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Durchfall

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Re:Durchfall
« Antwort #15 am: 08. März 2011, 22:04:03 »
Flohsamenkur gegen Kotwasser, davon hab ich auch schon gelesen.

Und im Zusammenhang mit Kotwasser (und Durchfall) hab ich auch schon davon gelesen, diesen Wasserglasltest zu machen. 4-5 Pferdeäpfel in ein Glas mit Wasser, dann "mussu rühre"  :cheese: und dann schauen, was sich nach ner Zeit unten an Sand absetzt. Sollt net viel sein.
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Munzi
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Re:Durchfall
« Antwort #16 am: 08. März 2011, 22:05:38 »
Was und wieviel bekommt er denn an Futter? Heu portionsweise oder hat er immer Heu zur Verfügung?

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Re:Durchfall
« Antwort #17 am: 08. März 2011, 22:22:03 »
yeasacc bis zur bierhefe...............
Ist das nicht genau dasselbe? ??? :juck: Yeast = Saccharomyces cerevisiae = Bierhefe? (wobei Yeast natürlich einfach nur Hefe ist, ohne Spezifizierung, aber als YEAst SACCharomyces spezifiziert sein sollte)
Viele Grüße,
Esther
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Ehemaliges Mitglied 32
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Re:Durchfall
« Antwort #18 am: 09. März 2011, 07:12:32 »
Was und wieviel bekommt er denn an Futter? Heu portionsweise oder hat er immer Heu zur Verfügung?


Der kriegt Heu nur portionsweise. Meine Ponys sind beide zu fett, Heu ad. lib. wär nicht gut für sie. 3-4 mal am Tag ca. 4kg insgesamt würd ich schätzen.
Stroh hat er in der Box fast immer zur Verfügung. Am Abend kriegt er 3-5 Hagebutten und seine Mineralstoffmischung mit einer halbe Hand voll Müsli (sonst frisst er sie nicht). Die Mineralsstoffmischung werden wir aber wieder wechseln auf eine, die er auch ohne Müsli gefressen hat.
Beim Clickern (ca. 5 mal pro Woche) kriegt er Hafer (nicht gut, ich weiß), das wird aber umgestellt weil er so extreme Mengen frisst wenn ich länger mit ihm arbeit und das für ein ehemaliges Hufrehepony sicher nicht gut ist. Mein Freund will versuchen, ihm Karottenstücke zu trocknen.
Hin und wieder gibts mal einen Apfel oder eine Karotter oder ein Stück hartes Brot.

Im Sommer wird er langsam angeweidet und darf dann maximal 2 Stunden Gras fressen. Heu wird dann reduziert.
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Nadja
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Re:Durchfall
« Antwort #19 am: 09. März 2011, 07:18:17 »
Und im Zusammenhang mit Kotwasser (und Durchfall) hab ich auch schon davon gelesen, diesen Wasserglasltest zu machen. 4-5 Pferdeäpfel in ein Glas mit Wasser, dann "mussu rühre"  :cheese: und dann schauen, was sich nach ner Zeit unten an Sand absetzt. Sollt net viel sein.

Das kenn ich nur in Zusammenhand mit Sandkoliken bzw mit der Gefahr auf ne Sandkolik (bei sehr arg abgefressenen Weiden oder Sandausläufen wo vom Boden aus gefüttert wird und die Pferde viel Sand mit aufnehmen)

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Mannimen
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Re:Durchfall
« Antwort #20 am: 09. März 2011, 08:05:01 »
Was ist denn mit Flohsamenschalen ?? Die sollen ja bei Durchfall und Verstopfung helfen ...  ???

Soweit ich weiß, dient eine solche Kur der Darmreinigung. Das bedeutet, dass diese Glibbermasse z. B. Sandkörchen, die sich im Darm abgesetzt haben und zu einer Sandkolik führen können, daran gebunden und ausgeschieden werden. Allerdings werden auch alle anderen Bestandteile, wie z. B. die positiven Mikroorganismen, die ja die Nahrung zersetzen sollen mit ausgeschwemmt. Insofern ist dies auch immer nur eine Kur von kurzer Dauer, der sich ein Wiederaufbau der Darmflora anschließen muss.

