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Der Sattel - und all seine Variationen!

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strizi
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Der Sattel - und all seine Variationen!
« am: 16. September 2010, 14:57:43 »
so, angeregt durch die diskussion mit cännsi in sparkos tagebuch mach ich mal was eigenes auf.

mich würds interessieren, welche sättel ihr für welche pferde/reitstil/ausbildungsstand habt, und vorallem WARUM ihr euch für welche variante auch immer entschieden habt, wie ihr damit zufrieden seids - usw. einfach alles, was euch dazu einfällt.

ich fang mal an.

aktuell hab ich: einen startrekk dressur auf der elfe und einen fhoenix enligthening equitation vogue mark II gps auf der gnädigen.

fhoenix: ist ein baumloser - ganz genial zu sitzender sattel. ich liebe ihn heiß und inniglich, hab für die elfe auch einen gekauft, leider stellte sich dann heraus, dass dieser sattel für dieses pferd zuviele infos hin und her transportiert! sie war damit nicht glücklich. obwohl das ding wirklich toll ist. 

startrekk: hat nen lederbaum und sieht aus, wie ein normaler dressurbaumsattel. die elfe ist damit sehr zufrieden. er gibt IHR genügend stabilität ohne starr zu sein.

ich hatte bisher (in den letzten 12 jahren): nen kieffer lusitano, nen prestige venus, westernsattel equiflex, torsion xtra-light und torsion trekker.
in den normalen sitzprothesen kann ich aber nimma reiten, weil eine zu deutliche beinpositionierung meine hüfte nimma mitmacht - athrose lässt grüßen - da spür ich innerhalb von 20 min. mein gesamtes bein nimma und hab hinterher tagelang weh.

also ging ich auf die suche nach alternativen - mal abgesehen davon, dass mir das ewige (ca. alle 3 monate) sattelumpassen unsagbar aufn geist ging. aber, da meine pferde im offenstall gewissen jahreszeitlichen figurschwankungen unterliegen (ich hab ja keine halle zur verfügung), lässt sich das kaum verhindern.

so hab ich mir das baumlos konzept mal näher angesehn. da gibts natürlich genausoviel schrott, wie bei den baumsätteln. aber, wenn man sucht, dann findet man doch schon sehr brauchbare alternativen - je nach pferd halt andere.

was aber fast alle sättel ohne starren baum haben ist, dass sie weniger sitzprothetisch wirken............ (mir kommts entgegen - siehe oben - aber es war ein kampf! ich hab einige jahre in sitzunterricht investiert)

so, nun seids mal ihr dran
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cännsi
*

Re:Der Sattel - und all seine Variationen!
« Antwort #1 am: 16. September 2010, 15:38:07 »
 :dops:

ich freue mich schon auf eure erfahrungen.
bei uns ist das sattelthema noch ein jährchen hin, aber ich denk, wenn ich was gescheites haben will, sollt ich mal zu sparen anfangen.

ich persönlich war/bin bisher baumreiter. eigentlich immer vs-sättel. hatte bei meinem ersten pferd einen vs lemetex, beim 2. dann irgendeinen markenwesternsattel für die ersten reitversuche. beim 2. stand ich grad so an der kippe: englischer oder Westersattel. Von den englischen her bin ich einige am Bock probegesessen (hab damals in einem reitsportgeschaft gearbeitet) und irgendwie fühlte ich mich immer in den besonders einschränkenden dressierern wohl. das waren unter anderem ein kieffer ulla salzgeber oder prestige top dressage. kann aber nicht sagen, wie es sich am pferd nach einer stunde reiten angefühlt hätte ??? geworden ist es dann dennoch ein westernsattel in meinem umstiegspleen. :roll:

