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ÜdM März/April 2016: (freies) Longieren mit Pylonenkreis

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Re: ÜdM März/April 2016: (freies) Longieren mit Pylonenkreis
« Antwort #225 am: 20. August 2019, 14:59:32 »
Nein, gottbewahre - ich hab gelernt dass die Peitsche eben als verlängerter Arm für Signale da  ist. Aber was man manchmal sieht wie das "interpretiert" wird  :sad: ....
Ich hab mich viel mit der Akad. Reitkunst beschäftigt.
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Re: ÜdM März/April 2016: (freies) Longieren mit Pylonenkreis
« Antwort #226 am: 20. August 2019, 15:38:23 »
Ja, das kenne ich auch so  ;) Abgesenkte Peitsche ist neutral, angehoben ist treibend. Wenn ich ohne Gerte oder Peitsche arbeite, dann hebe ich für "schneller" auch den Arm ein wenig, in dem normal die Peitsche ist. Also, egal ob mit oder ohne Peitsche, der Arm wird nur kurz angehoben und geht dann wieder in die neutrale Haltung zurück, wenn kein Treiben mehr benötigt wird.

An der Longe mit der Longenhand das Losgehen signalisieren find ich unpraktisch  :P
Liebe Grüße von Iza, den Ponys Sissi und Elmo und den Katzenkindern Conan und Sherry
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Re: ÜdM März/April 2016: (freies) Longieren mit Pylonenkreis
« Antwort #227 am: 20. August 2019, 15:52:00 »
Deswegen kann ja jeder als Signal nehmen was grad zur aktuellen Situation und Übung und Körperhaltung passt  :)

Und jetzt vielleicht wieder ein ganz kleines bisschen mehr zurück zum eigentlichen Thema  :cheese:

(Hatten wir nicht mal einen extra Thread für "Vokabeln" :juck:)
LG Tine
Krümeline & Mucki

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Re: ÜdM März/April 2016: (freies) Longieren mit Pylonenkreis
« Antwort #228 am: 24. August 2019, 11:49:27 »
So, wir hatten noch zwei weitere Einheiten, jedes Mal mit Kreis vergrößern. Ich denke auf der neuen Größe (ca. 8 große Schritte Durchmesser) sollte ich erstmal bleiben, bis sie wirklich selbstständig außen läuft.

Einheit "3" (ich zähle mal ab inkl. der ersten Einheit 2016): https://youtu.be/A5ufsN9McRs

Einheit 4: https://youtu.be/hqNtY9Yv0Mk

Und bei Facebook wurde gefragt, warum nicht einfach mit nem viel größeren Kreis und viel mehr Matten beginnen, die Antwort kopier ich hier auch einfach noch zu:

Zitat
Da hast du Recht, große Kreise sind einfacher zu laufen - damit haben wir uns zwischendrin sehr lange beschäftigt :-)

Beim freien Longieren möchte ich der Krümeline ein Verständnis dafür vermitteln, selbstständig und unabhängig von mir auf dem Kreis zu laufen, im Idealfall später auf einem vollen Zirkel. Dabei dienen die Pylonen zunächst als optische Hilfestellung (Mensch innen, Pferd außen). Ab einer gewissen Kreisgröße bräuchte ich aber viel zu viele Pylonen um wirklich eine Barriere aufzubauen, dadurch vergrößert sich die Chance für das Pferd "Fehler" zu machen und durch die Pylonen nach innen zu kommen. Hierfür ist es also einfacher und weniger fehleranfällig, mit einem kleineren Kreis zu beginnen.

Außerdem kann man als Mensch auch nur bis zu einem gewissen Kreisdurchmesser wieder einigermaßen zügig zu einer neutralen (unbewegten) Position zurückkehren, was sehr wichtig ist, da das Pferd ja lernen soll, sich unabhängig von der Bewegung des Menschen zu bewegen. Hierfür wäre ein zu großer Kreis kontraproduktiv, da man schlichtweg mitlaufen muss, um rechtzeitig auch wieder mit dem Futter am Pferdekopf zu sein. Siehe unsere 1. Einheit, da ist es noch sehr einfach: https://youtu.be/smLdqdY_Uyo

Für die Matten gilt das selbe, sie dienen zu Beginn als Orientierung, wohin es als nächstes geht. Dazu sollte die nächste Matte sichtbar und einfach erreichbar sein. Zu viele Matten wiederum würden den Fokus zu sehr von den Pylonen auf die Matten lenken, die ich später nur noch dosiert einsetzen möchte. Also ist auch hier ein kleinerer Kreis mit +- 4 Matten ein guter Zwischenweg.

Während der letzten Einheit habe ich den Kreis sehr deutlich vergrößert (ca. 1m nach außen) und die vorher souveräne Krümeline hat begonnen zu zögern, Pylonen umzuwerfen und auch nach innen zu kommen. Die zusätzliche Matte war in dem Fall der ausgleich für mein unsauberes Steigern der Kriterien. Ich gehe davon aus, dass auch die Pferde ein Gefühl für Gleichmäßigkeit haben und ihre Schritte "mitzählen" - wenn es dann 10min lang immer nach meinetwegen 10 Schritten die nächste Matte (und den Click) gab - und plötzlich ist da aber keine Matte mehr - dann kann das verunsichern und frustrieren. Daher ist es hilfreich, nur ein Kriterium zeitgleich zu ändern, also entweder den Kreis größer zu machen, oder die Matten zu verringern.

Würde man mit einem großen Kreis und vielen Matten beginnen und nach und nach den Kreis verkleinern und die Anzahl der Matten reduzieren, würde man genau das selbe machen -> dafür sorgen, dass die Belohnungsrate ungefähr konstant bleibt, auch wenn die Kriterien sich verändern.

Zusammengefasst: Wenn man vermeiden möchte, dass die ersten Schritte einer Übung sich für das Pferde mehr lohnen, als später die schwierigeren Schritte, dann muss man dafür sorgen, dass die Belohnungsrate ähnlich hoch bleibt. Arbeit an der Dauer (also der Zeit ohne Verstärker) macht erst Sinn, wenn die Aufgabe gut verstanden wurde und zügig und motiviert ausgeführt werden kann. Sonst bricht das Verhalten zusammen und erfolgt Frust beim Pferd (und Menschen) -> einer der Gründe dafür, dass wir Menschen dazu neigen, bei den meisten begonnenen Übungen ewig an den Anfängen herumzubasteln :-)
LG Tine
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Re: ÜdM März/April 2016: (freies) Longieren mit Pylonenkreis
« Antwort #229 am: 25. August 2019, 00:24:46 »
:thup:
Alles kommt zu dem, der warten kann.
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