Dabei sind dann z. B. Joghurts sehr hilfreich, weil sie sehr viele dieser positiven Bakterien enthalten. Es geht also nicht um die Laktose sondern um die Lebewesen im Jogurt. Insofern sollte es auch ein probiotischer mit rechtsdrehender Milchsäure sein, wenn ich mich nicht irre (bitte nagelt mich nicht fest). Paco bekommt z. B. den BiAC von Aldi mit Vanille, dazu eine Banane und er könnte ich da reinsetzen, so lecker findet er das. :D Zeigt das Pferd eine Laktoseintolleranz, können auch laktosefreie Joghurts genommen werden.

Bierhefe und Heulage fördern den Gährungsprozess und helfen so die Nahrung schneller zu zersetzen. Allerdings bedeutet dies auch, dass die Nahrung schon in dem ersten Darmabschnitt verdaut wird und somit die positiven Mikroorganismen sich nur weiter vorne ansiedeln. Der hintere Teil bleibt also "tot" und damit ist dann letztlich auch nicht wirklich geholfen, denn dort vermehren sich dann ungehindert die negativen Bakterien. Es gilt aber in dem gesamten Darm ein biologisches Gleichgewicht herzustellen, vergleichbar mit dem Wasser in einem Aqarium oder Teich, welches sofort umkippen kann, wenn es aus dem Gleichgewicht kommt. :confused:

Es ist eine verdammt komplizierte Angelegenheit die Darmflora wieder richtig aufzubauen, wenn sie erst einmal nachhaltig gestört ist. Aber es ist nicht unmöglich und kann, wie Ursula schon sagte mehrere Jahre dauern. Wir haben da bislang bei Paco nur sehr mäßigen Erfolg und kennen offenbar die Ursache, noch nicht genau. Ich vermute mal, dass hier auch schon schwerwiegendere Erkrankungen vorliegen. Das ist ja meist so, wenn etwas erst einmal chronisch geworden ist, dass es kaum noch vollständig zu beheben sein wird. :'(

Nach den Sofortmaßnahmen zum Stoppen des Kotwassers, geht es erst richtig los mit dem Aufbau der Darmflora. Dort müssen sich bis zum Ende wieder positive Mikroorganismen ansiedeln, wenn auch schwer verdauliche Nahrung wie Baumrinde etc. aufgesplittet und verwertet werden soll. Dazu gibt es dann spezielle Kräuter , die erst einmal alles abtöten und andere dann langsam den Wiederaufbau unterstützen. Für den letzten Teil sind z. B. Rindenmischungen sehr hilfreich, weil sie extrem schwer verdaulich sind. Antares bekommt sie regelmäßig zu seinem Mineralfutter, um die Darmflora fit zu erhalten. Auch Kräuter, die gegen Pilzsporen wirken, welche bei der heutigen Nahrung ja immer irgendwo mit dabei sind, biete ich ihm an. Er findet das zwar bäh aber da lasse ich mit mir nicht verhandeln. Was muss, das muss.

Vielen Dank für Eure Beiträge und das Einstellen der Studie. :keks:
Manfred

« Letzte Änderung: 09. März 2011, 08:26:19 von Mannimen »
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Munzi
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Re:Durchfall
« Antwort #21 am: 09. März 2011, 08:16:53 »
Der kriegt Heu nur portionsweise. Meine Ponys sind beide zu fett, Heu ad. lib. wär nicht gut für sie. 3-4 mal am Tag ca. 4kg insgesamt würd ich schätzen.

