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Allgemeiner Hufethread

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Re: Allgemeiner Hufethread
« Antwort #1170 am: 16. Mai 2020, 19:50:37 »
Hast du Fotos? Leider haben manche Haflinger grottige Hufe. Genetisch bedingt.
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Re: Allgemeiner Hufethread
« Antwort #1171 am: 22. Mai 2020, 17:42:44 »
Ich brauche mal Formulierungshilfe :confused:

Ich habe ja eine neue Hufbearbeiterin, weil die letzte weggezogen ist. Die war vor 4 Wochen das erste Mal da. Die Hufe waren in der Zwischenzeit 9 Wochen nicht bearbeitet worden. Normalerweise haben wir einen Rythmus von 5 Wochen. Aussage der Hufbearbeiterin war: Ach, das wär ja noch gar nicht so dringend. Sie arbeitet nach NHC (falls das relevant ist) und meinte, sie (oder nach NHC ?) machen in der Regel weniger weg als andere Hufbearbeiter. Ergebnis war dann, dass ich am Ende nach 9 Wochen nicht-Bearbeitung weniger Horn zusammengekehrt habe, als nach einer Bearbeitung, die erst 5 Wochen zurücklag. Hab ich mich schon gewundert. Tja und 2 Wochen nach der Bearbeitung bröselte an allen Hufen das alte Sohlenhorn weg und legte damit einiges an Tragrand- und Eckstrebenüberstand frei. Dass da so viel Zerfallshorn ist, hätte die Bearbeiterin eigentlich erkennen müssen (wofür hol ich sonst einen Profi  :grmpf:, stattdessen kamen Aussagen wie "Er hätte sehr tiefe Strahlfurchen" ach nee, wenn der Huf zu lang ist  :roll: und "er hätte eine interessante Fußung", jo er fußt mit der Außenkante zuerst auf - vermutlich zu lange Außenkante  :confused: ), in anderen Worten die Bearbeiterin hat ihren Job nicht ordentlich gemacht.

Sie kommt morgen nochmal, weil ich bei den Hufen einfach nicht mehr hingucken kann, die Eckstreben fangen auch schon an auszubrechen. Dass ich unzufrieden bin, hab ich ihr bisher nicht gesagt. Aber irgendwie muss ich das morgen mal ansprechen und weiß noch nicht so richtig wie. Und um ganz ehrlich zu sein, seh ich eigentlich sogar nicht ein, die Bearbeitung morgen zu bezahlen, weil sie letztlich nur das korrigiert, was sie beim letzten Mal versäumt hat zu tun. Also hätte ich sie beim letzten Mal nicht kommen lassen, sähen die Hufe jetzt nicht viel anders aus als sie es momentan tun.

Und die Frage wird vermutlich aufkommen, wieso ich mir nicht direkt jemand anderes suche: Gismo war bei der Bearbeitung so entspannt, wie bei fast keiner anderen Bearbeitung in den 7 Jahren, die er nun bei mir ist, und die Meinung meines Pferdes lasse ich nicht außen vor. Außerdem werde ich in nicht all zu ferner Zukunft (sobald ich einen Job gefunden habe) hier wegziehen, weswegen das Arbeitsverhältnis eh nicht auf lange Sicht bestehen wird. Die Hufe sollen einfach nur weitestgehend in Form gehalten werden bis ich mir dann jemanden suche, der uns wieder langfristig betreut (und an den ich höhere Maßstäbe anlegen werde).

Und ansonsten hab ich noch ne allgemeine Frage: am linken Vorderhuf sieht man, wenn man von vorne guckt, dass die innere Tragwand sich nach außen verbiegt. Guckt man unter die Sohle ist aber der äußere Tragrand verbreitert. Ich hätte es eigenlich genau andersherum erwartet. Kann man das so pauschal erklären wie das zustande kommt? (Ansonsten kann ich auch noch Hufbilder nachliefern)
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Re: Allgemeiner Hufethread
« Antwort #1172 am: 13. Januar 2021, 08:08:09 »
Ich bin nicht sicher, ob es schonmal in dem ganzen Thread diskutiert wurde.
Beim Überfliegen konnte ich nichts finden  :rotw:

Ich bin ja (leider  :'() aktuell auf der Suche nach einem neuen Bearbeiter und gerade tatsächlich maßlos überfordert.
Was ist gut, was ist schlecht? Was sind überhaupt die Unterschiede....

Vielleicht könnt ihr mir mal ein wenig helfen?

