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Training mit desinteressiertem, ängstlichen Hund

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verena
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Re: Training mit desinteressiertem, ängstlichen Hund
« Antwort #15 am: 23. Februar 2015, 23:00:55 »
Bezüglich Kastration gibt es Studien, die eine höhere Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Hypothyreose, also einer Schilddrüsenunterfunktion zeigen und diese führt wiederum zu einer gesteigerten Ängstlichkeit, Geräuschempfindlichkeit etc. Also sozusagen als zusätzlicher Nebeneffekt. Leider bei meiner Lena eingetreten.

Schau mal, da gibt es auch ein gutes seriöses Buch dazu:
http://www.buecher.de/shop/hunderatgeber/kastration-und-verhalten-beim-hund-eine-entscheidungshilfe/ganslosser-udo-strodtbeck-sophie/products_products/detail/prod_id/33357515/

PS soll ja jetzt keine Diskussion pro oder kontra Kastration werden und ist immer im jeweiligen Einzelfall individuell zu entscheiden, aber es gibt inzwischen doch viele seriöse Studien und auch neue Daten, pro und kontra, aufgrund derer man dann doch sicherer seine Entscheidung treffen kann.
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Re: Training mit desinteressiertem, ängstlichen Hund
« Antwort #16 am: 24. Februar 2015, 06:21:50 »
Interessanter Link, danke! Da muss ich direkt mal unsere Tierärztin danach fragen. Man lernt ja nie aus, ich habe sowas wirklich vorher noch nie gehört.

ich denke nicht, dass Du von einem "regulären" Tierarzt eine hochwertige und alle Seiten beleuchtende Aufklärung zu Problemen nach Kastration bekommen wirst.

Und auch bei Kastration im Erwachsenenalter können sich später Probleme zeigen. Nur werden die ganz oft nicht mit der Kastration in Verbindung gebracht, weil "was nicht sein kann, was nicht sein darf"
Sabine
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Re: Training mit desinteressiertem, ängstlichen Hund
« Antwort #17 am: 21. Oktober 2015, 18:59:15 »
Habt ihr mittlerweile einen Weg gefunden, mit der Hündin zu arbeiten? (Das Thema ist ja schon ein bisserl älter…)
Wenn nicht, könnte ich sicher auch noch ein bisserl was dazu sagen, die Geschichte erinnert mich nämlich sehr an meinen Hund, außer, dass der auch schon als Welpe so extrem unsicher und gestresst war, nicht erst durch verpasste Sozialisierung.
LG
Susanne
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Re: Training mit desinteressiertem, ängstlichen Hund
« Antwort #18 am: 22. Oktober 2015, 10:13:14 »
Hallo Classic, magst du mal von deinen Erfahrungen berichten?


Mit Daisy ging es so weiter:

Sie wurde recht schnell kastriert weil sie eben in der Läufigkeit ausgebrochen ist und sich wohl mit einem Rüden vergnügt hat.
Die Besitzerin arbeitet mit Engelsgeduld weiter mit dem Hund. Mittlerweile ist Gassi gehen kein Thema mehr. Die Hündin bleibt aber aus Sicherheitsgründen an der Leine. Durch gezielte Arbeit am Hundeplatz findet Daisy Menschen mittlerweile voll okay bzw teilweise sogar super.
Was nach wie vor noch mühsam ist: Sie lässt sich extrem leicht ablenken und schaut dann in der Gegend herum. Sitz, Platz, Steh und Fuß gehen klappt jetzt ganz gut. Im Frühjahr wird sie zur BH Prüfung antreten.
Die Besitzerin hat sie im Sommer auf einige Turniere mitgenommen damit sie mal etwas anderes sieht und hört. Außerdem hat sie Daisy häufig alleine mitgenommen. Früher hatte sie immer zwei ihrer drei Hunde mit, jetzt darf Daisy oft alleine mit. Ich denke das hat die Beziehung auch etwas gebessert.

