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Gymnastizierung beim Gangpferd /Übungen für den Tölt bzw. im Tölt / Hilfengebung

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Hallo Ihr Lieben mit Gangpferdeerfahrung,

meine Islandstute Mána ist inzwischen 16 Jahre alt und nachdem ich sie jahrelang dreigängig geritten habe, mag sie jetzt tölten und ich mag es auch. Ich habe nie bei einem Gangpferdtrainer das Tölten speziell gelernt. Meine Freundin Moni hat mich zwar auf ihren Pferden tölten lassen, aber da jedes Pony eine etwas andere Gangveranlagung hat, war das Tölten auch jedesmal irgendwie anders.

Mir fehlen zum einen konkrete Übungen für die weitere Gymnastizierung mit dem Schwerpunkt Muskelaufbau in der Hinterhand. Und zum anderen Übungen zum Tölt oder im Tölt. Mir ist bisher wichtig, dass Mána während einer Trainingseinheit sowohl schön biegsam im Schritt geht, als auch locker und entspannt traben kann. Ich trabe Zirkel mit aufgenommen Zügel und versuche eine gute Anlehniung zu erreiten und mache Biegeübungen nach Branderup am hingegebenen Zügel, um den Rücken schön beweglich zu halten. Solche Übungen wechsel ich gerne miteinander ab. Dann galoppiere ich mehrfach aus dem Schritt an und versuche, dass Mána auch mal längere Zeit galoppiert. Da merke ich aber z.b. schon die fehlende Kraft. Ich versuche durch Rückwärtsrichten und aus dem Rückwärts schwungvoll anzutreten die Muskulatut zu stärken und Kraft aufzubauen.

Vielleicht gibt es da noch mehr Übungen, die Ihr empfehlen könnt?

Mána ist eine 5 Gangstute und alles was ihr Stress macht oder sie zu sehr anspannt führt zu Passverspannung. Bisher kan ich sie am besten tölten, wenn sie vorher kurz galoppiert ist und aus dem Galopp irgendwie in den Tölt läuft. Das kann aber nicht die feine englische, bzw. isländische Art sein. Aus dem Schritt heraus bekomme ich kaum Tölt, sondern eher Pass. Ich benötige also Übungen, die sowohl eine gewisse Spannung herstellen, also zur Versammlung beitragen, ohne aber zu ver-spannen.

Ich glaube, dass mein Ziel die Hinterhandmuskulatur weiter zu stärken auch dem Tölt zu gute kommen wird. Wäre klasse, wenn wir hier ein paar Ideen für entsprechende Übungen sammeln könnten.
Optimal wäre es natürlich, wenn Ihr schon Erfahrungen damit habt, an welchen Stellen, der Click dann vorzugsweise Sinn macht.

Danke schon mal für Eure Ideen und Erfahrungen!

Grüße
Steffi

« Letzte Änderung: 28. August 2012, 07:53:12 von Muriel »
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Hallo Steffi,

wie schön, dass Mána jetzt auch Tölt anbietet :) . Ich hab schon die Aussage gehört, dass Tölt von allein kommt, wenn das Pferd genug Kraft aufgebaut hat. Hört sich so an, wie wenn das bei euch so wäre.

Hylling ist auch 5Gängerin, aber ich glaube, dass sie eine andere Gangverteilung hat, oder/und dass sie "anders" (weniger) gymnastiziert ist (wir können z. B. im Viereck nicht galoppieren). Sie fällt aus dem Galopp eher in den Pass (wir üben im Gelände an Galopp-Trab-Übergängen...) und ich habe Tölt immer aus dem Schritt raus geübt, auch fast nur im Gelände. Unser Tölt-Tempo ist maximal Trab-Tempo, eher langsamer.

