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Anlehnung bei gebisslosem Reiten

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Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« am: 19. Juni 2011, 15:24:42 »
Meine Frage entstand aus diesem Thread heraus.

Also, hier nun der Extrafred zum Thema Anlehnung bei gebisslosem Reiten. Ich hab mich bisher nicht wirklich damit beschäftigt, weil ich einfach mit Gebiss geritten bin. Jetzt probiere ich grade mal Gebisslos ein wenig herum und da tauchen Fragen auf.  :cheese:

Ich lese nun, dass zumindest bei manchen Zäumungen nichts mit Anlehnung anzufangen ist, habe aber gleichzeitig die letzten Bilder von Strizi im Kopf und denke an Steffi, die sich ja auch grade mit dem Thema beschäftigt (soweit habe ich das zumindest aus den Themenvorschlägen für die ÜdM herausgelesen) — in beiden Fällen ist Anlehnung ja durchaus Thema, oder?

Wie ist das also? Hat die Anlehnung einfach eine andere Qualität (ich nehme es an, da man ja nicht die Verbindung zum Maul hat)? Oder hast du, Smiri, das ganz anders gemeint:
huch kolumbianisches bosal ist wieder was anderes...interessant
sidepull/lindell ist ok, aber da ist nix mit anlehnung. Zum ausreiten ist es super (schon ausprobiert).
und ich kapiers nur nicht (absolut im Rahmen des Möglichen :happy:).
Oder bezieht sich das nur darauf, dass bei Zäumungen mit entsprechend scharfem Nasenriemen (Seilmaterial wie beim "klassischen" Sidepull) auf (physisch vorhandene) Anlehnung, die durch anstehenden Zügel erkennbar ist, schon allein aus nasen- und hautschonenden Gründen zu verzichten ist?

Oder verstehe ich einfach mal wieder einen Begriff falsch und stelle mir unter Anlehnung was falsches vor?

Würde mich freuen, wenn ich dazu Meinungen bekomme.  :)

« Letzte Änderung: 19. Juni 2011, 16:56:24 von Bettina1986 »
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #1 am: 19. Juni 2011, 16:12:26 »
Also alle die ich kenne reiten mit Sidepull auf "physische" Anlehnung - und die Pferde gehen alle sehr nett. Wüsste also nicht warum das nicht möglich sein sollte..
Praktische Erfahrung hab ich jedoch keine große da Puppe und ich uns mit Trense eigentlich "besser tun"
Liebe Grüße Sophie

Puppes Tagebuch

Szofis Tagebuch
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Aveline
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #2 am: 19. Juni 2011, 16:51:46 »
@ Bettina...genau die Frage habe ich mir auch gestellt als ich die Bilder gesehen habe. Die Elfe läuft anscheinen sehr toll und Paula auch...ich war echt schon sehr begeistert. Und bei Dir im Fred hatte ich auch schon gelesen das Du mit Stallhalfter in der Halle unterwegs warst.

Ich habe ja noch mindestens 1 Jahr hin mit dem anreiten aber war schon am überlegen ob ich nicht gebisslos einreiten soll. Ich hatte meinen Reitlehrer wegen dem Sidepull gefragt und der meinte: Und was soll das bringen?? Das Pferd kann doch gar nicht am Zügel gehen. Mit der Antwort wollte ich mich so aber irgendwie auch nicht zufrieden geben.
Ich denke mir doch das es für ein junges Pferd auch angenehm sein kann vor allem im Zahnwechsel.


Mmmmmmmh...gibts hier wen der sein Pferd auch gebisslos angeritten hat und vielleicht auch noch dazu englisch??
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #3 am: 19. Juni 2011, 17:18:41 »
Also ich reite schon in Anlehnung und würde die auch ganz 'klassisch' definieren.

Ich hab keine 10 kg in der Hand, wie manch Turnierreiter vielleicht.
Aber eine Verbindung ist da schon. Gut, mal mehr, mal weniger, grad in der Lösungsphase reicht mir ein in-Kontakt-treten seitens Frau Pferd.

