ist ja an Sonnentagen wichtig.

Es ist aber einfach etwas anderes, ob ich ein Pferd phasenweise eindecke, weil ich merke das es mit "nasskalt" schlecht umgehen kann, und es ein voll entwickeltes Winterfell hat, oder ob ich ein Pferd im September beginnne einzudecken, im November schere, die dickere Decke nehme und das Pferd von September bis Mai nicht mehr ohne Schlafanzug herumlaufen darf ausser in der Zeit wo es geritten wird.

In den ersten wochen im neuen Stall habe ich Mirko auch nicht eingedeckt, wegen der Jungen Pferde, da ich Bedenken hatte dass sie die Decke zerstören oder dran rummachen. Als ich ihn dann, weil das Wetter einfach zu eklig wurde, eingedeckt hatte, war er am nächsten Tag so deutlich entspannt, dass ich schon merken konnte dass es die richtige Maßnahme war.

Die ganzen Jahre war mein Pony auch extrem wetterfest (ist er immer noch, steht auch problemlos und absichtsvoll bei Regen draussen). Aber er ist dann einfach nicht locker.  Und den Unterschied hab ich erst gemerkt, als ich ihn eingedeckt hatte. Aber vielleicht liegt es auch wirklich nur am Alter  :nixweiss:
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lindalotze
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Re: Eindecken
« Antwort #14 am: 20. Januar 2010, 11:34:48 »
Heike, am Alter kanns nicht liegen. Persica wird mit ihren 6 Jahren bei kaltem Dauerregen genau so fest in der Muskulatur wie Taika mit ihren bald 22 Lenzen.

Und Taika hat zwar ein Fell wie ein Isländer (langes Deckhaar, dichte, eher fettige Unterwolle) und hält vielleicht ein Müh länger dicht als die zwei feinfelligeren Damen, aber letztlich lässt auch sie irgendwann durch und ist dann nass bis auf die Haut.
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