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Welche Art Gebiss, welche Zügel?

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Re: Welche Art Gebiss, welche Zügel?
« Antwort #75 am: 21. September 2018, 12:16:23 »
Sollen wir das eher in ein eigenes Thema auslagern, Versicherung o.ä.?

Ansonsten vielleicht wieder ein bisschen zurück zum eigentlichen Thema :)
LG Tine
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Ab und zu ist es gut, in unserem Streben nach Glück innezuhalten und einfach glücklich zu s
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Re: Welche Art Gebiss, welche Zügel?
« Antwort #76 am: 14. Februar 2020, 20:52:07 »
Ich hol das Thema wieder hervor weil es mich gerade beschäftigt. Ich will Muli ja mal reiten. Daher überlege ich welches Gebiss am sinnvollsten wäre. Ich bin eigentlich eine Gebisslose Reiterin, weil ich das Gebiss auch nicht so richtig checke. Für mich muss ein Pferd nach Gewichts- und Stimmhilfen laufen. Das mit dem Gebiss ist für mich immer noch etwas mysteriös.  :juck: Klar, auch gebisslose Zäumung kann schmerzhaft sein, das ist mir klar. Daher fände ich ein trainieren vom Boden aus erstmal sinnvoller für Stellung und so. Na jedenfalls bin ich auf ein aufschlussreiches Video gestoßen: https://www.youtube.com/watch?v=kQNXdIwpbGI
Da wegen versicherungstechnischen Gründen ich in Zukunft mit Gebiss reiten muss, möchte ich wenigstens eines haben womit ich nicht soooo viele Schmerzen verursachen kann. Da tendier ich eher zu dem Gebiss wie in dem Video angepriesen. Wer hat Erfahrung damit? Und wie seht ihr das allgemein mit dem Gebiss? Ich hatte einen zu schlechten Reitunterricht. "Wenn das Pferd nicht hört dann schärferes Gebiss rein!"  :-[
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Re: Welche Art Gebiss, welche Zügel?
« Antwort #77 am: 14. Februar 2020, 21:51:41 »
Ich fahre beide Ponys mit Stangengebiss, weil es eben so ruhig liegt und sie reagieren sehr, sehr fein darauf. Beim Fahren ist mehr Bewegung in den Leinen, als idR beim Reiten in den Zügeln, daher wird dort meist ein Stangengebiss genutzt. Das einfach gebrochene Gebiss kam für mich wegen des Nussknackereffektes nie in Frage, aber irgendwann wurde mir bewusst, dass das doppelt gebrochene (meiner persönlichen Meinung nach!) nur wenig unterschied macht. Außerdem ist das Stangengebiss auch das einzige, das beide Ponys akzeptieren und wo sie das nervöse drauf-herumkauen schnell lassen. Alle anderen getesteten wollten sie bisher einfach nur loswerden. Deswegen mag ich das Stangengebiss auch demnächst bei der Handarbeit testen.

Natürlich ist jede Zäumung immer nur so scharf, wie die Reiterhand, das ist klar. Am Ende finde ich es eh wichtig, dass das Pferd damit klar kommt. Es gibt durchaus Pferde, die ein einfach gebrochenes Gebiss besser akzeptieren :nixweiss: Daher würde ich dem Tier auch die Chance geben mit zu bestimmen  :nick:
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Re: Welche Art Gebiss, welche Zügel?
« Antwort #78 am: 14. Februar 2020, 22:07:22 »
Lustig, dass du gerade heute dieses Video zeigst. Das ist echt spannend und gut gemacht :)
Und ich bin da bei Iza :)

Ich hab bei meinem Pony zu Beginn ein doppeltgebrochenes Gebiss, weils das ja für Junge toll sein soll. Allerdings war er damit kaum zu händeln. AM Halfter dagegen kann er ein Lamm sein.
Weil ich keine Stange bekam, aber per Zufall ein einfach gebrochenes Baucher fand, holte ich das. Ich mag die Stabilisierungs-Schenkel. Nur... Pony fand auch das doof.