Die Tölt-Weisheiten, die ich mit Hylling gesammelt habe:
Weil ich eigentlich fast nur im Gelände tölte, zuerst ein paar "Umgebungsvarianten": Hylling fällt Tölt leichter, wenn es leicht bergab geht. Wenn sie von sich aus viel vorwärts anbietet, geht Tölt auch bergan. Ein flotter Galopp, bei dem sie sich strecken muss, hilft manchmal, auch wenn sie daraus in den Pass fällt, scheint das dem Tölt manchmal "gutzutun". Ob es daran liegt, dass ich ganz am Anfang manchmal auf Asphalt geübt habe (damit ich den Takt besser höre) weiß ich nicht, aber Tölt auf festem Untergrund scheint ihr leichter zu fallen als z. B. auf einem leicht unebenen Wiesenweg. Aus Island kenne ich es, dass manche Pferde "in den Straßengraben" (Trampelpfad, teilweise uneben oder steinig) oder "auf die Straße" (fein geschotterter fester Untergrund) geschickt wurden, weil sie sich das jeweilige Pferd da oder dort leichter tat.

Einen Fehler, den ich ganz am Anfang der "Töltkarriere" gemacht habe, war, zu versuchen, den Tölt "rauszuquetschen", also Pferd "ordentlich" an alle Hilfen, Schenkelweichen, um sie auf die Hinterhand zu setzen, und dann in den Tölt. Das waren die Ur-Anfangszeiten, als ich auch noch fest die Knie dran hatte und geklemmt habe. Da hab ich mir das geclickerte Schenkelweichen vergiftet... Eine große Tölt-Verbesserung war mein veränderter Sitz (locker, Knie weg), das hat schon viel geholfen. Schenkelweichen oder Schulterherein als Vorbereitung für den Tölt, also um "die Hinterhand drunter zu kriegen" nutze ich z. Z. eigentlich nicht, eben weil es bei uns auch die "Vergiftet-Geschichte" gibt, kann aber sein, dass es euch bei einer positiven Herangehensweise was bringt. Könnte ich mal wieder testen, so vom Wohnzimmer aus, hab ich aber das Gefühl, dass es dem Antölten bei uns gut tun würde.

Vielleicht helfen Euch auch viele Gangartenwechsel, um positive Spannung und Energie aufzubauen.

Im Tölt frage ich Stellung ab (das bringt meist auch mehr Viertakt, wenn sie etwas passig läuft) oder auch ein bisschen seitliches Verschieben (schenkelweichenartig), wenn sie gut drauf ist. Da meist der Anfang gut ist und der Tölt dann schlechter also passiger wird, versuche ich, rechtzeitig zu clicken und dann eben wieder neu anzutölten. Aber das ist eh klar. Im ganz passigen Tölt "rumkorrigieren" bringt meist nicht so viel wie neu anfangen.

Ich hoffe, du kannst was damit anfangen. Was man jetzt konkret im Viereck trainieren könnte, weiß ich nicht. Ich würde da die Ecken eher ganz großzügig abrunden (= Ovalbahn ;) ), da es umso schwieriger ist, den Taktzu halten je stärker die Kurve ist.

VG
Katja
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Hallo katja,

lieben Dank für Deine ausführliche Mail zu so nachtschlafender Zeit...
Ich habe schon einiges von Deinen Anregungen heute Morgen ausprobieren können. Vor allem das frühe Clickern bei den ersten guten Verschiebungen aus dem Schritt zum Tölt (noch eher passiger Schritt). Ich denke, dass ich dises frühe Clickern vor allem für das Antölten aus dem Schritt verwenden werde. Bin dann auch aus dem Galopp heraus getöltet, was richtig schön ging. Da habe ich Mána dann erst mal etwas tölten lassen und dann geclickt, damit sich das Bewegungsmuster etwas besser einprägt. Da lief sie auch nicht passig.

Tempounterschiede sind natürlich der Hit! Wieso vergesse ich das immer wieder? Hat super Spaß gemacht und das Pferdchen fein in Schwung gebracht. habe mir dafür einen sehr großen Pylonenzirkel aufgebaut und von Pylone zu Pylone SH geübt, dann daraus antraben, danach angaloppieren usw. das hat uns beiden richtig viel Spaß gemacht. Und ist ja um so vieles leichter, als ohne Pylonenzirkel.

