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Schulterherein reiten?

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Mannimen
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Schulterherein reiten?
« am: 08. Juni 2011, 22:54:09 »
würde aber auch bei einer "idee vom sh" eher den außenzügel mehr benützen als den inneren.
sonst ists ja wieder kontraproduktiv und das pferd fällt oder im schlimmsten fall driftet dir über die äußere schulter

Machst Du das denn bei etwas Stellung nach innen auch so?
Mir will einfach nicht in den Kopf, wenn ich nach Biegung frage und dann mit dem äußeren Zügel dem entgegenwirke, was das bringen soll. :confused:
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Re:Schulterherein reiten?
« Antwort #1 am: 08. Juni 2011, 23:08:52 »
Manfred, der äußere Zügel wirkt ja nicht entgegen, sondern führt die Schulter herein (daher ja der Name). Der innere fragt die Stellung an, der äußere führt die Schulter, das Pferd dehnt sich in den äußeren führenden Zügel hinein.
Solange es das noch nicht kann, muss der innere Zügel eher gleichberechtigt agieren, bzw man reitet das ja eh nicht ohne Sitz und Schenkel.
Alles kommt zu dem, der warten kann.
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sparko
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Re:Schulterherein reiten?
« Antwort #2 am: 08. Juni 2011, 23:12:42 »
Machst Du das denn bei etwas Stellung nach innen auch so?
Mir will einfach nicht in den Kopf, wenn ich nach Biegung frage und dann mit dem äußeren Zügel dem entgegenwirke, was das bringen soll. :confused:

ich frage auch nicht nach biegung mit meinem inneren zügel - höchstens nach stellung. biegen tut mein bein!

und zum rest verweise ich auf muriel  :cheer:
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Mannimen
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Re:Schulterherein reiten?
« Antwort #3 am: 09. Juni 2011, 07:37:18 »
Habe ich denn gesagt, dass ich mit dem inneren Zügel nach Biegung frage? Diese Frage übernehme ich auch mit dem inneren Schenkel und mit meiner Hüfte (leichtes Eindrehen um meinen inneren Sitzbeinhöcker). Die Zügel übernehmen dabei nur die Führung, sie begrenzen und geben Raum. Der innere Zügel nimmt Einfluss auf die Vorwärtsbewegung und der äußere auf die Seitwärtsbewegung. Insofern sehe ich da keinen Einfluss auf ein Verschieben oder Anheben der äußren Schulter. Dies geschieht meiner Ansicht nach nur aus der Bewegung der Hinterhand und der Rotation der Wirbelsäule, also davon, ob die innere Hinterhand vermehrt unter den Schwerpunkt tritt und dabei die innere Hüfte sich nach unten absenkt. Mann könnte auch sagen, dass die jeweilige Begrenzung der Zügel die Stellung vorgibt und die eigentliche Biegung über den Sitz und den Schenkel eingeleitet wird. Ein Zügel kann meiner Meinung nach keinen Einfluss auf die Schulter nehmen. Sie ist weder verschieblich noch anhebbar, da sie fest am Brustkorb angeheftet ist. Pferde haben an dieser Stelle auch kein Gelenk, welches über ein Schlüsselbein mit dem Brustkorb verbunden ist und somit innerhalb dieses Hebel rotieren kann. Vielmehr ist deren Schulter so fest angeheftet, dass es die hohen Stützkräfte, die aus ca. 70% der Masse herrühren, aufnehmen kann. Bei uns würde eine solche Kraft den Arm auskugeln. So ist bei Pferden ein Verschieben oder Anheben der Schulter immer nur in Verbindung mit den Brustkorb möglich und das kann ich mit einem Zügel wohl kaum bewirken. ;)
LG Manfred
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Re:Schulterherein reiten?
« Antwort #4 am: 09. Juni 2011, 07:47:05 »
Wenn du meinst  :roll:
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Darleene
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Re:Schulterherein reiten?
« Antwort #5 am: 09. Juni 2011, 07:49:58 »
@Manfred
Wie wärs wenn Du mal ein Reitvideo von Dir machst, wo Du das alles reitest? Würd mich mal interessieren  :)
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Mannimen
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Re:Schulterherein reiten?
« Antwort #6 am: 09. Juni 2011, 08:00:37 »
Kann momentan nicht reiten, da Antares den neuen Sattel ablehnt und ohne Sattel möchte ich keine Dressur reitten, da dies für ihn sehr unangenehm werden kann, bei meinem Gewicht und spitzen Sitzbeinhöcker. :roll:
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sparko
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Re:Schulterherein reiten?
« Antwort #7 am: 09. Juni 2011, 08:10:10 »
Habe ich denn gesagt, dass ich mit dem inneren Zügel nach Biegung frage?

