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Andere Arbeitsweisen / Re: Akademische Reitkunst
« Letzter Beitrag von mochuisle am 28. August 2025, 13:32:45 »So ungefähr ist mein Werdegang mit dem Clickern auch 
Ich bin quasi von der klassischen Arbeit über den Longenkurs zur Futterbelohnung gekommen, wollte dann beim Clickern "all in" gehen, das hat nicht geklappt und ich bin nach viel Frust zu normalem Training mit etwas Futterlob zurückgegangen - da war ich dann aber durch das Erlernte viel besser und effektiver drin als vor dem Clickertraining. Zwischendurch habe ich manchmal die Grundlagenübungen von Kurland als eigenstehende Einheiten eingebaut.
Mittlerweile bin ich ruhig und ausgeglichen genug, um wirklich erwartungsfrei mit den Pferden zu arbeiten und seither versuche ich, auf Druckeskalation im Training wirklich zu verzichten und wieder den Shift hin zur positiven Verstärkung zu finden. Aber ohne diesen Druck von früher, dass es alles ohne negative Verstärkung klappen muss. Stattdessen achte ich auf die Stressanzeichen meiner Pferde und pausiere, wenn ich merke, dass sie sich in einer Übung unwohl fühlen oder sie nicht verstehen. Dann gehe ich einfach mind. einen großen Schritt zurück und für uns funktioniert das sehr gut - ich kann am Ende aber nicht sagen, ob es sich für meine Pferde mehr nach negativer oder positiver Verstärkung anfühlt. Sie sind aber viel fröhlicher und stressfreier dabei als früher - auch als in der reinen Clickerzeit, da ich scheinbar auch hier durch den Anspruch, dass es unbedingt druckfrei sein muss, zum Stressor wurde. Es erfordert halt schon einfach auch viel Können das gut umzusetzen, das ich damals nicht hatte bzw. habe.

Ich bin quasi von der klassischen Arbeit über den Longenkurs zur Futterbelohnung gekommen, wollte dann beim Clickern "all in" gehen, das hat nicht geklappt und ich bin nach viel Frust zu normalem Training mit etwas Futterlob zurückgegangen - da war ich dann aber durch das Erlernte viel besser und effektiver drin als vor dem Clickertraining. Zwischendurch habe ich manchmal die Grundlagenübungen von Kurland als eigenstehende Einheiten eingebaut.
Mittlerweile bin ich ruhig und ausgeglichen genug, um wirklich erwartungsfrei mit den Pferden zu arbeiten und seither versuche ich, auf Druckeskalation im Training wirklich zu verzichten und wieder den Shift hin zur positiven Verstärkung zu finden. Aber ohne diesen Druck von früher, dass es alles ohne negative Verstärkung klappen muss. Stattdessen achte ich auf die Stressanzeichen meiner Pferde und pausiere, wenn ich merke, dass sie sich in einer Übung unwohl fühlen oder sie nicht verstehen. Dann gehe ich einfach mind. einen großen Schritt zurück und für uns funktioniert das sehr gut - ich kann am Ende aber nicht sagen, ob es sich für meine Pferde mehr nach negativer oder positiver Verstärkung anfühlt. Sie sind aber viel fröhlicher und stressfreier dabei als früher - auch als in der reinen Clickerzeit, da ich scheinbar auch hier durch den Anspruch, dass es unbedingt druckfrei sein muss, zum Stressor wurde. Es erfordert halt schon einfach auch viel Können das gut umzusetzen, das ich damals nicht hatte bzw. habe.
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Da gibt es auch einen sehr anschaulichen Online-Kurs (englisch und deutsch verfügbar) und Grundlagenübungen, die die eigenen Fähigkeiten sehr kleinschrittig verbessern. Wenn dein Englisch gut ist, kannst du auch den Podcast "Equiosity" hören, da gibt es auch Folgen zu dem Thema, wie man (nicht eskalierenden) Druck in die Arbeit mit positiver Verstärkung einbinden kann und welche Abstufungen es da quasi gibt. 


