Bei uns ging es dann jetzt schließlich doch alles relativ schnell. Anfang August hatte Alkmene im blinden Auge wieder einen Entzündungsschub (dann der 3. schwere in knapp 9 Monaten) und da die Entscheidung mehr oder weniger schon getroffen war, dass das Auge dann raus kommt, ging es dann vor 2 Wochen ab in die Klinik.
Mit der vor Ort ansässigen Augenspezialistin habe ich abgesprochen, dass das Auge nach der Entnahme histologisch untersucht werden soll. Dabei kam dann auch raus, dass der Leptospiren-Titer im Auge deutlich erhöht war (im Gegensatz zum Titer im Blut) und wir damit dann jetzt auch die Ursache für die Entzündungen und die Erblindung dort finden. Also alles in allem eine klassische Leptospiren-bedingte Equine Rezidivierende Uveitis.
Das gesunde Auge wurde ebenfalls untersucht und hier sind bisher keinerlei Auffälligkeiten zu sehen. Mit Glück ist es also nicht betroffen. Sollte es jemals auffällig werden, dann sollte möglichst zeitnah die Vitrektomie in Angriff genommen werden.
Seit einer Woche ist Alkmene wieder zuhause, die Wundnaht heilt - bis auf eine kleinere Scheuerstelle - soweit sehr gut und morgen werden die Fäden gezogen. Und dann haben wir hoffentlich endlich (und für immer) Ruhe mit dem Thema.