das baumloskonzept überzeugt mich in hinblick auch die wechselnden körperproportionen, trainingszustände und dass einem doch eine riesenbandbreite an anpassungen zur verfügung steht. andererseits befürchte ich, dass ich mich etwas verloren fühle, weil einfach diese "sitzprothese" fehlt und das gerade bei einem jungen pferd für noch mehr unsicherheiten sorgt, als es sowieso schon der fall ist am anfang. ich weiß net, ob ich mich da später mal drübertraue, dass jede info ungefiltert am pferd ankommt. vor allem, ob ich mich selber so sicher wie im baumsattel fühle :-\  - einfach rein psychologisch. und in letzter zeit hab ich einfach immer wieder mal von verrutschenden sätteln gehört, was neben der pferdeform vielleicht auf andere umstände auch zurückzuführen ist. kenn mich ja zu wenig aus ??? ich sag ja net, dass ein schlecht passender baumsattel net rutscht wenn das pferd rund wie eine tonne ist, stell mir aber rein hypothetisch vor, dass er einen eventuell durch die "eingeschränkte" bewegungsfreiheit mehr auffängt, wenn man mal unverhofft aus der mitte kommt. irrglaube?

auf der welser messe bin ich den sommer evolution probegesessen. den fand ich :cheer:
bin gespannt...

Edith sagt noch, dass ich vielleicht erwähnen sollte, dass ich noch keinen vergleich zwischen baum und baumlos hab. ich werd mich wohl durchtesten müssen, bevor ich weiß, zu was sich meine physis und psyche durchringen kann.

« Letzte Änderung: 16. September 2010, 15:56:58 von cännsi »
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Re:Der Sattel - und all seine Variationen!
« Antwort #2 am: 16. September 2010, 15:38:42 »
Ich habe auf meiner Norikerin einen "Bückeburger Schulsattel" von Deuber & Partner, mit Ultraflexbaum und stufenlos verstellbarem Kopfeisen.
Der Sattel ist für uns beide einfach genial!  :cheer:

Außerdem hängt bei mir noch ein alter Passier Dressursattel, von mir heiß geliebt, aber für die Norikerin viel zu schmal ;)
Den Devoucoux "Biarritz" hab ich vor kurzem abgegeben, der wird meiner Norikerin nie passen (und meinem Hintern auch nicht mehr :( )
LG Cate

Was wir sehen, hängt hauptsächlich davon ab, wonach wir suchen  -  Sir John Lubbock
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penelope
*

Re:Der Sattel - und all seine Variationen!
« Antwort #3 am: 16. September 2010, 15:42:22 »
Oh ja - ein Thema mit dem ich mich gerde (unfreiwillig)  sehr beschäftige.

Für meine Friesenstute hatte ich ganz zu Anfang einen gebrauchten Höpfner Ahlerich. Ein super Dressursattel mit eher flachen Pauschen, der zwar einen tiefen Sitz hat, einen jedoch nicht so einklemmt. Irgendwann hat der leider nicht mehr gepasst (und es hatte sich bis dahin noch nicht zu mir rumgesprochen, dass man die auch anpassen lassen kann  :roll:) und ich bin dann auf einen Malibaud Randonee umgestiegen.

Den Höpfner hab ich verkauft, was ich jetzt total bereue. Nie wieder hab ich mich in einem anderen Dressursattel so wohl gefühlt. Der Malibaud ist dennoch toll, ich reit da total gerne drin und meine Stute läuft seit Jahren super damit obwohl der nach gängigen "Sattel-Anpassungs-Kriterien" die totale Katastrophe sein müsste  :nixweiss: Mein Pferd scheint das nicht zu interessieren.

Merlan hab ich nun mit einem uralten Passier an den Sattel gewöhnt, der nicht komplett furchtbar lag, um ihn zu belasten aber definitiv umgearbeitet werden müsste, was zu aufwendig im Verhältnis zum Wert des Sattels ist.

Also bin ich auf der Suche. Kaum jemand scheint noch GUTE gebrauchte Vielseitigkeitssättel zu verkaufen. Entweder VS-Sattel als billig Klump, oder gute Marken, dann aber nur als Dressursattel. Ich halte eigentlich sehr viel davon, ein junges Pferd erst mal im VS Sattel zu reiten. Man trab ja erst mal eh nur leicht bzw ist im leichten Sitz. Meine Reitlehrerin rät mir auch zum VS Sattel, da man noch nicht wirklich gestreckt auf jungen Pferden sitzen sollte und beruft sich dabei auch auf "FN-Oberst" Hess. Nur: scheint hier dennoch total unüblich zu sein.  :confused:

Morgen kommt auf jeden Fall noch mal ein Sattler mit ein paar Sätteln zum anprobieren. Er hat am Telefon schon was von Kieffer erzählt, was mir eigentlich nicht so entgegen kommt (bisher hab ich mich in Kieffer immer gerne wund geritten), aber so langsam sinken die Anspüche. Und wenns dem Pferd passt... leb ich im Notfall vorerst auch mit Kieffer.