Aber in der Arbeitsphase am aufgenommenen Zügel habe ich definiv eine ganz normale 'dressurmäßige' Anlehung...

Allerdings könnte ich mir schon vorstellen, dass sich ein Pferd ungern an ein typisches Bosal mit Rohhaut-Nasenriemen 'anlehnt', im wörtlichen Sinne...

Aktuelle Reitbilder sind im Tagebuch zu finden, bzw. auf dem Avatar sind wir auch gebisslos unterwegs. ;)
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strizi
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #4 am: 19. Juni 2011, 18:07:08 »
ich reit ja immer wieder zur abwechslung oder wenn es das pferd verlangt gebisslos. bei der elfe sieht man sehr schön, wie sie sich an die hand dehnt und vertrauensvoll kontakt sucht um so den rücken hoch zu kriegen und das hinterbein untern körper... ist ja quasi "ein bewegungsablauff". mit trense (momentan nathe, untebrochen) sind wir bei weitem nicht so schön unterwegs - und auch nicht so gelassen. das löst halt einfach alte reflexe aus.

gestern, ganz aktuell, bin ich die gnädige auf kappzaum geritten. und nach 15 min hab ich mir ernsthaft die frage gestellt, WARUM hab ich mir das nur angetan.................. (und ihr!).
mein sonst sooo feines, durchlässiges pferd hat sich vorn draufbetoniert, rechts war kein durchkommen und schlussendlich kams mir vor, als würd ich "voll dringhängen". hat uns keinen spaß gemacht......... heut wieder mit trense - siehe da - mein feines durchlässiges pferd war wieder da. moirin ist aber sogar auf knotenhalfter suuuuper büffelig.

wegen dem anreiten. ich würde ein jungpferd NUR gebisslos anreiten! mach ich auch grad bei morghain so. wir sind jetzt grade erst soweit, dass sie die trense freiwillig ins maul nimmt und sie damit langsam fressen lernt. vorher ist ihr alles, was sie in ihrer gier und aufregung reingeschoppt hat, postwendend wieder ausm maul gepurzelt.
vor ein paar tagen hab ich sie zum ersten mal mit trense (blind verschnallt) an der longe (also am kappzaum) gearbeitet. das ging dann schon halbwegs, aber reiten würd ich so nicht. anlehnung ist am anfang so ziemlich das unwichtigste überhaupt. die sollen sich mitsamt reiter doch erstmal ausbalancieren lernen - und dafür brauchens den hals! ergo: wir reiten am langen zügel. momentan noch im schritt, in ein paar wochen simma soweit, dass wir mal antraben werden - wieder am langen zügel! und wenn wir soweit sind, dann möcht ich das mitm galoppieren auch so handhaben. ich sehs ja an der elfe, wie gut das für ein pferd ist, mal frei sein gleichgewicht, sein tempo und seinen takt zu finden. wenn sie DAS haben, dann kann man die zügel "in die hand" nehmen und dann wirds auch LANGSAM zeit für ein gebiss

ich finde nämlich schon, dass für wirklich feines dressurreiten ein gebiss vieles erleichtert (vorallem dem pferd!). solange es "nur" darum geht, takt, tempo, geradrichten und einen gewissen grad an anlehnung zu bekommen, ists gebisslos natürlich genauso möglich.
gehts dann aber weiter, in richtung feine durchlässigkeit, lockerheit im genick (ergo: rücken und hh - vorallem in bezug auf wandlung von schub- in tragkraf), da ist ein gebiss dann ein tolles instrument.  alleine schon das auslösen des abkaureflexes um die kiefermuskulatur zu lösen.............. oder die verschiedenen hilfengebungen auf laden oder maulwinkel - das würde MIR schon extremst fehlen.
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strizi
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #5 am: 19. Juni 2011, 18:39:29 »
hab mir jetzt noch mlp's fotos angesehn........ und da sieht man es doch ganz deutlich, finde ich.........