Töltest Du eigentlich gleich zu Beginn des Trainings? ich eigentlich erst zum Schluss, wenn der Rücken gut schwingt. Meine Freundin Moni hat tatsächlich 1 Pony, dass sich erst so richtig im Tölt lösen lässt. Das habe ich weder vorher noch danach jemals wieder gesehen. Das mit der Gangvertreilung und den individuellen Vorlieben scheint sehr ausgeprägt zu sein bei den Isis, was es nicht immer leichter macht.

Heute war ich jedenfalls sehr zufrieden. Danke! Und vielleicht kommen ja auch noch ein paar Ideen...

Grüße
Steffi
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Faxi
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Hallo,

vielleicht kann ich auch ein wenig helfen.
Faxi ist auch Fünfgänger und wir haben immer so Phasen... Manchmal bietet er fast nur Tölt von sich aus an und manchmal fast nur Trab und das jeweils andere muss man dann erarbeiten.

Das Problem mit der Hinterhand haben wir auch, da er hinten ein klitzekleines Bisschen höher ist als vorne. Und auch sonst fällt ihm Galopp auf engem Raum manchmal schwer.

Für eine starke Hinterhand machen wir:
- Kletterei berauf und bergab im Gelände. Das gibt Kraft und fördert die Geschicklichkeit, da man dafür auch mal die Wege verlassen muss.
- Tölt bzw. Töltansätze an der Hand am langen Zügel. Dabei kann man wie auch schon geschrieben wurde glaube ich jeden Ansatz von deutlichem Zusammenschieben und aufrichten etc. clickern. Faxi ist das am Anfang so leichter gefallen als mit mir drauf (nur geclickert haben wir das noch nicht)
- Wenn Tölt da: im Viereck einfach viele Pylonen verteilen und in alle Richtungen drum kreiseln. Das bringt bei Faxi unglaublich viel für den Takt, weil er sich da locker kringeln muss. Da wird er butterweich  :cheese:
- Aus dem seitwärts heraus antölten

Vielleicht konnte ich dir ein paar Anregungen geben :)
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Hallo Faxi,

Danke Dir sehr für Deine Ideen. Hui, anspruchsvoll, dass Tölten an der Hand. So etwas hat Mána in 12 Jahren, die ich sie habe, noch nie gemacht. Da wüsste ich nicht, wie ich es richtig anfangen sollte, ohne dass sie sich zu eng macht und passig wird. Aber klingt prinzipiell nach n'er super Übung, da man quasi vom Boden aus schon mal den Bewegungsablauf+Hilfengebung installieren kann. Da bräuchte ich allerdings wirklich jemanden, der/die mir das zeigt.

Die Übung mit den Pylonen zum Drumherumkringeln klingt richtig gut. Das werde ich im Trab probieren, nachdem der Pylonenzirkel schon so viel Spaß machte. Wenn der Tölt etwas sicherer ist, könnte ich mir das auch auf dem Reitplatz vorstellen.

Aus dem Seitwärts antölten habe ich noch nie versucht. Werde ich mal machen und berichte, ob und wie es geht. Wobei, mir fällt gerade ein, das ich aus dem SH gerade das Antraben in eine Volte übe. Das würde sich also genau überschneiden. Da fehlt mir die klare Hilfengebung für den Tölt. Meine Güte, ist das schwierig. Habe gerade das Gefühl, dass ich  einen Knoten in meinen Hirnwindungen habe...

Das Klettern im Gelände wäre super, wenn wir nicht in Hamburg wohnen würden...aber ich versuche immer wieder das korrekte Rückwärts zu üben und daraus dann antraben. Das bringt auch schon viel für die Hinterhand. Ich glaube, dass ich insgesamt noch mehr Geduld mit Mána haben sollte. Gut, dass ich nicht alleine da stehe, sondern hier durch Euch so viele tolle Ideen bekomme!!!!


Liebe Grüße
Steffi



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Faxi
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Hallo Steffi,

schön, dass ich dir ein paar Anregungen geben konnte :)

Vielleicht magst du ja mal berichten, wie es so klappt oder was davon nützlich war.

