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Inhalieren erclickern

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Inhalieren erclickern
« am: 16. Februar 2017, 20:30:00 »
Hi zusammen,

habt Ihr Tipps zu den Schritten, wie man das Inhalieren mit einem Inhalationsgerät (das beide Nüstern und Maul umschließt) erclickern kann?
Wir starten das gerade erst. Meine Idee ist es, in kleinen Schritten immer ein weiteres ELement dazu zunehmen/ zu clickern:
- zuerst das ruhige Stehen,
- den Gummiring ums Maul (ohne Maske) akzeptieren;
- das Gerät mit Geräusch im Hintergrund zusätzlich ok finden;
- die Maske (noch ohne Schlauch/ Inhalation) ok finden.

Wenn dann allerdings der Schlauch dran ist, kann ich nicht mehr füttern. D.h. das gruselige Gefühl, dass Dampf in die Maske steigt und sich das Atmen seltsam anfühlt kann ich nicht gut clickern (Kraulen ist nicht wirklich eine Belohnung für ihn). 

Wie habt ihr das gelöst? Ich freu mich, von Euren Erfahrungen oder Ideen zu hören!
Viele Grüße von Anna und Sandero
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Re: Inhalieren erclickern
« Antwort #1 am: 16. Februar 2017, 21:00:02 »
ich habe mit einem 5-Liter Eimer geübt die Nase reinzustecken. Das war eigentlich leicht  :cheese:  Habe zuerst Futter unten reingetan.
Dann habe ich den Moment bestärkt, wo Jack auf den Eimer boden drückt, da mein Inhalator recht eng ist und ich den Gegendruck vom Pferd bestärken wollte. Das hat auch super geklappt.
Ich hab eine komplette Einheit nur mit dem Eimer geübt, immer "Nase reindrücken".

Als ich dann beim nächsten Mal nach einigen Eimerclicks mit dem Inhalator kam, war das kein großes Problem. Einmal geguckt, ah da muss die Nase rein *drück*, Nase wieder raus,  :keks:
Das habe ich einige Male gemacht, dann die Zeit verlängert wo die Nase drin war. Schließlich zugemacht, und dann wieder ausgezogen und :keks:

Das eigentliche Inhalieren war dann nur ganz kurz gruslig.

irgendwo hab ich einen Film wie wir mit Sheitan geübt haben :juck: den suche ich morgen, jetzt bin ich zu müde.

Das Inhalieren selbst fand er nicht gruslig, sondern deutlich angenehm.
Alles kommt zu dem, der warten kann.
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Re: Inhalieren erclickern
« Antwort #2 am: 16. Februar 2017, 21:01:34 »
Vor dem eigentlichen Inhalieren habe ich dann nicht mehr gefüttert, weil er sich beim ersten Mal ziemlich verschluckt hat an den Restkrümeln.
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Re: Inhalieren erclickern
« Antwort #3 am: 16. Februar 2017, 21:07:32 »
Bei uns im Stall inhalieren aktuell 3 Pferde ganz regelmäßig. Keins wird geclickert. Allerdings gab es bei keinem von ihnen Probleme mit der Eingewöhnung, nur mein kleiner Idni findet die "ich bin dein Vater" Kandidaten komisch -
Vielleicht kann ich dir damit ein bisschen Anspannung nehmen?
LG Barbara
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Re: Inhalieren erclickern
« Antwort #4 am: 16. Februar 2017, 21:24:07 »
Hier vielleicht ist das ja interessant für dich:

http://ponyliebe.com/2015/09/04/inhalieren-clickern/
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Re: Inhalieren erclickern
« Antwort #5 am: 16. Februar 2017, 21:33:33 »
ich hab den air one. die trainingsschritte waren:

- maske berühren
- nase in maske (ohne dichtung) stecken
- dauer
- nase in maske mit dichtung stecken
- dauer
- verschluss drüber halten
- verschluss zumachen
- schlauch
- gerät einschalten (das war relativ unspektakulär da geräuschlos)

futter schmeiss ich zwischendurch optional über die seitlichen lüftungsschlitze nach (apfelstückchen), sie stehen aber auch brav ohne. kraulen kommt sonst auch gut an. ich geh meistens derweil misten und bleib in hörweite.

