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Trennungsangst - wie gehe ich damit um?

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Re: Trennungsangst - wie gehe ich damit um?
« Antwort #15 am: 23. Februar 2017, 22:14:56 »
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pepper_mill
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Re: Trennungsangst - wie gehe ich damit um?
« Antwort #16 am: 23. Februar 2017, 23:57:21 »
Okay. Vielen Dank für den Input. Mal sehen, wie ich das letztlich umsetzen werde.
Kopfsenken frei einzufangen, ist draußen etwas tricky, da sie Typ "Trüffelschweinchen" ist - quasi die Rübe eh fast immer auf Halbmast trägt (oder mit den Lippen am Boden klebt) und noch dazu überall drauf zu steuert und wirklich meint alles näher untersuchen zu müssen, was interessant, suspekt oder fressbar aussieht. Ist eher schwierig sie ausnahmsweise mal nicht mit der Birne in Bodennähe zu erwischen. 
Vielleicht ist das Handtarget dann doch die einfachere Variante. 
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Re: Trennungsangst - wie gehe ich damit um?
« Antwort #17 am: 24. Februar 2017, 00:04:17 »
Hihi ja :kicher: Du brauchst dann quasi... Kopf hoch :grinwech:

Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt was du berichtest!
LG Tine
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pepper_mill
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Re: Trennungsangst - wie gehe ich damit um?
« Antwort #18 am: 24. Februar 2017, 16:10:54 »
Hihihi, genau. Nein, im Ernst. Eigentlich wär das manchmal ganz nützlich, um ihre Trüffelschweinchen-Alleingänge über den Hof etwas einzudämmen. Ich find's ja ganz nett, dass sie so wunderfitzig ist und sich mit suspekten Dingen auseinandersetzen möchte (interessanterweise ist sie da gar nicht so ängstlich), aaaber es wäre ganz schön, wenn ich noch etwas mehr Einfluss darauf nehmen könnte. Es ist nämlich auch gerne mal so (in fremder Umgebung), dass sie sich in Dinge hinein manövriert, die sie mental dann letztlich doch überfordern. Beispiel: Es ist irgendwo ein dunkles Gässlein, das mit Gerümpel zugestellt ist - ich kann 100%ig darauf wetten, dass Madame da gerne rein "trüffeln" würde. Steht sie mitten drin im dunklen, engen Bereich umgeben von vielen gefährlich anmutenden Gegenständen, merkt sie aber plötzlich, dass das doch ne etwas dämliche Idee war, weil sie den Überblick verliert - und dann bricht Panik aus. Deshalb habe ich manchmal auch etwas das Bedürfnis sie etwas auszubremsen zu müssen. Vielleicht kann ich es ja auch in solchen Situationen mal mit BAT versuchen.
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Re: Trennungsangst - wie gehe ich damit um?
« Antwort #19 am: 24. Februar 2017, 16:44:35 »
:five:

Bevor ich die Krümeline IRGENDWOHIN lasse sperre ich großflächig alles ab... Sie hat deswegen nämlich schon diverse Zäune auf dem Gewissen :umfall:
LG Tine
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pepper_mill
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Re: Trennungsangst - wie gehe ich damit um?
« Antwort #20 am: 24. Februar 2017, 17:58:31 »
Die Variante "Losreißen und kopflose Flucht" hatten wir zum Glück noch nie. (sie ist eher nicht der Typ, der lange Sprints zur Flucht einlegt). Da hast du ja schon einiges mit der Krümeline erlebt.

Es ist natürlich prinzipiell nie verkehrt an die Sicherheit zu denken und Vorkehrungen zu treffen! Guter Hinweis.

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Re: Trennungsangst - wie gehe ich damit um?
« Antwort #21 am: 27. Februar 2017, 10:20:53 »
Gerade lese ich ein Buch zu Ängsten bei Menschen. Im Abschnitt zu Konfrontationstherapie steht etwas, das gut zu "Situation aushalten und erst weg gehen wenn Entspannung kommt" passt. ob das natürlich 1:1 auf ein Pferd übertragbar ist weiß ich nicht, aber warum nicht. es kommt mir logisch vor.

