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Korrektes Parken an der Aufsteighilfe

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prigal
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Re:Korrektes Parken an der Aufsteighilfe
« Antwort #15 am: 18. November 2011, 16:55:20 »
Ganz klar falsch verstanden :)

Ich stehe auf der Aufstiegshilfe, hol mir Moses Allerwertesten mit dem Hüfttarget mittels rechter Hand heran. Die linke Hand berührt das Pferd bis dato gar nicht. Sobald Moses so steht wie gewollt (ich hoffe von uns beiden ;)), ist es meine (blöde) Gewohnheit daß ich mit der linken Hand die Zügel nehm (die bis dato nur lose übern Hals waren) und mich am Widerrist etwas abstütze (also ohne Gewicht) und dann eben aufsteigen will. Und sobald da die Hand liegt ist für Klein-Moses das das Zeichen daß er die Hinterhand wieder wegdrehen soll. Aus diesem Grund arbeite ich grade dran daß er dieses Zeichen anders interpretiert.

Also ich würde es mal nicht als Widerwillen ansehen aber ich Zukunft vermehrt darauf achten :)
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Mannimen
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Re:Korrektes Parken an der Aufsteighilfe
« Antwort #16 am: 21. November 2011, 07:42:27 »
Und sobald da die Hand liegt ist für Klein-Moses das das Zeichen daß er die Hinterhand wieder wegdrehen soll. Aus diesem Grund arbeite ich grade dran daß er dieses Zeichen anders interpretiert.

Wie komst Du denn darauf? Hattet ihr das mal so geübt, dass er sich genau dann wegdrehen soll? ???
Die Hand auf dem Widerist ablegen, wird doch auch gerne mal beim Putzen gemacht und da dreht er sich bestimmt nicht weg. :roll:
Und was macht dann die rechte Hand, wenn sie nicht mehr als Hüfttarget fungiert? Sie müsste nunmehr erst auf dem Sattel gelegt werden bevor der Fuß zum Steigbügel wandert. Ich stütze mich z. B. dabei immer im Sattel ab und nicht im Steigbügel, um keinen seitlichen Zug auf die Wirbelsäule auszuüben. Es sind also noch zwei Schritte davor nötig in denen er brav stehen bleiben müsste bevor ich tatsächlich meinen Fuß in den Steigbügel setze. :)

Der nächste Schritt wäre dann mein Gewicht von der Aufstieghilfe in die abstützenden Hände und den Fuß gleichermaßen zu verteilen (damit wäre dann mehr Gewicht über dem Pferd als daneben). In diesem Stützstand müsste das Pferd immer noch stehen bleiben und darf weder ausweichen noch losgehen sonst würde ich mein Vorhaben wieder abbrechen. Bleibt es stehen, folgt der nächste Schritt bei dem das freie Bein nun über das Pferd auf die andere Seite bewegt wird und ich mich hinter meine rechte Hand in den den Sattel gleiten lasse, diese dabei löse und den zweiten Steigbügel aufnehme. Erst danach folgt der letzte Schritt, bei dem ich dann auch mit der rechten Hand die Zügel aufnehme und an das Antreten denke. ;)

Vielleicht geht es noch etwas kleinschrittiger aber ich denke das sollte reichen um sicher zu gehen, dass Einigkeit über die Bereitschaft zum Reiten besteht. ;)

« Letzte Änderung: 21. November 2011, 07:51:46 von Mannimen »
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prigal
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Re:Korrektes Parken an der Aufsteighilfe
« Antwort #17 am: 21. November 2011, 19:06:06 »
Wie komst Du denn darauf? Hattet ihr das mal so geübt, dass er sich genau dann wegdrehen soll? ???
Die Hand auf dem Widerist ablegen, wird doch auch gerne mal beim Putzen gemacht und da dreht er sich bestimmt nicht weg. :roll:

Tja ich bin mir sicher falsches Timing und unbewußtes Bestärken :roll: Und - soweit ich das hier drin und in Büchern gelesen hab - ist jedes Signal auch ortsabhängig oder nicht? Das heißt dieses Handauflegen im Bereich des Widerrists - also eigentlich etwas weiter vorne wenn ich recht überlege - muß am Putzplatz nicht dasselbe fürs Pferd bedeuten wie bei der Aufstiegshilfe. Oder lieg ich das falsch?

