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Anlehnung bei gebisslosem Reiten

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penelope
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #45 am: 06. Juli 2011, 13:10:39 »
@ stollentroll:

Bist du das Glücksrad gleich so geritten, dass es eine Hebelwirkung hatte?

Das find ich bei den Dingern eh kritisch. Ich seh die fast nur mit dem Hebel verschnallt. Eben damit betrügt man sich selbst recht einfach. Genau wie bei Gebissen mit Hebelwirkung. Und da weis ich, wovon ich sprech - ich hab mir auch über Jahre eingeredet, dass mein Pferd eben keine Trense mag. Lag aber wohl doch nicht an der Trense, sondern an der Bedineinheit im Sattel und im Nachhinein ärger ich mich, dass ich mir selbst so viele Chancen zum lernen genommen hab.  :roll:

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stollentroll
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #46 am: 06. Juli 2011, 13:32:35 »
@penelope
nein, ich bin von anfang an in sidepull-verschnallung geritten.
"bedieneinheit im sattel" - das gefällt mir  :nick:

so gerne sich mein wallach auf trense hinter dem gebiss verkriecht, so gerne benutzt er das glücksrad jetzt als angenehme kopfstütze  :roll: ist ja klar, dass man dem hingebenden zügel dann richtung dehnungshaltung folgt...sonst müsste man den kopf eventuell auch noch selbst tragen  :D naja, die suppe muss ich jetzt irgendwie auslöffeln  :drama:


« Letzte Änderung: 06. Juli 2011, 16:37:55 von stollentroll »
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #47 am: 06. Juli 2011, 17:10:08 »
danke für Deine sehr interssante und ehrliche Rückmeldung, Stollentroll :respekt:
Ich hab auch gerade ein Glücksrad zum Ausprobieren im Kasten liegen, aber noch keine Zeit und Muße gehabt, es anzuprobieren. Bin sehr gespannt - Mirko braucht normalerweise das Kauen immer (und sei es nur ein Hauch) um locker zu werden - ansonsten neigt er dazu, den Kopf einfach hinzustellen und im Sparmodus zu laufen.
Und eben das Kauen wird mir bei gebissloser Reiterei fehlen.
Alles kommt zu dem, der warten kann.
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Phanja
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #48 am: 06. Juli 2011, 18:45:13 »
@Muriel
Also meine kauen beide auch wenn ich sie "nur" auf Kappzaum arbeite. Wenn die Arbeit den Unterkiefer lockert, kauen die Pferde auch ohne Gebiss  :cheese:
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strizi
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #49 am: 06. Juli 2011, 21:44:04 »
ich reit ja die elfe momentan auch fast ausschließlich gebisslos. mit einem engl. reithalfter, wo seitl. ringe dranmontiert wurden. das ganze noch mit lammfell auf der nase, da sie dort, serreta-narben sei dank, im sommer kein fell hat.

damit läuft sie wirklich fein und sucht nun den kontakt zur hand. allerdings achte ich akribisch drauf, dass sie sich dann, in der gewünschten position (entspannter unterhalsmuskel, angespanntes/tragendes nackenband, aktiver rücken) selber trägt. das klappt in schritt und trab auch phasenweise schon ganz nett.

ein glücksrad hatte ich grad aktuell zum ausprobieren - und habs nach 2-3 versuchen wieder zurück geschickt. sie war damit extremst büffelig in der hand. hat sich draufgeknallt und biegung/stellung wurden zum "kraftakt" von hand und schenkel. nix lustig!

kaum hatte ich mein reithalfter wieder drauf, lief sie wieder, wie gewohnt.....
ja - ich hatte es mit hebelwirkung verschnallt, weil mich genau DAS interessiert hat.

mein langfristiges ziel ist es, sie wieder auf trense reiten zu können, denn auch sie klappt(e) sofort hinter die senkrechte und spult sich wahnsinnig leicht hoch. da haben wir einfach die feinabstimmung der hilfen noch nicht so gut drauf, wie gebisslos. gelegentlich kommt mal wieder die trense dazu und dann wird 4-zügelig geritten. vornehmlich im schritt kommt dann die trense zum einsatz um eben die lateralkontrolle zu verfeinern, abkauen auslösen zu können (ja, übrigens kauen tut sie auch mitm reithalfter alleine, aber der feine unterschied ist: ich kann es nicht gezielt auslösen)
so werden wir uns langsam wieder an die trense heran tasten und hoffentlich mal als positives utensil etablieren können.

