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Stress beim Training

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Ehemaliges Mitglied 616
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Stress beim Training
« am: 02. Januar 2014, 12:32:29 »
Das (zuviel) Stress beim Traning das Lernen verhindert oder zumindest das Lerntempo vermindert, habe ich soweit verstanden und arbeite auch eigentlich danach, also das ist zumindest mein Ziel.

Wenn ich mir jetzt aber videos von meinem Pony beim angalöppeln anschaue...er sieht irgendwie nicht ganz losgelassen und zufrieden aus, an den besonders deutlichen Stellen habe ich mal Zeitlupe gemacht.

https://dl.dropboxusercontent.com/u/102161695/Rey_Angaloppieren_Dez2013_2.wmv

In der Freiarbeit sieht er nciht anders aus, er geht auch nicht weg, sondern wirkt eigentlich ganz motiviert, aber halt etwas "heftig" und aufgedreht, wenn wir mehrere Galöppis gemacht haben. Er geht nie an mich heran, wenn er mal in den Strick oder Pulli schnappt, ist das immer ganz locker, aber ich denke, es ist schon irgendwie eine Ersatzhandlung für Stress.

Warum ist das so? Wie gesagt, in der Freiarbeit ist das nicht anders. Ist das eine Übung, die einfach das Ego vermehrt pusht und er sich deswegen so aufplustert? Istd as negativer Stress? Wobeid ie Übung an sich besser wird... Kann ich das akzeptieren oder sollte ich was verändern? *totalunschlüssigbin*

Zu dem Video: Habe jetzt auch gesehen, dass ich rechts einfach viel zu weit vorne bin, wahrscheinlich auch ein grund warum es rechts nicht so gut klappt. Arbeiten wir dran, mir gehts gerade nur um den Stress bzw den Gesichtsausdruck bei dieser Übung.
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Re: Stress beim Training
« Antwort #1 am: 02. Januar 2014, 12:59:37 »
Ich sehe das Video ja jetzt nicht, aber Berta hat bei Angalopps auch oft die Ohren hinten. In den meisten Fällen deute ich das als ihr Anstrengungsgesicht. Ich kucke nämlich auch immer recht finster, wenn ich mich fest anstrenge oder konzentriere.

Allerdings versuche ich das dennoch gut im Blick zu behalten.
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Ehemaliges Mitglied 616
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Re: Stress beim Training
« Antwort #2 am: 02. Januar 2014, 21:12:05 »
Ach Mist, ich kanns ja jetzt gar nciht mehr ändern.

Naja, gibbet den Link jetzt hier, soooo lang ist das Thema ja noch nicht :kicher:

https://dl.dropboxusercontent.com/u/102161695/Rey_Angaloppieren_Dez2013_2.wmv

Zählt das noch als Anstrengungsgesicht ???
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Re: Stress beim Training
« Antwort #3 am: 02. Januar 2014, 21:14:53 »
aber ich kann  :cheese:
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Ehemaliges Mitglied 616
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Re: Stress beim Training
« Antwort #4 am: 02. Januar 2014, 21:16:25 »
 :keks:

 :danke2:

...und was sagst Du dazu? Du kennst das kleine Ego ja live und ihn Farbe :cheese:
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Re: Stress beim Training
« Antwort #5 am: 02. Januar 2014, 21:24:41 »
so, jetzt hab ichs geguckt.

Zum einen ist das meiner Meinung nach ganz bestimmt ein Anstrengungsgesicht.  :nick:
Zum anderen arbeitest Du ja auch mit der Gerte als Hilfsmittel, und das macht immer ambivalente Gefühle.

Aber so schön er das Einspringen auch macht, direkt danach fällt es ihm schwer - und da ändert sich auch das Gesicht. Rechts herum schafft er es gar nicht - dh es fällt ihm insgesamt auch wirklich schwer.

ich sehe da immer einen großen Unterschied ob ein Pferd solche Übungen ganz aus sich heraus machen "soll" oder ob ich es zb unterm Sattel oder auch an der Longe vorbereite und dann anspringen/einspringen lassen.
Diese Art anzugaloppieren braucht viel Kraft im Rücken und in der Hinterhand, und nach dem Angalopp braucht es wieder Kraft um das weitermachen zu können.

Mirko hat von den ersten Galoppeinsprüngen bis zu einer richtigen Galoppvolte, die ich nur noch begleiten musste, 1 Jahr gebraucht. Wir haben Monate an den ersten drei Galoppsprüngen verbracht, bis er sich nicht mehr über den Hals geholfen hat, sondern wirklich von hinten über den Rücken auch in diesem langsamen schwunglosen Tempo weitergaloppieren konnte. Erst dann habe ich auch "mehr" angefragt.
Langsam heisst ja nicht dass die Versammlungsfähigkeit automatisch mit aufgebaut wird. Das ist wieder Kraftaufbau und Muskelumbau, und das dauert einfach lange.