ja steht doch hier schwarz auf grau:
Machst Du das denn bei etwas Stellung nach innen auch so?
Mir will einfach nicht in den Kopf, wenn ich nach Biegung frage und dann mit dem äußeren Zügel dem entgegenwirke, was das bringen soll.

du bist für mich leider ein absouter theoretiker und kein gefühls mensch! reiten ist spühren und fühlen und keine texte  und technik auswendig lernen.
mich würde ein video von dir auch brennend interessieren. und auch ohne sattel kann man im SCHRITT wenigstens für kurze zeit gymnastizieren - sonst gibt man ein pad drunnter - fertig.
aber wir wären auch schon mit einem handarbeitsvideo zufrieden!
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Re:Schulterherein reiten?
« Antwort #8 am: 09. Juni 2011, 08:33:08 »
ja steht doch hier schwarz auf grau:

Mir will einfach nicht in den Kopf, wenn ich nach Biegung frage und dann mit dem äußeren Zügel dem entgegenwirke, was das bringen soll.


Ich wollt nur anmerken, dass Manni eben NICHT geschrieben hat, dass er mit dem Innenzügel nach Biegung fragt, sondern "innen" *i-tüpferlreiterbin*
Zum Rest der Diskussion sag ich nix  :-X :cheese:
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Re:Schulterherein reiten?
« Antwort #9 am: 09. Juni 2011, 08:45:09 »
Hallo Ihr,

generell finde ich die Atmosphäre hier im thread unangenehm. Wer sich mit Manfred nicht auseinandersetzen möchte, braucht dies meines Erachtens auch nicht zu tun. Dann kann man sich die bissigen Bemerkungen auch sparen. Dieses forum leidet unter dieser zunehmenden Mißachtung der Höflichkeitsregeln im Umgang miteinander, finde ich.

@Manfred,

ich glaube, dass es ein Mißverständnis Deinerseits um die mögliche Funktion des äußeren Zügels gibt. Dazu gibt es hier einen eigenen thread, deshalb wiederhole ich den ganzen "Theoriekram" hier nicht.
Will allerdings eine Erfahrung berichten. Wenn ein Pferd zu Beginn der Ausbildung die Lenkung zuerst über das Anlegen der Zügel an den Hals lernt (analog der Westernreiterei : linker Zügel am Hals, Pferd geht nach rechts, rechter Zügel am Hals, Pferd geht nach links), dann bewirkt später das Anlegen des äußeren Zügels ein Hereinführen der Vorhand. Der innere Schenkel bzw. der Sitz sorgt dann für die Biegung, wie Du ganz richtig schreibst.
Ebenso nützlich ist es, wenn das Pferd generell auf das Anlegen des Zügels im Bereich der Schulter reagiert. Ich kann so durch eine minimale Bewegung des Zügels, das Pferd beeinflussen - ohne es im Maul oder auf der Nase zu stören.

