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Trust Technique

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Re: Trust Technique
« Antwort #15 am: 12. Februar 2021, 13:26:09 »
Meine Überlegungen zu dem Thema möchte ich auch zum Besten geben.  :cheese:

Für mich klingt das alles nach etwas, was jeder halbwegs aufmerksame Pferdebesitzer ohnehin permanent betreibt mit etwas Zauber und einem tollen Namen drumrum. :shy:

Ich stelle die These in den Raum, dass dann wohl die wenigsten Pferdebesitzer "halbwegs achtsam" sind. Vielleicht bin ich da auch sehr "pessimistisch", aber nach meinen Erfahrungen, wie ich andere Pferdebesitzer wahrnehme, gibt es wenige, die wirklich immer darauf Rücksicht nehmen, was ihr Pferd gerade möchte. :nixweiss:  Auch wenn diese Pferde sehr liebevoll mit ihren Pferden umgehen und auch nur das Beste wollen. Ich will damit nicht sagen, dass das "die Bösen" sind. Allzuoft bin ich es nämlich selbst und übergehe die Gefühle meines Pferdes.

Und nach meinem Gefühl sind es tatsächlich wenn dann am ehesten die Menschen, die clickern oder eben positiv orientiert mit dem Pferd zusammen sind. Siehe hier das Forum. Da erlebe ich diesen "technische" und nur auf Erfolg orientierte Umgang, wie es hier genannt wurde sehr selten. Loben tun doch die meisten auch sehr emotional, nehmen Rücksicht auf die Befindlichkeiten und erfreuen sich auch oft daran, einfach dem Pferd beim Essen/Stehen/sein zuzuschauen. Bin also eher bei Samtnase, was das betrifft.

und ich möchte es trotzdem nicht als "marketing"-Masche abtun. (Auch wenn ich bis heute noch gar nichts davon gehört habe  :cheese: )

Es gibt doch auch unzählige Apps, Programm etc. für Menschen, um zu lernen, wie man achtsamer wird, besser schläft etc. Sollte das ein Mensch nicht auch ohne Hilfe hinbekommen? Viele sicherlich, aber es gibt für alle einen Markt und wenn es nun ein Programm gibt, dass Pferdebesitzern hilft, noch mehr auf sein Pferd einzugehen, weniger von ihm zu fordern und mehr Rücksicht auf seine Befindlichkeiten einzugehen, dann hilft es in Summe doch den Pferden und das finde ich gut.

Auch wenn es hier wie bei so vielen "solcher" Themen ist. Diejenigen, die für so was offen sind, wären es auch ohne ein solches Programm und alle anderen, die es "nötig" hätten, erreicht man damit nicht. :nixweiss:

Und ich  kann mir auch vorstellen, dass wenn man die Pferde am Haus hat und für sie "arbeitet", fällt es einem sicherlich zum Teil einfacher achtsam zu sein. Eben weil man die Gewohnheiten und Rituale kennt. Ich hab mein Pferd zum Beispiel noch nie schlafen sehen. Oder höchst selten. Eben weil ich vielleicht 2 Stunden am Tag bei ihm sein kann..

Zusammengefasst: Ich finde es gut, dass es solche "Programme" gibt, um eben den Fokus weg vom Menschen hin zum Tier zu lenken und die Menschen zu schulen, achtsamer zu sein.

(Alles natürlich ohne Gewähr, ich hab wie gesagt, noch nie davon gehört)
Viele Grüße und bleibt gesund!

Sarah
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Re: Trust Technique
« Antwort #16 am: 12. Februar 2021, 17:48:31 »
Und klar machen Clickerpferde in aller Regel sehr freiwillig und motiviert mit, aber vielleicht eben wegen der sehr hohen „materiellen“ Belohnungen auch mal dann, wenn ihnen vielleicht was Anderes genau so angenehm wäre.
Wie Menschen, denen für z.B. Überstunden so viel Geld gezahlt wird, dass sie sie freiwillig auf sich nehmen, obwohl, eigentlich – einfach abhängen, mit der Familie was machen, mit Freunden quatschen, mit dem Hund gehen auch schön gewesen wäre …. Aber das extrinsische Angebot ist halt ziemlich unwiderstehlich ….

