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Rund um Vegane Lebensweise

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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #60 am: 19. Oktober 2013, 09:43:33 »
Da meine Schwester und die Freundin von meinem Bruder beide vegetarisch/vegan unterwegs sind, komm ich schon öfter mal in den Genuss, was von den Ersatzprodukten mitzuessen. Das meiste schmeckt mir persönlich nicht so besonders. Wenn ich koche gibts aber auch regelmäßig fleischfrei, ich mag z.B. total gern Gemüseauflauf mit Halloumi oder Quark-Kartoffeln. Komplett auf Milch & Eier zu verzichten würd mir glaub ich schon schwer fallen, wobei mein Milch(produkt)konsum sich schon sehr in Grenzen hält, weil ichs mit den Jahren immer weniger vertrag.
LG Tine
Krümeline & Mucki

Ab und zu ist es gut, in unserem Streben nach Glück innezuhalten und einfach glücklich zu sein ~ Guillaume Apollinaire
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Noryel
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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #61 am: 19. Oktober 2013, 09:50:04 »
Ich bin ja nun auch schon seit einiger Zeit Vegetarierin und ich brauche das ganze Fleischersatzzeugs auch nicht.
Ich kann da eigentlich nur bei Johanna und Nathalie unterschreiben.

4 Wochen lebte ich auch vegan, aber das ist schon eine Qual für mich. Da ich einfach viel zu gerne Kuchen, Schoko und Kekse esse!  :rotw: Und jedes Mal für mich alleine zu backen, darauf hatte ich dann i-wie keine Lust.
Milch habe ich jetzt durch die Alpro Reismilch ersetzt (bin ein Cornflakes-Junkie) - schmeckt mir sehr gut. Besser als normale.  ;)
Generell versuch ich so vegan wie möglich zu leben, aber wenn ich jetzt mal Lust auf Schokolade, Kuchen oder eine Käse-/ Butterbrot habe ess ich das auch!  :nick:
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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #62 am: 19. Oktober 2013, 12:54:45 »
Die Schlussfolgerung Fleischersatzprodukte seien inkonsequent finde ich persönlich nicht einleuchtend. Denn den Geschmack von zb. einem Schnitzel gut zu finden ist meiner Meinung nicht verwerflich, blöd wirds erst wenn dafür ein Rind schlecht gehalten wird und unwürdig zu Tode kommt, bzw. wenn überhaupt ein Tier für meinen Genuss sterben muss.
Wenn ich mich nun bewußt gegen dieses Leid entscheide, das Veggi-Schnitzel aber auch mag - so what?
Ich seh da keine Inkonsequenz?!  :nixweiss:

Mir persönlich schmecken einige davon vieeel besser als Fleisch (nicht alle, da gibts auch ganz grausige), eben weil sie nicht wie Fleisch schmecken. Verständlich?  :cheese:
Aber auch mein Sohn freut sich über die "Schinkenfleckerl" mit Räuchertofu weil dafür niemand sterben musste. Find ich lieb und unterstütze ich. Vegetarisch lebt er nicht und isst auch gern Fleisch, nur eben nicht zu Hause.

Zum Rest - ich glaube eine vegane Welt ist sooooo realitätsfern, dass alle Diskussionen müssig sind!  :cheese:
Wobei ich immer für einen bewußten, regionalen und saisonalen Einkauf plädiere - egal ob Fleisch, Obst oder Gemüse. Meiner bescheidenen Meinung nach handelt man nämlich so im Endeffekt am umweltschonensten und auch für sich selbst am gesündesten.
Liebe Grüße von Marianne und Bernhard

"Ganze Weltalter voll Liebe werden notwendig sein, um den Tieren ihre Dienste und Verdienste an uns zu vergelten."
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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #63 am: 19. Oktober 2013, 13:48:54 »
Den letzten Absatz kann ich voll unterschreiben!
LG Tine
Krümeline & Mucki

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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #64 am: 19. Oktober 2013, 14:22:04 »
marianne  :thup:
Ich verstehs halt nicht, denn wenn ich kein Fleisch esse aus Prinzip wegen den Tieren, dann brauch ich auch keine nach fleisch schmeckenden Ersatzprodukte- da sollte man sich schon selber soweit kontrollieren können.
warum soll man das nicht essen? es gibt ja auch leute, denen es prinzipiell vor fleisch nicht graust, die aber eben eine bewusste ethische entscheidung treffen möchten.
ich esse auch keine ersatzprodukte, finde es aber weder moralisch verwerflich, noch sonstwie bedenklich. viele ersatzprodukte sind zudem durchaus eigene lebensmittel - seitan hat in östlichen ländern lange tradition. dort ist es kein ersatz, sondern vollwertige nahrung.