[EXTERNER BILDLINK ⤤
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Re: Inhalieren erclickern
« Antwort #6 am: 18. Februar 2017, 13:04:23 »
Super, vielen lieben Dank für Eure Tipps!

Ich hab auch den Airone, d.h. die Schritte kann ich eins-zu-eins übernehmen, Cinnamon! Ich muss mir das Ding mal genau anschauen, ich hätte nicht gedacht, dass man da irgendwo noch Äpfel reinstecken kann.

Ich werde so wie Heike schreibt, als ersten Schritt noch mit einem Eimer üben, die Nase reinzustecken ohne in den EImer bzw. später die Maske zu beißen, da sehe ich Zerstörungsgefahr und dafür ist die Maske zu teuer.


Viele Grüße von Anna und Sandero
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Re: Inhalieren erclickern
« Antwort #7 am: 02. März 2017, 20:39:05 »
Sandero hat letzte Woche nach dem Einschalten des Inhalators total Panik bekommen, und hatte die Maske da schon umgeschnallt, bekam sie also nicht ab, schlug wild mit dem Kopf und stiefelte rückwärts. Ich glaube für ihn war nicht das Geräusch, sondern das veränderte Atemgefühl sehr beängstigend. Die Tage danach konnte ihm die Maske erst mal gestohlen bleiben.  :tuete:
Ich habe aus dem Fehler gelernet und den Aufbau bei uns deshalb geändert:

1. Inhalator läuft die ganze Zeit, von Anfang an, durchgehend. Das Gefühl/ Geräusch kommt also nicht erst am Ende dazu und ist dann ungewohnt und gruselig. In der Nähe ruhig stehen, c+b.
2. Nüstern im Wechsel direkt an den Schlauch des Inhalators halten, Dampf einatmen, c+b.
3. Schnauze in die Maske, ohne die Gummidichtung, die seitlichen Ventile sind ab, das Ventil vorne auf, Schlauch ist dran (Ich halte die Maske fest), c+b.
4. Schnauze in die Maske mit Gummidichtung. Ventile alle noch immer auf bzw. ab, ich halte die Maske, c+b.
5. Dauer aufbauen, c+b.
6. nach und nach seitliche Ventile dazu nehmen, vorderes Ventil schließen, c+b.
7. Riemen zusätzlich am Kopf besfestigen, wenn sicher ist, dass keine plötzliche Panik mehr aufkommt, c+b.
Viele Grüße von Anna und Sandero
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Re: Inhalieren erclickern
« Antwort #8 am: 08. März 2017, 09:46:51 »
Ich brauche noch mal Euren Rat:

Wir sind jetzt bei einem Maximum von ca. einer Minute (mit Dampf an, einem Seitenventil drin, einem noch weg und dem mittleren Ventil zu (entspricht also ungefähr einer kompletten Maske mit offenem mittlerem Ventil).

Ich kriege aber nicht so schnell eine längere Dauer aufgebaut, wie ich es für seine Gesundheit gerne hätte.

Momentan hält er recht problemlos so um die 30 Sekunden durch, aber wenn ich versuche die Dauer zu steigern wird er oft zu zappelig und zieht den Kopf aus der Maske, was ich dann nicht clicke. Fürs Durchhalten bis ich runtergezählt habe bekommt er für ihn sehr hochwertiges Futter (Banane).

Den Kopfriehmen habe ich also im Moment noch nicht festgemacht, er kann selbst entscheiden, wann er abbrechen möchte, und tut das leider auch öfters, weil ihn dann irgendwas im Hintergrund irritiert, jemand vorbeigeht oder so (Ich habe leider noch keine Ecke im Stall gefunden, die wirklich ganz abgeschirmt ist und sich besser eignet.)