Alles andere hab ich genau so heute kleinstschrittig geübt und wieder aufgefrischt - natürlich mit Unterbrechungen - und nach dem Aufsitzen hats den Jackpot gegeben und ich bin wieder abgestiegen. 8)
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Re:Korrektes Parken an der Aufsteighilfe
« Antwort #18 am: 22. November 2011, 00:28:37 »
  Und - soweit ich das hier drin und in Büchern gelesen hab - ist jedes Signal auch ortsabhängig oder nicht? Das heißt dieses Handauflegen im Bereich des Widerrists - also eigentlich etwas weiter vorne wenn ich recht überlege - muß am Putzplatz nicht dasselbe fürs Pferd bedeuten wie bei der Aufstiegshilfe. Oder lieg ich das falsch?
 
genau, das übertragen auf eine neue situation kann funktionieren, muss aber nicht. es kann genauso sein, dass die außenreize stärker wirken und eine zu große ablenkung darstellen oder das signal im neuen kontext untergeht, weil die situation gar nicht mit dem signal verknüpft werden kann - das heißt, wenn in der traingssituation hand auflegen gleich stehen bedeutet, heißt das nicht, dass das auch am platz, im gelände oder von der aufstiegshilfe aus klappen muss.
falls dir das hilft - ich hab das folgendermaßen erarbeitet: stehen neben dem pferd, durch abstreichen und massieren einen entspanten zustand herstellen, mit der hand sanft die sattellage richtung bauch abstreichen und zwischendurch ein zeiterl am rücken aufliegen lassen -> c/b für ruhiges stehen.
mit der zeit kann man den zeitintervall des stehens bei hand auflegen verlängern - unterbrochen und aufgelockert durch abstreichen und massieren,  ggf. auch mal eine runde bewegung.
klappt das, kann man andere kriterien ins boot holen - abstreichen von einer erhöhung/der aufstiegshilfe aus, ortswechsel, fremde pferde, lärm, etc...

ich würde den fokus dabei nicht nur auf`s kriterium stehen richten, sondern auch den gemütszustand stark miteinbeziehen. dh. das pferd ggf. deutlich runterholen durch kopfsenken oder andere entspannende übungen und das ganze aus einer mischung aus konditionierter entspannung und stehen entwickeln.  die clicks würde ich dabei alle möglichst tief füttern, um zusätzlich ruhe rein zu bringen.
zur besseren orientierung kann eine optische barriere oder die matte hilfestellung bieten.
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Mannimen
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Re:Korrektes Parken an der Aufsteighilfe
« Antwort #19 am: 22. November 2011, 07:59:04 »
Alles andere hab ich genau so heute kleinstschrittig geübt und wieder aufgefrischt - natürlich mit Unterbrechungen - und nach dem Aufsitzen hats den Jackpot gegeben und ich bin wieder abgestiegen. 8)

 :keks:
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prigal
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Re:Korrektes Parken an der Aufsteighilfe
« Antwort #20 am: 02. August 2012, 18:28:07 »
Ich wollte mal wieder ein Erfolgserlebnis von uns berichten. Letzte Woche waren Klein-Moses und ich am Reitplatz. Longieren hat mich nicht gefreut also haben wir a bisserl Unsinn am Boden gemacht. Irgendwann bin ich auf die Idee gekommen, probieren wir mal ob Pferderl zur Aufstiegshilfe geht wenn ich mi rauf stell. Vierbeiner war "nackig", Reitplatz nicht vollständig eingezäunt, also er hätte eigentlich "heim" gehen können. Ich hab auf die Aufstiegshilfe gestellt und abgewartet. Moses sieht mich von der anderen Seite des Reitplatzes an, überlegt mal ob man da was machen könnte damit man einen :keks: abstaubt (ich hab insgeheim schon den totalen Reinfall erwartet) und geht gemütlich in meine Richtung und parkt sich perfekt zum Aufsteigen ein :click: :click: :click: Haben das ein paar Mal gemacht, auch zum Schluß kurz raufgesetzt und dann bekam Klein-Moses den Riesen-Mega-Jackpot. Wir haben das in dieser Form noch nie probiert und dass das sofort geklappt hat, versteh ich bis jetzt nicht - aber gefreut hat es mich ungemein :cheese:
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Re:Korrektes Parken an der Aufsteighilfe
« Antwort #21 am: 02. August 2012, 21:26:12 »
:cool:  :D :thup:
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Re:Korrektes Parken an der Aufsteighilfe
« Antwort #22 am: 02. August 2012, 22:14:42 »
Boah, klasse, dass das gleich geklappt hat!  :yess: :jubel: :cheerleader:
Viele Grüße,
Esther
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Kosima
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Re:Korrektes Parken an der Aufsteighilfe
« Antwort #23 am: 15. September 2012, 14:20:44 »
Ein super Erfolg!!! :freufreu: :laola:
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Re: Korrektes Parken an der Aufsteighilfe
« Antwort #24 am: 29. Juni 2018, 08:54:14 »
Freies Parken!
Hallo ihr Lieben
Also ich habe meiner süßen anfangs beigebracht, ich führe zur Aufstiegshilfe und sie bleibt stehen.
Soweit so gut. Dann habe ich, wenn sie sich mal weggedreht hat, sie mit Hüfttarget zurück geholt.
Nun übe ich seit ein paar Tagen, dass ich auf der Aufstiegshilfe stehe und sie von alleine ran kommt und eeinparkt, weil ich möchte, dass sie in Zukunft entscheiden kann ob sie möchte dass ich sie reite oder halt nicht. Sie hat ziemlich schnell verstanden was ich möchte und kommt auch ran. Erst habe ich jede Bewegung in die richtige Richtung geclickert. Nun ist es aber so, dass sie, wenn sie richtig steht und ihren C+B bekommen hat, sofort versucht weiter zu 'korrigieren' und weiter mit der hüfte rumkommt und ich aufpassen muss, dass sie die Aufstiegshilfe samt mir nicht umwirft. Sie macht da sehr große Schritte.
Wenn ich das stehen dann ganz schnell clicke, schaffe ich es nicht aufzusteigen, sobald ich aufhöre, korrigiert sie.
Wie bekomme ich das in den Griff? Das stehen außerhalb dieser Situation klappt sehr gut. Ich kann um sie rum gehen und mich auch entfernen. Wenn ich sie ran führe klappt es auch, nur nicht in dieser Situation.
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Re: Korrektes Parken an der Aufsteighilfe
« Antwort #25 am: 29. Juni 2018, 09:35:06 »
Ich würde noch mal intensiv das "Parken" bestärken. Also aus jeder Position, die du fragst, erst mal Dauer bestärken. Zu kleinschrittiges "Korrigieren des Korrigierens" führt zu solchem Übereifer, ich habe das auch hinbekommen  :lol:
Dabei auch immer wieder selbst von der Aufsteighilfe runtergehen als Kriterium: Kannst du stehen bleiben, egal wo ich bin?
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Re: Korrektes Parken an der Aufsteighilfe
« Antwort #26 am: 29. Juni 2018, 10:20:21 »
Mal eine ganz andere Sache zu diesem Thema...
Es wurde ja oft von der Wahlmöglichkeit bzw. dem Einverständnis des Pferdes gesprochen, geritten zu werden. Aber an der Aufstiegshilfe ist es doch eigentlich schon zu spät, oder? Für mich fängt das Einverständnis schon beim Satteln an, denn außer zum Reiten verwende ich den Sattel nicht. Da müsste das Pferd doch schon beim Satteln äußern können, dass Bedenken gegen das Reiten bestehen :juck: Oder bin ich irgendwo falsch abgebogen? Wenn ich nach der Platzarbeit (Bodenarbeit/Longe) noch etwas rumreiten möchte, klar, da kann das Pferd dann an der Aufstiegshilfe sagen, ob das ok ist oder nicht.
Liebe Grüße, Lena