Kann sein, dass ich aufm Holzweg bin, aber ich empfinds wie Nathalie. Kein Fleisch, dann auch kein Fleischgeschmack. :nixweiss: Fühlt sich für mich (!) inkonsequent an.
die meisten ersatzprodukte schmecken eh nicht nach fleisch, sondern danach was drinnen ist - soja zb.
auch von der struktur her kommt`s nicht an fleisch ran.
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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #65 am: 19. Oktober 2013, 14:49:58 »
Ich finds ned verwerflich. ;) Und ich kritisiert auch ned.

Ich glaube nur, ICH würd mich nicht nur gegen Fleisch, sondern auch gegen Schnitzel entscheiden. ;)

Ich kenne Tofu, aber naja. Nix halbes, nix ganzes in meinen Augen. Bissl FAD, insofern kann ich es auch weglassen. Nur dass die Tomatensoße wie Bolognese aussieht, brauch ich jetzt ned zwingend die Krümel. Meine Erfahrung. Schmeckt mir dann ohne "Einlage" genauso. :)

« Letzte Änderung: 19. Oktober 2013, 15:17:47 von MonaLisaPaula »
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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #66 am: 19. Oktober 2013, 14:56:03 »
kommt auf die zubereitung an und soja ist ja wie gesagt nicht alles.
aber die tofupackerln aus`m supermarkt find ich auch grindig, ja.
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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #67 am: 19. Oktober 2013, 14:56:56 »
Es soll sowieso jeder das essen was er oder sie möchte!  :nick:

Ich wollt jetzt auch nicht beleidigt oder angriffig rüberkommen, ich hab nur den Gedankengang mit der Inkonsequenz nicht verstanden. Und versteh ihn immer noch nicht..  :cheese:
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verena
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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #68 am: 19. Oktober 2013, 19:12:35 »
die meisten ersatzprodukte schmecken eh nicht nach fleisch, sondern danach was drinnen ist - soja zb.
auch von der struktur her kommt`s nicht an fleisch ran.
Wollte ich auch grad schreiben, ich habe schon viele verschiedene Sorten von Tofu, Sojaprodukten probiert und habe bis jetzt keines kennengelernt, das auch nur annähernd nach Fleisch geschmeckt hat :nixweiss:
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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #69 am: 24. Oktober 2013, 11:42:59 »
noch was zum thema:

Gutes Soja, schlechtes Soja

Soja ist einer der wichtigsten Eiweißlieferanten weltweit. Auf riesigen Agrarflächen wird die Hülsenfrucht angebaut. Für die Welternährung ist sie von entscheidender Bedeutung. Der Handel mit Soja ist ein gigantischer Markt. Mehr als 30 Millionen Tonnen importieren die Staaten der EU jährlich allein als Futtermittel für die Massentierhaltung. Und das hat drastische Folgen für Mensch und Natur.

http://www.zdf.de/planet-e/Gutes-Soja-schlechtes-Soja-30006204.html
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Mannimen
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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #70 am: 24. Oktober 2013, 11:53:04 »
 :-X :nixweiss: :waah2:
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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #71 am: 29. Oktober 2013, 07:22:48 »
Habe gestern meine erste vegane Schokolade entdeckt, die mir wirklich schmeckt!!! :candy: Die dunkle Nougat von Vivani. so lecker!!! ich steh nämlich eher auf süß und das Herbe wird hier durch den Nougat schön überdeckt. Da war gleich die ganze Tafel fällig  :pfeif:
Glück ist nichts Äußeres, sondern ein kleines Singen der Seele
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Birte
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Re: Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #72 am: 07. November 2013, 11:35:41 »
Ach je, ich weiß, ich sollte es lassen hier mit zu schreiben, weil ich bestimmt gleich wieder ganz viel  :schwingkeul: bekomme und ich dann wieder  :heul:  werde .... aber ich kann nicht anders, dazu berührt mich das Thema einfach viel zu sehr!

