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Medical Training

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Medical Training
« am: 08. Januar 2021, 22:14:59 »
Hallo, ich habe nun noch eine allgemeine Frage zu diesem Thema. Nachdem ich jetzt unzählige Videos angeschaut habe, hat sich mir folgende Frage aufgedrängt:
In allen Videos wird mit dem "nackten" Pferd, sprich ohne Halfter trainiert. Ich habe mich nun gefragt, ob es nicht sinnvoll wäre "angezogen" zu trainieren. Wenn mal (in sehr weiter Ferne) wirklich der Termin mit dem Tierarzt anrückt, wird ja dann auch ein Halfter drauf sein....
So mein Gedankengang...
Wie seht ihr das?
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Re: Medical Training
« Antwort #1 am: 08. Januar 2021, 22:41:57 »
Hey!
Im Medical Training ist auch der Ort, das Equipment und die Menschen trainierbar. Meine RB nimmt die Maulspritze am Paddock frei ohne alles nicht mehr zuverlässig, weil sie schlechte Erfahrungen mit mir dort und der Wurmkur gemacht hat. Am Putzplatz angebunden geht es ohne Probleme.

Irgendwann sollte man gewisse Dinge generalisieren. Das heißt an verschiedenen Orten, mit verschiedenen Menschen und verschiedenen Equipment. Im echten Leben kann nämlich plötzlich das Licht in der Stallgasse nicht funktionieren und das Pferd muss doch in der Sattelkammer  :P oder sonstwo gespritzt werden.

Spritzentraining mach ich in der Regel gerade frei am Paddock. Wir kommen nämlich zum Trainingsschritt pieksen  :bittebitte: Wir verwenden ja auch ein Kooperationssingal, aber ich möchte trotzdem dass sie wegrennen kann wenn ihr danach ist  :lol:

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Re: Medical Training
« Antwort #2 am: 08. Januar 2021, 23:44:49 »
Huhu, danke für deine Antwort.
Ich habe jetzt angefangen, ein Halfter drauf zu machen.
Weglaufen können Sie trotzdem auch mit Halfter.
Also ich halte meine Ponys nicht fest beim Training. An verschiedenen Orten mit verschiedenen Personen ist noch gaaaanz weit weg für uns  :cheese: :cheese: Lichtjahre  :cheese: :cheese:.
Mein Gedankengang dahinter war eher, dass die Situation geübt wird wie es im realen Leben so wäre.... glaubst du, dass das unnötig ist?
Ich dachte, wenn das Halfter immer drauf ist, stellt das keine Ausnahmesituation dar... doof?

Ich weiß jetzt nicht, ob ich mich verständlich ausgedrückt habe  :rotw: . Ich hoffe es  :winke:
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Re: Medical Training
« Antwort #3 am: 09. Januar 2021, 00:04:43 »
nein, das ist bestimmt nicht unnötig. Ist sogar gut. Denn die Situation wird dann ja sehr realistisch nachgestellt. Das wichtige hierbei ist aber: Du trainierst jetzt. Je nachdem wie viel Angst dein Pferdchen hat, kann es einige Wochen/Monate/Jahre dauern. Geimpft werden muss zwischendurch ja trotzdem. Da ist es dann wichtig dass ihr das klassische impfen wie bisher von der Trainingssituation gekoppelt macht. Damit dein Pferd die schlechte Erfahrung mit dem Spritzen nicht mit dem Training verknüpft. Dann könnt ihr beim Training wie gehabt weiter trainieren ohne wieder große Rückschritte gemacht zu haben. Hoffe das war jetzt verständlich  :tuete:
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Re: Medical Training
« Antwort #4 am: 09. Januar 2021, 00:31:59 »
Ja, ich habe es verstanden.
Mein Bub hat keine Impfung mehr bekommen, weil bei ihm mittlerweile gar nichts mehr läuft. Ich bin schon seit Jahren auf der Suche nach Hilfe und habe mich jetzt dazu entschlossen es selbst zu versuchen. Er hat sich nicht mal mehr abhören lassen oder Augensalbe/Tropfen rein machen lassen und das habe ich mittlerweile mit viel Training hinbekommen. Aber das tut ja auch nicht weh. Und es ist mir gelungen, einen ganz tollen, jungen TA zu finden der mich unterstützt und mir hilft. Dafür bin ich sehr dankbar. Mein Bub hat nämlich das Problem das Skeptiker sein zweiter Vorname ist. Die Behandlung ist nicht mal das schlimmste, sondern die Hektik mit der normale TÄ ran gehen. Meiner jetzt kommt auch manchmal nur mit um dem Bub ein paar möhren zu geben und ihn zu streicheln und das hilft mir unendlich weiter.
Aber ich habe halt schiss es zu verbocken weil ich bislang fast nur belanglose Sachen geclickert habe. Wenn die nicht geklappt haben, ist es nicht schlimm. 
Aber das mit dem Spritzen ist total wichtig und eigentlich hätte ich am liebsten jemanden der mir vor Ort hilft .
Das hat jetzt halt leider nicht geklappt wegen Corona.... hoffentlich ist das bald vorbei..
Ich danke dir für deine Hilfe
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Re: Medical Training
« Antwort #5 am: 09. Januar 2021, 00:46:37 »
Skeptiker kenn ich ganz gut  :lol: Ich hab eine Maultierstute als Reitbeteiligung. Und Maultiere können sehr sehr skeptisch sein  :roll: Mir persönlich zu skeptisch. Sie fühlen sich gleich körperlich besonders angegriffen. Aber damit kann ich mittlerweile umgehen bzw. kann mit clickern neue Dinge am Körper innerhalb von 5 Minuten entgruseln. Es wird immer besser.  :nick:

Ich mach das meiste auch alleine mit Muli. Wir brauchen dadurch zwar länger als mit professioneller Hilfe. Aber so richtig was verhauen konnte ich bisher eigentlich nichts. Gerade im Medical Training haben wir bisher nur Fortschritte gemacht. Auch wenn ich auch da so einige Erkenntnisse hatte und das ein odere andere nochmal anders aufgebaut habe.

Zur Motivation: Wir sind noch lange nicht beim eigentlichen entspannten Spritzen angekommen. Aber schon allein durch unsere kleinen Trainingsschritte ist sie schon so viel mehr entspannter beim Tierarzt als sonst. Er kann ihr Blut stauen, das wäre vor einem halben Jahr noch undenkbar gewesen  :D Anfassen von einer fremden Person ging da noch gar nicht. Jetzt hatten wir sogar schon Zahnarzt und Osteo da  :rotw:

Vielleicht wäre ja auch ein Onlinecouching für dich was? Gibt bestimmt auch medical Trainer die sowas anbieten. Oder du stellst Videos von euren Trainingseinheiten hier rein. Hier im Forum gibt es viele erfahrene Menschen die mit Rat zur Seite stehen. Ich bin dahingegend ja noch Anfängerin  :cheese:




Es ist toll dass du so einen Tierarzt bei dir hast. Das hilft ungemein!
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Re: Medical Training
« Antwort #6 am: 10. Januar 2021, 03:00:56 »
Ja, ich bin auch froh dass ich meinen TA gefunden habe  :lol:
Heute war er da und mein Training hat schon erste winzige Erfolge gezeigt, obwohl wir am eigentlichen Spritzen Thema noch gar nicht gearbeitet haben. Bislang habe ich nur den Halftergriff, Kopf festhalten und Augen Training gemacht. Das mit dem Augentropfen Training hatten wir schon vor längerer Zeit gut aufgebaut (und der Teufel ist ein Eichhörnchen, kaum hatte ich damals das Training gemacht, kam eine üble Augenverletzung :drama:)
Und heute durfte mein TA schon kurz anstauen ohne das mein Pony eine Krise bekommen hat.
Und zum Glück mag er den TA gerne. Mir hat das wieder Hoffnung gegeben, weil wir dem Buben dringend Blut nehmen müssten...
Und mein TA hat mir zugesagt, dass er jetzt mit mir trainieren will...
Wenn ich früher so einen tollen TA gehabt hätte, wäre ich jetzt nicht in so einer misslichen Lage... naja. Nicht mehr zu ändern...
Aber ich bin sehr motiviert und sehr froh, dass ihr mir mit euren Ratschlägen zur Seite steht. Das nimmt mir ein bisschen die Unsicherheit. Danke
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Re: Medical Training
« Antwort #7 am: 10. Januar 2021, 09:37:17 »
Das klingt super, die Möglichkeit direkt mit dem Tierarzt zu üben ist echt Guild wert.
LG Tine
Krümeline & Mucki