paula geht wirklich schön! auch in anlehnung, aber das ganze geht eher in "natürliche haltung", statt in dressumäßige aufrichtung (das bitte NICHT wertend verstehen!) sie trägt sich wunderschön, sieht man toll an der muskulatur. aber "viel mehr" wird in diese richtung, nehm ich mal an, nimma drin sein.

ich glaube, das ist dann einfach der punkt, wo man sich entscheiden muss... und wo dann viele sagen: gebisslos kann man nicht in anlehnung reiten.

die ganze grundausbildung, so bis kl. L, geht sicher problemlos ohne gebiss. alles weitere in richtung "höherer dressur" kann ich mir momentan selber noch nicht wirklich vorstellen......... aber wer weiß, vielleicht lehren mich ja zeit, elfe und erfahrung was ganz anderes...........
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #6 am: 19. Juni 2011, 19:40:25 »
Huhu Bettina,

ich habe Arcon die letzten 7 Jahre mit so einem LG-Zaum geritten. Der war allerdings verschnallt wie ein Sidepull - quasi ohne Hebelwirkung - hätte mir also die Mehrkosten definitv sparen können und ein nettes Ledersidepull kaufen können...

Ich konnte ihn eigentlich von Anfang an wie mit einer Trense damit reiten. Am hingegebenen und am langen Zügel genauso wie mit Anlehnung, die ich allerdings eher Kontakt nennen würde - hatte bei Anlehnung meistens einen Kontakt von ca 100-200 Gramm in jeder Hand. Bei mehr hätte er sich eingerollt oder hätte sich auch auf die Hand gelegt...

Also bin ich immer beim Aufrichtung erreiten so kleinschrittig vorgegangen, dass das nicht zu Stande kam, bzw. hab halt geschaut, dass ich ihn über die HH, Übergänge, Volten usw in eine Aufrichtung hole und dann die Zügel entsprechend mitverkürzt habe.

Bei einem kolumbianischen Bosal sind beide Zügel doch unten an der gleichen Stelle angebracht, oder? Das reitet man soweit ich weiß ähnlich wie ein Hackamore am durchhängen Zügel, da ist Anlehung nicht erwünscht/Ziel, sondern eben diese einhändige "Western"reitweise.

Die Gedanken über Probleme mit dem Kauen kann ich gut verstehen. Bei uns war es ein rechtes Getüftel, bis ich eine Nasenriemenweite raus hatte, bei der er sowohl Kauen konnte (von selbst oder die B.) als auch das Zaumzeug so "fest" saß, dass ich nicht das Gefühl hatte, es verrutscht ständig.

Liebe Grüße,
Franzi

Wenn ich feststelle, dass ich etwas nicht weiß... ist das eine prima Gelegenheit, um etwas Neues dazuzulernen!
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Aveline
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #7 am: 19. Juni 2011, 20:17:18 »
@ Strizi...ah OK danke. Ich werde mal im nächsten Jahr gucken wie ich das mit Madamme dann mache und ob das dann mit dem umherswitschen klappt. Ich möchte eh nicht auf Turniere gehen sodass alles über M warscheinlich eh nichts wird. Eine fundierte Dressurausbildung ist aber, finde ich, sehr wichtig. Wenn man die auch gebisslos hinbekommen kann: umso besser. Ich hatte ja auch schon mit dem Sidepull geliebäugelt. Hört sich jetzt vielleicht blöde an aber ich hoffe nur das sich meine ab dann Reitlehrerin auch darauf einlässt. So wie es ausschaut soll sie nämlich die ersten Male erst drauf weil sie Bereiterin ist.

Und das Agument mit der alleinigen Aufrichtung bzw dass das Pferd selber bestimmen kann wie es läuft finde ich gar nicht so verkehrt. Ich muss schon immer den Kopf schütteln wenn Pferde in der Stunde bis zum geht nicht mehr ausgebunen werden und dann nichtmal mehr ein FA laufen können.

