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Welche Art Gebiss, welche Zügel?

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Re: Welche Art Gebiss, welche Zügel?
« Antwort #105 am: 20. Februar 2020, 09:11:19 »
Und selbst die Ülzener Pferdeversicherung schreibt hier:
Zitat
Pferd und Reiter müssen korrekt ausgerüstet sein. Zum Beispiel gelten beim Führen Stallhalfter und Strick als nicht ausreichend, sondern das Pferd muss aufgetrenst sein.

Sie kommentieren zwar, dass es bei Ihnen theoretisch mit versichert ist, aber grundlos werden sie diesen Part nicht eingefügt haben...
Rein theoretisch dürfte man sein Pferd nichtmal ohne Trense auf die Weide führen, wenn es nach strenger Auslegung dieser Passage geht.
Eine befreundete Reitschulbetreiberin hat das tatsächlich eingeführt bei ihren Pferden: jedes Pferd wurde einzig und ausschließlich mit Trense und Gebiss zur Koppel geführt und wieder reingeholt. Im gleichen Zug hat sie dann die Torgriffe so modifiziert, dass  sie abschließbar sind und eben der "ausreichenden Sicherung" Rechnung tragen (= Unbefugten den Zutritt massiv erschweren). Das machen denke ich die wenigsten, sprich alle Pferdeställe, die das so nicht handhaben, handeln fahrlässig  :confused:
Vor x Jahren mag das zugetroffen haben, heute dürfte es mehr als genug Fälle gegeben haben, die herangezogen werden können von eine fähigen (!!!), auf Pferderecht spezialisierten Anwalt.
Daher werde ich mein Pferd weiterhin am Halfter auf die Weide führen und auch weiterhin gebisslos reiten, auf dem Platz wie im Gelände  :meinung: Denn wenn man es genau nimmt habe ich keinerlei Sachkundenachweis und bin sowieso der Mops.
Liebe Grüße, Lena

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Re: Welche Art Gebiss, welche Zügel?
« Antwort #106 am: 20. Februar 2020, 12:14:45 »
Ich habs tatsächlich seinerzeit so gelernt, dass ein Pferd am Halfter nicht  das Hofgelände verlassen darf :tuete: (Ausgenommen natürlich im Hänger).
Wir waren auch zu meinen RB Zeiten immer auf Trense spazieren. Auf die Weide führen war davon nie betroffen, die Weiden sind/waren immer vom Hof aus zugänglich und hatten auch nur hofseitige Tore.
LG
Susanne
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Re: Welche Art Gebiss, welche Zügel?
« Antwort #107 am: 20. Februar 2020, 13:30:37 »
Mal ganz unabhängig von Versicherungen und Haftungs-Fragen: Für mich und mein Pony käme gebisslos alleine deswegen nicht in Frage, weil er Druck auf dem Nasenrücken einfach nicht leiden kann. Kappzaum ist schon das höchste der Gefühle und auch da haben wir lang gesucht, was zu finden, was ihn nicht stört. Ich habe auch kein Reithalfter an meiner Trense.

Es mag schon merkwürdig klingen, dass ein Stück Metall im Maul irgendwie tierfreundlich sein soll. Aber mein Zwerg angelt sich das Gebissstück schon, sobald ich nur in Reichweite damit komme. Es scheint ihn also nicht zu stören. Klar, eine ruhige Hand vorausgesetzt. Und ich kann nicht abstreiten, dass ich ihm nicht auch schon versehentlich damit weh getan hab. Aber das kann ich generell nicht voraussetzen. Sicherlich hab ich ihm auch schon unbeabsichtigt am Halfter wehgetan...
Viele Grüße und bleibt gesund!

Sarah
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Re: Welche Art Gebiss, welche Zügel?
« Antwort #108 am: 20. Februar 2020, 13:48:33 »
Persönliche Vorlieben sind mit Sicherheit sehr individuell.

Meine Traber sind z.B. mit Gebiss nicht sonderlich sicher. Schon der Selige hat recht eindrucksvoll gezeigt, dass er mal gelernt hatte, je stärker der Druck, desto schneller bitte. Ich glaube das einzige Mal, dass er mir so richtig abgegangen ist, war zu der Zeit, als ich ihn noch auf Gebiss geritten habe. Den habe ich auch gebisslos gefahren. Kein Experiment ob er sich an etwaige Renntrainings erinnert.  :neinnein:

Den Buben habe ich bisher nur bei der Bereiterin am Gebiss gesehen und dort hat er sich vor allem eingerollt. Bei mir geht er am LG und das eine Erlebnis, wo er mir unterm Sattel abgehauen ist und leider auch einige Kilometer Richtung Heimat geflüchtet, hätte ich mit keinem Zaum/Gebiss der Welt verhindern können. Dass hätte ich ganz klar 500 m vorher schon deeskalieren müssen und das hätte ich auch können, wenn ich mal zugehört hätte.

Beim zweiten Ereignis, als er in ähnlicher Weise flüchten wollte, habe ich ihn am Halsseil aufgefangen. Da hat er mich zwar von den Füßen geholt und von der gezerrten Schulter habe ich heute nach einem halben Jahr immer noch was. Aber er ist da geblieben. Und auch hier kann ich ganz klar sagen, dass das durch mehr Aufmerksamkeit meinerseits im Vorwege zu verhindern gewesen wäre.
Liebe Grüße Angela und das Traberbübchen
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Re: Welche Art Gebiss, welche Zügel?
« Antwort #109 am: 22. Februar 2020, 15:10:23 »
Danke für die vielen guten Infos und Erfahrungen! Ich hab da nochmal darüber nachgedacht. Wahrscheinlich bin ich von meiner letzten RB auch zu sehr verwöhnt, der erstarrt ist wenn er sich mal erschrocken hat und grottenbrav war. Gut.. war auch schon ein altes Eisen.

Und ja es stimmt, es kommt auch immer darauf an wie die Reiterhand ist. Da bräucht ich erstmal noch eine gute feine Trainerin. Denn in einer klassichen Reitschule lernt man das ja nicht  :-\
Aus Sicherheitsgründen sehe ich auch ein dass es besser ist etwas zu haben womit man im absoluten Notfall das Pferd noch halten kann. Auch wenn das heißt dem Pferd weh tun zu müssen  :-X
Herausfordern würde ich das nie, aber man kann ja nie wissen. Finds nur immer wieder erstaunlich wie tot manche Schuldpferde im Maul sind. Und so rumreißen und so krass Druck aufbauen müssen um das Pferd überhaupt zu bewegen möchte ich auf keinen Fall. Abgestumpftheit im Maul ist für den Notfall dann auch nicht wirklich förderlich.
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