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Longieren neu erarbeiten mit Pylonenzirkel

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Re: Longieren neu erarbeiten mit Pylonenzirkel
« Antwort #15 am: 17. März 2016, 16:59:17 »
LG Tine
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Re: Longieren neu erarbeiten mit Pylonenzirkel
« Antwort #16 am: 17. März 2016, 20:07:18 »
 :keks:
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Re: Longieren neu erarbeiten mit Pylonenzirkel
« Antwort #17 am: 22. November 2017, 12:23:09 »
*ausbuddel*
Könnte man rein theoretisch diese Übung auch andersrum erarbeiten? Also mit einem großen Pylonenzirkel á la Pre-WWYLM anfangen, innen mitlaufen und dann peu a peu den Abstand vergrößern? :juck:
Ich frage deshalb, weil ein kleiner Zirkel für Lucca derzeit noch viel zu eng ist glaube ich. Trotzdem würde ich gerne das Longieren "entgiften" und auch übers Clickern dabei arbeiten, da ich ihn derzeit nicht reiten kann und er sich aber trotzdem bewegen und auch auspowern soll. Bisher habe ich ja strikt Clickern und Longieren/reiten getrennt, aber das wird sich wohl nicht durchsetzen lassen  :confused:

Oder wird durch diese Mikroschrittigkeit gar nicht so viel gefordert körperlich? :juck: Bin da gerade etwas verwirrt...
Liebe Grüße, Lena

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Re: Longieren neu erarbeiten mit Pylonenzirkel
« Antwort #18 am: 22. November 2017, 13:37:51 »
Ein klares Jein.  :cheese:  :lol:

Das  Aufbauen des longierens mit einem großen Pylonenzirkel wäre im Prinzip möglich, wenn man ihn aus ungefähr 30 Pylonen baut, dh. wenn eine deutliche optische Begrenzung bestünde.
 Das Prinzip, was das Pferd ja verstehen soll, ist "Mensch innen, Pferd außen".

Auf dem Minizirkel ist die Biegeanforderung sehr groß. Für manche Pferde zu groß, dann fallen sie in den Zirkel hinein und walzen alles um, so wie Mirko es zu Beginn gemacht hat. Zerlegt man die Aufgabe, sich um diesen kleinen Zirkel zu bewegen, aber in Mikro-Teilschritte, entdeckt das Pferd, wie es sich in diesem Kreis manövrieren kann. Deshalb arbeite ich zu Beginn auch sehr gerne mit zwei gegenüberliegenden Matten, weil dann der Weg von einer Matte zur nächsten nicht so lang ist und das Pferd schon wieder ausruhen kann.
Sobald es die ersten Erfolgserlebnisse hat wird der Zirkel vergrößert, dh. man geht hier vom schweren (körperlich) zum leichten (Körperlich) und vom Leichten (starke optische Begrenzung durch den Minizirkel, der ja komplett vom Mensch belegt ist) zum Schweren (Verständnis dafür, dass die Pylonen eine "Barriere" bedeuten) .

Das Pferd muss also eine höhere Denkleistung erzielen und mehr Selbständigkeit aufweisen, während es sich körperlich einfacher tut, um den Zirkel zu gehen. Baut man den Zirkel so komplett neu auf, hilft es auch das Longieren zu entgiften, weil es einfach eine ganz neue Übung ist, bei der am Ende zwar optisch das Gleiche herauskommt, es aber sehr sehr stark positiv besetzt ist. 
Würde ich beim normalen Longieren einfach Pylonen hinstellen und mich davon entfernen, ändert sich für das Pferd nicht viel, außer dass ich von ihm mehr erwarte von etwas, das es bisher noch nicht gelernt hat, indem ich meine Position noch weiter weg verlagere.
Um einen Kreis gehen zu können, muss das Pferd lernen sich in der Schulterachse zu manövrieren. Dafür ist der kleine Kreis sinnvoll. Auf dem großen Kreis kann es ja weiterhin "hereinfallen", weil es zu wenig Lernimpuls bekommt.

