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Ansprechbarkeit in Angstsituationen

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Steinchen
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Ansprechbarkeit in Angstsituationen
« am: 10. Januar 2010, 09:39:59 »
Hallo,
hab gesucht, aber nicht konkret gefunden, was ich bräuchte. Deshalb frag ich Euch mal:

Da Rex bald umzieht und dort vorerst alleine in einem Untertsand mit Paddock steht (mitten im Auslauf des Offenstalls) , denke ich, wird er in der neuen Umgebung intensive Phasen von Angst bis Panik schieben, falls die anderen Pferde sich von ihm entfernen und tatsächlich mal außer Sicht geraten.
Dann gibts da immer noch Situationen, in denen er sich total ängstigt, beispielsweise machen ihm Spaziergänger Angst, die in Entfernung vorbeigehen, vor allem wenn er dabei Stimmen dazu hört. Am allerschlimmsten sind Stimmen und Gewusel von Jugendlichen.
Solange er sich dabei mit den Pferden, oder wie bei einem Spaziergang oder Ritt, mit mir dabei bewegen kann und nicht an Ort und Stelle fixiert ist, ist das kein Problem.............
Aber in einem kleinen Areal - PANIK!

Da kann er sich so hochschrauben, dass er ununterbrochen Kotwasser rauspfeift und innerhalb einer Minute Angstschweißgebadet ist.
Er ist dann nur noch minimal ansprechbar, manchmal gar nicht mehr, wenn er schon zu erregt ist.
Er läßt sich dan nur noch an den Strick nehmen und wegführen. Da schaltet er direkt um und folgt brav, froh, dass ich ihn erlöse.
Raus aus der Situation behebt aber nicht das Problem.

Kann ich  im neuen Stall sowieso nicht machen. Da muss er vorerst drinbleiben, wo er untergestellt wird.

Nun denke ich, ich versuche, erstens sobald als möglich einzuschreiten und einfach zu Clicken, wenn er steht und schaut.
Da er ja die Situation lernen muß, ohne dass er gezielt beeinflußt wird durch Signale, dachte ich mir, vielleicht geht es, ihm mittels CT und Blick zu den Monstern oder in die Richtung, in die die Pferde sich von ihm entfernen, die Situation positiv einzuclickern. Also quasi sein Empfinden dahingehend zu beeinflußen, dass aus Angst/Panik  - Erwartungshaltung wird, die er aushalten kann.

Einerseits überlege ich........ob da nicht ungewollt der Erregungslevel mittels CT verstärkt wird.....andererseits, gerade bei meiner Hündin, hab ich auf diese Art geschafft, ihr Panikauslösende Situationen und Dinge als Ungefährlich anzuclicken, so dass sich ihr Erregungslevel immer mehr umwandelte in freudige Erwartung, was beim Clicken kommt, so dass sie ansprechbar wurde und die Angstauslöser ihre Wertigkeit verloren.

Was meint ihr???
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Re:Ansprechbarkeit in Angstsituationen
« Antwort #1 am: 10. Januar 2010, 19:45:04 »
Hallo Steinchen,

ich finde den "Klassiker" Kopfsenken in solchen Situationen immer toll.

- Situation wird durch CT positiv besetzt
- Kopfsenken wirkt beruhigend (ich denk nicht, dass CT in dem Moment aufpuschend wirkt)
- Pferd wird beschäftigt
- Pferd kann Kopfsenken auch selbständig anwenden, wenn es merkt, dass es gut tut.

An Sylvester hab ich Hylling und ihre Paddockmitbewohnerin auch Kopfsenken lassen. Beide haben es immer wieder angeboten, auch ohne Signal (das sowieso nur Hylling kennt). Wenn man in der "Übungssession" drin ist, braucht man ja keine Signalkontrolle anstreben, sondern clickt einfach alle Angebote des Pferdes.

So weit ich weiß, kennt dein Pferd Kopfsenken schon, oder? Dann könntest du das bis zum Umzug immer wieder üben, bis es zur beliebtesten Übung wird. Optimal wäre, wenn dein Pferd anfängt, mit Kopfsenken zu betteln. Ich denke, dann sollte Kopfsenken auch in kritischen Situationen funktionieren. So lange du Zeit hast, mit ihm am neuen Ort zu trainieren, würde ich vielleicht auch die kritischen Situationen mal simulieren, um sie durch's Kopfsenken (hoffentlich) etwas zu entschärfen.

VG
Katja
We are limited only by our imagination.
Ken Ramirez

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Steinchen
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Re:Ansprechbarkeit in Angstsituationen
« Antwort #2 am: 10. Januar 2010, 20:27:45 »
Hallo Katja!
Danke für Deinen Hinweis.
Kopfsenken kann er im Normalfall und in Situationen die in "nur" änsgtigen ganz prima.
Doch in Situationen, in denen er sich weggesperrt fühlt, dreht er durch.
Ich dachte mir, vielleicht komme ich mit dem Click höchstens durch, wenn er mal ne "Ichdrehamradpause" macht, also kurz im Rundumkreiseln innehält und guckt, so dass ich dies bestätige.
Kopfsenken geht erst wieder, wenn er praktisch durch den Click wieder schaffen würde, ansprechbar, bzw. aufnahmefähig zu werden.
Darauf, dass er Kopfsenken in der gedachten Situation anbieten würde, kann ich nicht warten, da er bis dahin wahrscheinlich vollkommen nassgeschwitzt wäre, was ich ja verhindern will. Offenstall...gg...
Also jedes kurze "Guck" und "Stehen" clicken????
Boah, ich mach mir jetzt schon nen Kopf....vielleicht nimmt er aber das Vertrauen in mich von hier mit, so dass es in der neuen Umgebung auch anders geht?
Hier hab ichs in der Futtersituation schon mehrmals versucht, wie beschrieben, da er dafür auch in ein kleines Areal gesperrt wird und manchmal anfängt am Rad zu drehen. Da reichts aber dann schon meist, wenn ich mich in die Richtung guckend ruhig hinstelle, so dass er sich hinter mir verkriechen kann und er beruhigt sich.
Er soll jedoch begreifen, dass die Situation an sich nix Gefährdendes ist, auch ohne mich, deshalb dachte ich, vielleicht erreiche ich durchs clicken eine Art Empfindungsänderung???????
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