:hug: :omm:



aber er macht das wirklich sehr schön :jaso:
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Ehemaliges Mitglied 616
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Re: Stress beim Training
« Antwort #6 am: 02. Januar 2014, 21:36:58 »
so, jetzt hab ichs geguckt.

Zum einen ist das meiner Meinung nach ganz bestimmt ein Anstrengungsgesicht.  :nick:
Zum anderen arbeitest Du ja auch mit der Gerte als Hilfsmittel, und das macht immer ambivalente Gefühle.

Ich wollte die Gerte nicht nehmen...aber wenn Pony in Stimmung war, reichte ein Handauflegen und er hopste los. Hat meinen zweibeingen Mann etwas überrumpelt. Und ich habs ja nicht so mit der Signalkontrolle...daher dachte ich, nehm ich die Gerte und nur mit Gerte machen wir das. Wenn ihn mal jmd anders führen sollte, könnte das je nach Laune sonst etwas interessant werden. Oder ich müsste mich doch mal mit dem Thema Signalkontrolle beschäftigen...  :waah2:

Aber so schön er das Einspringen auch macht, direkt danach fällt es ihm schwer - und da ändert sich auch das Gesicht. Rechts herum schafft er es gar nicht - dh es fällt ihm insgesamt auch wirklich schwer.

Tatsache :augenreib:, so genau hatte ich das nicht gesehen. Der erste Sprung ist in Ordnung und dann verzieht er das Gesicht. 

ich sehe da immer einen großen Unterschied ob ein Pferd solche Übungen ganz aus sich heraus machen "soll" oder ob ich es zb unterm Sattel oder auch an der Longe vorbereite und dann anspringen/einspringen lassen.

Im Grunde bastel ich das grad rückwärts zusammen, also Galopp an der Hand und dann an die Longe. Wenn ich ihn derzeit an der Longe galoppieren lasse, dann nur ganz kurz, aber die halbe Runde hat an Qualität gewonnen. Bilde ich mir zumindest ein, mehr getragten und nicht mehr so flach und schräg.

Diese Art anzugaloppieren braucht viel Kraft im Rücken und in der Hinterhand, und nach dem Angalopp braucht es wieder Kraft um das weitermachen zu können.

Mirko hat von den ersten Galoppeinsprüngen bis zu einer richtigen Galoppvolte, die ich nur noch begleiten musste, 1 Jahr gebraucht. Wir haben Monate an den ersten drei Galoppsprüngen verbracht, bis er sich nicht mehr über den Hals geholfen hat, sondern wirklich von hinten über den Rücken auch in diesem langsamen schwunglosen Tempo weitergaloppieren konnte. Erst dann habe ich auch "mehr" angefragt.
Langsam heisst ja nicht dass die Versammlungsfähigkeit automatisch mit aufgebaut wird. Das ist wieder Kraftaufbau und Muskelumbau, und das dauert einfach lange.

:hug: :omm:

Also grundsätzlich ist der derzeitige Stand ok. Das mit dem Schwung holen mit dem Hals betrachte ich auch schon mit etwas Argwohn, aber für das was er eigentlich alles nicht kann ist das wahrscheinlich mehr als nur normal, dass es noch so aussieht. Aber das wächst sich mit steigender :aufblas: aus...oder:angst: ?

aber er macht das wirklich sehr schön :jaso:

oh Danke, ich freeu mich ja, das er das überhaupt macht, aber wenn ers auch noch schön macht, umso besser :kicher:
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Re: Stress beim Training
« Antwort #7 am: 02. Januar 2014, 22:00:56 »
Zitat
aber für das was er eigentlich alles nicht kann ist das wahrscheinlich mehr als nur normal, dass es noch so aussieht. Aber das wächst sich mit steigender :aufblas:   aus...oder

ja genau, das versuchte ich eigentlich zu sagen.  :nick:
Alles kommt zu dem, der warten kann.
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Kosima
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Re: Stress beim Training
« Antwort #8 am: 05. Januar 2014, 15:15:57 »
Ich sehe in seinem Gesichtsausdruck schon Stress. es liegt jedoch wohl daran (wie Heike schon beschrieb), dass solche Galoppversuche äußerst anstrengend fürs Pferd sind. Ich habe mit meinem Paladin (als Traber) genau dieses Problem gehabt. Er hatte Angst neben mir zu galoppieren und zeigte genau so ein Streßgesicht, bzw. fing auch an zu hapsen, ohne mich wirklich beissen zu wollen. Ich habe dann sehr lange (bestimmt 4-5 Monate) ihn nur angaloppieren lassen auf Abstand und auch nur über eine Hürde (über die er es ohne Galopp nicht schaffen würde). Ich verringerte den Abstand erst, als er ruhig und auf den Punkt vor der Hürde angaloppieren konnte. Vielleicht wäre das auch ein Lösungsansatz für euch?
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