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Galopp-Problem/Handgalopp

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Galopp-Problem/Handgalopp
« am: 21. Juli 2014, 18:31:14 »
Hallo ihr Lieben,

ich bräuchte mal wieder Input. Ich wusste nicht so recht wo ich das Thema hinpacken soll, falls es woanders besser passt, dann kann's gerne verschoben werden.

Und zwar haben wir seit einger Zeit ein immer wiederkehrendes zum Teil sehr vehementes Problem mit dem Galopp. Angefangen hat das Ganze irgendwann im letzten Sommer, da ging er beim Reiten auf der linken Hand ab und zu Rechtsgalopp, aber nur sporadisch ab und zu und nur unter dem "Sattel" (zu der Zeit bin ich nur mit Pad geritten, unseren Sattel haben wir erst im September gekriegt). Deswegen haben wir dann ebenfalls im September eine Osteopathin kommen lassen (2 Termine). Die empfand ich auch als sehr sehr gut im Vergleich zu den zwei die ich in den Jahren davor mal hatte. Am Galopp hat sich zwar nix geändert, aber dafür konnte er zum ersten Mal in seinem Leben hinten ordentlich locker und flüssig die Hufe geben und wirkte allgemein lockerer und beweglicher.

Naja, wie gesagt, das Problem im Galopp blieb und wurde dann auch schlimmer im Winter. Wann genau es angefangen hat weiß ich gar nicht mehr, aber plötzlich hatten wir auch am Boden zum Teil Außen- oder Kreuzgalopp auf der linken Hand. Interessanterweise ist er in der Springstunde noch fast immer richtig angesprungen damals. Im Januar dann der Supergau, 0% Linksgalopp, egal ob am Boden oder unter dem Sattel immer nur Rechtsgalopp (und noch ein paar andere Probleme z.B. kein Gradeaus mehr linke Hand). Osteo war wieder da, hat aber nix "drastisches" gefunden. Kurz drauf ist mir dann allerdings eine Schwellung am Sprunggelenk aufgefallen und ich habe die TÄ geholt. Fazit Schleimbeutelreizung, wir sind dann 8 Wochen gar nicht mehr geritten.

Danach war es kurzzeitig wieder besser, wir hatten dann auch unter dem Sattel wieder häufiger Linksgalopp (aber nie 100%ig zuverlässig) und am Boden auch sehr sicher. Gefolgt von schlechteren Phasen und wieder besseren... Bis vor ein paar Wochen, da hatten wir unter dem Sattel wieder fast überhaupt keinen Linksgalopp. Wir haben dann eine Testreihe gestartet und verschiedenste Sachen ausprobiert (verschiedene Bahnpunkte, verschiedene "Hilfen"/Stellung/..., mit Sattel, ohne Sattel, mit passivem Reiter an der Longe ebenfalls mit/ohne Sattel, anderer Reiter...). Da war interessant, dass es meistens 1 Mal funktioniert hat, danach nicht mehr. Das zieht sich auch immer durch die Reiteinheiten, je länger bzw. je öfter, desto weniger Handgalopp, auch wenn alles andere (z.B. Biegung, Anlehnung,...) während der Einheit besser wird. Linksgalopp (bzw. das Probieren) "stresst" ihn auch (wenn man das bei einem völlig gelassenen Pony so sagen kann), er ist danach nicht mehr so locker wie vorher, ohne, dass er jetzt irgendwie panikt, losschießt o.ä..

Auch am Boden lief's schlecht, viel Kreuzgalopp. Witzigerweise häufig bei folgendem Schema: Linke Hand aus dem Trab -> Kreuzgalopp, linke Hand aus dem Schritt -> Linksgalopp, rechte Hand aus dem Trab -> Rechtsgalopp, rechte Hand aus dem Schritt -> Kreuzgalopp. Wobei der Kreuzgalopp linke Hand deutlich öfter vorkommt, Außengalopp haben wir am Boden eigentlich gar nicht mehr, dafür unter dem Sattel so gut wie nie Kreuzgalopp.