Das wäre wohl mein erster Versuch, 24h Heu-Zugang. Bei der portionsweisen Fütterung wird eben oft geschlungen, bei Heu ad lib. werden die hastigsten Fresser verwandelt. Wir hatten jetzt nie ein Pferd das zu dick war. Anfangs fressen sie mehr, aber wenn sie merken es ist immer da, regelte sich das.
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Re:Durchfall
« Antwort #22 am: 09. März 2011, 08:46:36 »
Hallo Coco,

ich würde davon abraten, dass Heu im Sommer zugunsten des Grases zu reduzieren. Gerade die konsequente Heufütterung ist so mit das Beste für den Darm. Vor allem sollten Pferde nicht ohne Heu im Bauch aufs Gras. Je nach vorheriger Sättigung wird dann auch weniger Gras gefressen. Mit dem stundenweisen Grasen habe ich nicht die besten Erfahrungen gemacht. Kotwasser und Durchfälle wurden bei mir bekannten Pferden erst besser, wenn durchgehend Rauhfutter zur Verfügung stand und die Weide portioniert wurde, aber ständig offen war. Also keine menschengemachten Fresspausen, aber auch nicht zu viel frisches Grün.

Wie ist es mit der Qualität vom Heu? Macht Ihr das selbst? Manchmal reagieren empfindliche Pferde auch auf eine Heuumstellung.
Die Haltung von Rehepferden ist natürlich besonders heikel. Mit Mána habe ich ich allerdings auch die Erfahrung gemacht, dass das Gras grundsätzlich keinen Schaden anrichtet, wenn vorher genügend Rauhfutter gefressen wurd. Außerdem riet mir mein TA, dass ich darauf achten soll, dass der Stoffwechsel nicht auf "Verdauung" eingestellt wird, sondern auf "Leistung". Das ist ganz schön anspruchsvoll gewesen, da ich eher wenig Zeit habe. "Sportmodus" nannte er das. Also Bewegung, Bewegung, Bewegung...

Gute Erfahrungen bei Darmproblemen habe ich auch mit homöopathischen Magen- und Darmtropfen gemacht. Allerdings ist das kein Einzel- sondern ein Komplexmittel, was einige Homöopathen ja eher ablehnen.

Viel Glück!
Grüße
Steffi
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Re:Durchfall
« Antwort #23 am: 09. März 2011, 10:51:52 »
versuch mal das stroh wegzulassen, das macht dir die darmbakterien kaputt.
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A horse without spots is like the night without stars!
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Mannimen
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Re:Durchfall
« Antwort #24 am: 09. März 2011, 11:14:54 »
versuch mal das stroh wegzulassen, das macht dir die darmbakterien kaputt.

Woher stammt diese Information? Gerade das Stroh gehört zu den eher schwer verdaulichen Raufuttergaben, auch wenn es oftmals nicht als "Futter" bezeichnet wird, da es kaum Nährwerte hat. Aber bei Durchfällen hat es zumindest eine stopfende Wirkung und hält sich im Darm auch eher bis zum Ende hin, was ja durchaus erwünscht ist. Und bei leichtfutttrigen Pferden sorgt es zu dem für eine schnellere Sättigung und hilft so auch abzunehmen. Es muss natürlich, wie das Heu auch, von guter Quallität sein und eben keine Pilzsporen enthalten, die hier sehr schädigenden Einfluss auf Magen und Darm etc. nehmen könnten. Wir füttern z. B. auch sehr langstieliges mageres Heu, welches schon fast an Stroh erinnert und davon kaum noch zu unterscheiden ist (lediglich die Halme sind etwas dünner). Da frisst selbst Antares nur noch so viel, wie er wirklich braucht und die Netze reichen mindestens doppelt so lange. Reichhaltiges Heu wird mit Stroh vermischt usw. Ist bei uns also nicht mehr wegzudenken.

Würden wir hingegen  Fresspausen einlegen, fisst Antares seine Einstreu und das ist auch nicht gut, weil er damit dann auch wieder negative Bakterien von seinen Ausscheidungen aufnimmt. Es muss also immer was zu knabbern haben und das sollte eben nicht so reichhaltig sein. Und nun, wo er das so bekommt, lässt auch seine Fresssucht deutlich nach. Er döst mehr rum oder spielt und oftmals brauche ich nur noch die Hälfte nachlegen. Es hat sich also bestätigt, dass bei Heu und Stroh über 24 Std. auch ein Abnehmen möglich ist. Entscheidend ist die Menge der zur Verfügung stehenden Nährstoffe und die muss reduziert werden, wenn sie mit mangelnder Bewegung eben nicht verbrannt werden.
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strizi
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Re:Durchfall
« Antwort #25 am: 10. März 2011, 19:05:20 »
Ist das nicht genau dasselbe? ??? :juck: Yeast = Saccharomyces cerevisiae = Bierhefe? (wobei Yeast natürlich einfach nur Hefe ist, ohne Spezifizierung, aber als YEAst SACCharomyces spezifiziert sein sollte)

