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gebisslos gymnastizieren?

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Mannimen
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Re:gebisslos gymnastizieren?
« Antwort #15 am: 20. September 2010, 14:44:41 »
Ja Heike, hier entstehen am Begrenzungspunkt durchaus sehr unnachgiebige Stöße, welche den Gebrauch von Hilfszügeln dann wieder sehr in Frage stellen.

Kann dem Link leider nicht folgen, da ich auf dieser Seite nicht registriert bin. :-[

LG Manfred
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penelope
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Re:gebisslos gymnastizieren?
« Antwort #16 am: 20. September 2010, 14:48:47 »
Ist kostenfrei, sich da anzumelden.  ;)
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Re:gebisslos gymnastizieren?
« Antwort #17 am: 20. September 2010, 15:42:27 »
da sprech ich nur vom halsring. weil da hast einfach keine seitliche/biegende/stellende einwirkung mehr (ähnlich der kandarre)
Wunderbar, dann war das ja nur ein Missverständnis von mir!  ;)
Viele Grüße,
Esther
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strizi
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Re:gebisslos gymnastizieren?
« Antwort #18 am: 20. September 2010, 17:41:21 »
ich hab mich ja wirklich ungeschickt ausgedrückt. :nick:
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Mannimen
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Re:gebisslos gymnastizieren?
« Antwort #19 am: 20. September 2010, 18:21:39 »
Diesen nehmen: http://www.fair-zum-pferd.de/group/ausbildungdespferdes/forum/topics/ans-gebiss-herantreten
 und dann bei dem untersten Beitrag auf der ersten Seite, das erste Foto anklcken.

So, habe mich nun extra angemeldet und mir dieses Bild angesehen. Aber was ist da anders außer, dass das Pferd den Kopf etwas höher trägt und vermutlich auch etwas langsamer geht. Es ist auch am Gebiss ausgebunden, um sich selbst an dem Gebiss zu stoßen, bzw. anzulehnen. Für mich ist das das Selbe, nur in "grün" und weniger "rot".

LG Manfred
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Re:gebisslos gymnastizieren?
« Antwort #20 am: 20. September 2010, 18:42:07 »
Hallo Coco,

bezugnehmend auf Strizis Beitrag, in dem sie die verschiedene Wirkung der vielen gebisslosen Zäumungen kurz benennt, will ich nochmal "eine Lanze" für meine Reithalfter-Variante brechen. damit ist eben für das Pferd und den Reiter eine Zügeleinwirkung gegeben, wie mit einem herkömmlichen Gebiss vergleichbar. Der Druck geht zwar über die Nase, aber die Zügelwirkung ist eben auf der selben Seite wie auch der Zügel bewegt wird und nicht auf der anderen Seite. Das verstehen sowohl Mensch als auch Pferd sehr schnell, da es nichts wirklich Neues ist.

Für mich ist auch das Reiten mit dem Kappzaum wirklich eine empfehlenswerte Variante. Das Kauen macht mein Pferd übrigens auch ganz ohne Gebiss. Da finde ich die Gebisseinwirkung gar nicht so gravierend wichtig, sondern die Kombination aus innerer Lockerheit bei guter Körperspannung.

Wenn zu viel Druck am Zügel gemacht wird, verkriecht sich Mána auch hinterm Zügel, rollt sich also auf. Ebenso kann sich ein Pferd beim Gebisslosen Reiten auf die Zügel legen, was sehr unangenehm ist und vergleichbar dem "aufs Gebiss legen".
Es kommt also aufs Reiten an, wie immer eigentlich.

Meines Erachtens passt das gebisslose Reiten besonders gut zum CT, weil es dem Pferd das Maul nicht voll macht und es ungehindert die Belohnungen fressen kann. Ist halt sehr praktisch...
Grüße
Steffi
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Re:gebisslos gymnastizieren?
« Antwort #21 am: 20. September 2010, 18:47:06 »

