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Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A

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snöflingan
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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #30 am: 29. Februar 2016, 15:55:25 »
Ich wurde aus dem ersten Bild auch zunächst überhaupt nicht schlau: Blödes Gefühl + "gute" Optik.

Ich denke, man sieht es an der "grossen Dynamik", die das Pony entwickelt, alles "hängt". Das Hinterbein wirkt zwar aktiv, aber es fusst gar nicht so weit vor, wenn man den Schwerpunkt des Pferdes als Marker nimmt.

Man ist nämlich versucht, das hintere, sehr spät abfussende Bein stattdessen als Masstab zu nehmen  :nick:

Wenn mich dieses Pferd eins gelehrt hat, dann dass a) selbst talentierte Pferde nicht "einfach so" laufen und dass b) für jedes Pferd andere "Feinheiten" gelten und Fragen schwierig pauschal zu beantworten sind.

Aennekin, ich muss meinen (jetzt noch?) effektiv zurückhalten / mit dem Zaum etwas höher einstellen - sonst kommt Bild 1 dabei heraus. (Wobei er übrigens trotzdem sehr fein an der Nase bleibt)
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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #31 am: 29. Februar 2016, 16:28:03 »
Zitat
Eine Frage, die sich mir gerade gestellt hat ist, ob ein Pferd auch am durchhängenden Zügel bzw. alleine ein V/A mit allen idealen Merkmalen laufen kann, oder ob es dazu das Gebiss oder den Nasenriemen eines gebisslosen Zaums braucht, um sich "dagegen" dehnen zu können?

ja, das geht natürlich, wenn es gelernt hat sich im Brustbereich wirklich zu heben und so den Spannungsbogen selbst herzustellen.
Aber stell diese Frage nie in einer Dressur-Gruppe bei FB :grinwech:  :lol:

ich such mal Bilder raus, wenn keine kommen, erinnert mich dran.
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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #32 am: 29. Februar 2016, 19:56:40 »
Spannender Thread, hier möchte ich gerne mitlesen.  :dops:

Ich glaube, ich habe von meiner damaligen RB noch ein schönes Vergleichsbild bei dem man (zwar im Galopp) recht eindrücklich sieht, was das Anheben des Rumpfes ausmacht. Hier die Vergleichsbilder:

[EXTERNER BILDLINK ⤤
http://www.halastjarna.de/wp-content/uploads/2016/02/1.jpg


Sleipnir lief übrigens oft am besten, wenn er nichts am Kopf hatte...  :pfeif:
Obwohl ich gestehen muss, dass wir wirklich schöne Momente unterm Reiter nur selten hatten und gute Dehnungshaltung haben wir irgendwie auch nie so richtig hinbekommen.  :shy:

Und hier noch ein schönes Guck-Lern-Bild von Stjarna, auf welchem man deutlich sieht, wie wenig VH und HH noch zusammenarbeiten. Zwar ist der Hals recht locker und der Rumpf hängt auch nicht zu sehr, nur ab dem Mittelteil des Rückens fehlt absolut die Verbindung, so dass die Hinterhand ausfällt und ein gutes v/a nicht entstehen kann.

[EXTERNER BILDLINK ⤤
http://www.halastjarna.de/wp-content/uploads/2016/02/2.jpg


 
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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #33 am: 01. März 2016, 10:49:38 »
Sehr sehr spannender Thread!

Zitat
Eine Frage, die sich mir gerade gestellt hat ist, ob ein Pferd auch am durchhängenden Zügel bzw. alleine ein V/A mit allen idealen Merkmalen laufen kann, oder ob es dazu das Gebiss oder den Nasenriemen eines gebisslosen Zaums braucht, um sich "dagegen" dehnen zu können?

ja, das geht natürlich, wenn es gelernt hat sich im Brustbereich wirklich zu heben und so den Spannungsbogen selbst herzustellen.

