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Handpferdereiten im Gelände

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Re: Handpferdereiten im Gelände
« Antwort #15 am: 02. November 2014, 10:19:38 »
Huhu Melle,
ich denke das Problem ist, dass das Handpferd für das Reitpferd automatisch in treibender Position geht. Das war für Mirko anfangs auch ganz schwer zu ertragen. Ich habe deshalb mit Handtarget gearbeitet, immer wieder das Handpferd (Jack) in die richtige Position geholt, geclickt und beide gefüttert.
Wir sind ganz lange im Schritt unterwegs gewesen, bevor ich das erste Mal getrabt bin, eigentlich erst als die Position Mirko nicht mehr gestresst hat.
Alles kommt zu dem, der warten kann.
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Melle
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Re: Handpferdereiten im Gelände
« Antwort #16 am: 02. November 2014, 11:00:49 »
Ja Gedanke wohl auch vorerst im Schritt bleiben zu müssen, wobei das Ziel ja war, dem kleinen Auslauf zu gewähren und mal Luft abzulassen.

Solange Blesi auf meiner Kniehöhe bleibt, geht's. Ich weiß nur nicht wie ich und ab wann ich traben kann, ohne ne Hetzjagd zu veranstalten. Clickern schaffe ich beide nicht.  Muss Lucky om Zaum halten.
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Re: Handpferdereiten im Gelände
« Antwort #17 am: 02. November 2014, 11:12:48 »
ich denke das Problem ist, dass das Handpferd für das Reitpferd automatisch in treibender Position geht.
:nick:
ich würde anfangs nur kurze strecken traben, damit sie sich nicht aufheizen - also paar tritte und dann gleich wieder durchparieren. und das langsam steigern. wird das handpferd sonst geritten? vielleicht könnt ihr mal enger nebeneinander her reiten und du übst unabhängig vom begleitpferd übergänge und probierst, die durchlässigkeit der hilfen zu erhalten, unabhängig von position und tempo des anderen pferdes.
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Re: Handpferdereiten im Gelände
« Antwort #18 am: 02. November 2014, 11:15:14 »
Ich würd mich gar nicht mit Handpferd reiten trauen wenn sie sich gegenseitig aufganseln.
Ich trau mich nur mit meinen raus weil ich weiß dass beide Pferde nicht besonders lebhaft sind und keinen Ehrgeiz (und keine Kondition  ;)) haben, eine Hetzjagd zu veranstalten.
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Re: Handpferdereiten im Gelände
« Antwort #19 am: 02. November 2014, 17:22:48 »
Ich war heute mit Cani und Gina im Gelände.
Ich fühl mich auf Cani einfach wohler weil wir Gina ja noch nicht so lange haben.
Ihr hattet recht, mit Knotenhalfter lässt sich das Handpferd deutlich besser führen. Ein bisschen ein Problem haben wir noch bei den Kommandos. Ich sag immer "Komm" wenn ich will dass die Pferde schneller gehen. Da Gina oft hinten bleibt muss ich sie halt oft auffordern nachzukommen. Zuerst hat Cani das immer auf sich bezogen bis ich angefangen habe zuerst Ginas Name zu sagen. Das hats wohl irgendwie verständlicher gemacht.

Wenn ich mich auf Gina wohler fühle und einen passenden Sattel und Hufschuhe für beide habe dann werd ich mal versuchen auf der langsameren Gina zu reiten. Die schreckt sich im Normalfall nicht und ich denke Cani würde sich besser an Gina anpassen als umgekehrt.
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Melle
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Re: Handpferdereiten im Gelände
« Antwort #20 am: 02. November 2014, 20:12:47 »
Ne sie spinnen nicht, ich beuge vor "was war wenn".

Heute waren sie mega brav. Ich blieb zwar im Schritt, aber meine Freundin (Besi von Blesi ) lief heute mal mit. War auch z.b. froh, weil Fahrradfahrer von hinten, sind immernoch Ungeheuer. Aber was sucht der Vogel auch mitten aufm Feld.