Und wie Angela scheint es mir auch so, dass meine Pferde erwartungs- und planfrei im Zusammenhang mit „Mensch“ nicht so gut vertragen oder wollen. Nur, warum ist das so? Miteinander können sie (und alle anderen Pferde in einigermaßen harmonischen Gruppen) völlig problemlos abhängen und zusammenstehen, in meiner Anwesenheit ist das eher selten.

Gruß
Katja

Ich denke, dass man die jeweilige Persönlichkeit des Pferdes auch immer beachten muss. Warum muss "rumstehen und schlafen/nichtstun" als so erstrebenswert erachtet werden, dass es als "besser" gewichtet wird als "gemeinsam etwas unternehmen, das Spaß macht und Herausforderungen beinhaltet"?

Meine Ponies "arbeiten" meistens sehr gerne. Amadeus würde auch gerne dreimal am Tag "bespaßt" werden. Was ihm natürlich fehlt, ist ein entsprechender Raufkumpel in der Herde, mit dem er sich austoben könnte. Aber ich merke oft, dass die Pferde auch sehr gerne die körperlichen und mentalen Herausforderungen annehmen, die wir in Form von Aufgaben stellen - natürlich nur, wenn sie entsprechend vorbereitet sind.
Unsere Ponies wollen etwas tun.

Und dann gibts sicher auch Zeit zum gemeinsam herumhängen - aber das eine macht das andere nicht unbedingt wichtiger oder besser oder ersetzt es.

Ich persönlich tue mich mit dem "Nichtstun" extrem schwer. Ich habe das mit Mirko einige Male gehabt und sehr genossen. Aber meistens wollte Mirko auch gerne "Dinge tun".
Amadeus hat einen so hohen Erwartungsdruck an den Menschen, dass wir da vermutlich eher noch einen weiten Weg haben, bis er mit meiner "langweiligen Anwesenheit" auch mehr anfangen könnte als mit der von seinen Mädels.
Jack hingegen kann sehr gut chillen, aber wenn ein Mensch schon mal da ist, dann kann und soll er BITTE irgendwo kratzen. Da ist es wieder schwer, nix zu tun  :lol:

Alles kommt zu dem, der warten kann.
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Re: Trust Technique
« Antwort #17 am: 12. Februar 2021, 20:14:49 »
Ich denke, wie es auch schon angesprochen wurde, ist das auch eine sehr menschliche Sache, ob man selbst überhaupt jemand ist, der "sein" kann - oder nur "sein" möchte.

Es kommt hier in vielen Themen immer mal wieder auf, dass jemand gerne "einfach so Zeit mit dem Pferd" verbringen möchte, aber das Pferd einfach nicht zur Ruhe kommt. Weil auch der Mensch das in der Vergangenheit nicht konnte. Und dafür kann es vermutlich schon sehr hilfreich sein, so eine Anleitung zum Runterfahren zu haben.

Ich hab das heute mit der Krümeline erst wieder eindrucksvoll gemerkt, wie gut wir das können - einfach weil es so viele Dinge gibt, die wir nicht können :kicher: Ich hab also viele Sommer einfach neben ihr auf der Weide verbracht oder am Paddock oder dabei, ihr auf dem Reitplatz beim Grasen zuzugucken und und und. Und heute, als ich so mit der Kamera um sie rum gelaufen bin, hat sie sich nach ein paar Minuten einfach in die Sonne gestellt, die Augen geschlossen und genossen. Klar, wenn ich zu weit verschwunden bin, ist sie mal gucken gekommen, aber ansonsten hat sie ihr Ding gemacht und ich meins. Und dann kann ich auch mal Futter vorbei bringen und sie nimmt es zur Kenntnis und macht dann ihr Ding weiter.

Ansonsten klingt die Beschreibung mit den "Denkleveln" wieder ein bisschen sehr kategorisierend, ähnlich wie das Thema im HorseSpeak-Thread. Ob man das jetzt zwingend braucht sei wieder dahin gestellt.
LG Tine
Krümeline & Mucki

Ab und zu ist es gut, in unserem Streben nach Glück innezuhalten und einfach glücklich zu sein. ~ Guillaume Apollinaire
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Re: Trust Technique
« Antwort #18 am: 19. Februar 2021, 08:31:39 »
Ich habe gestern ca. 45 Minuten ein sehr interessantes Telefonat mit der vermutlich nördlichsten Practitioner, Jannis Wiebke Eller, Nähe Bremen gehabt und bin willens, das mal für Gismo und mich auszuprobieren.
Wenn ich hier in der Nähe noch 2-3 weitere Interessenten für eine Coachingeinheit mit Tier (Pferd/ Hund) finde, planen wir einen Wochenend-Workshop, bei dem dann auch zum Reinschnuppern/ überlegen, ob das für einen selber was sein könnte, Leute ohne Tier dabei sein können.