In einer Inhaliereinheit schafft er es trotzdem maximal hintereinander vielleicht drei bis fünf mal, seine Nase reinzustecken und drinzulassen - danach steigt er aus, geht weg, oder beißt nur noch in die Maske, was ich dann als Signal dafür nehme, dass er zu unkonzentriert / überfordert ist, und wir hören auf. Er ist ja generell eher der Hibbeltyp, dem es schwer fällt ruhig zu stehen.

Damit es wenigstens ein bisschen voran geht, üben wir momentan einmal vor anderem Training zu inhalieren, dann machen wir Bodenarbeit und er kann sich bewegen, und danach gehts noch mal zum Inhalieren.

Ich finde es sehr schwer, gerade nicht die Ruhe zu verlieren :ft: und nicht zu sagen, Maske auf und da musst du jetzt durch - weil es sich doch einfach zeitlich echt hinzieht und seiner Gesundheit besser täte, wenn er am Stück inhalieren könnte (er bekommt noch immer  :-\!!! Cortison übers Futter, geht über den Inhalalator halt erst, wenn er einige MInuten am Stück inhaliert. Und auch das Inhalieren selbst wäre zum Hustenlösen wichtig. Ich weiß aber gerade nicht, ob Zwang nicht auf Dauer dazu führt, dass er das Inhalieren insgesamt mit etwas Negativem verknüpft - und das wäre natürlich ebenso schlecht, denn er wird wohl auch auf Dauer das Inhalieren mitmachen müssen.

Habt Ihr Tipps, wie ich schnell Dauer aufbauen kann? Momentan scheitern meine Versuche, weil er dann von sich aus abbricht. Lieber erst mal auf der gleichen (sicheren) Dauer bleiben und nicht erhöhen, damit er es schaffen kann und nicht frustriert wird?

Ich könnte mir auch vorstellen, dass er im Moment, in dem er sich umschaut wegen Geräuschen und Bewegung im Hintergrund vielleicht gar nicht unbedingt die Maske los werden will, sondern einfach nicht den Kopf unten lassen möchte. Vielleicht würde es also sogar helfen, die Maske festzuschnallen, weil er dann merkt, dass er sich mit der Maske bewegen kann - also zumindest den Kopf? Da besteht natürlich die Gefahr, dass er anfängt mit dem Kopf zu schlagen, wenn er nicht mehr will und versucht die Maske loszuwerden - und dann bin ich sehr schnell im Bereich negativer Verstärkung mit viel Stress (wenn ich ihm nicht die Maske fürs wilde Kopfschütteln abnehmen will sondern erst als Reaktion auf das richtige Verhalten, also fürs ruhige Stehen).

Ich bin echt in der Zwickmühle...

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Re: Inhalieren erclickern
« Antwort #9 am: 08. März 2017, 10:21:40 »
ich hab die maske bei meinen gleich fix oben gelassen mit dem klettband, weil sie das gefudel mit der gummimanschette doof  finden und sie das rein/raus mehr genervt hat, als die maske oben zu behalten. ich hab das futter dann einfach über die seitlichen lüftungsöffnungen rein geworfen (apfelschnitze) während des inhaliervorgangs und ansonsten kampfgekrault  8)
wenn man den schlauch nicht zu fest rauf steckt, flutscht der eh sofort runter, sollte sich das pferd schrecken - anfangs am besten dann auch nicht gleich fix anbinden, sondern den strick lieber nur einmal durch den anbindering wickeln bzw. halten.
und falls vorhanden ein ruhiges pferd dazu stellen und das pferd während dessen einfach mal kraulen, putzen, etc..., damit das  quasi ein ritual wird beim herrichten vorm longieren oder reiten.
meine haben sich ziemlich schnell dran gewöhnt, mittlerweile pennen sie weg dabei:

[EXTERNER BILDLINK ⤤
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Re: Inhalieren erclickern
« Antwort #10 am: 08. März 2017, 10:53:42 »
Hi Cinnamon, danke Dir! Ich versuche es mal mit deiner Variante, danke fürs Mutmachen. Irgendwie muss es vorangehen. Ich werde mich mit Möhrensticks oder langen Apfelstücken ausrüsten, die er durch das seitliche Loch erwischt - wenn ich die Maske eng anschnalle, sollte er das Futter wohl mit dem Maul erreichen (habs nur ein mal versucht bisher da kam er irgendwie nicht dran selbst mit spitzen Lippen - aber da war die Maske auch eher lose fest geschnallt  :roll:
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Re: Inhalieren erclickern
« Antwort #11 am: 08. März 2017, 10:59:42 »
die dame links im bild hat damit gar kein problem, die apfelstückchen zu erwischen. die hat allerdings auch ein zartes blüterköpfchen.  für den norikerschädl rechts bräuchte ich theoretisch eine kaltblutmaske - mit nüstern rein stopfen geht sich`s aber grad noch so aus. ans futter kommt sie aber nicht, ich kraule sie stattdessen einfach an den lieblingsstellen und füttere anschließend den jackpot, das klappt eigentlich sehr gut.  die fand das inhalieren im gegensatz zu ihrer mutter anfangs megagruselig, hat sich dann aber doch recht schnell daran gewöhnt.
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Re: Inhalieren erclickern
« Antwort #12 am: 08. März 2017, 11:04:41 »
Ich hatte auch die Idee, ein anderes, ruhiges Pferd an den Anbinder dazu zu stellen. Wäre das denn eine Möglichkeit? Nelli hat früher alleine am Putzplatz auch immer rumgehibbelt, aber sobald ein Pferd aus ihrer Herde dazu kam, konnte sie sogar dösen ...
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Re: Inhalieren erclickern
« Antwort #13 am: 08. März 2017, 12:50:00 »
Geht es ihm denn darum dass das Atmen mit Maske und Schlauch unangenehm ist (= Gefühl von Atemnot) oder die Maske am Kopf an sich doof ist?

Beim Flexineb gibt es ja unten einen Luftzufuhrregler, den man erst nach und nach schließt, wenn sich das Pferd an die Maske gewöhnt hat.

ich würde das noch mal separat trainieren, also Maske umschnallen (kompromisslos, aber nett)  und damit einige Runden laufen, natürlich ohne Schlauch, damit er merkt dass es nicht so furchtbar ist.
Und dann erst wieder mit dem Gerät zusammen probieren.
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Re: Inhalieren erclickern
« Antwort #14 am: 08. März 2017, 13:34:50 »
Danke für Eure Tipps!

Die Maske sitzt glaube ich gut, Cinnamon, er trägt sonst immer in allem Größe Kleinpferd und die Maske ist Warmblut, glaube das Problem war eher dass er mit dem MAul nicht den Boden berühren konnte, also zuviel Platz hatte. Was aber wohl dran lag, dass die Schnauze nicht weit genug drin war.

Ich glaube das Atemgefühl durch das Ding ist inzwischen ok. Der Air One hat auch Ventile zum Auf- und Zudrehen - eins ist bisher zwar noch komplett auf, aber da bin ich zuversichtlich dass er sich daran nach und nach gewöhnt. Ich glaube er findet das umgeschnallte Gefühl doof - dass da was am Kopf ist, durch das er in seinem Geruchssinn/ Orientierungssinn beeinträchtigt ist.

Ob ein Pferd daneben steht oder nicht, macht bisher keinen Unterschied, bzw. eher im Gegenteil, er ist noch hampeliger, wenn neben ihm jemand steht, will dann gucken, was da vor sich geht.

Die Idee, separat noch mal das Verschnallen der Maske zu üben ihn z.B. damit zu führen ist gut - da bin ich ganz ehrlich überhaupt nicht drauf gekommen. Um ihm das ganze angenehm zu machen besorge ich nachher mal eine Spritze für Apfelmus und nehme wahlweise auch ein bisschen Sirup mit für unten in die Maske, kann er dann rauslecken (für den Fall dass er an die Apfelstücke nicht dran kommt, selbst wenn die Maske richtig sitzt.
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