Vielen Dank für die ausführliche Erklärung Heike!
Ich glaube das ist das, was ich schon seit einer ganzen Weile unter dem Hintergrund des Punkts Anlehnung der Ausbildungsskala verstehe. Ich weiß, die FN Definition ist da anders  :lol: Aber wenn ein Pferd den Spannungsbogen herstellt und aktiv halten kann, läuft es doch in Anlehnung (wobei der Begriff ja an sich schon total irreführend ist, hat ja nichts mit anlehnen zu tun) unabhänngig ob gebisslos/Zügel oder nicht. Versteht ihr, wie ich das meine?  :confused: In meinem Kopf hat es gerade noch Sinn gemacht  :grinwech:
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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #34 am: 01. März 2016, 11:11:01 »
nein, ich denke, das, was Du beschreibst, könnte man mit selbsttragender Haltung umschreiben.

Aber ich weiß, was Du meinst  ;)
Sabine
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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #35 am: 01. März 2016, 11:12:20 »
Ich verstehe dich, Lara :nick: Wobei es, glaube ich, fürs Pferd einfacher ist mit einer leichten Zügelverbindung, oder? :juck:
Liebe Grüße
Anett

Sternschnuppenzeit
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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #36 am: 01. März 2016, 20:53:03 »
Zitat
Aber stell diese Frage nie in einer Dressur-Gruppe bei FB :grinwech:  :lol:
Oh da gibt es so einiges was man nicht fragen sollte auf Facebook  :cheese: ... man ist dann ja meistens entweder ein Wendy Romantiker oder man macht dem Pferd immer noch viel zu viel Druck :confused:

Snöflingan, ich stimme Dir absolut zu - selbst talentierte Ponies laufen nicht "einfach so" gut. Dass man ihnen nicht durch das Reiten schadet erfordert ganz schön viel Übung und Schweiß auf beiden Seiten des Sattels...und man lernt immer wieder dazu. Scalenimuskel war vorher nicht in meinem Wortschatz  ;).
Viele Grüße von Anna und Sandero
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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #37 am: 01. März 2016, 21:49:57 »
Sehr sehr spannender Thread!

Zitat
Eine Frage, die sich mir gerade gestellt hat ist, ob ein Pferd auch am durchhängenden Zügel bzw. alleine ein V/A mit allen idealen Merkmalen laufen kann, oder ob es dazu das Gebiss oder den Nasenriemen eines gebisslosen Zaums braucht, um sich "dagegen" dehnen zu können?

ja, das geht natürlich, wenn es gelernt hat sich im Brustbereich wirklich zu heben und so den Spannungsbogen selbst herzustellen.

Vielen Dank für die ausführliche Erklärung Heike!
Ich glaube das ist das, was ich schon seit einer ganzen Weile unter dem Hintergrund des Punkts Anlehnung der Ausbildungsskala verstehe. Ich weiß, die FN Definition ist da anders  :lol: Aber wenn ein Pferd den Spannungsbogen herstellt und aktiv halten kann, läuft es doch in Anlehnung (wobei der Begriff ja an sich schon total irreführend ist, hat ja nichts mit anlehnen zu tun) unabhänngig ob gebisslos/Zügel oder nicht. Versteht ihr, wie ich das meine?  :confused: In meinem Kopf hat es gerade noch Sinn gemacht  :grinwech:

Selbsthaltung, genau.

Guckt mal.

[EXTERNER BILDLINK ⤤
https://dl.dropboxusercontent.com/u/3770591/diverses/galoppvergleich.jpg


Bei Mirko wurde gesagt (in einer der ominösen FB-Gruppen) dass es keine echte Selbsthaltung und kein versammelter Galopp  sein könne, weil ja kein Reiter drauf säße  :confused:

ich sehe aber ehrlich gesagt überhaupt keinen Unterschied zwischen dem M-Dressur-Reitpferd und Mirko.  :cheese:
außer dass Mirko nicht hinter der Senkrechten ist.
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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #38 am: 02. März 2016, 09:09:22 »
:megalol: "keine echte Selbsthaltung", weil kein Mensch drauf sitzt?!? :megalol:
Viele Grüße,
Esther
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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #39 am: 02. März 2016, 09:26:44 »
ich schon  :cheese:
Mirko guckt viel fröhlicher  :grinwech:
LG Cate