Da ist mir das anders schon lieber vor allem wenn die Muskulatur ect ja erst noch aufgebaut werden muss.
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #8 am: 20. Juni 2011, 06:48:21 »
Hi,


Bei einem kolumbianischen Bosal sind beide Zügel doch unten an der gleichen Stelle angebracht, oder? Das reitet man soweit ich weiß ähnlich wie ein Hackamore am durchhängen Zügel, da ist Anlehung nicht erwünscht/Ziel, sondern eben diese einhändige "Western"reitweise.


Nein. Du hast ein paar seitliche Zügel und ein paar untere Zügel, die in die beiden unteren Ringe an der Barbada, gewissermaßen dem Kinnriemen, eingehängt sind. Und durchhängend wird es nach dem, was ich gesehen und im Kurs bei Richard Oré gelernt habe, nicht geritten.
Häufig wird im Lauf der Ausbildung allerdings m. W. vor der Umstellung auf Gebiß (traditionell sowas wie Löffelkandare) nur mehr mit den unteren Zügeln geritten bzw. auch nur mehr das untere Zügelpaar eingehängt (bzw. der untere Zügel. Sind normalerweise geschlossene dicke Seilzügel.

Wenn du es kannst, kannst du mit Kolumb. sehr differenzierte Hilfen geben (ich kann es nicht, aber ich arbeite dran.....).

Viele Grüße

Carola

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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #9 am: 20. Juni 2011, 08:29:08 »
hab mir jetzt noch mlp's fotos angesehn........ und da sieht man es doch ganz deutlich, finde ich.........

paula geht wirklich schön! auch in anlehnung, aber das ganze geht eher in "natürliche haltung", statt in dressumäßige aufrichtung (das bitte NICHT wertend verstehen!) sie trägt sich wunderschön, sieht man toll an der muskulatur. aber "viel mehr" wird in diese richtung, nehm ich mal an, nimma drin sein.

ich glaube, das ist dann einfach der punkt, wo man sich entscheiden muss... und wo dann viele sagen: gebisslos kann man nicht in anlehnung reiten.

die ganze grundausbildung, so bis kl. L, geht sicher problemlos ohne gebiss. alles weitere in richtung "höherer dressur" kann ich mir momentan selber noch nicht wirklich vorstellen......... aber wer weiß, vielleicht lehren mich ja zeit, elfe und erfahrung was ganz anderes...........

Erstmal, DANKE!  :dops:  :rotw:

Ich gebe zu, an manchen Punkten habe ich das Gefühl, mit Glücksrad nicht weiter zu kommen. Grade wenn Madame wieder eine Phase hat, wo sie Stellung weniger toll findet. Da kann ich mit einer hoch geführten Hand am Gebiss viel eher durchkommen.  :nick: Leider reagiert Paula so - ich nenns jetzt einfach mal so - panisch aufs Gebiss, dass damit nicht mehr gearbeitet werden kann, als am Runterkommen. Zu ernsthafter Dressurarbeit komm ich damit nicht, weil sie spätestens nach 10 Minuten die Schnauze voll hat und dicht macht. Egal wie fein und ruhig ich versuche, zu reiten.  ???

Dann gibt es aber wieder Momente, grade beim Longieren, wo sie (im Galopp) selbstständig eine durchaus beachtliche Versammlung und Aufrichtung anbietet. Da ist ja überhaupt keine Anlehnung in dem Sinn gegeben. Da frag ich mich dann wieder, ob es nicht doch ohne alles geht?

Ist es nicht theoretisch möglich, das Pferd über den Sitz so unter den Schwerpunkt zu reiten, dass die Versammlung bis zum höchsten Grad möglich wäre? Also bei entsprechendem Können (Sitz)?
Wenn wir einen guten Tag haben, schaffe ich es über reines Hintern zammzwicken vom Galopp in den Schritt, rund, ohne Holpern. Wenn ich sie immer so am Sitz hätte, ginge dann auch gebisslos nicht mehr?