Wird aus dieser Runde vermutlich nicht sooo viele interessieren, weil a)  mit Clickern an sich nix zu tun (wohl aber mit positivem Umgang mit Tieren) und b) ziemlich weit oben in Deutschland, aber falls doch wer: gerne direkt bei mir melden.

Gruß
Katja
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Re: Trust Technique
« Antwort #19 am: 19. Februar 2021, 09:08:09 »
Ach schade, das interessiert mich schon lange, aber leider bin ich am anderen Ende Deutschlands.
Ich wünsche auf jeden Fall ganz viel Spaß und bin gespannt auf deinen Bericht!
Viele Grüße Eva
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Re: Trust Technique
« Antwort #20 am: 19. Februar 2021, 09:26:04 »
Da habe ich durchaus Interesse!  :)

Beste Grüße,
Dörte.
Lieber breit grinsen als schmal denken!  (B.Berckhan)
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Re: Trust Technique
« Antwort #21 am: 19. Februar 2021, 09:30:58 »
Dann melde ich mich bei dir, wenn ich nähere Infos habe. Jannis mailt mir genauere Infos und ihr Konzept und dann schaun mer mal, was wir draus machen können. Ziemlich flexibel nach den Wünschen möglicher Teilnehmer auf jeden Fall, denke ich.
Wo wohnst du?

Gruß
Katja
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Re: Trust Technique
« Antwort #22 am: 19. Februar 2021, 11:26:53 »
Ok, bin gespannt!
Ich wohne "zentral" zwischen HH und B, also so 3 (?) Stunden von dir entfernt.

Beste Grüße,
Dörte.
Lieber breit grinsen als schmal denken!  (B.Berckhan)
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Re: Trust Technique
« Antwort #23 am: 20. Februar 2021, 09:26:01 »
 :ichich: Gib mir bitte auch mal Bescheid, denn das klingt auf jeden Fall spannend und nach S-H käme ich auch recht schnell.  :nick:
Gewinke von Sonja
Winzis Tagebuch

Gandalf:   Ja, aber wissen wir das?  Aragorn:   Was sagt dein Herz dir?
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Re: Trust Technique
« Antwort #24 am: 21. Februar 2021, 12:16:02 »
Ich hab tatsächlich mit Shine auch eine solche Einheit mal gemacht. Es ist für das allgemeine Runterfahren schon gar nicht so verkehrt - wir können das nämlich beide so gut wie gar nicht gemeinsam, aber auch seeehr herausfordernd.

Für einen Workshop bin ich dann allerdings leider doch etwas arg weit weg - da ich die Theorie an sich verstanden habe und eher mit Tier spannend fände. ABER ich hab eine praktizierende Dame hier vor Ort.

Bin gespannt, was ihr nach einem solchen Workshop dann berichtet. :-)
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Re: Trust Technique
« Antwort #25 am: 22. Februar 2021, 12:23:29 »
Hallo ihr beiden und alle, die es ggf. noch interessiert: bitte per Pin Email an mich, habe die Infos als 2-Seitigees Word-Dokument.
Termin steht logischerweise noch nicht fest – wann auch immer wir wieder mit Leuten aus max. 9 Haushalten zusammen sein dürfen….  :roll:

Maximal insgesamt 8 Leute, davon bis zu 4 mit Tier.
Die Sessions mit Tier finden ohne Zuschauer und in dessen vertrauter Umgebung statt, daher möglichst nicht zu weit weg von 24598 Boostedt.

Kosten 125 € ohne Tier, 250 € mit Tier (Pferd/Hund) inklusive telef. Vorbesprechung und zweiwöchiger Begleitung per Telefon/ Email.

Ein Gästehaus gibt es eigentlich in Boostedt, eventuell findet sich vielleicht auch ein Gästezimmer bei einer anderen Teilnehmerin.

LG
Katja
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