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Re: Korrektes Parken an der Aufsteighilfe
« Antwort #27 am: 29. Juni 2018, 10:23:47 »
Doch, das ist schon sinnvoll. Jack hat z.B. immer ewig lange gebraucht bis wir in den Sattel kamen, nur habe ich da nicht zugehört :tuete: Er hatte ja schon seine Gründe.

Wenn ein Pferd normalerweise immer brav einparkt, weil es das gelernt hat, und kommt dann eines Tages auf einmal nur zögerlich oder sagt komplett Nein, dann ist das ein guter Hinweis dass Reiten heute nicht angesagt ist. 
Wenn das Pferd keine Probleme mit dem Satteln hat, würde es ja beim Satteln nichts sagen. Ich denke dass der Transfer "Pferd will nicht gesattelt werden - will nicht geritten werden" zu weit hergeholt ist und dass ein Pferd, das Probleme mit dem Satteln zeigt, Probleme mit dem Sattel hat, nicht unbedingt mit dem Reiten.
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Re: Korrektes Parken an der Aufsteighilfe
« Antwort #28 am: 29. Juni 2018, 11:05:58 »
Hmm. Auch eine schlüssige Argumentation, stimmt schon. Wobei ich mir schon vorstellen könnte, dass ein Pferd das verknüpfen kann, wenn der Sattel ausschließlich zum reiten aufgelegt wird, so wie ein Kappzaum vielleicht ausschließlich zum Longieren und das Knoti ausschließlich zum Spazierengehen. Da gab es doch irgendwo mal was drüber, dass ein Pferd das unterscheiden lernt/man anhand der verschiedenen Utensilien die Tagespräferenz des Pferdes erfahren kann :juck:
Liebe Grüße, Lena

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Re: Korrektes Parken an der Aufsteighilfe
« Antwort #29 am: 29. Juni 2018, 11:34:58 »
Ein klares Jein von meiner Seite  :lol:  denn man sattelt ja nicht und steigt postwendend auf. Da wird mit Sattel unter Umständen spazierengegangen, bis man aufsteigt, es wird warmgeführt oder longiert, oder nur der Sattel spazierengetragen (aus was auch immer für Gründen). Das würde ja alles mit einem "Nein" mitverknüpft und dann müsste man herausfinden, was genau das "nein" beinhaltet.
Deshalb finde ich das Kritierum "Aufsteigen JETZT ja oder nein" für das Pferd erheblich einfacher.
Und bei einem "Nein" zum Satteln wird als erstes immer der Sattel kontrolliert.
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