Ab und zu ist es gut, in unserem Streben nach Glück innezuhalten und einfach glücklich zu sein. ~ Guillaume Apollinaire
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Re: Medical Training
« Antwort #8 am: 10. Januar 2021, 16:28:07 »
Ich hoffe es ist okay hier auch eine andere Frage zu stellen, aber ich dachte mir nachdem es einen "neuen" Thread dazu gibt...
Ich habe ja mit Donna etwas systematischer "Medical Training" angefangen, berühren von Pylone und dann geht es los. Wir sind in den letzten Wochen ganz kleinschrittig soweit gekommen dass ich Schweif bis zu 20 Sek hochhhalten kann und 1-2 durfte ich sie auch mit dem Fieberthermometer berühren, aber toll findet sie es noch immer nicht. Wir haben zwischendrin nach Koop. Signal auch mal andere Sachen gemacht, Zähne zeigen oder "Puls messen"...

In letzter Zeit macht sie immer so 5-10 Anläufe mit und sagt dann "danke reicht".
Gestern ist sie dann schnurstracks auf das Podest zugelaufen und dann haben wir spontan einzelne Hufe hoch und runter geclickt, was uns beiden echt Spaß gemacht hat.
Und da hab ich gemerkt, dass Fiebermessen üben für mich auch irgendwie "zur Pflichtaufgabe" wurde, mit wir müssen da jetzt dran bleiben, damit das für sie endlich besser wird...

Jetzt meine Frage, könnte Donna das gespürt haben oder ist es ihr vll auch so gegangen? Ist es okay (bzw. sinnvoll), das jetzt einfach mal 1-2 Wochen liegen zu lassen?
Oder habe ich einfach etwas "falsch" gemacht? Verstärker nicht hoch genug etc.?
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Re: Medical Training
« Antwort #9 am: 10. Januar 2021, 17:57:56 »
In letzter Zeit macht sie immer so 5-10 Anläufe mit und sagt dann "danke reicht".

Frage, wie oft hast du das denn geübt? Wenn man wochenlang nichts anderes macht, das ist ja klar, dass sie dann irgendwann auch davon die Nase voll haben, egal wie hochwertig der Verstärker ist.
Ich übe solche Sachen tatsächlich vielleicht drei, vier Mal, dann mache ich etwas anderes. Der Effekt kommt über die Zeit.  :nick:

Wenn es sehr dringlich ist, kann man das vielleicht gut mit verschiedenen anderen Aufgaben abwechseln, so dass es auch fürs Pferd nicht langweilig wird.
Bei Amadeus zb hab ich "Maulspritze geben" mit Zurückgehen, Stehen auf dem Stepper, heranrufen kombiniert, so dass der Part "Gesicht an Target, Maulspritze" nur ein Element von mehreren, ganz unterschiedlichen war, die aber eine gute Arbeitskette bildeten. (Bekannt, Neu, etwas schwierig körperlich, etwas schwer mental) So hat das Pferd ständig leicht andere Herausforderungen, fühlt sich aber durch das Bewältigen jedesmal besser gewappnet für die nächste Runde und sagt bei den anderen Sachen "Oh das kann ich schon".
Hier im Video zu sehen

« Letzte Änderung: 10. Januar 2021, 18:06:31 von Muriel »
Alles kommt zu dem, der warten kann.
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Re: Medical Training
« Antwort #10 am: 10. Januar 2021, 19:46:42 »
Wir haben das in letzter Zeit tatsächlich die 3 Tage in der Woche die ich da bin eigenltlich immer geübt  :pfeif: Wenn ich so überlege vll etwas viel im Programm, zumal ja kein dringender Termin ansteht (bis auf den nächsten Zahnarzt im März/April), hatte nur in meinem Kopf "jetzt muss es aber" :tuete:  Dann wohl einfach etwas viel mental für sie, sich ständig damit "auseinander zu setzen", zumal das wirklich eines der absolut unliebsten Dinge für Sie ist, das Fiebermessen. Da braucht es echt das Pferd, das dem Menschen sagt, "ich bin ja dabei, aber lass mal was anderes machen" :shy:

Aber die Idee, Aufgaben zu wechseln in einer Einheit klingt toll - kombiniert mit bekannten Sachen und mal mehr körperlich - da überlege ich mir mal was, Danke!!!  :dops: :huepfherz:
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