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Phanja
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #50 am: 07. Juli 2011, 07:18:59 »
Ich finde schon, dass man das gezielt auslösen kann - auch gebisslos. Das ist ja nichts anderes, als den Unterkiefer zu lösen. Wenn ich also dem Pferd Stellung über den Kappzaum gebe, dient das genau dazu. In der Stellung schiebt sich der Unterkiefer unter den Atlasflügel und das geht nur, wenn das Pferd im Unterkiefer locker lässt. Und in dem Moment kaut es dann auch ab.
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Mannimen
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #51 am: 07. Juli 2011, 07:49:04 »
Das allein reicht dazu meiner Meinung nach nicht. Das Pferd verschiebt den Unterkiefer nicht automatisch bei der Stellung. Es wird hier sicher schon erkannt haben, dass es dann einfacher geht und nichts mehr blockiert, denke ich.
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strizi
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #52 am: 07. Juli 2011, 08:09:47 »
@phanja: teilweise stimmt das, keine frage. aber, WAS tut man mit einem pferd, dass sich dabei ohnehin schwer tut? (außer, jeden ansatz dazu bestätigen....) fr. elfe hat ja phasen, wo ich das kauen nichtmal auf trense zuverlässig abfragen kann (weder über vibieren am zügel noch über genickstellung) - gebisslos kann ich ihr dazu schlichtweg viel weniger anreiz geben.

wenn ein pferd das aber zuverlässig etabliert hat und man quasi eine "hilfe" oder ein "signal" hat, um abkauen auslösen zu können, dann klappt das sicher auch gebisslos.

moirin z.b. kaut auch immer wieder ab, wenn ich sie nur mit halsring reite
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Phanja
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #53 am: 07. Juli 2011, 09:11:17 »
@strizi
Deshalb gucke ich, womit das Pferd am Besten klarkommt  :cheese:
Wollte nur verdeutlichen, dass es wahrscheinlich mehr Pferde gibt, bei denen man auch gebisslos den Unterkiefer lösen kann, als man denkt.
Ich finde, man soll sich einfach auf nix versteifen, sondern ausprobieren und aufs Pferd hören  :nick:
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strizi
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #54 am: 07. Juli 2011, 09:20:50 »
@strizi
Deshalb gucke ich, womit das Pferd am Besten klarkommt  :cheese:
Wollte nur verdeutlichen, dass es wahrscheinlich mehr Pferde gibt, bei denen man auch gebisslos den Unterkiefer lösen kann, als man denkt.
Ich finde, man soll sich einfach auf nix versteifen, sondern ausprobieren und aufs Pferd hören  :nick:
  :nick: :nick:

das hat sowieso oberste priorität - egal in welchem bereich  :cheese:
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Mannimen
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #55 am: 07. Juli 2011, 09:35:18 »
Beim Formen im Stehen wird von B.B. empfohlen den Unterkiefer mit der Hand leicht zu verschieben, damit das Pferd sich besser im Genick stellen kann. Insofern reicht hier schon ein Kappzaum (ohne Gebiss). Nur zeigen und erklären muss man es schon dem Tier.
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lindalotze
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #56 am: 07. Juli 2011, 13:45:41 »
Wie soll das gehen, dass man mit dem Kappzaum allein den Unterkiefer anspricht? Ich kann mir nur vorstellen, dass ich damit erst stelle, und dann kauts. Aber nicht andersrum.
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #57 am: 07. Juli 2011, 13:49:20 »
Ich glaube Manfred meint dass man nicht zwingend ein Gebiss braucht um zum Kauen anzuregen. Sondern eben den unterkiefer mit der Hand leicht verschieben kann.
Liebe Grüße Sophie

Puppes Tagebuch

Szofis Tagebuch
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lindalotze
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #58 am: 07. Juli 2011, 14:06:06 »
Okay, mit der Hand könnte man es vielleicht machen. Ich hatte gerade meinen schweren dt. Kappzaum im Hinterkopf, damit kann man evtl. Halswirbel verschieben, aber keinen Unterkiefer  :tuete:

Mit mir in der Reitstunde läuft eine Stute mit mech. Hackamore. Wenn sie wirklich gut an den Hilfen ist, kaut sie auf Treiben am inneren Schenkel. Das ist aber auch ein sehr gut gebautes Pferdchen mit gutem Temperament und sehr gut sitzender Reiterin, also besten Voraussetzungen.
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #59 am: 07. Juli 2011, 15:13:55 »
Okay, mit der Hand könnte man es vielleicht machen. Ich hatte gerade meinen schweren dt. Kappzaum im Hinterkopf, damit kann man evtl. Halswirbel verschieben, aber keinen Unterkiefer  :tuete:


Mit meinem Kappzaum geht das.
Paula kaut zwar eher selten ab bzw. kann ich nicht sagen, wann sie abkaut und wann sie Pellets kaut, die da noch zwischen den Zähnen hängen.

Aber den Unterkiefer verschieben kann ich:
Stellung übers Naseneisen, mit der Hand dann an der Backe bissl gegenhalten, quasi.
Dadurch zentriert man den Unterkiefer, die Stellung im Genick wird möglich.
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