Was im Video vergessen wird, ist der obere Teil des Maules. jedes gebrochene Gebiss kommt irgendwann oben an. Bei manchen Pferden geschieht es erst bei viel Zug. bei meinem Pony liegts quasi mit Vollkontakt im Maul. Er begann dann, die Zunge drüber zu schieben um das Maul zu schützen.. Und das, wo wir nur ne kurze Runde mit blind eingelegtem Gebiss am laufen waren.
Heute mit der Stange im Maul, war es, als wären wir nur mit Halfter unterwegs. Ich bleib definitiv bei ihm dabei.
Liebe Grüsse

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Re: Welche Art Gebiss, welche Zügel?
« Antwort #79 am: 15. Februar 2020, 09:15:12 »
Mäuler sind krass unterschiedlich... Eine allgemeine Gebißempfehlung kann es daher eigentlich nicht sinnvoll geben. Das Tier entscheidet, was es mag und was nicht. Früher wurde ja gerne gesagt, daß dicke Gebisse freundlicher seien als dünne, was dann zu Ponies mit permanent geöffneten Maulwinkeln führte, weil sie ihr Maul gar nicht mehr um die dicken Dinger herum schließen konnten...
Ich persönlich bevorzuge einfach gebrochene Trensen, die eine recht deutliche Wölbung aufweisen und ladenwärts etwas abgeplattet sind; sie liegen bei den meisten Pferden so schön unauffällig im Maul. Es gibt aber immer wieder Pferde, die eine Stange oder doppelt gebrochen oder wasweißich bevorzugen - dann gibt es eben das und nicht meinen Favoriten.

Wichtig ist auch zu verstehen, wofür man das Gebiß braucht. Viele Menschen wollen noch immer ein Gebiß, um sich besser "durchsetzen" zu können, um das Pferd dahin zu zwingen, wo sie es hin haben wollen. Hier im Forum ist das natürlich anders...
Ich selber reite gerne mit Gebiß. Aber erst dann, wenn das Pferd gebißlos das verstanden hat, was ich von ihm möchte - dann kann ich das (passende) Gebiß verwenden, um die Verständigung zu verfeinern. Und dann sagt mir das Pferd deutlich, womit es am besten klar kommt.

Beste Grüße,
Dörte.
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Re: Welche Art Gebiss, welche Zügel?
« Antwort #80 am: 15. Februar 2020, 15:53:36 »
Ich finde, man kann mit Gebiss ein Pferd viel leichter stellen bzw. zum Kauen bringen.
Klar, kann man das auch erclickern und anders erreichen, aber wenn ein Pferd das Gebiss stressfrei annimmt, hat es meiner Meinung einige Vorteile.

normal dahinreiten geht natürlich mit Stimm- bzw Gewichts- bzw Schenkelhilfen. Bei einem ausgebildeten Pferd ist so sicher auch Stellung und Aufrichtung möglich.
Aber besonders am Beginn der Ausbildung, und wenn es um sinnvolles gymnastizierendes Reiten geht, ist ein Gebiss einfach ein sehr gutes und hilfreiches Tool!