Die Pylonenarbeit zum Beispiel geht bei uns im Tölt super, aber im Trab nicht so, da müssen wir noch viel dran feilen... Da hat das Pony einfach zu viel Tölt glaube ich  :roll:

An der Hand kann man das finde ich einfach so schön kleinschrittig aufbauen. Vom Versammeln über das Aufrichten und dann den Willen nach vorne zu gehen. Allerdings ist es für den Menschen nur so lange entspannt bis es klappt, denn dann ist Mithalten irgendwann schwer  :cheese:

Mit aus dem Seitwärts meine ich, dass du  über den Schenkel nach außen wieder geradestellst und dann daraus im gleichen Moment den Impuls für den Tölt gibst. Wenn ihr da noch keine klar Hilfengebung habt ist das natürlich schwierig zu unterscheiden, das stimmt. Also vielleicht doch über das am Boden antölten anfangen und dafür dann ein Stimmenkommando, welches du später wieder nutzen kannst, um eine Hilfengebung aus dem Sattel zu entwickeln?

Und zum Thema Geduld: Ja, das muss ich auch immer wieder lernen, dass das Pony manchmal einfach Zeit braucht auch wenn man als Mensch doch so viele Tolle Ideen hat. Und mal auf Pferdesicht betrachtet: warum tölten, wenn man auch im Trab vorwärts kommt?!?!?  :cheese:

Und wegen Gelände... Du kommst doch auch aus der Nähe von uns, oder? Ist das Rodenbeker Quellental für euch erreichbar? Da geht das für Hamburger Verhältnisse ganz gut finde ich mit mal rauf und runter.
Vielleicht können wir ja sogar mal zusammen reiten?

Liebe Grüße,
Janin
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Hi Steffi,

Kala ist ja Trabtölterin (die nach Reitpausen eher Trab bzw. knapp gebrochenen Trabtölt lauft) und ich bin nicht sicher, inwieweit sich meine Erfahrungen auf eher passige Pferde übertragen lassen. Außerdem war ich vor 2 oder 3 Jahren (ohne Kala) drei Tage bei einem Gangpferdetrainer, den ich auch theoretisch ausgequetscht habe.

Also: Kala braucht Kondition, wenn sie anständig tölten soll (er empfiehlt Schrittausritte, idealerweise in hügeligem Gelände).

Sie töltet besser, wenn sie gut aufgewärmt ist. Bei ihr funktioniert es auch mit viel Biegeübungen gut (flexen, SH, Travers...) Laut Trainer darf man Isis allerdings nicht so viel flexen wie Pasos, da sie den Tölt dann eher verlieren.

Auf tiefem Boden wird eher getrabt. Ab einem gewissen Tempo läuft sie auch nur mehr Trocha oder Trab. Sie geht definitiv viel schöner, wenn ich locker, aber sehr gerade und zentriert  sitze (auf modernen Gangpferdevideos sieht man allerdings gerade in letzter Zeit immer mehr Pferde, die auch unter Profitrainern mit grindigem Sitz tölten). Spannigen Sitz mag sie nicht und ist auch nicht gangförderlich bei ihr. Gerade anfangs war es günstiger, nur kurze Töltreprisen einzubauen (wegen Kondi).
Wenn die Umgebung aufregend ist, gibt's auch deutliche Trabverschiebung (Ausnahme: Gegend ist extrem aufregend und Frauchen sehr behindernd: da gibt's dann sowas wie Classic Fino;))

SH mit stärkerer Abstellung wirkt laut Fachleuten diagonalisierend. Wobei es bei uns oft gut funktioniert, nach SH anzutölten. Vielleicht hilft SH, ein passigeres Pferd Richtung Mitte zu verschieben?

Viele Liegestütze, wie Kala sie macht, scheinen auch gut zu helfen für Bemuskelung. Und longieren mit deutlicher Abstellung. Das sind aber alles eher Langzeitprogramme.

