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Reitplatzbelag zu tief?

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Reitplatzbelag zu tief?
« am: 13. März 2019, 11:23:37 »
Da ich bislang kein vergleichbares Thema gefunden habe, mache ich mal ein neues auf... Sollte ich was übersehen haben, bitte nachsehen und verschieben :shy:

Bisher war das Thema Reitplatzbelag für mich nicht wichtig, weil ich immer den Stallbesitzern vertraut habe. Allerdings denk ich mittlerweile ein bisschen mehr selbst und in der letzten Zeit kam öfter das Gespräch auf zu tiefen Reitplatzsand und die Auswirkungen daraus (vor allem Sehnenschäden).
Da Lucca jetzt umgezogen ist und wir einen großen, schicken Reitplatz zur Verfügung haben, würde ich den auch gerne nutzen, allerdings kommt mir der Belag (Sand) teilweise recht tief vor. Mir selbst fällt beim Laufen auf, dass es anstrengender ist als auf Wiese oder Waldboden, und Lucca wirkt auf dem Platz schwerfälliger als im Gelände. Allerdings weiß ich nicht, ob es nicht daran liegt, dass ich kaum (Sand-)Reitplätze bisher zur Verfügung hatte und es einfach nur nicht gewohnt bin...

Jetzt mache ich mir so meine Gedanken, ob der Belag evtl. zu tief ist und was das für Folgen für Lucca haben kann. Woran merke ich, dass der Belag wirklich zu tief ist? Wie akut ist die Gefahr für Sehnenschäden? Wie oft kann ich den Platz nutzen, ohne dass es für Lucca schädlich ist?  ???

Die anderen Einsteller, die den Platz nutzen, haben da anscheinend entweder nie drüber nachgedacht oder keine Probleme damit, der Spanier wird fast täglich dressurmäßig auf dem Platz geritten seit 5 oder 6 Jahren und hat bisher gar nichts an den Sehnen. Reagiere ich doch einfach über?

 :help:
Liebe Grüße, Lena

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Re: Reitplatzbelag zu tief?
« Antwort #1 am: 13. März 2019, 12:06:25 »
Unserer ist derzeit auch recht tief, da er im letzten Jahr neu gemacht wurde und es einfach bisher nicht genug geregnet hat, damit er sich vernünftig setzt.
Es ist anstrengend und im Übermaß auch nicht gut für die Sehnen, etc.
Aber ich denke, wenn man jetzt nicht jeden Tag stundenlang drauf trainiert und es langsam aufbaut (zur Gewöhnung), kann man es trotzdem machen. Zu harter Boden kann ja ebenfalls negativ sein (dann insb. für die Gelenke) ;)
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Re: Reitplatzbelag zu tief?
« Antwort #2 am: 13. März 2019, 12:09:48 »
Ich finde nicht, dass Du überreagierst. Gerade Sandplätze sind oft entweder sehr alt und somit knochenhart oder tief oder einfach nur irgendwie aus aufgeschüttetem Sand ohne vernünftiges Fundamant mal angelegt worden.

Ich habe im alten Stall damit ja auch jahrelang gekämpft und finde, wenn ich als Mensch es schon beschwerlich finde, durch diesen Sand zu gehen - und ich habe mit einer Schuhsohle mehr Fläche, auf die sich mein Gewicht verteilt, dann betrifft das auch mein Pferd.

Deutliche Unterschiede machen hier, nach meinen Beobachtungen, die Grösse der Pferde bzw. Beinlänge/Schrittlänge in Relation zum Gewicht. Die Achal Tekkiner im alten Stall z.B. hatten nie Probleme mit dem tiefem Hallenboden. Die waren aber bei gleichem Gewicht mal gut und gerne 1,5 mal grösser als die Highlands und hatten eine ganz andere Gangmechanik (davon abgesehen, dass sie in Steppen und Sandwüsten gezüchtet wurden/werden).

Ich kenne das mit dem langsamer/zäher werden auch von den Highlands. Wenn ich noch mehr in's Detail gegangen bin, konnte ich Unterschiede in den Längen der einzelnen Beinknochen sehen: Unterarm, Röhrbein. Wo die Tekken auf Distanz/Geschwindigkeit = grosse Schrittlänge selektiert wurden, lag das Augenmerk bei den Highlands darauf, dass in schwerem Gelände gezogen werden konnte, also ganz andere physikalische Hebel, Schwerpunkt mehr nach vorne verlagert, usw.