Das ist ja im Übrigen auch der Hintergrund der Mattenblume, diese Schulterbalance in sehr kurzen Einheiten und Momenten zu ändern, statt auf einem Zirkel zu arbeiten, wo das Pferd quasi ununterbrochen darin gefordert ist, diese Balance zu halten.
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Re: Longieren neu erarbeiten mit Pylonenzirkel
« Antwort #19 am: 22. November 2017, 15:26:25 »
Verstehe... Danke für Deine Erklärung :cookiesbig:
Also nächster Halt: Mattenladen :kicher:
Liebe Grüße, Lena

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Re: Longieren neu erarbeiten mit Pylonenzirkel
« Antwort #20 am: 05. September 2018, 14:22:42 »
Hier noch mal eine genauere Beschreibung.

also das Longieren über den Minipylonenzirkel neu aufzubauen ist wirklich etwas ganz anderes als einfach das normale Longieren durch das Gehen um einen normalen Pylonenzirkel zu ersetzen  :nick:

Das Problem ist ja dass solche bisher bekannten Sachen (wie eben auch das im Kreis gehen, sei es nun mit Tellerchen am Boden oder ohne) einfach mit negativen Aspekten belegt sind und die bekommt man nicht weg wenn man einfach Tellerchen hinlegt und die selbe Figur geht wie vorher.
(deshalb hatte ich ja auch keine Lust dazu anfangs, weil es wirklich komplett neu aufgebaut werden muss).

Entschließt man sich aber dazu ist der Minizirkel mit einer Matte eine super Sache und man kann da auch viel Abwechslung reinbringen. Und man kann ihn auch sehr gut im Zeitlupentempo starten, weil das wieder so eine Sache ist die sich "selbst" arbeitet.

[EXTERNER BILDLINK ⤤
https://dl.dropboxusercontent.com/u/3770591/CT/Minipylonenzirkel.jpg

der Mensch steht in der Mitte, der Durchmesser ist anfangs wirklich ca 1 Meter.  1 Matte liegt außen irgendwo. Möglich und sinnvoll ist auch noch ein weitere Matte weiter weg, auf der man dann zb Pausen macht, Handwechsel einleitet etc.
Von der Matte wird das Pferd in Richtung um die Pylonen gefragt - über Strick idealerweise. Man könnte es auch mit Targetstab machen, aber ich sage gleich, das ist kompliziert :kicher:   Lieber sachte über den Strick fragen und anfangs jeden einzelnen Schritt bestärken, der nicht damit endet dass das Pferd im Zirkel auf den Füssen des Menschen steht und alle Pylonen lustig umsortiert werden.  :confused:
(Als ich das mit Mirko das erste Mal versucht habe blieb kein Pylon stehen :kicher: ) Das ist aber auch ein Grund warum es mit Markiertellern nicht so gut geht, die sind einfach keine optische Barriere.

Es ist also wirklich schwer für die Pferde, deshalb lieber im Zeitlupentempo. Man muss sich auch unter Umständen etwas aus dem Zirkel herausbeugen, damit man nicht ausversehen das Pferd noch zusätzlich in der Balance stört und hereinzieht.

Anfangs reicht evtl eine Runde, dann auf der Matte gut bekeksen und wegmarschieren zur anderen Matte, oder egal wo anders hin, hauptsache geradeaus.

Wenn der Grundstein gelegt ist, und die Pylonen stehen bleiben, mache ich zwei Runden auf jeder Hand und wechsele dann die Hand. Es kann große Unterschiede zwischen den Seiten geben je nach Balance und Händigkeit.

Nach je zwei Runden wird der Zirkel größer, dh die Pylonen werden um ca 1 Pylonenbreite nach außen gesetzt. Dh es wird nach und nach immer einfacher für die Pferde weil die Biegung abnimmt.

Sobald ich merke dass das Pferd weiss: Aha, Pylonen umrunden, dann zur Matte  :aha: kann ich anfangen, mehr Schritte am Stück zu fragen (auch vorher, wenn es geht) und es dann nach und nach immer selbständiger um den Kreis laufen lassen. Wenn es das verstanden hat, können die Abstände zwischen den Pylonen immer größer werden und der Durchmesser ebenfalls. Irgendwann wird dann der Moment kommen wo das Pferd sich deutlich entscheidet "außen" zu laufen, auch wenn es geschickter innen gehen könnte (weil die Abstände dann schon wirklich groß sind, so 2 Meter zwischen den Pylonen zb. ) Solche Momente unbedingt feiern und bekeksen,  :dops: :keks: :dops: :keks: :dops: :keks: denn da merkt man wirklich dass das Konzept verstanden wurde. Vorher würde ich auch nicht anfangen mit Traben.