Abbey ging immer mit Schenkeltrense inkl. der stabilisierenden Lederriemchen super - aber da sind die Pferde ja ganz unterschiedlich  :nick:
Liebe Grüße!
Seelenpferde hat jemand einmal Pferde wie dich genannt- Pferde, die es nur einmal geben wird im Leben, die man begleiten darf und die einen auf andere Wege führen.
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Re: Welche Art Gebiss, welche Zügel?
« Antwort #81 am: 16. Februar 2020, 22:06:09 »
Danke für eure Antworten! Ja das mit der Reiterhand kommt in dem Beitrag viel zu kurz. Ich hab viel drüber nachgedacht und finde es auch echt schwer guten Reitunterricht zu finden wo man eine feine Reiterhand erlernt.
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Re: Welche Art Gebiss, welche Zügel?
« Antwort #82 am: 17. Februar 2020, 10:36:12 »
Wir haben schon einiges an Gebissen durch. Früher habe ich mal gelernt, dass doppelt gebrochene, dicke Gebisse am pferdefreundlichsten seien  :confused: Mittlerweile bin ich älter und weiser und der Meinung, dass das Pferd ruhig mitentscheiden darf (wenn nicht sogar alleine), was es für ein Gebiss tragen mag. Wenn denn überhaupt.
Lucca liebt sein doppelt gebrochenes Baucher absolut. Er öffnet die Schnute von alleine und nimmt es freiwillig, läuft damit sehr zufrieden und lässt sich sehr fein reiten damit.
Früher hatten wir ein dickes No-Name doppelt gebrochenes, goldfarbenes Ding, das mochte er auch, aber das dünne ist ihm lieber. Die Westernkandarrenstange fand er auch fein, nur war die zu eng in der Breite, die hätte eine Nummer größer gehört.
Gebisslos liebt er sein Sidepull, aber das ist mehr so für "lustig durchs Gelände schlumpfen", Arbeit brauch ich damit nicht abzufragen  :lol:

Da wegen versicherungstechnischen Gründen ich in Zukunft mit Gebiss reiten muss,
Wer sagt das? :juck: Also nicht falsch verstehen, das ist jetzt nicht überheblich oder von oben herab gemeint, sondern ernsthaftes Interesse. Ist das Muli entsprechend versichert, dass in den Bedingungen steht, dass ein Gebiss Pflicht ist? Oder schreiben die Besitzer das vor?
Wie handhaben die reitenden Besitzer das denn, mit was reiten die?
Liebe Grüße, Lena

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Re: Welche Art Gebiss, welche Zügel?
« Antwort #83 am: 17. Februar 2020, 15:30:29 »
Versicherungsbedingt kann alles mögliche drin stehen, schlussendlich ist im
Schlimmsten Fall aber das Gericht zuständig, und das hat doch öfters pro Gebiss entschieden. Gerichtskosten trägt jeder selbst...
da seh ich halt das Problem, deshalb werde ich wo möglich lieber mit Gebiss fahren, als ohne. Da kann einfach mehr passieren.
Liebe Grüsse

Heldur, Herjólfur und Jj
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Re: Welche Art Gebiss, welche Zügel?
« Antwort #84 am: 17. Februar 2020, 15:53:21 »
Das Problem ist, dass ein Gericht, dem private Versicherungsverträge ja total egal sind, entscheiden kann, dass eine gebisslose Zäumung z.B. im Straßenverkehr für einen speziellen Fall als grob fahrlässig einzustufen ist. Dann gibt es auch dann Probleme mit der Versicherung, wenn diese gebissloses Reiten explizit inkludiert. Denn normalerweise ist nur leichte, nicht aber grobe Fahrlässigkeit gedeckt.
Spruchreif werden so Spitzfindigkeiten meist auch nur dann, wenn was wirklich Schlimmes passiert, vor allem Personenschäden. Da gehts dann auch um richtig große Summen, die existenzbedrohend sein können. Daher würde ich nie gebisslos ins Gelände gehen.
Wäre eine vierzügelige Zäumung eine Alternative? Z.B ein hannoversches Reithalfter englisch verschnallt und mit "Sidepullzügeln" in den Ringen als "Kommunikationszäumung", sowie der Trensenzügel zur Sicherheit für den Richter an einer zierlichen Stange, aber ohne Anlehnung geführt.
LG
Susanne
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Re: Welche Art Gebiss, welche Zügel?
« Antwort #85 am: 17. Februar 2020, 20:33:51 »
Aus den og genannten Gründen habe ich zum Fahren auch ein Gebiss bei den Ponys drin. Manchmal allerdings blind verschallt, indem ich Weichen an die Zügel mache und dann Gebiss und Sidepullringe nutze, aber eigentlich das Stück vom Gebiss nur sehr locker dran hängt.
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Re: Welche Art Gebiss, welche Zügel?
« Antwort #86 am: 19. Februar 2020, 10:04:47 »
Dass Olivenkopfgebisse tendenziell zum drauflegen einladen, die Erfahrung habe ich auch schon gemacht.
Eine Stute, die zum Hinter dem Zügel gehen neigte, die kam damit zB wieder deutlich besser klar.

