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Knackende Gelenke

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Knackende Gelenke
« am: 19. März 2014, 10:16:41 »
Bei Cani knacksen in letzter Zeit beim Laufen wieder manchmal die Gelenke. Es dürften hinten die Fesselgelenke oder die Sprunggelenke sein. Als wir sie vor 4 Jahren komplett abgemagert gekauft haben war das auch schon so. Mit gutem Futter und Mineralstoffmischung haben wir das weggebracht.
Vor 2 Jahren trat es dann wieder auf nachdem wir das Mineralfutter gewechselt haben. Darauf hin habne wir es nochmal gewechselt und bis vor ein paar Wochen hab ich nichts mehr gehört.

Komisch ist, dass es diesmal nicht immer ist sondern nur hin und wieder. Gestern beim Lonigeren hab ich nichts gehört, letzte Woche beim Reiten schon und auf der Koppel beim Toben auch.

Hat jemand Tipps? Von was kommt sowas? Was tut man dagegen?
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ponymieze
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Re: Knackende Gelenke
« Antwort #1 am: 30. Mai 2014, 22:42:59 »
Es kann sein, dass ihre Bänder zu lang sind und überm Gelenk schnippen, das kann auch ein knacken verursachen. Da hilft stangenarbeit.
Oder du unterstützt mit teufelskralle und Ingwer die Gelenke um Arthrosen und spat vorzubeugen oder schon gegenzusteuern, falls es von sowas kommt.
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Re: Knackende Gelenke
« Antwort #2 am: 02. April 2020, 12:09:28 »
Hallo,
ich würde das gerne mal aus der Versenkung holen.

Wenn ich Abends bei absoluter Stille mit Sissi im Round Pen bin, höre ich ihre Hinterbeine mit jedem Schritt knacken. Ich denke nicht, dass es etwas neues ist - die Akkustik ist nun jetzt einfach unfassbar gut und das Knacken ist sehr laut, auch außerhalb des Round Pens, zu hören. Tatsächlich sprechen wir wirklich nicht von einem "manchmal" oder "ab und zu", sondern von wirklich jedem einzelnen Schritt - beide Hinterbeine in allen Gangarten. Manchmal ist es pro Schritt ein einzelnes Knack-Geräusch, manchmal ist es pro einem Schritt ein doppeltes Knack-Geräusch ("knacknack").

Wenn's nur mal wäre, würde ich mir nicht so einen Kopf machen, aber so  ???

Zu ihr: Lende ist und war schon immer sehr verspannt, das Hüftgelenk merkt man immer mal springen bei diversen Bewegungen, die Knie sind vermutlich auch nicht richtig intakt und sie hat verdickte Sprunggelenke. Sie läuft nicht lahm, manchmal tritt sie etwas kürzer und ansonsten läuft sie hinten sehr breitbeinig bzw. schwenkt die Hinterbeine zur Seite aus, statt die Gelenke zu beugen. Das sieht immer sehr steif aus. Prinzipiell kann sie die Gelenke alle aber sehr gut bewegen und beugen und zeigt dabei auch keine Schmerzanzeichen - der TA meinte, andere wären froh über eine solche Beweglichkeit und eine Miteinstellerin und Azubine im Bereich Physio (o.ä.) meinte, dass sie es als hypermobil empfindet.

 Ich lasse sie 15-20 min warmlaufen (je nach dem, wie sie drauf ist), gymnastizieren mit Longenarbeit, Schulterherein und Kruppeherein in den Anfängen (da ist das springende Hüftgelenk zum ersten Mal aufgefallen) und gelegentlich Stangenarbeit. Das alles führt auch kontinuierlich (aber langsam) zu Verbesserungen in der gesamten Bewegung.. Aber ganz ehrlich - wenn das mit jedem Schritt knackt, hab ich ein bisschen Angst, dass wir bestimmte Übungen gar nicht machen sollten  :-\
Liebe Grüße von Iza, den Ponys Sissi und Elmo und den Katzenkindern Conan und Sherry
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Re: Knackende Gelenke
« Antwort #3 am: 02. April 2020, 14:25:28 »
In der Regel knacken die gelenksumgebenden Bänder. Habt Ihr irgendwas an der Hufstellung geändert? es können sich auch bei älteren  (und jüngeren) Pferden die Winkel der Gelenke ändern, dann kann es auch entstehen (oder verschwinden, wie bei Jack). Wenn dann noch Verspannungen dazukommen (wie in der Lende) kommt alles etwas mehr unter Zugspannung. Wäre jetzt meine Erklärung. :nixweiss:

Ich würde mich da nicht verrückt machen :hug: Halt weiter beobachten, ob und wann es sich ändert.

Zitat
Prinzipiell kann sie die Gelenke alle aber sehr gut bewegen und beugen und zeigt dabei auch keine Schmerzanzeichen - der TA meinte, andere wären froh über eine solche Beweglichkeit und eine Miteinstellerin und Azubine im Bereich Physio (o.ä.) meinte, dass sie es als hypermobil empfindet.

Das könnte eben auch eine Ursache sein, dass der gesamte Bandapparat, der bei Hypermobilen Pferden eh eher überbelastet ist, aktuell durch normales Altern instabiler wird. Frieda kann bestimmt da was zu sagen, die hat aktuelleres Wissen über Faszien und Co als ich  :nick: und Übungen.