Ich könnte es mir vorstellen.  :nick: Wobei ich auch glaube, dass ICH das nicht schaffe. *g*

Aber wenn du sagst, bis L kein Problem und ich es irgendwann schaffe, Paula wirklich reell (!) auf L-Niveau zu reiten, reicht mir das völlig. Das ist nämlich mein hochgestecktes Lebensziel... *träum* Eine Aufgabe Klasse L, durchgehend durchlässig, auf den Punkt geritten, über den Rücken, ohne Schieben und Ziehen... *hach*
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #10 am: 20. Juni 2011, 08:53:25 »
Hallo Bettina,

als überzeugte Gebisslos-Reiterin würde ich bei Ursula unterschreiben. Es kommt darauf an, was Du mit einem Pferd erreichen möchtest und schlicht gesagt, wie gut der Sitz und wie gut die Hand ist, mit der Du reitest. Bei meinem relativ begrenztem Können, werde ich dressurmäßig gebisslos nur bis zu einem gewissen Punkt kommen, meines Erachtens. Diesen Punkt würde ich als Ziel folgendermaßen beschreiben: Mein Pony soll sich an den Zügel herandehnen, Anlehnung halten und mit einer aktiven Hinterhand über den Rücken gehen.
Ich glaube und hoffe, dass ich mit diesem Grundstock mein Pferd gesund und gut bemuskelt weiterhin reiten kann.
In wie fern ein Pferd gebisslos in eine "echte" Versammlung geritten werden kann, hängt sicherlich vom Potenzial des Pferdes und vor allem des Reiters ab. Meine Freundin aus dem bayrischen Wald reitet so gut, dass sie gebisslos Traversalen tölten kann und die Pferde in verschiedenen Lektionen ausgesprochen gut versammelt gehen. Sie variiert Kappzaum, Reithalfter und Glücksrad. Sie meint aber z.b., dass sich für tunierreife Trabverstärkungen die meisten Pferde und Reiter mit einer Trense leichter tun würden.

Es kommt also immer darauf an, was man reiten möchte und was das Pferd kann.
Zum Einreiten würde ich immer die gebisslose Variante empfehlen, ob man dann dabei bleibt entscheidet man dann zusammen mit dem Pferd. Mána machte es mir da leicht, sie läuft einfach sensibel und schön gebisslos und für meine Ansprüche, siehe oben, reicht es.

Die Erarbeitung der Anlehnung gebisslos gestaltet sich bei uns noch etwas schwierig, da ich ein Pferdchen habe, dass sich als Gangpferd gerne pass-verspannt zeigt. Herandehnen an den Zügel klappt schon ganz gut, aber die konstantere Anlehnung geht noch nicht. Da variiere ich zur Zeit noch stark und wäre auch wirklich dankbar für CT-bezogene Hinweise. Meine RL hat da eher die Tipps in Richtung "mehr desselben" und das scheint gerade nicht effektiv zu sein.

Grüße
Steffi
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strizi
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #11 am: 21. Juni 2011, 06:50:24 »
steffi brachte einen ganz entscheidenden einwurf: "In wie fern ein Pferd gebisslos in eine "echte" Versammlung geritten werden kann, hängt sicherlich vom Potenzial des Pferdes "

mit der tinkerin würde ich gebisslos nie im leben dort reiten können (ich meine jetzt nicht lektionen, sonderen "nur" das geschlossene, untertretende, sich aufwölbende pferd) wo ich jetzt phasenweise schon mit der elfe anklopfe.  und auf der elfe "sitz ich eigentlich nur oben"................. es kommt ganz sicher auf die natürliche versammlungsfähigkeit des pferdes drauf an.

weiters: ich kann mit der tinkerin z.b. alle lektionen die wir auf trense reiten auch auf halsring reiten! trabtraversalen (tölt haben wir  nicht im programm  :cheese:), galopp-schritt-übergänge, kurzkehrt, ganz egal...........(post-it an mich: ich sollt mal die piaffen am halsring probieren.........)
das ist nicht so das problem, das wird halt als lektion ausgeführt.... und das nichtmal schlecht, aber das gesamtbild ist trotzdem ein anderes und die qualität auch. und ausbilden hätt ich sie am halsring nicht soweit können (ich jedenfalls nicht!)