Also, Olivenkopf macht wirklich was aus.

Trotzdem bleibts natürlich dabei: Das Problem muss reiterlich gelöst werden.

Ein Gebisswechsel kann aber vielleicht angenehm und angebracht sein.
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Re: Welche Art Gebiss, welche Zügel?
« Antwort #87 am: 19. Februar 2020, 10:21:11 »
Gerade mit CT kann ich ja eine sehr feine Kommunikation via Zügel erreichen, so dass ich eigentlich nicht sehr "doll" am Gebiss einwirken muss.
Ich baue es so auf, dass ich die Kommunikation erst mit Strick am Halfter unten mittig, dann Zügel seitlich eingehakt erarbeite, und dann erst zum Gebiss übergehe. Dann sind dem Pferd die gewünschen Aktionen schon klar und ich kann ganz fein am durchhängenden Zügel arbeiten. Damit kann ich mich dann langsam an einen konkreteren Kontakt heranarbeiten, der dann aber immer noch weich und fein sein kann.
Allerdings gehört natürlich ein zügelunabhängiger Sitz dazu, insofern ist guter Unterricht immer wichtig.
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Re: Welche Art Gebiss, welche Zügel?
« Antwort #88 am: 19. Februar 2020, 10:23:40 »
Wenn man aber zb ein Pferd wie Jack hat, geht es auch anders herum. Dem war "fein" sehr egal, und er hat einfach dagegengezogen, wie er wollte, und ist langsam davon gewalzt. Deshalb habe ich bei  ihm ein einfach gebrochenes Knebelgebiss, damit ich es nicht seitlich durchziehen kann.
Da habe ich dann so lange gegengehalten, bis er fand, dass es jetzt doch langsam leicht störend war  :confused: und auf die Idee kam, nachzugeben. Das waren unsere Anfänge... Jetzt ist er am Zügel ganz fein und kooperativ und kommunikativ.  :nick:
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Re: Welche Art Gebiss, welche Zügel?
« Antwort #89 am: 19. Februar 2020, 10:59:29 »
Gerade mit CT kann ich ja eine sehr feine Kommunikation via Zügel erreichen, so dass ich eigentlich nicht sehr "doll" am Gebiss einwirken muss.
Ich baue es so auf, dass ich die Kommunikation erst mit Strick am Halfter unten mittig, dann Zügel seitlich eingehakt erarbeite, und dann erst zum Gebiss übergehe. Dann sind dem Pferd die gewünschen Aktionen schon klar und ich kann ganz fein am durchhängenden Zügel arbeiten. Damit kann ich mich dann langsam an einen konkreteren Kontakt heranarbeiten, der dann aber immer noch weich und fein sein kann.
Allerdings gehört natürlich ein zügelunabhängiger Sitz dazu, insofern ist guter Unterricht immer wichtig.

Mh. Gerade weil mein beim CT so weiche Signale erarbeiten kann und mit der Stricktechnik ja auch super am Boden vorbereiten kann stelle ich mir schon länger die Frage wieso ich denn dann überhaupt irgendwann ein Gebiss brauche?

Ich komme ja aus der PK Ecke, daher fehlen mir gebisslos natürlich die Möglichkeiten das Pferd zum Kauen zu bringen. Aber es gibt auch viele gute Reiter, die nicht aktiv ein Unterkieferlockern über Kauen abfragen und es klappt trotzdem.

Da fände ich jetzt deine Gründe persönlich sehr spannend wieso du trotzdem irgendwann auf ein Gebiss umsteigst, Heike.
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