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Equikinetik

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Re: Equikinetik
« Antwort #30 am: 10. Juni 2014, 20:48:36 »
Wie handhabt ihr das mit der Equikinetic und dem Clickern eigentlich?
So wie ich das sehe, ist es ja wichtig, keine Stehpausen einzubauen, sondern wirklich das Pferd immer in Bewegung zu haben. Was ein Problem ist, wenn das Pferd beim Click gleich einen Stopp einbaut  :cheese:

Ich hab gestern mal die erste Trainingseinheit gemacht, die auf Equikinetic hinarbeitet. Einfach auf ner Wiese ohne Pylone oder so zwischen Führen in Stellung und einfachem Führen abgewechselt und alle 2 Runden einen Handwechsel gemacht. Beim FiS sehr viel Stimmlob gegeben und bei den Handwechseln gabs nen kurzen Stopp um ein paar Happen Gras zu nehmen. Zweiteres würde ich halt langsam ausschleichen. Naja und an sich ist ja die "Pause" mit normalem Führen ja auch irgendwie als Belohnung zu sehen, wenn denn das Pferd das Führen nicht total hasst  :cheese:

Wenn das Pferd sich auch im Gehen füttern lässt, kann man ja zumindest in den normalen Führphasen auch mit C+B arbeiten, beim FiS stell ich mir das schwierig vor, oder hat jemand von euch ein Pferd, das beim Füttern weiterhin ordentlich in Stellung geht?  :cheese:
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Re: Equikinetik
« Antwort #31 am: 10. Juni 2014, 21:08:29 »
Also ehrlich gesagt finde ich man kann auch alles fürchterlich übertreiben.

Equikinetic beruht meiner Ansicht darauf, dass eine regelmässige, gleichmässig wechselnde Dehnung der Aussenseite stattfindet, verbunden mit einer gewissen Beanspruchung aller Muskeln auf dem kleinen Zirkel.

ob da nun 10 Sekunden pause durch Füttern vom Leckerli sind oder nicht wird weder den Erfolg noch die Muskelarbeit kaputt machen.
Pausen sind wichtig, damit sich die Muskulatur zwischendrin immer erholen kann. Ob sie das nun tut weil man füttert, und die Hand wechselt, und weiter macht, oder ob man fliessend das Pferd im Schritt wechseln lassen kann, weil man nicht füttert, ist völlig egal.

Sorry, aber das ist ja keine Heilslehre, sondern einfach eine Trainingsanleitung.
Alles kommt zu dem, der warten kann.
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Re: Equikinetik
« Antwort #32 am: 10. Juni 2014, 21:56:16 »
Gut, ich hab da jetzt mit meinem absoluten Laien(nicht)wissen mir gedacht, dass eine ständige Bewegung wichtig ist, weil man mir auch immer sagte wenn man zB nach dem Laufen nicht mehr kann, soll man weitergehen statt stehenzubleiben  :nixweiss:

Ich hab einmal einen Menschen beim Intervalltraining gesehen wo er mal sprintete und mal wieder joggte und meine Mutter hat mir dann gesagt sie hätte das früher im Handball auch machen müssen usw und da der ja auch zwischen dem Joggen nicht stehenbleibt sondern läuft, hab ich daraus geschlussfolgert, dass es beim Intervalltraining wichtig ist, in Bewegung zu bleiben  :cheese:

Ich nehme es aber auch sehr gerne an, wenn jemand mit mehr Ahnung als ich mir sagt, dass es dem Training nichts tut, wenns Pferd auch mal kurz steht zwischendurch - das macht es uns definitiv einfacher, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren  :cheese:
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Re: Equikinetik
« Antwort #33 am: 10. Juni 2014, 22:44:55 »
heike  :thup: :thup: :thup:
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Re: Equikinetik
« Antwort #34 am: 10. Juni 2014, 22:49:59 »
Ich habe bei Carinjo teilweise geclickt und teilweise Einheiten gehabt, in denen ich sehr selten geclickt habe. Einen Trainings-Erfolg hatte ich trotz clicken, und ich fand sogar, dass ich es ihm in den geclickten Einheiten deutlich klarer machen konnte, was ich bitte genau sehen möchte. Diese Einheiten waren dann teilweise sehr häufig kurz unterbrochen, was sicherlich nicht gerade optimal ist. Dafür konnte ich das Clicken dann nach und nach immer seltener machen und dann irgendwann nur noch in den Pausen kurz belohnen.

Gut, irgendwann entdeckte er seinen Stress in der Halle wieder neu und wir sind, was seine Haltung angeht, mehr oder weniger auf Null zurück gerutscht, aber das ist ein anderes Thema...  :roll:
Viele Grüße,
Esther
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Re: Equikinetik
« Antwort #35 am: 11. Juni 2014, 10:40:04 »
Also ich hab mit Perli jetzt so 6 oder 7 Einheiten gemacht und eigentlich nur nach jedem zweiten Durchlauf geclickt, teilweise auch garnicht!