Wenn der Moment gekommen ist den Trab dazu zu nehmen würde ich mit Targetstick arbeiten. Immer noch eine Matte irgendwo am Kreis liegen haben und jedes Schneller werden zur Matte ebenfalls bestärken.

:dops: :dops: :dops: Das mit der Matte ausserhalb um dort den Handwechsel durchzuführen kannte ich noch nicht  :cheer: :rotw: :rotw: Das probiere ich heute Abend aus. Sonst war bei uns auch alles so wie Du es beschrieben hast. Am Anfang sind die Pylonen nur so umgefallen. Das wandelte sich über viele Einheiten zu "oh ja nicht die Pylonen umwerfen, sonst gehen wir noch weiter und der Click kommt erst dann". Das war toll zu erleben wie es "click" macht. Aus dem vergifteten Longieren haben wir es mitlerweile so hinbekommen, dass er auf jeder Hand paar Runden relativ schön trabt oder töltet und manchmal galoppiert (selten!)  :click: :click: :confused:
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Re: Longieren neu erarbeiten mit Pylonenzirkel
« Antwort #21 am: 28. Oktober 2018, 15:09:30 »
Mein Winterprojekt ist, das "Longieren"/"außen selbständig laufen" mit Amadeus und Jack neu aufzubauen.

Jack kennt schon "Mensch innen, Pferd außen" mit Pylonenkreis, ich habe es aber lange nicht geübt (auch mangels Laufmotiviation angesichts des Wetters und überhaupt).
Wir starten also neu mit einem Dualgassen"kreis" (Achteck), jeweils an den Ecken liegt ein Matte.
Anfangs geht es los mit Hilfe des Targetsticks (Bewegung) von Matte zu Matte, Click auf der Matte. Nachdem das gut klappt, beginne ich auf der Matte zu clicken (1 Huf kommt auf Matte an) und im Gehen zu füttern (kennt er auch bereits). Nach einiger Zeit entferne ich jede zweite Matte, damit der Weg länger und flüssiger wird.

https://youtu.be/Bkusax27IlQ
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Re: Longieren neu erarbeiten mit Pylonenzirkel
« Antwort #22 am: 28. Oktober 2018, 17:12:20 »
Und so sieht das mit Amadeus aus:

Video Amadeus Dualgassenzirkel
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Re: Longieren neu erarbeiten mit Pylonenzirkel
« Antwort #23 am: 20. August 2019, 13:55:44 »
Siehe auch "Übung des Monats März/April 2016" zum gleichen Thema:
https://www.clickerforum.info/index.php?topic=6052.0
Liebe Grüsse aus Niedersachsen - Fjord Freddy, Muli Ambra, New Forest Pony Asmara & Laura
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Re: Longieren neu erarbeiten mit Pylonenzirkel
« Antwort #24 am: 03. September 2019, 15:41:26 »
Hallöchen,

ich wollte mich mal nach euren Erfahrungen erkundigen.

Meine Stute ist mittlerweile beim "normalen" Longieren sehr abgestumpft (für sehr kurze Zeit hatte sie mal eine Trainerin die mehr oder weniger dauerhaft getrieben hat, mit schnalzen und aber auch Peitsche, seit da ist es meistens schwer sie zum Laufen zu bewegen). Davon abgesehen macht es ihr aber auch sichtlich wenig Spaß und mir auch nicht.

Wenn ihr auf das Longieren mit R+ umgestiegen seid, wie hat sich das bei euren Pferden ausgewirkt? Haben die wieder mehr Spaß dabei? Sind motivierter?

GLG
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Re: Longieren neu erarbeiten mit Pylonenzirkel
« Antwort #25 am: 03. September 2019, 16:07:23 »
Ich habe mit Fanny letzen Sommer das Longieren neu aufgebaut (freies Longieren mit dem Pylonenkreis und Matten). Sie hat gerne mitgemacht, ohne Halfter oder Longe, und obwohl sie jederzeit hätte abbrechen können. Ich hatte das Gefühl, dass mit den Matten als Ziel ganz klar war, wo es den nächsten Keks gibt und ihr diese Vorhersehbarkeit gut getan hat.
Liebe Grüße, Anna
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