Wir haben übrigens jetzt auch einen Bruder von Daisy kennen gelernt. Puh, das war arg! Die Besitzer sind total unglücklich mit dem Hund weil er nur Angst hat. Mit dem kann man nicht mal Gassi gehen weil die Besitzer wohl oft gar nicht so weit heran kommen an ihn dass sie ihn anhängen könnten. Also im Vergleich zu dem Hund ist bei Daisy gute Arbeit geleistet worden.
Sie nimmt jetzt besonders gute Leckerchen so gut wie immer, auch ihr Spielzeugtau mag sie recht gerne. Wenn sie aber abgelenkt ist dann geht mit Spielzeug gar nichts mehr.


Jetzt kommt das große ABER: Die Besitzerin hat Daisy ja eigentlich als Turnierhund eingeplant gehabt. Ich denke ehrlich gesagt nicht dass dieser Hund jemals so gut auf Turnieren laufen wird wie die Besitzerin es geplant hat. Einfach weil die Angst dem Hund immer im Weg stehen wird. Das will die Besitzerin aber so gar nicht hören. Ich sage mittlerweile nichts mehr dazu weil ich die Freundschaft nicht kaputt machen will. Und es geht mich auch eigentlich nichts an was jemand mit seinem eigenen Hund macht bzw. vor hat.

Ich bin nur sehr froh dass Daisy mittlerweile echt Spaß hat im Leben.
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Re: Training mit desinteressiertem, ängstlichen Hund
« Antwort #19 am: 23. Oktober 2015, 15:46:21 »
Also, das klingt doch eh schon viel entspannter. Wir haben dafür vieeel länger gebraucht. Jahre sogar.  :)

Bei uns haben zwei Dinge den großen Durchbruch gebracht, allerdings waren beides Einzelerlebnisse und reiner Zufall. (Spricht zwar jetzt nicht so für mein restliches Training,  :tuete: aber naja…)

Das erste war ein Schlüsselerlebnis beim Spazierengehen mit einer älteren Dame, die den süßen "Mini-Lassie" unbedingt streicheln wollte und so schnell hingegriffen hat, dass ich nicht mehr reagieren konnte.
Dazu muss ich sagen, dass Glen fremde Menschen sehr entbehrlich findet. Ich weiß nicht, was ich genau in der Sozialisierung versemmelt habe, ich habe mich eh sehr um positive Kontakte bemüht. Das ist mit einem Sheltiewelpen auch nicht schwer, der ist so süß, dass eh jeder Passant was mit ihm zu tun haben will und andererseits so klein, dass die Leute sich sogar daran halten, was man ihnen sagt, weil sie Angst haben, das Zwergerl sonst kaputt zu machen.
Jedenfalls hatte ich immer Futter dabei, habe ihn mit den Leuten bekannt gemacht (nach kurzem Beschnuppern und eventuell Füttern Handtarget spielen lassen) und er hat die Menschen, die wir damals so getroffen haben (und das waren vieeeele) im Endeffekt alle entspannt und lustig gefunden. Glen hat auch niemanden, den er in der Sozialisierungsphase kennen gelernt hat, je wieder vergessen und mag die alle heute noch. Aber er hat das nie generalisiert.
Außerdem hat er mit ca. einem Jahr begonnen, diese Unsicherheit auch "nach vorne" kundzutun  :schwingkeul:
Jedenfalls, die Dame griff also schnell, frontal von vorne und so richtig schön vornübergebeugt nach meinem Hund. Das Gruselszenario schlechthin für jeden Angsthund! Glen war so überrascht, dass er ihr nicht einmal sofort entgegen gefahren ist, sondern stocksteif die Luft angehalten hat. Ich habe sofort gemarkert und hoch bestärkt, bzw. mit dem Futter einen Schritt weggelockt.
Hündchen war sehr verwirrt, aber eine Hand voll Hühnerfleisch war genug, um ihn von "Grusel" auf "Arbeiten" zu switchen.
Daraufhin hatte er DIE Idee. Mit ca. diesem Ausdruck :ichich: und seinem schönsten Streberblick dreht er sich wieder um und drückt der Dame wunderschön ein Hüfttarget in die Hand.
Seither machen wir das immer so und streicheln ist kein Problem mehr, er drückt dabei leicht mit seinem Körper gegen die Hand und darf sich hinterher ein Zucki abholen. Somit läuft das für ihn unter "Training" und nicht unter "Soziale Interaktion".
Richtig notwendig findet er fremde Menschen zwar immer noch nicht, aber er stuft sie nicht mehr als Bedrohung ein, sondern als potentielle "Trainingsgeräte".
Das ist so viel mehr, als ich je zu hoffen gewagt hätte.