"Bei der Konfrontationstherapie entstehen zwar viele neuronale Verbindungen in ihrem Kopf, aber bedauerlicherweise überwiegend in die falsche Richtung. Während so einer Konfrontation führt und begleitet ein Therapeut sie in eine Situation, vor der sie besonders Angst haben. Sie sollen dadurch lernen, dass ihre Angst unbegründet ist, schließlich haben sie die Situation ja überlebt. Je öfter sie diese Tortur nun über sich ergehen lassen, umso mehr soll ihre angst abstumpfen. Das funktioniert jedoch nur sehr bedingt und ausschließlich in einer sehr frühen Phase der Angsterkrankung. in sieben von zehn Fällen hingegen wird die Angst hingegen noch verschlimmert. Denn während sie auf der einen Ebene lernen, dass die angstbesetzte Sitation sie nicht tötet, durchleben sie auch mehrere Stunden voller Angst und Fluchtgedanken.
Da sich aber jeder Gedanke neuronal im Gehirn vernetzt und diese Vernetzungen umso leistungsfähiger werden, je stärker die Emotionen sind, die den Gedanken zugrunde liegen, bilden sie mit jeder Konfrontation neben ein paar Hundert positiven Synapsen auch Tausende von negativen neuronalen Verbindungen. Somit ist es klüger zuerst in einer sicheren Umgebung ihren Kopf neu zu vernetzen und anschließend völlig entspannt zu erleben, dass sie wieder alles machen können, ohne dass noch Angst aufkommt...."

Das Neuvernetzen, welches im Buch für Menschen beschrieben wird, kann man nicht auf Pferde anwenden. Trotzdem ist das für mich ein großes Plädoyer für das Trainieren unter der Reizschwelle, bzw. des Belegens eines angsteinflösenden Reizes mit etwas Positivem, denn je öfter die Angst hochkommt, desto mehr manifestiert sie sich, auch wenn die Situation irgendwann aufgelöst wird. Wirkliche Entspannung wird ja in einer angstbesetzten Situation kaum erreicht, es ist nach meiner Erfahrung (an mir selbst) eher ein "so erschöpft sein", dass man sich ergiebt und duldet.
Vielleicht könnte es eine Hilfe sein, das Pferd erstmal nicht der Angst auszusetzen ( bzw. wirklich unter der Anspannung zu bleiben), sondern es emotional aufzubauen und zu stärken. wenn es sich allgemein selbstsicher fröhlich und gesund fühlt, wird es gerne neue Aufgaben in Angriff nehmen.
Ob das im Alltag so umzusetzen ist, weiß ich nicht. Wir leben ja nicht im Labor aber ich denke, das ist der einzige Weg der auf Dauer sinnvoll ist...


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Re: Trennungsangst - wie gehe ich damit um?
« Antwort #22 am: 27. Februar 2017, 10:23:55 »
Bei Pferden gilt das auch :nick:
LG Tine
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Re: Trennungsangst - wie gehe ich damit um?
« Antwort #23 am: 27. Februar 2017, 11:59:20 »
Danke für den Text Barbara!

Ein "positives" Neuvernetzen der Neuronen könnte man ja evt auch dadurch anregen, dass man die Auseinandersetzung mit Neuem/Furchterregendem stets hochbestärkt - also die Annäherung an neue Gegenstände etc. Als Laie würde ich mir jetzt vorstellen, dass Pferde irgendwann ein unbewusst ein Verhaltensmuster entwickeln dazu. Also lernen, dass es sich lohnt, sich mit gruseligen Dingen/ Unbekanntem /... auseinanderzusetzen - und mit Hilfe dessen man dann die Komfortzone schrittchenweise ausdehnen kann.
Viele Grüße von Anna und Sandero
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Re: Trennungsangst - wie gehe ich damit um?
« Antwort #24 am: 27. Februar 2017, 14:24:55 »
Ich habe es gestern mal mit meinem Wallach so ausprobiert - ähnlich wie es im von cinnamon geposteten Video zu sehen war. Der Wallach ist an sich ein kleiner Angsthase, neigt dabei aber "nur" zum Einfrieren und Klemmen. Das hat erstaunlich gut funktioniert, da ich den Moment gut abpassen konnte, in dem er leicht zögerlich wurde, aber die Reizschwelle noch nicht überschritten war (Reiz gesichtet, Reiz als potentiell gefährlich eingestuft, aaaber noch kein Festglotzen oder Erstarren...). Wir haben's völlig ohne Festfrieren geschafft und der blieb erstaunlich weich/geschmeidig...begann viel zu kauen und zu lecken, was sonst nicht so der Fall ist (zusammengepresste Lippen!). Insgesamt wird er eigentlich immer seeeehr klotzig und glotzig ;) , wenn was Gruseliges in Sichtweite ist. Im letzten Durchgang bot er dann sogar von sich aus das Kopfsenken an - das ist für ihn schon Weltpremiere, da er in "Angstmomenten" eigentlich total darauf bedacht ist den Kopf im 5. Stockwerk zu halten und den Blick in die Ferne unter keinen Umständen aufzugeben....war spannend zu beobachten.
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Re: Trennungsangst - wie gehe ich damit um?
« Antwort #25 am: 27. Februar 2017, 14:31:08 »
super  :)
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Re: Trennungsangst - wie gehe ich damit um?
« Antwort #26 am: 27. Februar 2017, 15:19:54 »
Peppermill, cool!
Was habt ihr genau trainiert - wie im Video die Begegnung mit einem unheimlichen Objekt?
Viele Grüße von Anna und Sandero
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