Mein "Traum-Sattel-Trio" für Merlan, wenn er erst mal ausgewachsen und etwas weiter ausgebildet ist, wären
Dressur: Höpfner Ahlerich
Springen/Busch: Passier Military II
Gelände/Wanderritte: Mailbaud Guardian
Dabei fällt mir ein: ich muss noch nen Lottoschein ausfüllen.  ;D

« Letzte Änderung: 16. September 2010, 15:53:06 von penelope »
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Munk
*

Re:Der Sattel - und all seine Variationen!
« Antwort #4 am: 16. September 2010, 15:55:07 »
Für Mahaleb wollte ich einen ROC- Distanzsattel kaufen- nach kurzer Probezeit habe ich aber gemerkt, dass ich mich in dem Teil nicht sehr wohl fühle. Für längere Ausritte zwar toll, aber beim Dressurreiten bin ich hinten und vorne nicht zusammen gekommen.
Zu der Zeit hatte Herr Pferd noch einen Wintec VS Sattel, den habe ich gehasst. Sowohl für gymnastizierende Arbeit als auch für Ausritte. Bei dem hatte ich das Gefühl, meterhoch über dem Pferd zu sitzen, gar nicht meines auf jeden Fall.

Dann hab ich zwei VS-D Sättel zur Probe, einen Niedersüß und einen Trieb, die haben mir beide getaugt und der billigere (Trieb) ist es dann geworden. Herrn Pferd waren alle Sättel recht, er hat sich bei keinem noch beschwert (was er gehasst hat, war ein dickes Westernpad, das ich unter den suboptimalen Wintec legen wollte. Das war ihm viel zu lang, da hat er eine Krise bekommen).
Gerald und ich sind beide sehr zufrieden mit dem Sattel, er war allerdings ziemlich teuer. Einen VS haben wir deswegen gewählt, weil er eben vielseitig einsetzbar ist (wie originell...).
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wessipferd
*

Re:Der Sattel - und all seine Variationen!
« Antwort #5 am: 16. September 2010, 16:00:50 »
Ich vermelde auch einen Deuber und Partner, Ultraflex mit stufenlos verstellbarem Kopfeisen - aber Quantum.
Von der Ausrichtung her ein Distanz- und Wanderreitsattel, mit Fendern und Westernbügeln, der Sitz kommt vom Reiningsattel daher relativ weit hinten liegender Sitztiefpunkt. Das ist sehr Geschmackssache für Pferd und Reiter uns kommt es sehr entgegen.
Kissen sind aber auch iberische - große Auflagefläche, punktuell befestigt, das heißt, der Wirbelkanal öffnet sich mit der Muskelbewegung, polsterbar ...

Wir kommen ursprunglich vom Westernsattel. Da hatte die Vorbesitzerin mal einen für mein Pferd, der aber bald zu eng wurde. Zu spät gemerkt, die Druckspuren trägt er heute noch.  :wand:

Dann eine Zeit lang ein ordentlich angepasster VS-Sattel - keine Ahnung welche Marke. Aber für die Streckenlängen, die mein Pferd bevorzugt eindeutig zu wenig Auflagefläche.

Wieder Suche nach einem Western - für den Traberrücken war allerdings leider nichts auffindbar. Daher Kompromis erworben - Militärsattelneubau eines örtlichen Sattler, der eine ganz Zeit gute Dienste leistete. Bis der sich verstärkende Rückenschwung des alternden Pferdes beim besten Willen nicht mehr zum Baum passte und mit der Polsterung nichts mehr rauszureisen war.