Entspannter langsamer Tölt mit Nase knapp über dem Boden klappt auch (wenn sie gerade mal entspannt ist). Also das mit der unbedingt notwendigen Spannung kann ich nicht bestätigen, wobei bei flotterem Tölt allerdings schon vermehrte Körperspannung nötig zu sein scheint (die Pferd aber auch ohne Verspannung meinerseits hinkriegt).

Ich hoffe, es ist irgendwas dabei, mit dem du etwas anfangen kannst.

Viele Grüße

Carola
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Hallo Carola,

Danke auch Dir für die ausführliche Beschreibung.Kala und Mána scheinen sich sehr zu unterscheiden. Würde ich jetzt mal spontan sagen. Vielleicht liegts daran, dass Kala eher Trab/Tölt bevorzugt und Mána immer auch den Pass im Angebot hat. Beim Sitz stimme ich Dir zu, je aufrechter und gelassener ich sitze, um so schöner läuft Mána. Ob nun Trab oder Tölt.
Was meint das Wort "grindig" genau? So etwas wie " furchtbar" oder weniger heftig? Ich glaube das ist ein österreichisches Wort, kann das sein?

Ich stelle auch im Stall oft fest, dass manche Gangpferdereiter eher krumm auf dem Pferd sitzen, mit abgekipptem Becken. Gerade auch im Tölt. Dieses Becken vorschieben ist bei Mána eigentlich immer schon ein Signal für einen Stopp à la Westernpferd. Das nützt mir für den Tölt dann nichts.

Longieren mit deutlicherer Abstellung ist ein guter Tipp. Das habe ich letztes Jahr auch von der RL gezeigt bekommen. Hat ziemlich gut Mukkis gebracht. Wenn ich gut schaue, dass Mána sich nicht verwirft, ist das eine tolle Trainingsmöglichkeit.

Aus dem SH anzutölten scheint ja echt eine gute Möglichkeit zu sein, aber da traue ich mich echt nicht ran.

Danke auf jeden Fall für Deine Hinweise. Mal sehen, was Mána am Wochenende zu all dem sagen wird...

Grüße
Steffi
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Hallo Janin,

ich komme demnächst mal bei Dir vorbei und schaue mir das mit dem Tölten an der Hand mal an. Das finde ich immer sehr wertvoll, wenn man sich die Bewegung anschaut, wie sie schließlich aussehen sollte. Vielleicht können wir dann danach mal irgendwann zusammen schauen, ob Mána und ich das auch lernen können.

Das Rodenbecker Quellental kenn ich, aber ich weiß gerade nicht, wie ich von uns aus da hin kommen könnte. Aber Du hast natürlich recht, so ein paar kleine Aufs und Abs gibt es bei uns um die Ecke auch. Hatte ich schon wieder etwas aus dem Blick verloren. Da werde ich mal wieder hin reiten.

Danke auch Dir für Deine Unterstützung!

Grüße
Steffi
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Hi Steffi,

Zitat
Kala und Mána scheinen sich sehr zu unterscheiden.

Wenn es nicht zwei Mädchen wären, könnten wir mit ihnen Aegidienberer züchten und gucken, ob eine gespaltene Persönlichkeit dabei rauskommt :cheese:

Zitat
Was meint das Wort "grindig" genau?

www.ostarrichi.org/wort-2291-at-grindig.html
3. Nov. 2005 – Der Ausdruck `grindig` bedeutet `ekelhaft, unangenehm, hässlich`.

Zitat
Aus dem SH anzutölten scheint ja echt eine gute Möglichkeit zu sein, aber da traue ich mich echt nicht ran.

Was würde deiner Meinung nach schlimmstenfalls passieren? Sofern du kein Rodeo befürchtest...kannst du ja einfach wieder durchparieren, wenn eine unerwünschte Gangart erscheint.

Bin gespannt auf weitere Berichte...

Viele Grüße

Carola
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Hallo Ihr,

endlich konnte ich wieder zu Mána und bin gestern und heute geritten. Vorher wie immer Bodenarbeit. Ich habe gestern und heute versucht aus dem SH anzutölten und kann berichten, dass das durchaus etwas werden könnte. Ich habe mir überlegt, dass ich das eher auf der Bahn übe und auf dem Reitplatz beim Traben aus dem SH bleibe. So kann Mána hoffentlich besser unterscheiden, was ich will.