@mlp: die elfe kriegt ja auch noch immer nen hysterischen, wenn ich die trense reinhänge - vorallem, wenn ich zügel dran habe. mein langfristiges ziel ist aber trotzdem, sie wieder auf trense reiten zu können. jetzt wird aber erstmal ohne gebiss das vertrauen zur hand gefestigt. ich möchte, dass sie aufs reithalfter ganz zuverlässig läuft. dann werde ich die trense (ohne zügel) dazu nehmen, in weiterer folge wieder 4zügelig und dann nur noch trense........... sofern sie dann nicht schon 50 jahre alt ist   :cheese:
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #12 am: 21. Juni 2011, 09:40:44 »
hier mal was nettes zum gucken:
http://www.youtube.com/watch?v=A5XUq56P_I0

(gebisslos ausbilden ungleich gebisslos nachreiten, ich find`s trotzdem nett!).
www.spassmitpferd.bplaced.net


A horse without spots is like the night without stars!
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strizi
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #13 am: 21. Juni 2011, 10:10:27 »
 :willwill:
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Smiri
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Re:Anlehnung bei gebisslosem Reiten
« Antwort #14 am: 21. Juni 2011, 11:22:04 »
Hola, ich wurde angesprochen - war bisschen unterwegs in letzter Zeit:
Gebisslos versteht sich  :cheese:
Hm meine Frage nach reeller Anlehnung entstand schon aus der Feststellung heraus, dass dressurmäßige Gymnastizierung ohne Anlehnung nicht möglich ist. 
Hätte ich ein  0815 Pferd, das kein Problem mit einem Gebiss hat, wäre mir das egal, da würde ich zur Abwechslung gebisslos ins Gelände gehen oder Halsring reiten und fertig.
Mein Pferd hat aber eine Problem mit dem Gebiss im Maul: sie ist Zungenschläger, und spielt ständig mit der Zunge außerhalb vom Maul wenn sie Ein Gebiss drinnen hat (egal welches). Dabei verwirft sie sich im Genick und das mit locker abkauen ist auch nicht   :confused:
Deshalb hab ich im Frühjahr jetzt beschlossen meine Eitelkeit über Bord zu werfen (ja schwierig ist das schon, zuzugeben, dass man das nicht mehr ändern wird können) und hab versucht eine Alternative zu finden.
Mit dem hannoverschen Reithalfter geht sie jetzt fast besser als jemals zuvor: sie geht in Anlehnung, sucht also von sich aus den Kontakt, sie kaut auch (auch ohne Gebiss kann ein Pferd abkauen - ich kanns nur nicht so zuverlässig abrufen) und stellung und Biegung sind gut zu erarbeiten.
Wir reiten damit jetzt auch Seitengänge und natürlich würd ich mir manchmal wünschen ich könnte genau in diesem Moment die Stellung feiner und schneller abrufen aber geht halt nicht und ich denk mir, alles was wir gebisslos reell erlernen - auf das kann ich stolz sein und mir sicher sein, dass es wirklich korrekt ist. Wie weit wir jemals kommen weiß ich nicht, aber mein Ziel ist erreichte, solange ich sie mit dem reiten gesund erhalten kann, alles andere ist ein Zuckerl!   :freu:
das klassische Sidepull mit rundem Nasenriemen war ihr zu scharf, da hat sie sich verkrochen und damit konnte  ich ihr keine angenehem Option bieten sich auf eine Anlehnung einzulassen. bitless Bridle mochte sie auch nicht so recht.
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