Ich habe nicht den Eindruck das ihr das Clicken abgeht!

Ich hab sogar eher den Eindruck, dadurch das es keine Unterbrechungen gibt, bzw. sie eben nicht fressen kann bzw. darf geht sie entspannter in eigentlich der gleichen Haltung auch für mehrere Runden!

Noch was, ich bin mir nicht sicher ob ich das bei Moonrise falsch verstanden habe, aber wenn ich 60 sec traben lassen, dann sind das schon einige Runden bei dem Kreisdurchmesser!

Und ich wechsle die Hand immer nur nach den 60 sec Trab in der 45 sec. Schrittpause, also jeden bzw. jeden zweiten Durchgang!

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penelope
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Re: Equikinetik
« Antwort #36 am: 11. Juni 2014, 10:55:29 »
Ich hab ja nur kurzzeitig mit dem Timer gearbeitet und das jetzt wieder sein lassen, aber gerade dieses super regelmäßige hat meine Pferde sehr entspannen lassen. Ich hätte da Unterbrechungen zumindest in den Trab-Phasen wohl irgendwie als störend empfunden.
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Re: Equikinetik
« Antwort #37 am: 11. Juni 2014, 21:47:24 »
@Perline
Wir sind nur Schritt gegangen, auf einer Wiese ohne irgendwelche Eckpunkte, die "Runden" die wir gegangen sind waren ein Mischmasch aus Kurven und Geraden und sahen immer anders aus, insofern hab ich auch sicher nur alle Minute oder so mal die Hand gewechselt ;) Wie gesagt wars nur ein Hinarbeiten auf Equikinetic, Metis und ich brauchen immer etwas länger bis wir etwas so banales auch hinkriegen  :lol:

Danke für eure Erfahrungsberichte. Ich werds dann wirklich so nehmen wie es kommt - falls Metis irgendwann auch lange Durchgänge ohne Clicks mitmacht (und es tatsächlich besser funktionieren sollte weil er grade im Fluss ist) dann mach ichs so, sonst wird halt viel geclickt.

Hab halt wie gesagt nicht groß Ahnung von so Krams, und ging einfach davon aus, dass es auch wichtig ist, dass die Bewegung stets erhalten bleibt. Ging mir da echt nicht drum, irgendeine super "Erfindung" von irgendeinem "Guru" 1:1 umzusetzen  :nein:
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Re: Equikinetik
« Antwort #38 am: 11. Juni 2014, 21:49:59 »
Ich kann nur aus meiner Erfahrung aus dem Leistungssport sagen dass einige Sekunden stehen schon deutlich einen Unterschied machen können :nixweiss:

Aber ganz ehrlich? Ich betreibe mit meinem Pferd keinen Leistungssport, also würde ich das auch nicht soooo genau nehmen.
Liebe Grüße Sophie

Puppes Tagebuch

Szofis Tagebuch
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Re: Equikinetik
« Antwort #39 am: 12. Juni 2014, 07:39:07 »
Ich denke mal den großen Unterschied bei der Sache macht der Gedanke im Hinterkopf:
Will man dem Pferd nur Bewegung verschaffen und nebenbei etwas trainieren,
oder will man wirklich schnell z. B. nach einer Trainingspause wieder aufbauen,
oder will man vielleicht gewisse Teile stärken Z.B. die Kondition oder die Ausdauer!

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Re: Equikinetik
« Antwort #40 am: 12. Juni 2014, 11:56:17 »
Ich mach mit meiner seit 3-4 monaten auch equikinetik und bin eigentlich total begeistert.  Billy hat schön muskeln aufgebaut :) hatte ewig keinen sattel und da war das eine gute Alternative. 
Ich habe einen Maßsattel bestellt und während der 3 monate wartezeit viel dualaktivierung gemacht. Ergebniss war dass der sattler den sattel gleich wieder mitnehmen konnte weil er nicht mehr gepasst hat.
Außerdem ist die arbeitseinheit so schön kurz. Für mich als arbeiter und nebenbei student ideal :D
ich arbeite dabei mi dem hit intervall timer.
Wenn ichs nicht vergesse stelle ich heut mittag mal bilder ein :)
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Re: Equikinetik
« Antwort #41 am: 12. Juni 2014, 12:28:52 »
Was ist denn eigentlich so neuartig an Equikinetic?

Irgendwie sprießt das gerade an jeder Ecke, dabei empfinde ich das, was ich bisher so gelesen habe, fürs Pferd selbst eher sehr monton,  im Vergleich zum LK z.B.