 Meine Hilfengebung im Tölt erscheint mir persönlich völlig willenlos, aber es funktioniert. Der Galopp wird immer besser und das abwechselnde Tölten und Galoppieren bringt total Spaß. Aus dem Schritt kommt der Tölt auch immer besser, wobei das nach wie vor passig ist. Da ich selten jemanden da habe, der das kontrollieren kann, muss ich mich auf mein Gefühl verlassen.

Ich habe mir schon überlegt was eigentlich passieren würde, wenn ich Mána mal stärker im Pass treiben würde. Das erscheint mir irgendwie frevelhaft, allerdings ist das Quatsch. Schließlich gibt es Passrennen. Physiologisch ist das bestimmt für den Rücken alles ungesund, aber Spaß könnte das machen...

Naja, ich bleibe erstmal brav beim Üben von Tölt und Galopp.

Liebe Grüße
Steffi
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Ich habe gestern und heute versucht aus dem SH anzutölten und kann berichten, dass das durchaus etwas werden könnte. Ich habe mir überlegt, dass ich das eher auf der Bahn übe und auf dem Reitplatz beim Traben aus dem SH bleibe. So kann Mána hoffentlich besser unterscheiden, was ich will.

Hört sich gut an mit dem SH. Die Gangarten ortsgebunden zu trainieren, finde ich auch sinnvoll.

Zitat
Meine Hilfengebung im Tölt erscheint mir persönlich völlig willenlos, aber es funktioniert.

Ich hab gelernt, dass es nicht "die" Tölthilfe gibt. Du kannst also guten Gewissens einfach das machen, was funktioniert ;)

Zitat
Der Galopp wird immer besser und das abwechselnde Tölten und Galoppieren bringt total Spaß. Aus dem Schritt kommt der Tölt auch immer besser, wobei das nach wie vor passig ist. Da ich selten jemanden da habe, der das kontrollieren kann, muss ich mich auf mein Gefühl verlassen.

Hört sich auch gut an. Ich find interessant, dass der Galopp auch besser wird. Was denkst du: Kommt das einfach davon, dass du mehr galoppierst (falls du das tust) oder davon, dass du Tölt übst?

Zitat
Ich habe mir schon überlegt was eigentlich passieren würde, wenn ich Mána mal stärker im Pass treiben würde. Das erscheint mir irgendwie frevelhaft, allerdings ist das Quatsch. Schließlich gibt es Passrennen. Physiologisch ist das bestimmt für den Rücken alles ungesund, aber Spaß könnte das machen...

Ich glaube, im Andrea-Jänisch-Buch steht, dass Pass, also schneller Pass, das Pferd auch lockern kann und dadurch den Tölt verbessern. Dann scheint es dem Rücken wohl nicht so zu schaden. Kommt aber wohl auch wieder auf's Pferd an, wahrscheinlich bringt Pass nicht bei allen Pferden was.
Wenn ich ein paar Mal, wenn Hylling aus dem Galopp in Pass fällt, das unterstütze und sie auch treibe, merke ich allerdings auch die "Nachwehen" im Trab, der dann nicht mehr so zuverlässig kommt. Aber Mána scheint im Trab ja ziemlich sicher zu sein. Hylling hat am Anfang als "Mitteltempo" Trab und auch oft Schweinepass angeboten, und das kommt dann wieder mehr. Wobei ich grad beim Überlegen glaube, dass das "Pass-/Trab-Pendel" nicht mehr so extrem schwingt, sondern eher ausgeglichener wirkt, also dass ein bisschen Pass nicht mehr so viel am Trab "kaputtmacht" wie früher.
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Hallo Katja,

ich glaube der Galopp wird dadurch besser, dass ich mehr galoppiere und abwechselnd SH reite. Im Galopp ist der Rücken oft nicht so, wie ich mir das vorstelle. Darum immer wieder SH. Dann wieder etwas Galopp. Ist ja immer eine Gradwanderung. Sind die Mukkis noch nicht da, läuft das Pferd unphysiologisch. Übt man die Gangart gar nicht, entwicklen sich die Mukkis aber eben auch nicht wirklich. Irgendwo dazwischen geht wohl der Mittelweg. Dass das Tölten den Galopp noch zusätzlich verbessert, glaube ich eher nicht, wobei ich nicht sicher bin. Der Trab bleibt unbeeinflusst. Das ist total klasse, wie sicher Mána trabt. Naja, 10 Jahre Trabtraining sollte sich irgendwann einmal auszahlen.