ähm, was ich weiß ist dieses yeasac lebendhefe................ lebt bierhefe auch?
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Celina
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Re:Durchfall
« Antwort #26 am: 11. März 2011, 06:09:56 »
Mit Cimbria und jetzt auch Maible habe ich ja auch 2 SEHR empfindliche Pferde hier. Cimbria hatte in den ersten Jahren hier ständig heftiges Kotwasser, so haben wir viiieeeel ausprobiert.
Geholfen hat bei uns:

KEIN Stroh mehr, ebenso kein überständiges Heu. Stroh und überständiges Heu enthalten Lignin. Die Darmflora ist nicht dafür ausgerichtet, große Mengen an Lignin zu verarbeiten und kann dadurch kippen.
Fresspausen dürfen nur sehr kurz (möglichst unter 3 Stunden) sein. (Ich füttere darum aus sehr engmaschigen Heunetzen)
Sämtliches Getreide lassen wir komplett weg. Statt dessen gibt es eingeweichte Heucobs, in die ich Mineralfutter mische.
Auf Melasse reagiert Cimbria extrem, Äpfel verträgt sie schlecht, Möhren gehen einigermaßen..

Alles in allem muss ich also so füttern, wie es figurmäßig für unsere sehr leichtfuttrigen Damen nicht so toll ist. Wirklich schlank bekomme ich sie so nicht. Für müssen halt mit diesem Kompromiss leben...

Normale Bierhefe hat bei uns nie was gebracht, Lebendhefen haben sehr gut geholfen.

Heilerde ist auch immer einen Versuch Wert. Besonders gute (und sogar preisgünstige!) Erfahrungen habe ich mit den Lebendhefen von Makana in Kombination mit Heilerde gemacht.

LG Almut
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Re:Durchfall
« Antwort #27 am: 11. März 2011, 09:15:02 »
ähm, was ich weiß ist dieses yeasac lebendhefe................ lebt bierhefe auch?
Hmmm, keine Ahnung :nixweiss:. "Bierhefe" ist ja einfach nur der Name des "Tierchens" (Pilzchens, um genau zu sein), ob man die dann üblicherweise lebendig oder tot verkauft, weiss ich nicht :nixweiss:.
Viele Grüße,
Esther
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lindalotze
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Re:Durchfall
« Antwort #28 am: 11. März 2011, 09:53:36 »
Zitat
KEIN Stroh mehr, ebenso kein überständiges Heu.

Ich will hier nur kurz anbringen, dass selbst diese geläufigen Begriffe auch ein bißchen Definitionssache bzw. regional unterschiedlich zu interpretieren sind. Ich habe Almuts Heu beim Marlitt-Kurs letztes Jahr gesehen und befühlt und im Geiste mit unserem verglichen: bei uns hier (mit teilweise arg feinem, rohfaserarmen, energiereichem und teegrünem Heu) würde Almuts Heu bereits als ziemlich überständig gelten. Und das, was wir hier verfüttern, würde bei Almuts Pferden glaub als Kraftfutter durchgehen.
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Celina
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Re:Durchfall
« Antwort #29 am: 11. März 2011, 11:32:28 »
Ah, okay! Das hätte ich jetzt gar nicht gedacht! :cheese: Mit überständigem Heu meine ich also Heu, das deutlich nach der Blüte (ca. im Juli als 1. Schnitt) gemäht wurde. Ich lasse mein Heu meist zu Beginn der Blütezeit machen (so Ende Mai) und das ist so für meine Pferde sehr gut verträglich.

Linda, Du hast Recht: Von noch feinerm Heu würden meine Mädels platzen...

LG Almut
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