Das hat mich gelehrt - passt der BAum nicht grundlegend zum pferderücken, kannst du polstern lassen, wie du willst. Es wird nix.

Für die Phasen, die der Sattel in der Werkstatt verbracht hat, habe ich mir eine Lammfellsattel von Christ angeschafft. Ultrabaumlos, noch weniger stabilisierendes Material geht eigentlich nicht.
Darunter hat mein Pferd nach einiger Zeit zum allerersten Mal einen weichen Trab gezeigt. Der blieb unter dem Militärsattel immer nur wenige Tage und war dann wieder passé.
An der Stelle stand für mich fest – neuer Sattel muss her und trotz aller Bedenken des Sattlers – was der Bauer nicht kennt … - ein Baumloser.

Nach einigem hin und her übers Internet – örtliche Händler = 0 – Entscheidung für einen Startrekk Western. Endlich schien Westernsattel wieder in möglich zu sein. Leider erwies der sich nach einem reichlichen halben Jahr als nicht anpassbar. Sobald der nämlich eingeritten war, stieß er am Widerrist an und die Masse an Polster die nötig gewesen wäre, das zu verhindern, konnte und wollte ich nicht unter den Sattel packen.
Seitdem rate ich jedem mit einem schmalen Pferd mit viel Rist und womöglich noch leicht (oder gar stärker) atrophiertem Trapezius von Western, Endurance u.ä. ab.
Dieses Modell ist einfach eher für rundliche Pferde konzipiert.

Und dann kam der Quantum – der Baum ist immer noch flexibel genug mit den recht ordentlichen Rückenbewegungen meines Trabers mit zu gehen, sodass er baumlossattelweich bleibt.

Ach ja – und für den Trapezius haben wir uns ein Pad mit Loch von Eberhard Weiß geleistet. Seitdem schaut diese Stelle schon sehr viel deutlich besser aus.





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Re:Der Sattel - und all seine Variationen!
« Antwort #6 am: 16. September 2010, 16:05:14 »
Ach ja – und für den Trapezius haben wir uns ein Pad mit Loch von Eberhard Weiß geleistet. Seitdem schaut diese Stelle schon sehr viel deutlich besser aus.
Wie, hat er die jetzt endlich in Serie? Er hatte wohl ewig nach jemandem gesucht, der ihm die Dinger herstellt. Freut mich, wenn er endlich fündig geworden ist!  :dops:
Viele Grüße,
Esther
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wessipferd
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Re:Der Sattel - und all seine Variationen!
« Antwort #7 am: 16. September 2010, 17:27:46 »
Keine Ahnung ob er jemanden hat, der in Serie produziert.

Wobei der Buschfunk funkt, dass eine große Sattelfirma das zukünftig wohl übernimmt - Passier & Sohn.

Bei mir lief das noch so, dass ich Tipp und Kontaktdaten von meinem Sattelhändler bekommen habe, dann habe ich mit Herrn Weiß gemailt und telefoniert wegen einiger Maße und eine Woche später kam das Pad mit Visitenkarte und Kontonummer.
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Re:Der Sattel - und all seine Variationen!
« Antwort #8 am: 16. September 2010, 19:25:22 »
Alsoo ich bzw Puppe hat einen Torsion Endurance also baumlos.
Vorher hatten wir nen normalen Ponysattel mit Baum, der war aber grausam..mein Bein ist stääändig nach vorne gerutscht (jaja liegt sicher nicht nur am sattel) , aber mim torsion tu ich mir um weeeeeeeeeeeelten leichte die Beine hinten zu lassen.
Ich hab mich vorallem für einen baumlosen entschieden weil Puppe sich muskulär sehr verändert zwischen Sommer und Winter (mangels trainingsmöglihkeit im winter)
Ich hab es nie bereut.