Deswegen möchte ich hier nun auf ein paar Punkte aus meiner Sicht darstellen:

Thema1:

„Es ist jedem seine Angelegenheit, ob er Fleisch ist oder nicht“

Das finde ich so nicht richtig. Durch die Entscheidung Fleisch zu essen nehme ich unmittelbar Einfluss auf die Unversehrtheit eines anderen Lebewesens. Ich gebe damit in Auftrag das ein Tier in 95% der Fälle tierquälerisch gehalten, gemästet und noch im Kindesalter getötet wird. Solange eine Entscheidung nur mein Wohl und meine Gesundheit betrifft, ja, solange ist es nur meine eigene Angelegenheit. Wenn aber meine Entscheidung Leiden Dritter produziert, ist es in meinen Augen nicht mehr nur meine Angelegenheit.

Würde ich meine Pferde hier unter Bedingungen dahin vegetieren lassen, wie sie in der Massentierhaltung üblich sind: engster Raum, kein Tageslicht, keine Sozialkontakte usw., stände sofort der Tierschutz und das Vetamt bei mir vor der Tür und alle würden mich als Tierquäler verdammen. Aber für Schwein, Rind und Huhn ist das völlig ok? Ist doch meine Angelegenheit? Sind doch meine Pferde?

Es ist doch auch nicht nur meine Angelegenheit ob ich mein Altöl in den Wald schütte oder  mein Kind misshandle! Die Ökobilanz der Fleischproduktion ist eine Katastrophe! Haben wir nicht alle eine Verantwortung unserem Planeten gegenüber? Unsere Ressourcen gehen zu Neige. Unsere Kinder und Enkel werden vor Problemen stehen, die wir uns heute kaum vorstellen können. Dürfen wir davor wirklich die Augen verschliessen und sagen: „Es ist doch meine Angelegenheit?“

Wer sich diese Frage wirklich stellen möchte, sollte sich den Film earthlings antun.

Thema Nr 2:

„Dann würden die Nutztierrassen aussterben“

Also zunächst stellt sich mir die Frage, was für das Tier besser wäre: Gar nicht erst auf die Welt zu kommen oder ein paar Monate unter grausamen Qualen auf dieser Erde verweilen zu müssen (ja, ich weiß, es gibt auch ein paar glückliche Tiere (siehe oben) in der Nutztierhaltung, aber sorry, den meisten geht es einfach grottenschlecht) ...

Ich bin auf jeden Fall dafür das die Tiere (nicht in der unsinnigen Masse wie jetzt), weiterhin bei uns leben sollten. Ja, es gibt viele Grasflächen die Rinder brauchen, also lassen wir sie bitte dort auch weiter leben. Wir nehmen ihnen aber bitte ihre Babys nicht weg und lassen sie wieder so weit es möglich ist natürlich leben. Und wenn sie irgendwann sterben (gerne auch mit unserer Unterstützung wenn ein Weiterleben zu große Qual bedeutet, weil krank) finde ich es auch legitim ihren Körper zu verwerten. Aber ein Tier nur dafür zu züchten um es auszubeuten, ihnen ihre Babys wegzunehmen und diese nach ein paar Wochen zu schlachten, finde ich falsch!

Unser Staat, also wir, finanzieren die Massentierhaltung, finanzieren, dass Butterberge vergammeln und Milch LKW-weise weggeschüttet werden. Wie wäre es wenn wir mit diesem Geld den Tieren ein Leben finanzieren?
Sicherlich, da gibt es noch viele offene Fragen und ich bin weit davon entfernt auf diese eine Antwort zu wissen. Aber würde die Menschheit endlich anfangen wirklich umzudenken, werden sich bestimmt gute, lebensfreundliche Antworten finden lassen. So wäre ich z.B. auch gerne bereit nach meinem natürlichen Ableben meine Knochen zur Verfügung zustellen, um diese als Dünger auf die Felder streuen zu lassen ...

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Birte
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Re: Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #73 am: 07. November 2013, 11:36:09 »
Thema 3:

„Veganer/Vegetarier die Fleischersatz essen sind inkonsequent“

Wenn ich Abends ausgehe und unbändig Durst auf ein Bier habe, aber nüchtern bleiben möchte um ohne Unfall wieder nach Hause zu kommen, bin ich dann, wenn ich mir ein alkoholfreies Bier bestelle, auch inkonsequent oder vielleicht doch eher verantwortungsvoll? Wird mir jemand einen Vorwurf machen weil ich ein alkoholfreies Bier bestelle und mir sagen, wenn das so ist das ich keinen Alkohol trinken möchte, soll ich gefälligst nur Wasser trinken?