An das Gebiss ran treten klingt toll, nur was bedeutet denn das? Das Tier soll sich dort anlehnen und eine weiche Verbindung zur Reiterhand aufnehmen! Klingt auch wieder toll aber wie weich kann denn Eisen auf den Knochen der Laden überhaupt sein? Und wenn dann noch die Hand des Reiters leichten Gegendruck aufbaut ist das sicher alles andere als angenehm! Nicht ohne Grund wehren sich die Tiere z. B. mit der Zunge dagegen. Allerdings finden sie sich auch schnell damit ab und lernen, dass es weniger weh tut, wenn sie sich nicht mehr dagegen zur Wehr setzen. Dann haben sie es angenommen! 
ans gebiss herantreten heisst, dass ich die hand anbiete, dh. weich vorne hin stelle und aktiv daran herandehnen lasse. nicht ich begrenze, sondern das pferd sucht den kontakt zum gebiss. ist der hergestellt, begrenze ich nicht nach vorne, sondern halte weich die verbindung.
geht das pferd dagegen, sperrt oder verwirft sich, baue ich die übung  neu auf, halte also nicht dagegen, sondern erarbeite das positiv.

der unterschied gebisslos/gebiss ist, dass der erste ansatzpunkt mit gebiss der unterkiefer ist, den man natürlich auch aktiv manipulieren kann (was nicht gleichbedeutend mit schmerzen ist, sondern ein natürlicher abkaureflex durch einwirken auf die maulwinkel). ohne gebiss ist das genick das erste gelenk vom werkl. wobei pferde natürlich auch ohne gebiss abkauen können.


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Re:gebisslos gymnastizieren?
« Antwort #22 am: 20. September 2010, 18:56:23 »
Puh, so viele Antworten  :dops: *freu*

Also, es geht um folgendes: Cani ist kein Freund von Gebissen, wir haben jetzt einige durchprobiert und sie mag eigentlich keines so wirklich. Zähne wurden gemacht, ich werd aber vermutlich nochmal einen Spezialisten drüber schauen lassen weil ich das langsam echt eigenartig find.

Cani geht recht gut nur mit dem bloßen Halfter, aber wie schon einige geschrieben haben, das Ding rutscht zu viel. Zäume, die man eng um die Nase verschnallen muss (Kappzaum zb) mag sie gar nicht. Zumindestens nicht den, den ich hatte wo man mit voller Kraft die Schnalle zumachen musste damit er ned verrutscht. Ich versteh das sie den nicht mag, würd ich auch nicht wollen.

Also dachte ich, ich erkundig mich mal was es für Alternativen zur Einwirkung übers Maul gibt. LG-Zaum war eben nicht so unser Ding, von Bosal und Sidepull hab ich nur viele Warnungen gefunden, das es sich nicht zum Dressurreiten eignet da es nicht für die dauerhafte Anlehnung gemacht wurde. Leuchtet mir ein wenn ich mir das Ding anschau.

Es geht wirklich ums Dressurreiten, also ausbilden und gymnastizieren in Schritt, Trab und Galopp. Da will ich die Grundlagen ja grad schaffen, noch nicht drauf aufbauen. Läuft sie nur mit Halsring, biegt sie sich ned richtig, von laufen in Selbsthaltung so wie ich mir das vorstell kann keine Rede sein. Dazu sind wir nicht gut genug (siehe Fotos in der Fotobox). Biegen ist auch sehr relativ, sie biegt sich schon, aber ich kann zb nicht auf der Tour sie weiter nach innen schauen lassen als sie es von sich aus tut.
Laterale Hilfen, was ist das?
Bitless Bridle schaut irgendwie komisch aus, das mit dem überkreuz Hilfen geben ist mir absolut unverständlich.
Wenn ich um die Ecke will geb ich außen nach und nehm bei Bedarf innen etwas an, nicht umgekehrt.
Knotenhalfter wirkt scharf, warum? Wegen der Knoten? ???
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Hab Spaß, Corina
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Re:gebisslos gymnastizieren?
« Antwort #23 am: 20. September 2010, 18:58:27 »
kappzaum!
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strizi
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Re:gebisslos gymnastizieren?
« Antwort #24 am: 20. September 2010, 19:09:52 »
also, ein sidepull ist nicht so übel! damit hast ne schöne lateral-kontrolle (=seitliche einwirkung)
was man allerdings nie vergessen darf: damit ist reiten NUR am direkten zügel möglich!!!!
ebenso bei steffi's hanoveranischer-reithalfter-variante (die ich übrigens auch fein finde! ist im prinzip auch "nur" ein sidepull - die gibts ja sowieso in verschiedensten ausführungen)

kappzaum seh ich etwas kritisch, denn - je nach bauart - sind die ringe an unterschiedlich langen "abstandhaltern" befestigt - und das sind tolle hebel! da muss man schon ein bissl aufpassen, bzw. damit umgehen können, oder soein cavecon haben wie unseres ist, wo die ringerl sehr direkt in dem nasenteil befestigt sind.