Wegen dem Sitzgefühl, ich muss sagen es ist herrlich....Es fühlt sich an als würde man IM Pferd sitzen. Lustigerweise ist er denoch etwas hmm weiß nicht wie ich es beschreiben soll, ich komm schon leicht(er?) aus dem Gleichgewicht wenn ich nicht aufpass, aber ich weiß nicht ob das am Sattel liegt.
Liebe Grüße Sophie

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Re:Der Sattel - und all seine Variationen!
« Antwort #9 am: 16. September 2010, 19:30:49 »
Sättel - tja, auch mein Thema *seufz*

Bevor ich Mirko eingeritten habe, hab ich jeden Sattel, dessen ich mal kurz habhaft werden konnte, auf ihn draufgelegt und nie hat was auch nur ansatzweise gepasst.
Dickes Pony mit tonnenförmigen Rücken ohne Widerrist, aber auch ohne Schwung - schwierig.

Hab dann, weil wir ja eh erst mal viel laufen wollten, einen Packsattel bestellt - direkt aus Amerika (über "Hüh und Hott"). Das war nur ein Westernsattelbaum aus Kunststoff, mit Horn, zwei Bauchgurten und Vorder- und Hinterzeug. Kam 2 Monate später an, aufgelegt, passt.  :o

Also hab ich ihn damit eingeritten, und damit es ein wenig mehr nach Sattel aussah, kam ein Schaffell oben drauf.  :lol: So bin ich sogar auf die Connemaraschau gegangen und dort in der Wallachklasse mitgeritten.  :cheese: Wir waren halt immer schon ein wenig anders  ;)

Nach einem Jahr ca. habe ich dann meinen ehemaligen Malibaudsattel (Randonée), den ich meiner Freundin verkauft hatte, wieder zurückgekauft - Mirko war nun hineingewachsen und ihr Pferd herausgewachsen. Mit dem bin ich ca. wieder ein Jahr geritten, hatte aber zum einen das Problem dass ich damit zu nah am Pferd war, und außerdem stand ich auf Kriegsfuß mit der Gurtung.  :roll: Ansonsten ist das ein toller Sattel, und würde er Mirko noch passen, hätte ich nie was anderes haben wollen.

Auf der Eurocheval, wo wir dann einen Wanderritt hingemacht hatten, probierte ich den Ultraflex (damals ganz neu) von Deuber aus, und der passte.  :dops: Und hatte eine "gescheite" Gurtung, mit Dreipunktgurt.
Den hab ich dann fünf Jahre gehabt und war damit auch sehr glücklich. In dieser Zeit hatte Mirko aber den Sehnenriß, und der Rücken hatte sich durch die lange Auszeit doch so sehr verändert, dass der Sattel Probleme bereitete. Damals fing unser Schulterproblem an, so richtig in den Vordergrund zu drängen.
Ich hab das noch sehr lange verdrängt mit dem Sattel, bis ich dann eingestehen musste dass es nicht mehr geht. Hab den dann verkauft und mir eine Zeitlang mit dem Torsion der ersten Generation (leihweise aus dem Stall) geholfen, und mit einem Malibaud-ähnlichen Foltergerät (für den Reiter), den ich nur im Notfall benutzt habe.

Durch den Stallwechsel in einen Stall mit Halle konnten wir endlich wieder regelmäßig arbeiten und Mirko muskelte wieder auf.
In Folge hatte ich ca alle 2 Monate einen neuen Sattel zu suchen.  :P
Als erstes hatte ich einen Forestier-Wanderreitsattel, auch ein toller Sattel, wenn er passt.  :roll:
Danach leihweise den Malibaud meiner Freundin, der gerade mal wieder passte.
Einen Springsattel (Chiron), mit dem ich immer mal wieder Geländeritte gemacht habe, wenn nix anderes ging. Der wurde dann aber auch irgendwann zu eng.
Danach *grübel* einen Zeitler Massimo Dressur, mit dem ich im Gelände nicht wirklich glücklich wurde, der aber so als Kompromiss in der Bahn recht lange einigermaßen passte.
Mein erster Maßsattelversuch mit einem Marathippo ging völlig in die Hose, dieser Sattel hat nie gepasst und ich habe ihn nach sechs Wochen zurückgegeben.
Verständlicherweise war ich danach etwas zurückhaltend mit der weiteren Suche, aber schliesslich entschied ich mich für einen Riesersattel.

