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Rund um Vegane Lebensweise

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solera
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Rund um Vegane Lebensweise
« am: 14. Oktober 2013, 14:42:27 »
ich kenn eigentlich niemanden, der nicht zumindest in der theorie gern ein gutmensch-birkenstock-vaganer wär. - viele von uns haben sich allerdings dafür entschieden nicht ihr eigener feind zu werden. weil ich zb. werd absolut unleidlich ohne fleisch (ja, es gibt noch steigerungsformen). für mich ist das keine option. und das selbe gilt im endeffekt auch für pferdezubehör. gäbe es alternativen, die auch nur annähernd qualitativ annehmbar wären, könnten wir uns darüber unterhalten, aber dafür muss noch viel wasser unter der brücke durchlaufen, falls überhaupt jemals.

aber ganz ein anderer ansatz, den ich kürzlich in einer diskussion aufgeschnappt hab: jetzt haben wir tierprodukte aus ethischen gründen aus der nahrung/ unserem leben gestrichen... all along müsste das heißen, dass unsere gesamte nutztierhaltung ad absurdum geführt wird und damit der tod vieler milchkühe, vieler hühner eine rein wirtschaftliche entscheidung wäre - isst keiner, brauch ma nimmer so viele davon, platz in der freien wildbahn gibt es nicht, weil wir vermehrt land für die versorgung des menschens brauchen, also ist auswildern, wenn wir überleben wollen, keine option. dann gäbe es tiere wirklich nur mehr im zoo, unser agrarland würde auf lange sicht unfruchtbar werden (nitratzyklus) und damit wär auf lange sicht auch unser schicksal besiegelt. leuchtet entwicklungsbiologisch ein von der argumentationskette. damit wär der konsum tierischer produkte für den erhalt der nutztierarten irgendwo notwendig. es ist mir schon klar, dass wir weit weg sind von einer veganer-rate, die das auch nur annähernd verursachen würde, aber ob  ein "verantwortungsbewusster" umgang mit tierprodukten anstatt eines bannes nicht die nachhaltigere variante wär?

« Letzte Änderung: 16. Oktober 2013, 14:44:07 von Muriel »
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Pferdebedarf frei von tierischen Produkten
« Antwort #1 am: 14. Oktober 2013, 15:01:35 »
solera: na ganz so ist es auch wieder nicht - zum einen kann man unsere designten hochleistungsprodukte sowieso nicht auswildern. zudem haben diese nur mehr wenig mit ursprünglichen haustierrassen und heimischen lebensformen generell gemein und sind in der form, in der sie heute existieren, sowieso nichts, was man noch weiter vermehren sollte.
daneben gibt es immer noch die option der tierhaltung zu nutzwecken, die keine schlachtung vorsieht. das agrarland würde ebensowenig unfruchtbar werden, die gefahr besteht wohl eher durch die konventionelle landwirtschaft (eutrophierung, erosion,...).
ein verantwortungsbewusster umgang wäre sicher schon mal ein schritt in die richtige richtung - wobei beim tierproduktverzicht eben auch die ethisch ekomponente bei vielen mitspielt und die käme dann immer noch zum tragen.
ich hatte btw. letztens einen link zu einer interessanten diskussion zu dem thema eingestellt:
http://www.youtube.com/watch?v=mZwFGS0IC7s
Landwirtschaft ohne Tiere? „Veganer wissen zu wenig über die Natur" - ein Streitgespräch
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Noryel
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Pferdebedarf frei von tierischen Produkten
« Antwort #2 am: 14. Oktober 2013, 15:13:16 »
Und weil ich denke, dass wir dann überhaupt keine Tiere in unserem Umfeld "haben" dürften, weil für mich das  Kaufen und "Besitzen" schon eine "Nutzung" einschliesst, weil ich das Tier in mein Lebensumfeld integrieren möchte.
Ich hab mal ne Weile in einem Vegan-Forum mitgelesen. Da wurde eine "beschimpft", weil sie ein Pferd hatte und daheim hattens selber Ratten, Katzen und Hunde!  ;) Und das ist ja ganz was anderes ist!  :P

