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Rund um Vegane Lebensweise

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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #30 am: 16. Oktober 2013, 14:58:35 »
danke für`s abtrennen  :keks:

hier noch was zum thema die welt ernähren:
http://www.arte.tv/de/zukunft-pflanzen-bio-fuer-9-milliarden/6815836.html
doku dazu: http://vimeo.com/51911008
diskussion: https://www.youtube.com/watch?v=ChEodMssFRs
und fakt ist immer noch, dass die hälfte aller erzeugter lebensmittelgüter weltweit weg geworfen werden - soviel zum thema könnnen wir unsere menschenheit ernähren.
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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #31 am: 16. Oktober 2013, 16:34:02 »
Bloß dass halt Gentechnik auch vor Ländergrenzen keinen Halt macht. Auf der BOKU wurde uns erklärt, 98% des ganzen Sojas sind gentechnisch verändert.
Wir haben ja eine Zeit lang Sojaschrot an die Kühe verfüttert, der als GMO-frei zertifiziert war. Im Kleingedruckten stand jedoch, dass dennoch bis zu 2% gentechnisch verändertes Material enthalten sein kann. Ist ansich auch legal, wir haben trotzdem umgestellt. Demnach glaub ich auch dem Werbezeug der Sojaprodukthersteller nicht.

Abgesehen davon muss sowas wer anbauen wollen. Diese ganzen Pflanzen sind doch auch immer ein Risiko. Wäre auf größeren Flächen Soja angebaut, würde sicher irgendein Schädling kommen, wo du als Biobauer kaum eine Chance hast. Ist doch bei den Ackerbohnen auch so. Als sowas kaum wer hatte hat es super funktioniert und jetzt muss halt wirklich alles passen damit es keinen übermäßigen Ernteausfall gibt weil die Bohnen von irgendeinem Wurm durchbohrt werden.

Hier noch ein Foto von unseren Kühen:
[EXTERNER BILDLINK ⤤
https://scontent-b-lhr.xx.fbcdn.net/hphotos-prn2/1381839_606697386035507_1528195156_n.jpg


Wir sind KEINE Biobauern (dafür fehlen uns die Flächen), aber unsere Kühe sind die Einzigen in der ganzen Umgebung, die auf die Weide kommen. Bei Bio gibts ausreichend Schlupflöcher sodass es ausreichend ist, sie im Betonauslauf zu halten. Soviel zu dem ganzen Biowahn, der immer kursiert. Unsere Tiere werden zuerst homöopathisch oder mit Naturheilmittel behandelt und wenn man sieht dass es nicht anschlägt kommt erst der Tierarzt und gibt Antibiotika.

« Letzte Änderung: 16. Oktober 2013, 16:37:28 von Coco »
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Hab Spaß, Corina
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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #32 am: 16. Oktober 2013, 16:56:53 »
Coco, :thup:
Finds super, wie gut ihr versucht, das Tierwohl an erste Stelle zu setzen!

Hier ist auch genau 1 Hof, wo die Kühe seit nem halben Jahr auf eine Weide dürfen. Inzwischen weiß ich, es ist ein Bio-Hof. Aber schon länger, als die Kühe raus dürfen. :P
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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #33 am: 16. Oktober 2013, 18:53:26 »
Ich hab nicht alles gelesen.
Erstmal: coco:  :keks: für die schöne kuhweide  :cheese:
Bei uns ist es leider auch so, dass ganz viele bauern nur die kalbinnen rauslassen... Sogar die ganz kleinen kälber wohnen in igloartigen höhlen mit vlt 2qm..
Dann schimpfen alle auf die bauern.. Dabei ists eigentlich so, dass es sich doch garnicht ausgeht, soviel zu produzieren, dass man überleben kann und dabei alle kühe immer draußen zu haben. Da braucht man irre flächen, und die zeit sie zweimal täglich reinzuholen zum melken..
Deswegen gehts glaub ich nur so, dass fleisch, eier, milch mal deutlich teurer werden, und die bauern mehr dafür bekommen  und dann, dass die leute weniger fleisch essen.