An dem haben wir noch zwei Jahre geändert, bis er zum Pony passte, und derzeit ist er mal wieder an der Schulter blöd, weil wir ja gerade wieder vier Monate Pause hatten.  :roll:
Aber der liegt grundlegend gut, ist saubequem und ich kann mit der Polsterung vom Pad einiges ausgleichen.
Größere Änderungen wurden/werden aber immer direkt am Baum gemacht.
Alles kommt zu dem, der warten kann.
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Re:Der Sattel - und all seine Variationen!
« Antwort #10 am: 16. September 2010, 20:03:16 »
Als ich Herrn Pony frisch gekauft hatte, bekam er einen Bates Dressur & Gang (Baumsattel, Bates=Mutterfirma von Wintec). Damit bin ich die ersten Jahre gut gefahren. Durch die wechselbaren Kopfeisen und einen guten Sattler war ich zufrieden.
Leider hat Herr Pony ein paar Vorschäden mitgebracht - irgendwann taten 's auch die entschärften Keilkissen nicht mehr, sie drückten im sowieso empfindlichen Lendenbereich. Den muss ich noch loswerden.

Günstig über e*** geschossen hab ich mal einen Hidalgo Venice - schön kurz, aber viel zu klein für mich und paßte dem Pony überhaupt nicht. Sofort wieder verkauft.

Dann kam Ende letzten Jahres der Ultraflex Quantum von Deuber und Partner. Der mußte dann die viel weichere Polsterung kriegen, sonst schwamm das Teil sinnlos auf dem Rücken rum. So richtig das Gelbe vom Ei ist's noch nicht, da ich ne nette Knickhüfte hab, die den Sattel bisher regelmäßig nach rechts schiebt. Da Herr Pony dieses Jahr auch ständig Rückenprobleme hatte, wenig geritten wurde, paßt vermutlich inzwischen der Sattel auch nicht mehr zum Pferd. Wenn Fifi irgendwann mal wieder eine der Jahreszeit entsprechende Figur + Rücken hat, muss der Sattler nochmal antraben und dann schau ich mal, ob der Sattel der Richtige ist oder es doch ein anderer wird. Hätte schon für die längeren Strecken oder Wanderritte lieber einen Baumsattel, aber mit verstellbarem Kopfeisen.

Glücklicherweise habe ich noch den Torsion xtra-light von strizi  :dops:. Wenn ich derzeit denn mal reite, dann benutze ich den. Mit einer halb befellten Lammfelldecke drunter kriegt man die Beine einigermaßen ans Pferd und kommt damit in der Bahnarbeit ganz gut hin.
Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, dem öffnet sich im Kleinen das Große.
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prigal
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Re:Der Sattel - und all seine Variationen!
« Antwort #11 am: 17. September 2010, 11:09:15 »
Tja ich habe (noch) eine kurze Sattelgeschichte:-)

Zum Gewöhnen hatte ich eine zeitlang eine "All4One"-Westernsattel mit flexiblen Bars. An und für sich eine gute Idee aber man ist ungefähr 1km weg vom Pferd und eine sehr schwammige Gschicht. Nach langem hin und her, Baum oder nicht Baum, hab ich mich zum Anreiten für einen Silverado Baumlos-Westernsattel entschieden. Saugut zu sitzen und ich sitz halbwegs grad obwohl ich zum Stuhlsitz neige, Pferd (bin ich der Meinung) taugt er auch soweit im Schritt und Trab (wenn ich denn mal oben sitze) und man kann Fork und die Klettkissen austauschen. Ich finde man sitzt wie in einem Baumsattel nur halt näher beim Pferd was ich persönlich besser finde.