*OT aus*
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solera
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Pferdebedarf frei von tierischen Produkten
« Antwort #3 am: 14. Oktober 2013, 15:16:19 »
das mit der fehlgeleiteten zucht ist natürlich ein weiterer aspekt dabei, aber ich dachte, aus ethischen grünen vegan zu leben, stellt keinerlei anspruch an die art von kuh, die gemolken/ getötet werden soll, sondern ausschließlich einen anspruch auf die erhaltung von leben (zumindest hätt mir das noch keiner anders beantwortet auf die frage). aber auch egal, zumindest die "designerkühe" (ich bleib jetzt mal beim beispiel kuh, man stelle sich auch den rest entsprechend vor) müssten alle sterben. was hab ich damit aus ethischer sicht dann gewonnen?
was du ansprichst wäre aber der schwenk zur extensiven bewirtschaftung unserer flächen. das problem ist nur, dass wir uns das vermutlich nicht leisten werden können aus sicht des ertrages - schon gar nicht, wenn wir das gemeine weidevieh von den selben fllächen nähren soll. aus eigener erfahrung: 10ha reichen nicht um mehr als die viecher zu ernähren, weil das bisserl gemüse, reicht lang nicht für alle 5 bewohner. uu. hätt man mit fleischproduktion chancen, aber nicht wenn ich das heu zum durch den winter füttern brauch und nicht mehr flächen entbehren kann für die produktion eigener nahrung. es gibt bestimmt area for improvement, aber da müsst ich vielen der tierischen hofbewohner den tod wünschen. plus wer kann schon auf 2ha/ kopf zurückgreifen.
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« Antwort #4 am: 14. Oktober 2013, 15:23:26 »
ich kann leben nur erhalten, das vorhanden ist.
gerade durch den verzicht auf fleisch und tierische produkte hast wesentlich bessere erträge, weil du nicht massig ressourcen reinpulvern musst, um eine entsprechende ausbeute zu bekommen.
und der sinn der veganen bewegung ist sicherlich nicht, dem inuit in grönland sein robbenfleisch wegzunehmen, sondern eher uns wohlstandseuropäer beim burgerfressen einzuschränken - jetzt mal überspitzt gesagt.
ich kann nur nochmal auf den link oben verweisen - da werden sehr viele dinge angesprochen zu dem thema. 
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solera
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« Antwort #5 am: 14. Oktober 2013, 15:30:35 »
ich will mir eigentlich keine diskussion anschauen, sondern ich will wirklich konkrete beweggründe von einzelnen hören. ich versteh auch worauf du hinaus willst mit der inuit/ burgerfressen-story.

aber ich will wirklich wissen wie du das vorhandene leben der designermilchkuh erhalten möchtest (kauf und einstellen bei dir mal abgesehen - wobei auch das stell ich mir ethisch inkorrekt vor, wenn du sie weiterhin abmelken musst, damit sie nicht draufgeht und dann die milch wegschüttest), wenn es sich wirtschaftlich für den kuhhalter nicht rentiert *hausnummer* 20 kühe zu halten, sondern er den markt easy mit 1 decken könnte. er wird wohl kaum alle 20 erhalten.

und du, zimti, hast ja auch deinen eigenen hof... auf den flächen, die du hast, wieviel deines nahrungsbedarfs kannst du da selbst decken? bzw um wieviele pferde müsstes du reduzieren um das zu können? und dann mit blick auf den nitratzyklus: was glaubst für wie lang das vorhält?
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« Antwort #6 am: 14. Oktober 2013, 15:39:10 »
so hypothetische diskussionen kann man bis in die ewigkeit führen - praktischen nutzen kann man daraus wenig bis keinen schöpfen.
das szenario, dass von heute auf morgen niemand mehr tierische produkte konsumiert, wird es niemals geben, daher ist es auch müßig, darüber zu diskutieren. aber um deine frage zu beantworten: wenn man die kuh nicht weiter kalben lässt, wird man auch die milch nicht weg schütten müssen.
und jetzt sind wir endgültig ot *zuheikewink*
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solera
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« Antwort #7 am: 15. Oktober 2013, 07:27:36 »
so hypothetische diskussionen kann man bis in die ewigkeit führen - praktischen nutzen kann man daraus wenig bis keinen schöpfen.
das szenario, dass von heute auf morgen niemand mehr tierische produkte konsumiert, wird es niemals geben, daher ist es auch müßig, darüber zu diskutieren. aber um deine frage zu beantworten: wenn man die kuh nicht weiter kalben lässt, wird man auch die milch nicht weg schütten müssen.
und jetzt sind wir endgültig ot *zuheikewink*
du weichst aus! ;) schaffst du's mit deinen flächen oder musst du zukaufen? das ist konkret! und der rest ist zugegeben eine hypothetische entwicklung über etwa 3-500 jahre, FALLS die menschheit diese entscheidung trifft. stimmt, kann uns auch wurscht sein, wir müssen's ja nicht mehr erleben. allerdings haben mit der philosophie schon viele andere ideen/ praktiken eingang in unser leben gefunden.