kauen, speicheln und schäumen tun die meisten pferde wunderbar auch gebisslos (wenn sie denn locker sind)

bitless: wir haben eins daheim. und ich muss sagen - es steht 50:50 zwischen heiß lieben und zu tode hassen! das muss man einfach ausprobieren. reiten tut man prinzipiell komplett gleich, wie mit jedem anderen zaum. auch wenns auf den ersten blick unlogisch erscheint (für mich ists übrigens auf den eintausenfunfhundertdreiundneuzigesten blick noch um kein fünkchen klarer geworden - funzen tuts trotzdem  :cheese:)



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Mannimen
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Re:gebisslos gymnastizieren?
« Antwort #25 am: 20. September 2010, 19:13:51 »
Knotenhalfter wirkt scharf, warum? Wegen der Knoten? ???
Wenn die Knoten auf bestimmte Nervenpunkte drücken schon und es kann auch einschneiden, wenn mal arg dran gezerrt wird (im Panikfall bei lateraler Biegung z. B.)
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Re:gebisslos gymnastizieren?
« Antwort #26 am: 20. September 2010, 19:17:50 »
Zitat
wenn mal arg dran gezerrt wird (im Panikfall bei lateraler Biegung z. B.)
naja, wir reden hier schon von einigermaßen achtsamen Reiten, oder?  :confused:
Alles kommt zu dem, der warten kann.
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Re:gebisslos gymnastizieren?
« Antwort #27 am: 20. September 2010, 19:21:13 »
Ich denke es kommt einfach aufs Pferd an...Also dass man dem Pferd auch gebisslos so beibringen muss wie mit Gebiss - und nicht "einfach so" tauschen kann, auuußer eben das Pferd hat schon nen gewissen Ausbildungsstand, wo es eben nur noch über Sitz,Gewicht,Schenkel gebogen werden kann.
Zum Beispiel hab ich mich ganz am Anfang nur mit Knotenhalfter auf Puppe gesetzt,war ein horror...weil sie/wir usn einfach nicht ausgekannt haben.
Und Jetzt kann ich ohne Probleme mit Knotenhalfter reiten weil Puppe (mit Trense) gelernt hat auf meinen Sitz etc. zu hören und so weiter ;D
Liebe Grüße Sophie

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Re:gebisslos gymnastizieren?
« Antwort #28 am: 20. September 2010, 20:05:54 »
Hallo Puppi,

da möchte ich widersprechen. Mána und reichlich viele anderen Pferd, die ich kenne wurden gebisslos eingeritten und haben nie ein Gebiss im Maul gehabt. Pferde, die mit Gebiss geritten wurden und dann umgestellt wurden auf das gebisslose Reiten mit dem Reithalfter haben das wirklich sehr zügig geschnallt. Vor allem, wenn man die Umstellung mit CT begleitet geht das fix. Gerade, wenn Pferde ein Gebiss nicht mögen ist das erst mal eine ziemliche Befreiung und das merkt man den Pferden an.

@Coco
mein Kappzaum ist so schön weich, dass selbst die super empfindliche Mána nicht meckert. Übrigens haben die Ringe keine Abstandshalter, sondern sind direkt befestigt am Leder. Also keine Hebelwirkung.

Grüße
Steffi
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Re:gebisslos gymnastizieren?
« Antwort #29 am: 20. September 2010, 20:30:32 »
Okay die Variante hab ich vergessen :) Ich meinte nicht dass es nicht möglich ist von anfang an gebisslos zu reiten - aber es muss eben gelernt werden, das mein ich.
Ja so seh ich das eh auch dass man die Pferde ohne Probleme umstellen kann - aber sie müssen es eben "umlernen".
Liebe Grüße Sophie

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