Die zweite Sache ging von mir aus und könnte durchaus für deine Freundin interessant sein, denn das war es, was uns in der RH-Arbeit den Durchbruch gebracht hat.
Ich hatte alles mögliche ausprobiert, mit dem Figuranten wird sowieso nicht gespielt, Futter war auch unwichtig, wenn er die betreffende Person unsympathisch gefunden hat, und je mehr die Leute ihn gelockt haben, desto blöder hat er sie gefunden. :dagegen: Wenn sie ihn aber nicht gelockt haben, hat er sie einfach ignoriert.
Und dann habe ich aufgegeben, Glen von meinem Hobby überzeugen zu wollen. Macht ja auch nicht so viel, wenn er das nicht will, denn die meiste Zeit im Training ist man bei uns sowieso Figurant für andere Hunde, ich konnte also bequem weiter RH-ler sein und den eigenen Hund halt im Auto lassen und zum Schluss vielleicht einen Durchgang mit ihm zu machen, nur, damit er nicht die ganze Zeit in der Box sitzen oder sogar zu Hause bleiben muss.
Ja, und sobald es mir egal war, hat er angefangen, Fortschritte zu machen. Riesen Fortschritte. Und er hat wahnsinnig viel Spaß dabei.
Aber sobald ich Erwartungen an ihn habe, geht genau gar nichts mehr. Ich darf nichts von ihm wollen, muss alles als "Trainingsübung" für mich betrachten. Sonst mache ich ihm offensichtlich zu viel Druck, auch wenn ich bewusst rein gar nichts verändere.

Zum Thema, dass Futter nicht in jeder Situation genommen wird, habe ich einmal den Tipp bekommen, einfach weiter zu trainieren. Also ihm das Futter nach jedem Click/Markerwort anzubieten, aber wenn er jetzt nicht fressen will oder kann, Futter weg und weiter machen. Und das funktioniert! Spätestens nach 4-5 solcher Clicks hat er sich durch die Trainingsroutine so weit beruhigt, dass er wieder fressen kann.
Überhaupt ist er seit ich das so handhabe, viel futtermotivierter geworden.
Vorher hat er Katzennassfutter verschmäht, wenn es die falsche Sorte war, heute kann ich mit Brotstücken, Trockenfutter, Nudeln,… trainieren.
Er lässt sich sogar mit Sachen trainieren, die er in seiner Freizeit gar nicht essen würde.

Was mir selber sehr geholfen hat, nicht mehr so verbissen bzw. ehrgeizig zu sein, war ein Dogdance Kurs. Einfach mal gemeinsam mit dem Hund Spaß haben, egal, ob er am Ende der Einheit mehr kann als zu Beginn. :Tops:

Seine extreme Ablenkbarkeit, wenn sie nicht hormonelle Ursachen hatte (Mädels :vielherz:), hat sich von selbst erledigt, ohne, dass ich daran gezielt gearbeitet hätte. Mittlerweile glaube ich, dass das eine Übersprungshandlung auf meine Erwartungshaltung war.

Sorry, das waren jetzt alles keine konkreten Trainingstipps, aber mit "Sonderhunden" muss man vielleicht einfach tiefer schauen, als nur auf die operante Ebene.
Ich hoffe, das war jetzt nicht zu wirr...
LG
Susanne
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Re: Training mit desinteressiertem, ängstlichen Hund
« Antwort #20 am: 23. Oktober 2015, 19:02:07 »

Zu der allgemeinen Unsicherheit fällt mir noch die Schilddrüsenunterfunktion ein. Viele "verhaltensauffällige" Hunde sind verhaltensauffällig, weil die Schilddrüse nicht genug Thyroxin produziert. Umgekehrt geht es auch: Dauerstreß sorgt dafür, daß die Schilddrüse in die Unterfunktion rutscht, und dann kommen mehr Auffälligkeiten.
Hunde reagieren auf eine SD-Unterfunktion oft paradox - statt wie im Lehrbuch träge und struppig zu werden, drehen sie hoch, sind reaktiv und schwer trainierbar. Es lohnt sich daher meiner Erfahrung nach, bei "Schwierigkeiten" die Blutwerte untersuchen zu lassen und dann einem SD-Spezialisten oder zumindest -erfahrenen Tierarzt vorzustellen (die meisten Tierärzte wissen über dieses spezielle Thema zu wenig).