Nächstes WE nehme ich meine Freundin als Handpferd reitend mit. Nun hat sie endlich ein Sattel. Nur 2-3x für den Anfang, dann reitet sie wieder selbst. Aber er war lange nicht draußen, seit dem anreiten.
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Re: Handpferdereiten im Gelände
« Antwort #21 am: 02. November 2014, 20:42:14 »
Als ich Anfang des Jahres mit Hylling als Reitpferd geübt habe, ein Handpferd mitzunehmen, habe ich hauptsächlich Anhalten geübt mit C/B. Dann habe ich so geübt, wie Cinni es schreibt:

ich würde anfangs nur kurze strecken traben, damit sie sich nicht aufheizen - also paar tritte und dann gleich wieder durchparieren. und das langsam steigern.
Auch wieder C/B fürs Durchparieren. Mir ist wichtig, das ich das Tempo einfangen kann, bevor sie ins Rennen kommen - und die Gefahr besteht bei Hylling durchaus.

Melde, du schriebst, dass du Clickern nicht schaffst mit Handpferd. Vielleicht klappt es ja, ein paar Leckerlis einzuwerfen, um die Anhalte- und Verlangsamen-Motivation zu steigern?

ich denke das Problem ist, dass das Handpferd für das Reitpferd automatisch in treibender Position geht.
Definiere "Position des Handpferds". Ich hab das Handpferd hier:

[EXTERNER BILDLINK ⤤
http://www.hylling.de/bild/2014/2014-04-09-014s.jpg


[EXTERNER BILDLINK ⤤
http://www.hylling.de/bild/2014/2014-04-09-018s.jpg


Finde das nicht treibend, allerdings möglicherweise wettrennenanimierend  :P

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Melle
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Re: Handpferdereiten im Gelände
« Antwort #22 am: 02. November 2014, 21:12:52 »
Also so weit darf Blesi nicht vor, da beisst Lucky gleich rum.  Er muss auf Kniehohe bleiben.

Also Cinnis Tipp antraben und fix wieder durchparieren, habe ich genauso gemacht, bevor sie heiss werden konnten. Wie gesagt, wegem Umzug, waren sie bis aufs Spazieren gehen, nicht draußen bisher. Heute, das zweite mal, waren sie mega brav und Lucky raste nicht, hatte ein guten Schritt drauf.
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penelope
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Re: Handpferdereiten im Gelände
« Antwort #23 am: 02. November 2014, 21:57:50 »
Als ich früher noch Witteke geritten bin und Merlan als Handpferd mit dabei hatte, fing der irgendwann an, Witteke in den Hintern zu kneifen wenn es ihm zu langeweilig wurde, damit die Alte schneller läuft  :confused:
Da musste ich allerdings nicht oft großartig erziehrisch eingreifen - das hat Witteke meist irgendwann selbst geklärt  8)

Wichtig bei dem ganzen ist halt, dass man sein Reitpferd im Zweifelsfall auch einhändig gut in Griff hat, damit manwenn nötig eine Hand über hat, ein drängeldes Handpferd zurück zu halten.

Ob immer nur ein kurzes Stück traben der richtige Weg ist, hängt wohl sehr stark vom Pferd ab. Witteke ist auch so eine, die erst lange braucht, bis sie in die Gänge kommt, sich dann aber heiß laufen kann. Merlan kann man innerhalb kürzester Zeit maximal "anknipsen", wenn man immer nur mal ein paar Meter trabt und dann gleich wieder durchpariert. Da muss sich halt immer das Pferd, was gerade den besseren Tag hat, dem anderen anpassen.
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prigal
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Re: Handpferdereiten im Gelände
« Antwort #24 am: 03. November 2014, 11:45:26 »
Wenn ich mit Handpferd unterwegs bin, geh ich nur Schritt und Trab. Wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass sich die beiden Pferde meistens einlaufen wenn man sie länger traben lässt. Und wenn man eine Bergauf-Strecke nimmt, ist das Risiko, dass sie ins Rennen kommen, eher gering.
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Re: Handpferdereiten im Gelände
« Antwort #25 am: 06. November 2014, 22:43:13 »
[EXTERNER BILDLINK ⤤
http://i1241.photobucket.com/albums/gg512/aryll1997/iPhone-Bilder/IMG_8842_zps975f450c.jpg


