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Fahrgeschirr

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Re: Fahrgeschirr
« Antwort #15 am: 06. November 2018, 11:13:15 »
Ah ok. Gut, Amadeus ist ja ein erfahrenes fahrpony. Aber vielleicht fange ich dann doch einfach mit langzügel und Halfter an
Alles kommt zu dem, der warten kann.
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Re: Fahrgeschirr
« Antwort #16 am: 06. November 2018, 12:30:14 »
nur zum Vergleich - habe ja auch das Vierer-Fahrabzeichen vor einiger Zeit gemacht: in zwei Wochen Kurs (mit zwei Fahrstunden pro Tag) sind wir EINMAL im Einspänner draussen gewesen und immer nur zweiachsige Kutschen gefahren.
Sabine
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4 Highlandponies, 5 Zughunde und 10 Packziegen auf Tour

„A horse can't do "nothing", so it makes sense to choose the "something" he's be doing when he's around me.“ (Alexandra Kurland)
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Re: Fahrgeschirr
« Antwort #17 am: 06. November 2018, 18:59:23 »
Jo, ich tanz mal aus der Reihe.

Der Vorteil von Sieltec ist nicht nur, dass es pflegeleicht ist, sondern auch, dass man es bis auf den mm genau anpassen kann. Es sind eben keine Löcher vorgestanzt.

Außerdem sind sehr viele von Leder auf Sieltec umgestiegen, weil es durch Sieltec wirklich keinerlei Scheuerstellen gibt. Also gerade die sind umgestiegen, die beim Ledergeschirr Probleme mit Scheuerstellen hatten. Viele Trainer sehen Sieltec nicht gerne, weil sie einfach noch an dem Standard (= Leder) festhalten, so wie andere am Sperrriemen festhalten oder baumlose Sättel verteufeln. Hat man ja immer schon so gemacht  ;) Selbst unter erfolgreichen Distanzfahrern findet man Sieltec. (Und siehe Titanten der Rennbahn etc), so schlecht kann's nicht sein.

Ich fahre ja selber auch mit Sieltec und würde echt niemals zu Leder wechseln wollen (find mal was, was den Minis wirklich passt)

Aber auch finde ich, dass Einachserfahren kein Hexenwerk ist. Klar, der Sulky/Gig muss zum Pferd passen und das Ding muss gut austariert sein, aber da kann man sich ja auch vom Sulkybauer beraten lassen  ;) Mein Gig schwebt auf ebener Fläche richtig toll, aber wir fahren auch viel durch Sand, kleine Hügel und über holprigere Wege, aber das stört Sissi wenig. Die Evazotepolster vom Sieltecgeschirr dämpfen sehr gut und so verzeiht Sissi mir das auch (ohne mit der Wimper zu zucken), wenn ich mal ein Schlagloch übersehe. Mein Rücken übrigens nicht :pfeif: Der Rest ist, wie alles andere, Übungssache. Wenns bergauf oder bergab geht (gut, wir in Brandenburg haben sicherlich ein anderes bergauf und bergab  :cheese: ), kann man mit Gewichtsverlagerung dem Pferd sehr viel helfen.

Übrigens habe ich genau aus genannten Gründen keinen Kutschkurs besucht: Einachser, Einspänner und dann auch noch Mini. Das zeigt mir niemand beim Kurs. Überall gibt es Anleitungen, wie man ein großes Pferd aufschirrt, aber was bringt mir ne Angabe wie "eine Hand breit unter xyz" bei nem Mini? Ganz anderes Größenverhältnis. Und Signale nutze ich eh so, wie ich sie meinen Ponys im Vorfeld beigebracht habe. Ich brauche keine Griffe nach Achenbach oder so. Also, ich kenne sie, aber ich muss sie eben nicht perfekt ausführen können.

Soll jetzt nicht heißen, dass man blind draufloslegen kann, aber ich denke wir alle hier haben genug (Pferde)Verstand und wissen um die korrekte, kleinschrittige Ausbildung, für die man sich belesen muss etc. Ich habe halt Nächte lang gelesen und Video/Fotos geschaut und Gig und Geschirr immer und immer weiter angepasst und optimiert (dafür eignet sich Sieltec ja wie gesagt sehr gut), auch erfahrenere Fahrer drüberschauen lassen, andere draufsitzen lassen und von weitem geschaut usw. Da gehört natürlich schon einiges zu. Aber grundsätzlich alles so, wie ich es hier aus dem Clickerforum eh gewohnt war/bin: machen, gucken (lassen), optimieren.