Also grob gibt es (hier) offensichtlich:
NHC
Biernat
"freie" Hufpfleger (ich weiß nicht wie sie sich nennen, methodenoffen halt)

Ich hatte jetzt eine freie Hufpflegerin da, bin aber mit dem Ergebnis bei Gjonna derzeit leider nicht so zufrieden.
Vorher hatten wir knapp 10 Jahre einen Hufpfleger, der (wenn ich es richtig im Kopf habe) nach Biernat gelernt hat, dann aber sich viel weitergebildet hat und ziemlich methodenoffen gearbeitet hat.

Aber die meisten, die man hier so finden kann, scheinen doch eher "Schulen" anzugehören.

Schreibt doch gerne mal Erfahrungen, Unterschiede, Empfehlungen. Ich versuche mich gerade nach und nach etwas schlau zu machen  :cheese:


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Re: Allgemeiner Hufethread
« Antwort #1173 am: 13. Januar 2021, 08:30:24 »
Jede Methode/Schule ist so gut wie ihre AnwenderIn... Du wirst in allen Richtungen gute und schlechte BearbeiterInnen finden. Manche Methoden eignen sich besonders für Hufe auf harten Böden, manche eher für die auf weichen. Manche BearbeiterInnen arbeiten sehr streng nach ihrer Schule, andere gucken auch mal rechts und links des Weges nach Lösungen.
Hilft also leider nix, als sich durch verschiedene BearbeiterInnen durchzuprobieren...
Viel Erfolg dabei!

Beste Grüße,
Dörte.
Lieber breit grinsen als schmal denken!  (B.Berckhan)
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Re: Allgemeiner Hufethread
« Antwort #1174 am: 13. Januar 2021, 09:25:13 »
Da kann ich nur zustimmen, es kommt auf die einzelnen Personen an, nicht auf die Ausbildung. Wenn man die Möglichkeit hat, dann Hufe angucken und die einem gefallen, nach der Berabeiter_in fragen. Sich alles erklären lassen beim ersten Termin und dann schauen, wies Pferd läuft.
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Re: Allgemeiner Hufethread
« Antwort #1175 am: 13. Januar 2021, 11:34:28 »
Da kann ich auch nur unterschreiben. Meine Minis haben jetzt schon einige unterschiedliche Bearbeiter gehabt und irgendwie auch immer nach einer anderen "Schule", aber das Endergebnis war immer gut  :)

Nur mit einem Schmied hab' ich keine guten Erfahrungen gemacht, was aber auch nicht heißt, dass das bei jedem Schmied so wäre.
Liebe Grüße von Iza, den Ponys Sissi und Elmo und den Katzenkindern Conan und Sherry
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Re: Allgemeiner Hufethread
« Antwort #1176 am: 13. Januar 2021, 13:36:28 »
Ich würde das auch nicht so von der Bearbeitungsrichtung abhängig machen. Bilder von bearbeiteten Hufen oder Hufe von Einstallerpferden finde ich immer gut als Indizien. Nach Empfehlungen fragen ist für mich auch meist der erste Ansatzpunkt. Und ich finde es wichtig, daß derjenige sich weiterbildet und seine Arbeit und die Methoden, die er gelernt hat, hinterfragt und nicht stumpf einfach das anwendet, was er gelernt hat. Schön ist natürlich auch, wenn nicht nur auf die Hufe geschaut wird, sondern auf das ganze Pferd und Wissen vorhanden ist, welche Wechselwirkungen es dort gibt.
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Re: Allgemeiner Hufethread
« Antwort #1177 am: 14. Januar 2021, 11:59:50 »
Danke für eure Antworten.
Ja, das hatte ich schon befürchtet, dass ich mich durchtesten muss und bin auch schon dabei  :cheese:
Aber ist ja trotzdem zusätzlich immer interessant, mal zu lesen was so überhaupt die Unterschiede etc. sind.
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Re: Allgemeiner Hufethread
« Antwort #1178 am: 14. Januar 2021, 12:10:48 »
Wie genau erkennt ihr denn, ob ein Huf gut oder schlecht bearbeitet ist? Wie ist ein Huf für das Pferd optimal? Banale Frage, oder? :P

Ich finde z.B. die Hufe von meinem Pferd sehen gut bearbeitet aus! Ich finde, die Hufpflegerin macht eine gute Arbeit. Trotz des guten Horns und der, wie ich meine, guten Bearbeitung, läuft sie aber dennoch häufig fühlig und tritt sich Steinchen in die weiße Linie. Ist die Bearbeitung dann also doch nicht so gut?
LG von Lisa und Gasella