Was wir sehen, hängt hauptsächlich davon ab, wonach wir suchen  -  Sir John Lubbock
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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #40 am: 02. März 2016, 10:02:33 »
ich schon  :cheese:
Mirko guckt viel fröhlicher  :grinwech:

Genau das habe ich mir auch gedacht. Und er sieht nicht "reingequetscht" aus.
LG Kim & Flöckchen & Miss Elly & Trixi

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(Cato)
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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #41 am: 02. März 2016, 10:34:07 »
Aber ist es von dem Dressurpferd überhaupt eine echte Selbsthaltung, wenn die Nase hinter die Senkrechte gezogen oder geschummelt ist?
LG
Susanne
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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #42 am: 02. März 2016, 11:31:34 »
Aber ist es von dem Dressurpferd überhaupt eine echte Selbsthaltung, wenn die Nase hinter die Senkrechte gezogen oder geschummelt ist?
momentaufnahmen sind immer schwierig zu beurteilen - deshalb sind videos normalerweise aussagekräftiger. möglicherweise hält die hand am foto in dem moment gerade durch, möglicherweise gibt sie im nächsten moment nach und fühlt etwas vor, um zu sehen, ob sich das pferd selbst trägt.  dass das pferd hier einen ticken zu eng kommt und daher auch leicht falsch abknickt, sieht man. mmn. ist es trotzdem nicht sinnvoll, da mit dem lineal zu arbeiten, da haltung ja nichts statisches ist und sich schon im nächsten moment verändern kann. außerdem trägt das pferd einen reiter, d.h. das pferd muss nicht nur sich selbst in balance bringen, sondern das ganze mit dem menschen oben drauf bewerkstelligen. und es wird vermutlich konventionell über druckstufen ausgebildet sein, was den unterschiedlichen ausdruck erklärt.
ich finde beide fotos schön.
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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #43 am: 02. März 2016, 12:25:19 »
Ich würde das "hinter der Senkrechten" bei dem Reitpferd auch nicht überbewerten. Es sieht auf keinen Fall nach "zurückgezogen" aus, der Hals ist ok. Aber ich mag auch jetzt nicht den Reiter "seziert" haben, ich finde das nämlich ein schönes versammeltes Galoppbild, und deshalb finde ich das schön dass Mirko das auch konnte in dem Moment.
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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #44 am: 03. März 2016, 17:12:19 »
Auf dem zweiten Bild zeigt er das, was mir als "Remontehaltung", beim älteren Pferd auch oft als "Gebrauchshaltung" bezeichnet, beigebracht wurde. Er hat die richtigen Ideen, zeigt vielversprechende Ansätze, wenn er mit der Zeit ausreichend Kraft aufgebaut hat, kann er daraus eine schöne und gute Dehnungshaltung entwickeln.
Da ich vorhin vergessen habe, zu fragen, jetzt halt hier :cheese: :
kamen wir vorhin in der Reitstunde (*) so grob in die Richtung der Remonte-/Gebrauchshaltung? Oder war das wieder was ganz anderes? :juck:

Und eine andere, von der Reitstunde ganz unabhängige, Frage fiel mir auf der Fahrt noch ein: wenn man ein richtiges / korrektes Zügel-aus-der-Hand-Kauen hat, zeigt das Pferd dann dieses "an die Hand ziehen", nur dass der Mensch eben nicht "gegenhält", sondern die Zügel durchrutschen lässt? Kann das (perfekt geritten) dann in einer guten V/A-Haltung enden, oder fällt das Pferd dabei notgedrungen auseinander?


(*) Reitstunde mit "Leih-Pony", nicht mit Schimmelchen, so dass ich tatsächlich "einfach mal reiten" und Cate mich mit ganz neuen Übungen quälen konnte  :dops: :cheese:
Viele Grüße,
Esther
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