Achso und wegen Kutsche und so nicht verrückt machen lassen. Man kann bei allem alles überanalysieren. So, wie es Diskussionen über Zaumzeuge, Sättel, Bandagen/Gamaschen, Gebisse etc gibt, so gibt es die auch im Kutschsport.

(So ein Kutschabzeichen ist natürlich trotzdem sinnvoll, wenn man für den Zweifelsfall (Unfall zB) einen Sachkundenachweis haben will. Aber der wird halt nicht fest verlangt, genau so wie Scheuklappen und Gebisse. Alles Grauzone, damit hab ich mich ja auch ewig beschäftigt. Aber auch da gibt es die, die schreiben "laut StVo ist es Pflicht, weil da steht xyz" - nein, es steht nirgends drin: nur mit Gebiss, nur mit Scheuklappen, nur mit Sachkundenachweis)

« Letzte Änderung: 06. November 2018, 19:09:18 von Sissi »
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Re: Fahrgeschirr
« Antwort #18 am: 06. November 2018, 19:41:49 »
Ja, aber  :cheese:  ich bin ja VFD Übungsleiter, und da sollte ich, wenn ich schon auf einen Kutschbock steige, das auch ordnungsgemäß verbrieft haben.  :nick:  Ich hab auch keinen Nerv, mir das Thema via Selbst-Recherche anzueignen, gebe ich offen zu - da gehe ich lieber einige Tage zu netten Leuten, die tag ein tag aus seit Jahren erfolgreich Leute an den Leinen ausbilden.  :nick:

Ich hab ja schon mal Leinen gehalten, verschiedentlich, und genau deshalb mag ich das fundiert lernen und hören, auf was man im allgemeinen so achten muss. Wie ich das dann mit meinem eigenen mache, ist ja dann meine Sache, aber ich möchte da wenigstens eine gescheite Grundlage haben.  :nick:

Zitat
gut, wir in Brandenburg haben sicherlich ein anderes bergauf und bergab
ein wenig :pfeif:  :lol:  Die Strasse, an der ich mal einige Jahre gewohnt hatte (nur ein paar Kilometer vom Stall entfernt) hat 23% Gefälle  :lol:
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Re: Fahrgeschirr
« Antwort #19 am: 06. November 2018, 19:52:54 »
Dann macht es auch Sinn einen Kurs zu besuchen  :nick: Letztlich soll der Kern meiner Aussage nur sein, dass man sich absolut nicht verrückt machen braucht. Es gibt für alles Befürworter und Gegner und ich habe mit der Kombi Shetty-Sieltec-Sulky (Gig) nur gute Erfahrungen gemacht (außer, dass ich auf einen günstigen Gig angewiesen bin und mich natürlich auch mal über die billigen China-Teile geärgert habe, die nun aber gegen hochwertiges Material ausgetauscht sind)

Es gibt tatsächlich aber auch reichlich Leute, die in steil-hügeligem ( :cheese: ) Gelände mit Einachser fahren, wobei ich da natürlich nicht beurteilen kann, wie gut das dann noch ist.

Achso und solltest du dich für Sieltec entscheiden, würd ich wohl tatsächlich gleich ein ganzes Geschirr nehmen oder zumindest ein anständiges Brustblatt, damit man später nur den Rest zum Geschirr dazukaufen muss, wenn Bedarf besteht. Ich habe ja für's Reifenziehen auch das Skijöringset genommen, aber eigentlich weiß ich gar nicht, wieso. Sissi hätte auch gleich mit dem ganzen Geschirr laufen können, durch das Selett hat man ja auch 'ne gute Leinenführung.
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Re: Fahrgeschirr
« Antwort #20 am: 06. November 2018, 20:58:23 »
  Ich habe ja für's Reifenziehen auch das Skijöringset genommen, aber eigentlich weiß ich gar nicht, wieso. Sissi hätte auch gleich mit dem ganzen Geschirr laufen können, durch das Selett hat man ja auch 'ne gute Leinenführung.

weil`s die hälfte kostet  8)
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