Daher die ernstgemeinte Frage: Was macht hier den Unterschied? Was macht es so besonders? Die Intervalle? Die engere Quadratvolte?

“In the middle of difficulty lies opportunity”
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penelope
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Re: Equikinetik
« Antwort #42 am: 12. Juni 2014, 12:59:16 »
Genau das ist wohl der Unterschied: es ist monoton.  ;)
Was nicht immer schlecht sein muss. Meine beiden hatten es sehr sehr schnell kapiert, dass ganz ganz zuverlässig nie nächste Pause nicht weit ist (und darauf auch wieder Arbeit folgt). Sie waren also schnell bereit, sich in den Arbeitsphasen auch wirklich anzustrengen und haben die Pausen auch wirklich als Pause genutzt. Ist ja alles sehr verlässlich strukturiert fürs Pferd. Und dann kommt halt noch hinzu, dass es Sportphysiologisch sehr sinnvoll ist, für ein optimales Training mit solchen Intervallen zu arbeiten.

Ich hab's aber auch wieder sein lassen, genau wie den Longenkurs, da mich andere Arbeitsweisen doch immer noch mehr überzeugen.
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Re: Equikinetik
« Antwort #43 am: 12. Juni 2014, 13:26:58 »
Danke Dir!!  :nick:
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Keshia
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Re: Equikinetik
« Antwort #44 am: 25. Juni 2014, 09:09:11 »
Ich oute mich auch mal als Fan des Intervalltrainings.  :cheese:
Testobjekt: 4-jährige Fjordstute.
Testaufbau: Dualgassen aus Poolnudeln, Volte auf anfangs ca. 10m, wobei das Pony mit 8 Metern tatsächlich besser zurecht kommt.
Testdurchführung: 8 Einheiten von 60 sec Schritt in Stellung, 45 sec freies Führen. Alle zwei Tage, immer mal wieder eine Woche Pause dazwischen. Vorher: Aufwärmen durch Spaziergang, Seitengänge, etc.

Angefangen habe ich damit, der Dame das Führen in Stellung auf der Volte zu erklären. Hierfür hatte ich den Timer (Tabata für Android, einfach, simpel, kostenlos) zwar schon laufen, habe aber zwischendrin mal geclickt, wenn die richtige Ausführung da war. Pony mußte sich auch noch an die Gassen gewöhnen, daher habe ich manchmal nur das brave Durchschreiten an sich geclickt.
Fürs "Arbeiten" lasse ich das Clicken aber weg, das stört. Ich sehe es ähnlich, daß die Monotonie, die aber auch regelmäßige Pausen verspricht, positiv vom Pferd angenommen wird. Pony zieht immer zu den Gassen hin, wenn ich sie aufgebaut habe und macht motiviert mit.
Das Training ist allerdings auch im Schritt anstrengender als es aussieht, manchmal ist die Luft nach 6 Einheiten raus, daher höre ich zum Teil eben früher auf. Das ist  mit routinierten Pferden, die schon mehr Longenerfahrung haben, sicher anders.

Erfolge sehe ich oft nach der Woche Pause ganz besonders stark. Ich glaube, Geitner selbst sagt auch, daß man immer mal wieder weniger trainieren sollte, wenn ich mich nicht irre. Zumindest mache ich gute Erfahrungen damit, wenn ich mindestens einmal im Monat eine Woche gar keine EK mache.
Verbessert hat sich bei uns auf jeden Fall das Führen rechter Hand und die Aktivität der Hinterhand. Übers Muskelwachstum kann ich nicht viel sagen, aber Pfunde sind gepurzelt.  :dops: Da ich nicht nur EK mache sondern auch andere Dinge, ist immer die Frage, woran es nun liegt, aber ich denke, daß es schon auch an der EK liegt.
Weiterhin haben wir uns durch die EK auch die Dehnungshaltung erarbeitet. Führen in Stellung über eine Minute ist enorm anstrengend, also möchte Pony sich in den Pausen dehnen.

Für mich persönlich ist es auch eine schöne Art des Trainings, da ich gerne nach Plänen arbeite. Ich habe einen Plan, verschiedene Stufen und kann genau sagen, wann es Zeit für die nächste Stufe ist. (Wir sind zwar nach 2 Monaten immer noch bei Stufe 1-2, da variiere ich, aber das sei dem jungen Pony vergönnt, sie muß die Basics ja noch lernen.) Es ist ein einfacher Aufbau, ich brauche mir für den EK-Tag keine großen Gedanken machen, was ich wie gestalte.  :cheese: *faulguck*

Momentan erarbeiten wir uns ohne Gassen in einer Art Longierzirkel den Trab in einer schönen Haltung. In die EK baue ich das erst ein, wenn es an der Longe nicht mehr so schwierig fürs Pony ist. Ist aber für mich enorm, wie viel das Training schon im Schritt bringt.
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