Classic - Ähnliches kann ich von meinem Bolle berichten. Er läßt sich erst von anderen Menschen anfassen, seit ich das als Trick auftrainiert habe. Das war super effektiv! Vorher ist er weggesprungen oder/und hat geschnappt...

Beste Grüße,
Dörte.
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Re: Training mit desinteressiertem, ängstlichen Hund
« Antwort #21 am: 23. Oktober 2015, 23:43:04 »
Darf ich mal fragen, warum es so wichtig ist, dass sich die Hunde von fremden Menschen anfassen lassen?
Ich bin froh, dass sich mein Wauz nicht von jedem anfassen lässt.
Nun lese ich, dass ihr genau das trainiert.
Warum?
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Re: Training mit desinteressiertem, ängstlichen Hund
« Antwort #22 am: 24. Oktober 2015, 05:54:03 »
nun, es kann irgendwann im Leben zu Situationen kommen, wo sich der Hund von Fremden anfassen lassen MUSS:

- Hund entlaufen, kann sonst nicht eingefangen und zurückgebracht werden
- Du wirst akut schwer krank/hast einen Unfall und die Ersthelfer müssen den Hund sichern, um Dir helfen zu können
Sabine
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Re: Training mit desinteressiertem, ängstlichen Hund
« Antwort #23 am: 24. Oktober 2015, 08:59:46 »
Sanhestar hat die wichtigen Punkte schon angesprochen
Dazu kommt noch, ich lebe im Stadtgebiet und viele Menschen sind hübschen, kleinen Hündchen gegenüber sehr distanzlos. Da mag ich mich nicht jedesmal fürchten müssen, dass denen dann ein Stück der Nase fehlt, nur weil ich es nicht geschafft habe, rechtzeitig dazwischen zu hüpfen.
Außerdem lebt mein Hund deutlich stressfreier, seit er nicht mehr mit Überfällen rechnet.
LG
Susanne
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Re: Training mit desinteressiertem, ängstlichen Hund
« Antwort #24 am: 24. Oktober 2015, 09:18:40 »
Meine frühere Hündin Amanda mochte sich auch nicht so gerne von Fremden anfassen lassen und ist dann einfach immer genau 15cm außer Reichweite gegangen. Das war eine super Lösung! Bolle aber fürchtete sich wirklich, erschrak auch oft heftig (hat nur ein Auge), wenn mal wieder jemand nach ihm griff. Wenn er dann nicht schnappte, machte er dann oft einen großen Satz zur Seite. Dabei landete er schon mal unter einem Pferd, beinahe vorm vorbeifahrenden Auto, in den Füßen eines anderen Menschen sowieso...
Das zu trainieren, sorgte für allgemein vergrößerte Sicherheit und deutliche Streßreduktion beim Hund.

Beste Grüße,
Dörte.
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Re: Training mit desinteressiertem, ängstlichen Hund
« Antwort #25 am: 24. Oktober 2015, 10:20:32 »
Uns geht es nicht darum, dass sich der Hund streicheln lässt, sondern einfach nur darum, dass sie keine Angst vor Menschen hat.
Eine Freundin hat einen Hundewelpen-Mafia-Chihuaha, der hat früher vor lauter Stress wie irre die Haare verloren wenn eine fremde Person in die Nähe gekommen ist. Nach 4 Jahren tritt das nur mehr ganz selten auf. Jeder füttert den Hund (zum Glück ist er sehr verfressen), aber niemand streichelt ihn. Wenn der Hund gut drauf ist springt er auf die Schoß von sitzenden Menschen und lässt sich füttern und streicheln. Das wäre früher nie gegangen. Aber unser Ziel ist es nicht, dass sich der Hund streicheln lässt, sondern dass er einfach weniger Angst und ein besseres Leben hat.