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Re: Allgemeiner Hufethread
« Antwort #1179 am: 14. Januar 2021, 13:24:44 »
Damit tue ich mich auch schwer  :nick:
Bei Gjonna ist es diesmal eher ein nicht laufen können danach. Erst war es ein extremes Stolpern. Dann kam sie nochmal und hat nachbearbeitet. Jetzt stolpert sie nicht mehr so häufig. Dafür läuft sie seeeehr verhalten, hat angelaufene Fesselgelenke und feste Schultern. Da das (bis auf die Schultern) so gar nicht ihre Themen sind und zeitgleich mit der Hufbearbeitung auftraten, schiebe ich das zusammen.

Und zusätzlich mein Bauchgefühl, dass der Huf nicht passend aussieht.
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Re: Allgemeiner Hufethread
« Antwort #1180 am: 14. Januar 2021, 21:19:37 »
Ich hab von Hufbearbeitung kaum Ahnung, gebe einem*r neuen Bearbeiter*in aber immer erstmal ein paar Termine Zeit, wenn das Pferd nicht gleich am Anfang furchtbar läuft. Mein Pferd hat aber auch keine Problemhufe, eigentlich kam damit bisher jede*r gut klar. Bei einem anderen Pferd war das Ergebnis bei mehreren Bearbeiter*innen nicht immer zufriedenstellend, weil einfach das restliche Pferd so fest war, Arthrose hatte etc., da kann man halt nur begrenzt gegen anarbeiten.

Außerdem muss man auch schon sein Pferd ein bisschen kennen. Zwerg steht vorne zeheneng und läuft sich immer einen "großen Zeh" und die Wände werden sicher nie wirklich grade. Da er außerdem hinten DSLD hat, läuft er etwas breit und die Wände hebeln weg. Wenn mir was auffällt an den Hufen, was ich als schwierig oder anders empfinde, dann frage ich und möchte auch eine ordentliche Erklärung.

Steine in der weißen Linien sammelt meiner auch schon immer und das haben vier Bearbeiter*innen in 10 Jahren nicht wegbekommen, egal mit welcher Taktik. Das ist mal mehr und mal weniger stark, aber hat wohl eher mit dem Pferd und seinen Hufen als mit der Bearbeitung zu tun. Fühligkeit kommt bei meinem durchaus vom Futter bzw. von den Böden. Vor dem Umzug brauchte er keine Schuhe, durch die anderen Böden inzwischen aber schon. Im alten Stall war er im Sommer fühlig, als die Pferde aufs Gras gingen und er auch einfach zu fett war. Da gab es eine deutliche Warnung von der HO, was ich sehr wichtig finde.
LG, Inga

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Re: Allgemeiner Hufethread
« Antwort #1181 am: 14. Januar 2021, 22:00:21 »
Wie genau erkennt ihr denn, ob ein Huf gut oder schlecht bearbeitet ist? Wie ist ein Huf für das Pferd optimal? Banale Frage, oder? :P

Ich finde z.B. die Hufe von meinem Pferd sehen gut bearbeitet aus! Ich finde, die Hufpflegerin macht eine gute Arbeit. Trotz des guten Horns und der, wie ich meine, guten Bearbeitung, läuft sie aber dennoch häufig fühlig und tritt sich Steinchen in die weiße Linie. Ist die Bearbeitung dann also doch nicht so gut?

steine in der weißen linie ist für mich ein kleines warnzeichen.. entweder der huf ist nicht in balance und die WL geht auf, oder der Stoffwechsel hat was... da ist dann die frage eher langfristig: wird es durch den bearbeiter besser oder schlechter? (gibt es evtl eh eine ursache, wie zB übergewicht oder eine überstandene rehe?)
ebenso mit der fühligkeit, wenn das pferd davor über schotter galoppiert ist, spricht das eher nicht so für den neuen bearbeiter. wenn es immer schon fühlig war, gibt es evtl eine ursache, die ein hufbearbeiter einfach nicht beseitigen kann (unpassende böden im OS/ fütterung....).
bei einem deutlich fühligen pferd erwarte ich von einem guten hufbearbeiter aber eigentlich, dass er mir zu hufschutz rät :juck:
Liebe Grüße!
Seelenpferde hat jemand einmal Pferde wie dich genannt- Pferde, die es nur einmal geben wird im Leben, die man begleiten darf und die einen auf andere Wege führen.
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