Ich hatte diverse Erfahrungen auf Fremdpferden mit Baumsätteln aber da hat mich auch keiner überzeugt. Und über den Barefoot will ich nix sagen weil ich einfach gar nix von diesen Sätteln halte - ist für mich nur ein Stück Leder das immer mehr ausleiert. Drum hab ich auch überlegt ob ich überhaupt zu einem baumlosen greifen soll.
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strizi
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Re:Der Sattel - und all seine Variationen!
« Antwort #12 am: 17. September 2010, 13:03:57 »
mir haben die ausführungen vom walter weber-mayr am letzten kurs sehr zu denken gegeben. weniger seine sicht von baum versus baumlos-sätteln. die halte ich für einen hirntechnischen trugschluss seinerseits :-X wobei, wenn man es aus der sicht eines cowboys und dessen gebrauch von sattel und pferd sieht, dann hat er natürlich recht.

aber, was er zu barocksätteln und barockpferden sagte, DAS fand ich ja mal hoch interessant.

in den barocken pferdetyp fällt ALLES, wo die schultern schmäler sind, als der rippenbogen! denn die herkömmlichen sättel (e wie w) sind so konzipiert, dass sie durch die schulterblätter des pferdes in position gehalten werden (was das vorrutschen angeht).

wenn jetzt aber die rippen runder/breiter sind, als die schulterblätter, dann funzt das nie und nimmer (wie wir von unseren kugelfischtinkern ja hinlänglich wissen)

so, lt. wwm's ausführungen ist nun ein vaquerosattel der EINZIGE baumlose sattel, der dauerhaft für solche pferde geeignet sei. weil: vorne und hinten (zwieseltechnisch) ist starr und dazwischen ist flexibel. weiters sind die pauschen, die am pferderücken liegen ganz anders konzipiert. die sind ja vorne und hinten weit runter gezogen (von unten sieht jede seite für sich ein bissl wie ein u aus - mit einem etwas langgezogenerem mittelstrich)

und genau DAS ist es, was sich dann diesem runden rippenbogen eben anpasst und den sattel stabilisieren kann.
außerdem ist die druckverteilung günstiger, als in normalen e-sätteln (aber gut - das da die druckverteilung nicht so dolle ist, ist ja auch hinlänglich bekannt. also, mehrstündige ritte würd ich auf dauer damit auch nicht machen)

ja - also, über die baumlosen/sättel ohne STARREN baum ist er ganz schön her gezogen.............. und dann hat er mir beim aufsteigen geholfen und meinte - wow - toller sattel, wie der liegt usw  :cheese: konnts mir dann nicht verkneifen, dass das ein lederbaumsattel ist. worauf er meinte: wenn der SO liegt, dann ist der für die herkömmliche dressurarbeit wunderbarst geeignet (somit widersprach er sich zwar selber, aber das gleiche urteil bekam dieser sattel auch bei desmond o'brien. der hat diese sättel übrigens selber in gebraucht)
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Anke
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Re:Der Sattel - und all seine Variationen!
« Antwort #13 am: 17. September 2010, 13:25:45 »
Für Minnie wurden wir ja auch aufgeklärt, dass der Westernsattel für ihren kurzen Rücken (Kutschpferdetyp des Freibergs) viel zu lang ist, daher dahinten auf der Lende drückt und sie zur Verspannung zwingt. Der spezial Kaltblut Vielseitigkeitsssattel und auch der Dressursattel, beide von Massimo, gaben ebenfalls hinten Druck und klemmten zusätzlich die Schultern, Minnie konnte sich damit gar nicht biegen. Jetzt hat sie einen Barocksattel von Deuber, den Relvas, wenn ich nicht irre, mit Ultraflexbaum und verstellbarem Dingsda (Anke kann sich die ganzen Fremdworte noch nicht merken  :roll:). Man kann total gut den Unterschied zu den alten Sätteln sehen, jetzt schwingt ihr Rücken und sie kann sich herrlich biegen  :dops: . Man sitzt super genial und die Besi sagt, wenn Minnie jetzt hinten Last aufnimmt, dann ist es noch schöner zu sitzen als es eh schon schön ist. Da der Sattel verstellbar ist müßte er auch dann noch passen bzw. angepaßt werden können, wenn sich Minnies Körperbau durch das begonnene Training verändert. Wir hoffen, dass Minnie mit diesem Sattel alt wird.

ciao
Anke
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strizi
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Re:Der Sattel - und all seine Variationen!
« Antwort #14 am: 17. September 2010, 13:33:56 »
mit dem relvas liebäugel ich auch schon seit er am markt ist................... ;D
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