Auch Daisy wird ähnlich behandelt. Jeder darf sie füttern aber keiner darf sie angreifen wenn sie sich fürchtet. Dadurch ist sie jetzt soweit, dass sie die Menschen, die fast immer am Platz sind, sogar mal anspringt und um Futter bettelt.


Ich finde es toll wenn man einen scheuen Hund dazu bringen kann, sich streicheln zu lassen. Aber bei Hunden wie meiner Lucy, die ja nicht scheu ist aber sich einfach nur ungern angreifen lässt von Menschen (und auch mit uns nicht oft kuschelt) ist sowas immer eine Gratwanderung denke ich. Ich hab halt den Vorteil, dass Lucy groß und dunkel ist und im Normalfall niemand auf der Straße sie einfach so angreifen will.
Leider ganz im Gegensatz zu Chili. Auf der letzten Ausstellung hing ihm plötzlich ein Kleinkind um den Hals. Weder der Hund noch ich wussten wie wir drauf reagieren sollen, wir waren total verblüfft. Und der Vater hat sich nicht mal entschuldigt, im Gegenteil, der hat das Kleinkind noch gelobt weil es "ja soooo hundefreundlich ist".
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Re: Training mit desinteressiertem, ängstlichen Hund
« Antwort #26 am: 24. Oktober 2015, 12:01:00 »
Ja, daß das Anfassen nicht direkt euer Thema ist, hatte ich verstanden. Ich fand es einfach interessant, daß Classic und ich das ähnlich trainiert haben.

Ist denn die Schilddrüse bei Daisy gecheckt?

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Re: Training mit desinteressiertem, ängstlichen Hund
« Antwort #27 am: 24. Oktober 2015, 13:42:44 »
Ich hab auf den Beitrag von Felix geantwortet. Sie wollte wissen warum das angreifen können so wichtig ist.

Daisy ist kerngesund, ihr fehlt gar nichts. Sie ist windhundetypisch recht dünn, aber gesund. Ich bin mir relativ sicher dass das wirklich eine Sache der mangelnden Sozialisierung ist. Schade, dass solche Leute wie die Vorbesitzer von Daisy sowas machen können.
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Re: Training mit desinteressiertem, ängstlichen Hund
« Antwort #28 am: 24. Oktober 2015, 15:44:41 »
"Kerngesund" klingt schon mal prima!
Ist denn de Schilddrüse auch getestet? Ob die nämlich optimal arbeitet oder nicht, kann man von außen sehr oft nicht sehen, jedenfalls nicht am körperlichen Zustand. Ungewöhnliche, auffällige oder "schwierige" Verhaltensweisen deuten jedoch oft auf eine Unterfunktion hin. Die kann man dann nur im Blutbild belegen. Die Ergebnisse können dann sogar auf den ersten Blick unauffällig sein, weil sie in der Norm liegen, wenn auch im unteren Bereich. In vielen Fällen liegt aber eine subklinische Unterfunktion vor, die sich eben "nur" im Verhalten äußert. Eine Substitution mit Thyroxin kann dann sozusagen einen ganz neuen Hund zutage kommen lassen, bei dem Training dann endlich greift.

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Dörte.
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Re: Training mit desinteressiertem, ängstlichen Hund
« Antwort #29 am: 24. Oktober 2015, 23:00:03 »
Ok. Das erklärt es mir. Dankeschön.
War auch nicht als Kritk oder so gemeint. Hab es nur hinterfragt.
Bei Golyó ist es so, dass er einfach unter der Hand weg hüpft die ihn streicheln  will.
Er ist einfach schneller.
Aber ich hab nicht das Gefühl, dass er gestresst ist.
Und bei Leuten die er mag lässt er es auch schon mal zu.
Er entscheidet. Das ist für mich ok.
Und er kann sich auch darauf einlassen wenn er an meiner Seite ist.
Beim Tierarzt z.b.
Von daher ist die Situation also anders. Wenn ich befürchten müsste, dass er beißen könnte oder er selbst total in Stress gerät, würde ich das wohl auch trainieren.

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