Wir waren heute zum ersten Mal so in der Kombi unterwegs: Reitpferd ein Islandwallach mit relativ hohem Grundtempo und als Handpony ein Shettymix, welcher sehr anpassungsfähig ist. :D

Im Schritt wenn ich den Grossen in seinem Tempo laufen liess, träbelte der Zwerg mit, ich achtete aber darauf, genug Phasen einzubauen, wo ich den Isi bremste, damit der Kleine mal Schritt gehen konnte. Der hatte jedoch auch da manchmal das Gefühl, er müsse dennoch traben^^
So macht er wenigstens den Grossen resistent gegen Wetteifer, das war bei uns zum Glück kein Thema. Getrabt sind auch auch 3mal, der Kleine ist dann halt galoppiert - klappte aber alles wunderbar.
Mit Clicken fand ich es eher schwer, gerade noch mit den Winterhandschuhen, habe aber eigentlich nur das Reitpferd geclickt (va. Anhalten) und wenn ich mal am Boden war, kriegte der Kleine auch mal was.
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Re: Handpferdereiten im Gelände
« Antwort #26 am: 06. Januar 2015, 06:57:18 »
da ich gerade meine Jungwallache auf's Handpferdereiten vorbereite, hier mal die grundlegenden Schritte, die sitzen müssen, bevor man sich an's Handpferdreiten macht:

- gut gerittenes, sicheres Reitpferd, das schnell und zuverlässig auf jede Hilfe reagiert. Reaktionsschnelligkeit ist nötig, weil das Handpferd anfangs noch recht undizipliniert läuft und auch mal abrupt stehen bleiben kann. Hier muss das Reitpferd unbedingt gleich schnell zum Stehen kommen, sonst erlebt man eine Variante des "von Pferden in Stücke gerissen". Idealerweise kann das Reitpferd einhändig geritten werden, kennt also neckreining und Gewichts/Schenkelhilfen aus dem FF.

- das Handpferd hat Disziplin beim Führen, läuft willig in verschiedenen Führpositionen am durchhängenden Strick und wechselt zwischen diesen Führpositionen auf Handsignale. Standardposition für's Handpferd ist mit dem Kopf auf Kniehöhe des Reiters/Herzhöhe des Reitpferdes. Das ist die Position, in der die Fohlen an der Mutter laufen und daher NICHT treibend. Aber das Handpferd muss auch gelassen hinter dem Reitpferd  gehen können (Engpässe), sich wieder nach vorne holen lassen und auch gerade vor dem Reitpferd gehen können (hier kann man dann eigenständiges Arbeiten, Hinterhandaktivität des Handpferdes formen), ohne sich vorne quer zu stellen. Kopf runter zum fressen oder sich ziehen lassen ist No-Go. D.h. Handpferd muss Handsignale kennen für "geh hinter mich", "komm neben mich", "werd langsam", "geh voran". Bei Verwicklungen auch gut, wenn es darüberhinaus noch kennt, um das Reitpferd herumgehen zu müssen.