Meine Moni meinte übrigens einmal zu mir, dass es eine gute Überprüfungsmöglichkeit gibt, ob das Pferd den Tölt physiologisch einigermaßen korrekt läuft. Man soll nach dem Tölten immer wieder den Zügel ganz hingeben und wenn sich das Pferd dann sofort willig und wohlig nach unten streckt, dann war alles fein. Wenn es danach geht, bin ich noch gut im grünen Bereich.

Ich glaube ich lass das mit dem Passtreiben, weil ich zwischen richtigem Pass und schnellem Schweinepass überhaupt nicht unterscheiden kann. Vor Jahren ist Mána mal bei einem Ausritt vor Schreck in den Pass gefallen. Und ich dann sofort vom Pony. Das brauche ich auch nicht wieder.

Liebe Grüße
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Hallo Steffi,

Meine Moni meinte übrigens einmal zu mir, dass es eine gute Überprüfungsmöglichkeit gibt, ob das Pferd den Tölt physiologisch einigermaßen korrekt läuft. Man soll nach dem Tölten immer wieder den Zügel ganz hingeben und wenn sich das Pferd dann sofort willig und wohlig nach unten streckt, dann war alles fein. Wenn es danach geht, bin ich noch gut im grünen Bereich.

Interessant. Da werde ich mal drauf achten.

Zitat
Ich glaube ich lass das mit dem Passtreiben, weil ich zwischen richtigem Pass und schnellem Schweinepass überhaupt nicht unterscheiden kann. Vor Jahren ist Mána mal bei einem Ausritt vor Schreck in den Pass gefallen. Und ich dann sofort vom Pony. Das brauche ich auch nicht wieder.
:coffeepc: :grinwech: Tschuldigung, hört sich aber lustig an... Meine Freundin, die Hylling auch schon geritten ist, findet es ganz gräßlich und unbequem, wenn sie in den Pass (welcher auch immer...). Mich störts von der Bewegung her nicht... So unterschiedlich kann das sein.

LG
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Hallo Ihr Lieben,

melde mich 'mal wieder zum Thema "Màna und der Tölt". Momentan bin ich wegen Schmerzen in der Hüfte extrem gehandicapt beim Reiten. Tatsächlich ist es so, dass ich nur im Tölt schmerzfrei sitzen kann, dann allerdings danach auch im Trab, das ist phänomenal. Hatte ich irgendwo früher auch 'mal gelesen, dass Tölt bei Hüftathrose goldwert sein soll. Jetzt weiß ich, dass das stimmt.

Da ich nun mehr tölte habe ich einfach 'mal versucht, nicht nur gerade zu tölten, sondern auch mal ne Biegung, wo die bahn breit genug ist, um die Hand zu wechseln. Und was soll sich sagen, dass verbessert den Tölt ungemein! Auf der Biegung töltet Mána viel deutlicher und danach dann auch besser und taktklarer. lange hält sie das nicht durch, dann wird das wieder "Eisenbahnschienen-Feeling", also passig. Aber so kann ich den Tölt viel besser clicken.

Und noch ein extrem feiner Effekt kam dazu: Nach dem Tölt konnte Mána am angenommenen Zügel traben OHNE sich zu verkriechen, zu tief zu kommen, ganz einfach nur gut!

Freue mich sehr, egal was ein Gangpferdetrainer dazu sagen würde. Hätte nie gedacht, dass ich das einmal mit Mána schaffen würde...

Grüße
Steffi
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