oder in anderen worten, damit heike net routiert: es ist äußerst kurzsichtig auf tierprodukte zu verzichten im zusammenhang mit reitsportausrüstung - abgesehen vom ethischen diskurs - sind die alternativen zu leder mehr als unzulänglich, weil das biotanezeug ist nowhere near in der handhabung, die plastiksättel meistens eine zumutung in verarbeitung und passform und mir persönlich ist 100x lieber ich schütze das tier, mit dem ich zusammenlebe und -arbeite, als es mit mäßiger passform dauerhaft zu quälen.

edith: having said that, es gibt manchmal ausnahmen, dass das plastikteil passen kann - zweifellos! aber bei 2-3x anpassen im jahr sind sättel generell schnell am limit und sich dann noch einschränken in der sattelwahl, führt zu viel ohne sattel reiten.

« Letzte Änderung: 15. Oktober 2013, 07:35:11 von solera »
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Luke
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« Antwort #8 am: 15. Oktober 2013, 09:34:53 »
Nun man könnte auch das billig Zeugs in den Regalen lassen und keine Schuhe für 39.95 oder Billigtrensen kaufen. Bei einigen Markenschuhen steht bei wie sie gegerbt wurden. Man kann auf Biofleisch zurückgreifen usw.

Ich selbst esse keine Säugetiere (bin also kein Vegetarier), habe aber 2 Hunde( 30 und 45 kg)  und 5 Katzen für die wir viel Fleisch ( Rind) die Woche  benötigen (barfen). Die dürfe ich dann auch nicht halten, es sind nun mal Fleischfresser und können nicht Vegetarisch ernährt werden.

Ist also ganz schwirig.
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« Antwort #9 am: 15. Oktober 2013, 13:10:58 »
Luke, ich hab mal von vegan-veganern (die, die nur Fallobst essen) ne Doku im TV gesehen, die ernähren die Hunde mit Soja.

Das war aber ne furchtbare Familie. Keins der Tiere ist/wird erzogen, sie wollen keinem Lebewesen ihren Willen aufdrängen. Drum haben sie hohe Zäune auf ihrem Hof gespannt, damit die Hunde den Schafen, Hühnern (Eier werden weggeworfen, ebenso wie die Schafwolle), Pferden nix tun. :roll:
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solera
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« Antwort #10 am: 15. Oktober 2013, 13:15:06 »
vegan-veganern (die, die nur Fallobst essen)
die heißen frutarier!!!

:cheese:
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« Antwort #11 am: 15. Oktober 2013, 13:16:26 »
vegan-veganern (die, die nur Fallobst essen)
die heißen frutarier!!!

:cheese:

Ist aber nur ein Witz, oder?
Und machen die sich da keine Gedanken über die Würmer die sie da mitessen?  :confused:
LG Sonja
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solera
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« Antwort #12 am: 15. Oktober 2013, 13:17:59 »
nein, das ist kein witz!

ich grinse vielleicht innerlich (geb ich auch zu), aber die gibt's im echten leben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Frutarier
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« Antwort #13 am: 15. Oktober 2013, 13:36:51 »
Na Sachen gibt's!  :o
LG Sonja
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Luke
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« Antwort #14 am: 15. Oktober 2013, 13:46:47 »
Das ist doch schon krank oder? Zudem betrachte ich es als Tierquälterei Raubtiere vegetarisch zu ernähren vom nicht - erziehen mal ganz abgesehen. Ich denke ein Hund der erzogen ist hat mehr Freiheiten als ein unerzogenes Tier das nur Eingesperrt gehalten werden kann. Eier die man wegwirft könnte man einer Abtreibung gleich setzen. Na ja gut, alt werden die nicht, ist ja sehr Ungesund.
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