Dein Lucca ist ja nun auch eher kurzbeinig(er) und mehr der Robustpferdetyp - nicht zu vergleichen mit dem Spanier, dem eine Aufrichtung von Natur aus leichter fällt - und von dem Du nicht weisst, ob er den Platz zu anstrengend findet und das nicht zeigt, weil er zu leistungsbereit ist.....

Ob es den Sehnen schadet, zeigt sich leider nur bei Überlastung. Ich habe es damals so gehalten: wenn ich angefangen habe, Schmerzen im unteren Rücken/den Knien zu bekommen, habe ich aufgehört.
Sabine
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Re: Reitplatzbelag zu tief?
« Antwort #3 am: 13. März 2019, 12:30:25 »
Vielen Dank schonmal!  :keks:

Wann der Platz erneuert wurde, müsste ich mal fragen, vielleicht liegt es auch daran.

Sabine, das ist natürlich eine Sichtweise, die ich nie bedacht habe. Klar, Lucca ist eher Marke Stoppelhopser. Die Richtlinie mit den eigenen Gräten ist prima, da werde ich mal drauf achten.

Bei unserem bisher einzigen Ritt auf dem Platz hatte ich beim Betreten des Platzes (war vorher aufgestiegen) das Gefühl, wir laufen über eine sumpfige Wiese. Das kam mir komisch vor... Es hat sich stabilisiert im Verlauf des Ritts, aber fühlte sich erstmal richtig seltsam an.

...und von dem Du nicht weisst, ob er den Platz zu anstrengend findet und das nicht zeigt, weil er zu leistungsbereit ist.....
Das ist er sicherlich. Er ist massiv gestresst beim reiten, das zeigt sich in seinem gesamten Körper, aber er will unbedingt gefallen. :nixweiss:
Liebe Grüße, Lena

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Re: Reitplatzbelag zu tief?
« Antwort #4 am: 13. März 2019, 12:51:23 »
die Form des Sandkorns hat da auch einen massiven Einfluss. Wenn der Sand rundkörnig ist und nicht gebrochen, dann setzt er sich einfach nicht und gibt auch keine Stabilität beim Auffußen.  :P
Das sind oft so gelbe Sande, die "günstig" waren, und keine Reitbodenmischungen (die ja nicht ohne Grund entsprechend zusammengestellt werden).

Man kann testen, zb wenn der Sand feucht ist, und man ihn in der Hand zusammenpresst. Bleibt er ein wenig in Form - gut - fällt er sofort wieder weich auseinander - weniger gut.

Grundlegend würde ich auf so einem Platz erstmal viel Schrittarbeit machen, damit sich die Sehnen dran gewöhnen. Wobei "viel" hier "oft in kleinen Einheiten", nicht "ewig lang" bedeutet.

Wir waren mal auf der Eurocheval und mussten dort täglich eine Stunde Vorführung machen auf einem Platz, auf dem auch die Rinderarbeit gezeigt wurde. Denen war es noch zu wenig Sand, da wurde am zweiten Tag noch mal aufgeschüttet. Wir sind dann nach fünf Tagen auf diesem Platz mit Sehnenreizung und Entzündung des Unterhautbindegewebes nach Hause gefahren und hatten 6 Wochen Zwangspause  :P 
Alles kommt zu dem, der warten kann.
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Re: Reitplatzbelag zu tief?
« Antwort #5 am: 13. März 2019, 13:07:16 »
Na super... :umfall:
Soweit möchte ich es gar nicht erst kommen lassen :neinnein:

Der Sand ist eher rötlich-orange, aber wahrscheinlich kein spezieller Reitplatzsand. Kenne den Kirchheller Grünen Sand, der ist klasse, staubt aber im Sommer wie nur was
Nass geht es auf dem Hufschlag und mittig ganz gut, hatte ich das Gefühl, trocken weiß ich es bislang noch nicht. Dann wird vielleicht doch die Halle unser Freund werden...  :lol:
Liebe Grüße, Lena

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