Wenn ich glücklich in einer Beziehung bin, mein Partner und ich uns für Verhütung entschieden haben weil wir unsere Familienplanung abgeschlossen haben, dürfen wir dann keinen S** mehr haben? Sind wir also „inkonsequent“ wenn wir doch welchen haben? Sollen wir konsequenter Weise im Zölibat leben?

Stellt Euch vor Ihr geht in einen Imbiss und habt die Wahl zwischen zwei Dönern. Beide sind gleich lecker und kosten gleich viel. Für den einen Döner hat ein Tier gelitten und ist dafür gestorben, die Folgekosten für die Umwelt sind immens (ich habe mal gehört, dass die Folgekosten für einen Hamburger der €1.- kostet, € 200.- betragen!). Obendrein ist er auch noch ungesund. Und daneben gibt es den anderen Döner, für den eben kein Tier gelitten hat, der eine wesentlich bessere Ökobilanz aufweist und der auch noch gesünder ist. Was ist nun also inkonsequent daran Döner Nr. 2 zu wählen?
Und wer jetzt sagt: Döner Nr 1 wird aber leckerer sein, den lade ich gerne zum Dönerprobeessen zu mir ein!

Wenn ich also konsequenter Weise kein „Fleischersatz“ essen dürfte, dann wäre ich ja auch inkonsequent wenn ich meine heiss geliebte Dinkel-Mandelmilch in meinen Kaffee kippe oder mir mein leckeres veganes Mousse au chocolat zaubere. Frei nach dem Motto: „So, Du bist also bereit zu verzichten? Dann knabbere aber auch nur noch Möhren“!
Warum wird es uns nicht gegönnt Alternativen zu essen, wenn sie uns doch schmecken und wir damit kein Leid produzieren?

Mittlerweile gibt es eigentlich für alles wirklich gute und leckere vegane Alternativen. Ich kann heute fast alle meine früheren Lieblingsessen vegan nach kochen, egal ob Lasagne oder Hot Dog. Mein Speiseplan ist heute umfangreicher als früher, da ich mich an viele neue Dinge getraut habe, die ich ansonsten niemals ausprobiert hätte. Klar, viele Versuche waren auch ein Griff ins Klo und schmeckten nicht, aber das Weitersuchen hat sich gelohnt!

Der positive Nebeneffekt: Ich bin heute gesünder (deutlich gesunkener Cholesterinspiegel), habe mehr Energie, bessere Laune und habe mit Genuss ein paar Kilos verloren. (Zum Thema Gesundheit und vegane Ernährung gibt es den tollen Film „Gabel statt Skalpell“, sollte jeder gesehen haben)


Thema Nr 4:

„Tierliebe leben“

Ich finde es immer wieder sehr befremdlich mit Menschen über das Thema zu diskutieren die von sich sagen, das sie tierlieb sind. Warum hört diese Liebe am Tellerrand auf? Warum wird der Hund geliebt und das Kalb gegessen? Warum machen sich viele in diesem Forum Gedanken darüber, ob der Druck der Hand an der Brust zu viel negative Verstärkung für die empfindsame Pferdeseele ist, um dann ein Schnitzel essen zu gehen?

Sehr oft entstehen solche Diskussionen beim gemeinsamen essen. Ich kann darauf wetten das dann Sätze kommen wie „ich esse ja nur noch ganz selten Fleisch“ oder „ich achte immer darauf wo das Fleisch herkommt“. Und ich schaue auf deren Teller und sehe dort ein Steak und noch nie habe ich erlebt das mein Diskussionspartner den Kellner gefragt hat, wo das Tier herkommt und wie es gelebt hat ...
Auch hat jeder einen Bauern mit glücklichen Hühner und man holt seine Eier nur dort. Isst aber den Kuchen vom Bäcker und Eiernudeln ...
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Birte
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Re: Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #74 am: 07. November 2013, 11:36:35 »
Thema Nr. 5:

„Tierquälerische vegane Haustierernährung“

Ja, auch meine Hunde müssen vegan bei mir leben. Ich finde es echt krass wie häufig ich deswegen schon aufs übelste beschimpft wurde. Ich wäre ein Tierquäler, grob fahrlässig und ich sollte meine Tiere besser abgeben ...