Ich will niemandem fleischessen verbieten, aber ich kenn soo viele die 3 mal täglich fleisch am teller haben. Da kann man doch eh viel reduzieren - wenn man will...
Liebe Grüße!
Seelenpferde hat jemand einmal Pferde wie dich genannt- Pferde, die es nur einmal geben wird im Leben, die man begleiten darf und die einen auf andere Wege führen.
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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #34 am: 16. Oktober 2013, 19:12:38 »
Hier kommen gaaar keine Kühe raus. Außer bei besagtem Hof, das sind Kühe mit Kälbern bei Fuß.

Anna, da ist viel Wahres dran, wärs teurer, würden viele umdenken (müssen).

Ich hab 1 vegetarisches Mittagessen/Woche fest eingeführt, mogle manchmal noch ein 2. dazu. :P Mein Mann "braucht" sein täglich Fleisch. :P Aber er macht brav mit. :cheer:
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verena
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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #35 am: 16. Oktober 2013, 22:50:59 »
bei mir hat sich die vegetarische (nicht vegane) Lebensweise einfach so ergeben seit ich auf dem Land lebe. Das fing an mit Schweinefleisch verweigern, als der Bauer gegenüber am Hof die Schweine erschossen hat und ich vom Schlafzimmerfenster das alles mithören musste, dann die regelmäßigen Schweinetransporte, wo sie hineingeprügelt werden, meist ausgerechnet wenn ich beim Morgenspaziergang mit den Hunden vorbeigehe. Dann ein paar Mal Rindertransporter gesehen, da wars dann aus mit dem Rindfleisch. Habe lange Zeit noch Huhn gegessen, jetzt kann ich es auch nicht mehr. Nur noch Fisch, bin neugierig wie lange. Ich kann  nicht sagen, daß mir Fleisch nicht geschmeckt hat, aber ich kann es einfach nicht mehr essen. Mein Mann 'muß' das mitmachen, aber er jammert nicht und ißt brav :cheese:
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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #36 am: 16. Oktober 2013, 23:45:21 »
Wir haben ja eine Zeit lang Sojaschrot an die Kühe verfüttert, der als GMO-frei zertifiziert war. Im Kleingedruckten stand jedoch, dass dennoch bis zu 2% gentechnisch verändertes Material enthalten sein kann. Ist ansich auch legal, wir haben trotzdem umgestellt. Demnach glaub ich auch dem Werbezeug der Sojaprodukthersteller nicht.
auch das ist ein mitgrund für die veganbewegung.
und von monokulturen redet niemand - soja kann man zb. gemeinsam mit roggen und klee kultivieren - diese düngen das soja (roggen stellt kohlenstoff bereit, klee fixiert den stickstoff) und schützen vor erosionen. durch nachhaltigen anbau kann man da leicht die hälfte an energie und pestiziden einsparen.
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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #37 am: 17. Oktober 2013, 07:32:13 »
@cinnamon  du kennst dich ja echt aus! Kompliment! ich kanns zwar nicht auf Richtigkeit überprüfen hört sich aber gut an  :lol:
Glück ist nichts Äußeres, sondern ein kleines Singen der Seele
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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #38 am: 17. Oktober 2013, 07:35:36 »
Zwischenfrage: Bio hat doch mit der Haltung eh wenig zu tun, oder?
Ich hatte das immer so im Kopf, dass mir ein biosiegel halt sagt, dass es z.B. nicht gentechnisch verändert ist oder sonstiges. Also Sachen, die das Lebensmittel, das dabei raus kommt, und mich betreffen.
Mit der Haltung hat das ja gar nix zu tun? Oder wie ist das?
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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #39 am: 17. Oktober 2013, 07:44:00 »
Soweit ich weiß, müssen Bio-Bauern schon auch die Haltung  entsprechend gestalten. Beispielsweise Freiland für Hühner mit Möglichkeit zum Scharren, Laufställe plus Freigang für Kühe...
Nur WIE das umgesetzt wird, ist manchmal fragwürdig. Hühner leben im Schotter, weil Gras schwierig ist, sauberzuhalten (wenn ichs richtig im Kopf hab) und Kühe dürfen in ein betoniertes Paddock.
Freigang ist also ein Muss, das wie bzw wo ist aber nicht näher definiert.