Die ist erstmal am Boden zu üben, dann von einem erhöhten Standpunkt (denn die Handsignale sehen dann anders aus), dann vom Reitpferd aus. Idealerweise hat man für den dritten Schritt einen Helfer, wenn das Handpferd eine Anforderung nicht versteht (die Höhe der Signale ist anders, wenn man auf dem Reitpferd sitzt und ich sehe bei meinen Youngstern, dass sie da einige Minuten drüber nachdenken müssen)

Zusätzlich darf das Reitpferd keine Angst vor der Gerte oder dem Handpferd haben (umgekehrt genauso), daher funktionieren nicht alle Handpfer/Reitpferd-Kombinationen, wenn ein dominantes Tier sich während der Arbeit nicht genug zurücknehmen kann. Gerte setzt man ein in "aufgesetzter" Position: man trägt die Gerte in der Hand, in der auch der Führstrick für das Handpferd gehalten wird und zwar mit dem Ende nach oben und links über den Hals des Reitpferdes zeigend. So kann man mit wenig Bewegungen die Gerte nach vorne und rechts kippen, um das Handpferd im Vorwärts zu begrenzen oder in einem entsprechenden Bogen (Führstrick muss entsprechend lang gehalten werden) nach rechts rückwärts, um die Kruppe des Handpferdes zu touchieren (was das Handpferd als treibende Hilfe ebenfalls lernen muss).

Die linke Hand hält die Zügel des Reitpferdes und das Ende des Führstrickes. In den macht man sich idealerweise zwei oder drei Knoten für bessere Stabilität.

Anbinden am Sattel, die schon gesagt, Nein, wobei man durchaus den Führstrick gegen Fallenlassen sichern kann. Verwendet man einen Westernsattel, kann man den Führstrick eine halbe "Umrundung" von vorne nach hinten um das Horn schlingen und das Strickende über die Sitzfläche nach hinten laufen lassen. Man sitzt dann mit einer Gesäßhälfte bzw. dem inneren Oberschenkel auf dem Strick und verliert ihn nicht sofort, wenn man man Zügel, etc. sortiert.

Oder das Reitpferd trägt einen ca. handbreiten Halsriemen (weit genug, um direkt oberhalb der Schultern zu liegen, nicht weiter vorne am Hals) aus einem stabilen Stoff mit einem stabilen Ring eingenäht. Durch diesen Ring führt man den Führstrick, wieder von vorne nach hinten und setzt sich ebenfalls zur Sicherung auf das Strickende.

Das sind jedoch eher Lösungen für diszipliniert mitlaufende Handpferde und wenn man den ganzen Tag unterwegs ist und die rechte Hand auch mal für andere Aufgaben braucht. Dieses System erlaubt jedoch ein frei werden des Handpferdes in Krisensituationen durch simples aufstehen im Sattel.
Sabine
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Re: Handpferdereiten im Gelände
« Antwort #27 am: 02. Juni 2016, 22:00:05 »
Den Thread hole ich auch mal wieder hoch. Wie macht Ihr das denn mit dem Handpferd-Strick, v.a. wenn der so lang ist (3m)? Ich war heute zum ersten Mal mit Carinjo als Handpferd unterwegs und hatte dafür einen 3 oder 3,5 m langen Strick (mit Knoten drin). Da Carinjo meist recht nah an meinem Knie lief, war der größte Teil des Stricks "übrig" und ich hatte Schwierigkeiten, ihn so unter zu bringen, dass er weder unter das Sattelblatt rutscht (und drückt), noch bis zum Boden runterhängt, noch ich alle Hände damit voll habe.

Wie lange sind Eure Führstricke? Oder habt Ihr einen "Trick", wie ihr das Ende verstaut?
Viele Grüße,
Esther
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Re: Handpferdereiten im Gelände
« Antwort #28 am: 02. Juni 2016, 22:50:35 »
Das Ende kommt in die linke Hand, die Schlaufen liegen in der rechten Hand. Geritten wird einhändig.

Sabine
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Re: Handpferdereiten im Gelände
« Antwort #29 am: 02. Juni 2016, 23:41:55 »
ich lege den Führstrick auch in Schlaufen.  :nick: Deshalb sollte er nicht zu dick sein, aber auch nicht zu dünn, sonst ist er nicht gut fassbar.
Alles kommt zu dem, der warten kann.
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