« Letzte Änderung: 02. April 2020, 14:27:38 von Muriel »
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Re: Knackende Gelenke
« Antwort #4 am: 02. April 2020, 15:38:37 »
Danke für deine Antwort, Heike :)
Seit ich sie habe hat sich nichts groß an der Hufsttellung geändert, nein  :juck:

Also meinst du, ich kann über das Knacken ruhig "hinweg hören" und sie weiter normal bewegen?
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Re: Knackende Gelenke
« Antwort #5 am: 02. April 2020, 17:20:16 »
 :nick: Und eben beobachten, ob und wann es sich ändert, ob es wetterbedingt besser oder schlechter ist usw.
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Re: Knackende Gelenke
« Antwort #6 am: 02. April 2020, 23:31:57 »
Heldis Hinterhand knackste 2016/17 auch sehr extrem und dauernd.
Das ist nun komplett weg, er hat aber auch alle Verspannungen verloren und richtige Muskulatur aufgebaut.
Der TA und die Physio meinten, sei nicht schlimm. Einfach beobachten.
Liebe Grüsse

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Re: Knackende Gelenke
« Antwort #7 am: 03. April 2020, 08:49:56 »
Also die Shettys und Minis haben immer mehr Beweglichkeit in den Gelenken als die Großen, die müssen dann nicht mal hypermobil sein. Ich habe Sissi jetzt nicht als besonders mobil in Erinnerung, sondern eher Shettytypisch mobil  :lol:

Es können Bänder und Sehnen sein, die knacken, manchmal knacken aber auch verklebte Muskeln und Faszienanteile. Das Knacken ist erst einmal nicht dramatisch und tut oft auch nicht weh, ist eben nur ein Hinweis auf die Verklebungen und Verspannungen. Insofern hilft es vor der Bewegung mal die verspannte Bereiche etwas auszustreichen und zu massieren (Lendenbereich), eventuell noch die Psoasmuskulatur dehnen (Hinterbein gerade nach hinten nehmen und wippen, nur soweit, wie das Pferd kann). Es kann natürlich auch sein, dass man die Verklebungen mal manuell lösen muss. Danach dann gymnastizierendes Training wie gewohnt.
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Re: Knackende Gelenke
« Antwort #8 am: 03. April 2020, 10:10:43 »
:nick: Und eben beobachten, ob und wann es sich ändert, ob es wetterbedingt besser oder schlechter ist usw.
Ja, das muss ich mir dringend mal angewöhnen :P Ich weiß immer nur "war mal besser" und "war mal schlechter", aber nie in welchem Zusammenhang  :confused:

Ich weiß nicht, ob hypermobil oder mobil - meine Osteo und der letzte Tierarzt, den ich gebeten habe sich die Hinterbeine mal anzugucken, waren beide äußerst erstaunt, was man mit den kleinen Beinchen so machen kann  :P (Und bei Elmo hat nie jemand was dazu gesagt  :juck: ) Zum Dehnen hat mir die Miteinstellerin auch geraten, das müsste ich wirklich auch mal wieder aufnehmen. Warum vernachlässigt man so viele Übungen und Vorbereitungen bloß immer wieder so schnell?  :confused:
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Re: Knackende Gelenke
« Antwort #9 am: 03. April 2020, 14:00:24 »
hm, Dehnen würde ich eher nicht empfehlen, wenn eh schon viel Beweglichkeit da ist. :nixweiss:
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Re: Knackende Gelenke
« Antwort #10 am: 03. April 2020, 14:26:25 »
Ich hätte jetzt tatsächlich nicht nach hinten gedehnt, sondern in die Richtung, die ihr beim Laufen schwer fällt - also Hinterbein überkreuz über das andere und gerade Richtung Vorderbein. Das sind die Übungen, die meine Osteo und die Physio-Azubine mir vorgeschlagen haben  :juck: Oder ist das auch eher doof?
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Re: Knackende Gelenke
« Antwort #11 am: 04. April 2020, 11:25:30 »
Wenn die Lende verspannt ist, ist häufig auch die Psoasmuskulatur verspannt (obere Kruppe). Wenn ich das Bein auf mein Knie lege und langsam nach hinten wippe, dehne ich die Lende und die obere Kruppe. Da das Bein locker runter hängt sind die unteren Gelenke davon nicht betroffen, sondern nur Hüfte und Knie. Ich gehe dabei aber auch immer nur so weit, wie das Pferd es zulässt und bleibe im angenehmen Bereich. Außerdem das Bein gerade nach hinten nehmen und nicht nach außen ziehen. Ich dehne damit einen Teil der myofaszialen Rückenlinien.

Egal ob hypermobil oder nicht, verkürzte Muskukatur und verklebte Faszien sind immer blöd. Das leichte Wippen ist dafür da, dass sich das Gewebe hin und her bewegt und wieder mit ausreichend Wasser versorgt wird. Erleichtern kann man den Pferden diese Übung, indem man vorher Lende und obere Kruppe ausstreicht. Damit bringt man auch wieder Wasser in das verfilzte verspannte Gewebe. Festigkeit kommt wieder aufs Pferd an. Oft ist weniger mehr.

Eine sehr hilfreiche Übung auch für alle Pferde, die ihre Beine bei der Hufbearbeitung erst unter den Bauch ziehen und dann schwer nach hinten geben können. Oder generell schwer nach hinten geben können. Wenn man das einfach immer beim Hufeauskratzen macht, bedankt sich eure Hufbearbeiterin beim nächsten Mal  :cheese:
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Re: Knackende Gelenke
« Antwort #12 am: 04. April 2020, 11:56:38 »
Und wer hats erfunden? Krümel :grinwech:
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Re: Knackende Gelenke
« Antwort #13 am: 04. April 2020, 12:48:58 »
Kannst du davon ein Video machen?  :tuete:
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Re: Knackende Gelenke
« Antwort #14 am: 04. April 2020, 19:55:00 »
Mach ich, hatte ich eh gedacht, dass das sinnvoll wäre. Hört sich auch komplizierter an, als es ist. Vielleicht kann Marlen oder Niklas morgen filmen  :cheer:
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