So hab ich es zumindest im Kopf.
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solera
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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #40 am: 17. Oktober 2013, 08:13:54 »
Wir haben ja eine Zeit lang Sojaschrot an die Kühe verfüttert, der als GMO-frei zertifiziert war. Im Kleingedruckten stand jedoch, dass dennoch bis zu 2% gentechnisch verändertes Material enthalten sein kann. Ist ansich auch legal, wir haben trotzdem umgestellt. Demnach glaub ich auch dem Werbezeug der Sojaprodukthersteller nicht.
auch das ist ein mitgrund für die veganbewegung.
und von monokulturen redet niemand - soja kann man zb. gemeinsam mit roggen und klee kultivieren - diese düngen das soja (roggen stellt kohlenstoff bereit, klee fixiert den stickstoff) und schützen vor erosionen. durch nachhaltigen anbau kann man da leicht die hälfte an energie und pestiziden einsparen.
schon mal gemacht? das klingt in der theorie zwar super, ist aber nicht ganz so easy umzusetzen. wir arbeiten auch mit decksaaten etc. aber für den hausgebrauch ist es mir auch wurscht ob mir ein körnchen hafer ins heu fällt oder nicht, ob mir das maiskorn den königlichen klee versaut oder nicht, aber vorhin waren 2% nicht sortenrein beim soja schon ein drama! das problem ist aber, dass man das sooo genau gar nicht ohne monokultur hinbringt, aber sicher, in der theorie klingt das voll super, aber ich empfehle eine testfläche von 2m2 im garten für solche experimente anzulegen, sich den wuchs anzusehen und sich vorstellen, dass auf mehreren hektar mittels erntemaschinen einbringen zu müssen, hernach sortenreinheit garantieren zu müssen und dann kannst ja gleich nochmal nachgooglen wer dir den schmonz abnimmt, weil du brauchst zum teil trocknungsanlagen für dein erntegut, die gibt's nur in sortenrein und zum teil so weit weg, dass man im umkreis von 50km seine bioernte nicht mal anbringt, sondern zum konventionellen im lagerhaus dazuschmeißen kann um überhaupt irgendwas dafür zu bekommen, was sich noch rechnet. ergo bau ich sachen an, die auch wirklich einen lokalen markt haben. probieren kann man's nur mit ein paar öko-freaks, die von weitweitweg anreisen und ab hof kaufen. wennst unkraut jäten kommst, kannst mitspielen. die großen flächen, die wir bis letztes jahr bewirtschaftet haben, gibt's eh nicht mehr, dass du dir 180ha biolandbau antun musst.

und zu der schweinegeschichte... wir hatten zu spiteznzeiten 1000 schweine daheim und ganz ehrlich: es war immer "humaner" das tier vor ort zu schlachten als auf die reise zu schicken. und was genau stört dich am erschießen? das ist wenigstens gleich vorbei. ich wär heute noch für hausschlachtungen, damit die leute überhaupt wissen wer das halbe schnitzel war, das sie da am teller übrig lassen.
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solera
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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #41 am: 17. Oktober 2013, 08:25:54 »
Soweit ich weiß, müssen Bio-Bauern schon auch die Haltung  entsprechend gestalten. Beispielsweise Freiland für Hühner mit Möglichkeit zum Scharren, Laufställe plus Freigang für Kühe...
Nur WIE das umgesetzt wird, ist manchmal fragwürdig. Hühner leben im Schotter, weil Gras schwierig ist, sauberzuhalten (wenn ichs richtig im Kopf hab) und Kühe dürfen in ein betoniertes Paddock.
Freigang ist also ein Muss, das wie bzw wo ist aber nicht näher definiert.