Grüße
Steffi
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Re:Schulterherein reiten?
« Antwort #10 am: 09. Juni 2011, 10:01:13 »
ich find innenzügelaktivitäten nicht per se pöhse. was man vermeintlich an biegung spürt, spielt sich ohnehin hauptsächlich im halsbereich ab und ist schulterbalance. wichtig ist, dass man sich nicht fest zieht oder die schultern blockiert (zb. durch gefühlvolles nach innen-unten zahrn  :P) und die äußere schulter dabei im auge behält.

führen tu ich aber auch mit sitz + schenkel - der zügel macht nur die filigrane fummelarbeit...meistens  :tuete:

« Letzte Änderung: 09. Juni 2011, 10:03:01 von cinnamon »
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verena
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Re:Schulterherein reiten?
« Antwort #11 am: 09. Juni 2011, 13:46:25 »
Sorry fürs nochmal OT, ich kann Steffi und Conny nur zustimmen was manchmal die Diskussionskultur betrifft, die mich auch nicht immer glücklich macht. Es ist sicher schwer oft sachlich und objektiv zu bleiben, vor allem wenn man zu machen Themen sehr konträre Meinungen oder Ansatzpunkte hat, aber andererseits finde ich konträre Meinungen auch interessant, sie regen doch auch zum Nachdenken an, dazu sich mit einem Detail (hier halt das Thema Schulterherein) nochmal ganz genau auseinanderzusetzen und manchmal kommt man vielleicht drauf, daß man es anders auch probieren könnte.
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Mannimen
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Re:Schulterherein reiten?
« Antwort #12 am: 09. Juni 2011, 13:52:07 »
... andererseits finde ich konträre Meinungen auch interessant, sie regen doch auch zum Nachdenken an, dazu sich mit einem Detail (hier halt das Thema Schulterherein) nochmal ganz genau auseinanderzusetzen und manchmal kommt man vielleicht drauf, daß man es anders auch probieren könnte.
:keks:
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Mannimen
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Re:Schulterherein reiten?
« Antwort #13 am: 09. Juni 2011, 18:18:11 »
Danke Steffi,

den Vergleich zur Westernreitweise finde ich auch sehr hilfreich, denn er zeigt mir, dass hier nur ein Signal konditioniert wird, welches mit dem Bewegungsablauf nur wenig zu tun hat. Ich könnte meinem Pferd auch noch andere Signale für Stellung und Biegung beibringen (am jeweiligen Ohr zupfen z. B.).

Es macht aus meiner Sicht auch einen großen Unterschied, ob mein Pferd dem Anlegen des äußren Zügel weichen oder sich hineindehnen soll. Damit hätten wir genau an dieser Stelle schon zwei elementare Gegensätze für ein einziges Signal.

Es würde mich also nicht wundern, wenn die Pferde bei denen beides Anwendung findet, zunächst einmal verwirrt sind. Und da stelle ich wieder den Sinn der jeweiligen Hilfe in Frage. Kommandos und Signale sind für mich keine Hilfen sondern schon eher Befehle. Ist ja auch ok, wenn ich nur abrufen will, was ich zuvor einstudiert habe. Aber unter einer Hilfe verstehe ich eher etwas, was mir den Weg weist, eine Anleitung oder Führung. Und damit wäre ich dann weg vom Signal und auch weg von Kontrolle. Insofern kann eine Begrenzung eher eine Hilfe sein.

Ein unsicheres und noch unausbalanciertes Pferd sucht z. B. gerne die Anlehnung an die Bande, obwohl diese eine doch sehr massive Hilfe darstellt, weil sie eben nicht ausweicht. Mit dem äußren Zügel kann ich jedoch nachgeben und deshalb würde ich ihn an dieser Stelle als Hilfe schon mal vorziehen.

LG Manfred
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Re:Schulterherein reiten?
« Antwort #14 am: 09. Juni 2011, 18:21:54 »
Ich finde dass ist aber sehr wohl eine Hilfe wenn ich einem unsicheren Pferd erkläre dass Zügel an den Hals legen weichen bedeutet....
Liebe Grüße Sophie

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