Vorab: Ich habe mich umfangreich mit dem Thema vegane Ernährung bei Haustieren befasst und bin dabei zur Überzeugung gekommen, dass auch für Hunde die vegane Ernährung gesünder ist als die mit Fleisch und bei guter Durchführung kein Mangel und keine gesundheitliche Beeinträchtigung zu erwarten ist. Die Gesundheit meiner Hunde hat sich nach der Umstellung sogar ins positive verändert! 2003 schaffte es ein Border Collie mit einem Alter von 27 Jahren ins Guinness Buch der Rekorde. Er wurde sein Leben lang vegan ernährt. Ist also die Frage: Wurde er TROTZ dieser Ernährung so alt oder vielleicht WEGEN?

Keiner meiner Hunde steht mit weinenden Augen vor seinem fleischlosen Futternapf. Sie fressen ihr Futter mit großer Begeisterung und ich bin mir sicher das sie nicht mal merken das kein Fleisch in ihrem Fressen ist. Sie müssen keine geschmacklosen Salatblätter knabbern, ihre Ernährung ist abwechslungsreich und hochwertig.

Wo ist das Leid meiner Hunde? Ich sehe es nicht! Sie führen ein traumhaftes Luxusleben! Es geht ihnen super gut! Sie sind gesund, sie haben Lebensfreude ohne Ende! Aber ich sehe sehr wohl das Leid der Tiere, die für Cha**y und Co in die Dose wandern. Warum zählt deren Leid nicht? Warum kann man sie nicht so weit es geht schonen, wenn es ohne genauso gut (oder sogar besser) geht? Warum bin ich kein Tierquäler wenn ich für meine Tiere andere Tiere leiden und töten lasse? Weil es eben „artgerechter“ und „natürlicher“ ist? Auf dieser Welt ist doch nichts mehr artgerecht und natürlich, schon gar nicht, was im herkömmlichen Hundefutter enthalten ist (E-Nummern ohne Ende, Konservierungsstoffe, Lockstoffe, Farbstoffe ...). Wer so etwas füttert ist aber kein Tierquäler, weil, ist ja Fleisch drin ... (oder sagen wir, so was ähnliches...).

Ich werde meine Hunde nicht wieder zurück ins Tierheim geben, nur damit sie dort wieder ein paar Prozent Tier in ihrem Futter haben. Sie leisten ihren Beitrag zum Tier-und Umweltschutz wie auch ich. Denn immerhin wollen ja auch ihre Hundenachkommen später noch einen bewohnbaren Planeten vorfinden!

Ich kenne so viele gute Argumente für eine vegane Lebensweise. Gute Gegenargumente kenne ich keine. Da kommt nur: „es schmeckt halt so gut ...“  „es war schon immer so ...“ ... „wir sind halt Fleischesser“ ...

Nur weil es schon immer so war oder weil alle es so machen, muss etwas nicht gut oder richtig sein.

Keine Frage, auch ich schaffe es leider nicht 100% vegan zu leben. Auch ich hinterlasse auf dieser Welt meine negativen Fussspuren. Ich bin weit davon ein perfekter, fehlerfreier Mensch zu sein. Ich fahre Auto, produziere Plastikmüll, zertrete beim Spaziergang (unbeabsichtigt) Käfer usw. Aber ich gebe mir Mühe es so gut wie möglich zu machen und jeden Tag etwas bewusster und achtsamer zu leben. Ich träume von einer besseren Welt also muss ich mir Mühe geben die Veränderung zu sein, die ich mir in der Welt wünsche.

Zum Abschluss:
Ich liebe Tiere! Ich will nicht das sie meinetwegen leiden und überhaupt: meine Freunde esse ich nicht!

Und jetzt ziehe ich mir schnell mein dickes (Kunst) Fell über und harre der Dinge, die da wahrscheinlich kommen. Denn eines habe ich schon gelernt: Beliebt mache ich mich mit meiner Einstellung nicht und in der Regel kommen jetzt viele Kommentare, die beginnen mit: „Aber Du ...
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