So hab ich es zumindest im Kopf.
im prinzip wird - zumindest hierzulande - bei bio vorgeschrieben, dass die tiere "gelüftet" (ich nenn das mal so) werden müssen, weil man gibt schlicht an wieviele tage im jahr die tiere ohne dach waren... es gibt aber hunderte ausreden warum man das nicht machen muss: zb. wiesenschonung wegen frühem wintereinbruch (also wenn's dann im herbst gatschig wird) oder weil man's als heuwiese braucht etc., dann gibt's allerdings auch vorschriften wieviel fläche/ GVE zur verfügung stehen muss, es ist aber gar kein problem die alle in was deutlich kleinerem einzupferchen - da muss man's dann allerdings mit dichtbeton zumachen, damit die grundwasserbelastung nicht zu hoch wird... der mensch steht halt nicht auch zu viel nitrit im grundwasser. dann gibt's noch so schlupflöcher wie einen teil der herde (zb. die mastviecher) auszusetzen auf der alm, aber den rest aufgestallt lassen... gilt dann wie halbjährig draußen für alle. im grunde heißt bio also nur, dass der rest vom futter ungespritzt ist und dass du am ende des jahres aufschreiben musst wieviele tage die viecher draußen waren.
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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #42 am: 17. Oktober 2013, 08:30:29 »
Ne Freundin von meiner Mum versucht genau das. Den Bezug zum Giggl. :cheese:
Sie hat sich nun Hühner plus Hahn besorgt. Der Herr wird angemurkst und aufgegessen. So will sie für sich den Fleischkonsum bewusster machen und einschränken.
Ein Anfang, den ich bewundernswert find. :cheer:
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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #43 am: 17. Oktober 2013, 08:34:46 »
@ Coco: ich finde es toll wie ihr die Kühe haltet!
Ich bin trotzdem einer von den Biokäufern bzw. gucke mich hier immer mehr nach regionalen Produkten um, wo ich einfach seh wie die Tiere gehalten werden.
Bei uns neben dem Stall gibt es zum Beispiel nen tollen Kuhbauer, der ist auch nicht bio, die Tiere kommen aber regelmäßig raus und haben wenn sie drinnen sind einen super schönen großen Offenstall mit Sicht über die Weiden, besser belüftet geht nicht. Da kann man die Milch auch dirket am Automaten am Hof kaufen.

Das Problem ist ja, das wenn ich regional nix habe was ich kaufen kann, muss ich mich ja auf irgendwas verlassen. Und Coco du sagst selber, bei euch in der Gegend seid ihr die einzigen die die Kühe draussen halten, der Rest nicht. Und sowas kanni ch als Verbraucher ja gar nicht prüfen.
Mir ist schon bewusst, dass Bio auch nicht immer Gold ist was glänzt, aber auf irgendwas muss ich mich ja am Ende verlassen.

@ Cinni; ich bewundere deine Konsequenz. Selber schaff ich das nicht wirklich.

Ich halt es so, das es ein bis höchstens zweimal die Woche Fleisch gibt, das dann aus Deutschland (gern regional, aber auch das aus zeitgründen zugegeben nicht immer, aber immer öfter). Mir muss keiner das Fleisch aus Argentinien einfliegen... Bei Gemüse und Co. guck ich auf Bio bzw. wos her kommt, da ist mir Deutschland auch am liebesten.
Trotzdem könnt man noch viel mehr machen.

Ich find es toll, dass es Leute gibt die das umsetzen, die sich Gedanken machen und ihren Lebensstil darauf anpassen so wenig tierische Produkte wie möglich zu konsumieren. Und ehrlich gesagt, fällt mir nicht ein, warum das falsch sein sollte. Nur weil das vielleicht allein auch nicht die Welt rettet.

Das wird wohl keiner einzeln schaffen, aber wenn jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten bißchen Acht gibt, sollte man es doch zumindest ein klein bißchen besser machen können... irgendwie.
"Du musst die Veränderung sein, die du in der Welt sehen willst" Mahatma Gandi
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Mannimen
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Re:Rund um Vegane Lebensweise
« Antwort #44 am: 17. Oktober 2013, 08:45:14 »
Ich bewundere auch die Leute, die das so konsequent durchziehen. :resp:

Ich kann das von mir so noch nicht behaupten aber ich habe jetzt schon mal diverse Brotaufstriche aus Gemüse ausprobiert und finde die gar nicht so übel. Selbst meine Mutter hatte mir damals schon öfter Sojafleisch verabreicht, welches ich total lecker fand. :hunger:
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