Wegen der Probleme habe ich mich dann entschieden wieder die Osteo zu holen, leider ist sie zur Zeit (länger) krank. Deswegen habe ich mich dann für eine Dorntherapeutin entschieden. Die war jetzt auch 2 Mal da. Leider ohne durchschlagenden Erfolg  :-\. Unter dem Sattel wieder zu 95% Rechtsalopp linke Hand und auch am Boden immer noch sehr häufig (ich würde schätzen 40%) Kreuzgalopp. Rechte Hand eigentlich recht sicher.

Angefangen hat das ganze wie gesagt als wir grade keinen Sattel hatten. Den haben wir ja dann letztes Jahr gekriegt und jetzt stellt sich raus, dass der nicht 100%ig passt, er liegt zwar "optisch" sehr gut, aber verursacht ihm leider trotzdem Probleme (helleres Fell im hinteren Bereich und wenn man ganz genau hinfühlt miiiinimale "Dellen" in der Muskulatur ebenfalls da). Das kommt natürlich noch dazu. Wir reiten jetzt seit fast 3 Wochen nicht mehr mit dem Sattel. Das kann natürlich auch damit zusammenhängen, aber angefangen hat das ganze ja als wir sattellos waren. Was mir noch aufgefallen ist, ist, dass es beim Übertreten linke Hand irgendwo "knackst", wenn er das linke Hinterbein bewegt (habe ich zumindest den Eindruck). Ob das irgendwas damit zu tun haben könnte??

Ich bin wirklich ziemlich gefrustet und auch überfordert, weil ich keine Ahnung habe was ich tun soll. Ansonsten haben wir nämlich keinerlei Probleme, er hat was die Rittigkeit angeht unheimlich Fortschritte gemacht und auch sonst (z.B. in Volten/Seitengängen) merke ich keine heftigen Unterschiede in der Händigkeit. Bisher sind alle Pferde, die ich geritten bin immer rel. zuverlässig richtig galoppiert, bzw. wenn dann nicht so vehement falsch. Obwohl die körperlich in einem deutlich schlechteren Zustand waren als meiner und auch weniger ausgebildet. Deswegen bin ich echt ratlos  :-[. Ich weiß grad auch nicht inwieweit man das unter "kommt im Laufe der Ausbildung schon mal vor" verbuchen kann, oder ob da doch ein großes körperliches Problem vorliegen muss. Dazu muss ich sagen, dass er grade auch mehr den Tölt für sich entdeckt.

Momentan tendiere ich dazu den Galopp (v.a. den Linksgalopp) unter dem Sattel erstmal zu streichen, v.a. weil es mich auch einfach nur frustriert (und ihn natürlich auch). Dazu kommt, dass links auch meine schlechte Seite ist und ich ihm da dann sicher auch nicht so helfen kann wie ich es wahrscheinlich müsste. Und das ganze vielleicht nur vom Boden aus abzufragen. Aber ob wir da dann intensiv dran arbeiten sollen, oder eher nicht??? Soll ich doch nochmal jemanden kommen lassen, aber wen? Ich kenne sonst niemand empfehlenswerten in unserer Gegend, ich könnte nur hoffen, dass unsere Osteo bald wieder fit ist.

Ferndiagnosen über das Internet sind natürlich nicht möglich, aber vielleicht habt ihr trotzdem noch Ideen, oder Denkanstöße. Ich hoffe der Text war jetzt nicht ganz so wirr (wenn er schon mega lang ist  :rotw:) und man kann mir einigermaßen folgen  :P. Hat jemand Erfahrung mit extremen Links-/Rechtsgalopp"verweigerern"? Waren es körperliche Probleme? Und welche?

LG Juliane
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Re: Galopp-Problem/Handgalopp
« Antwort #1 am: 21. Juli 2014, 19:48:29 »
Ich kann dir leider nicht helfen.
ich kannte ein Pferd ( auf dem hab ich zu reiten begonnen), bei dem hats geheißen "der kann keinen rechtsgalopp" als ich den kennen gelernt hab, war er schon ca. 12 Jahre... durchgecheckt wurde der nie, vermute ich. Er war auch nicht sonderlich weit ausgebildet. es haben sich dann einige mehr oder weniger gute Reiter und Trainer daran versucht, mit dem Ergebnis "Kann er nicht.." :nixweiss:
Liebe Grüße!
Seelenpferde hat jemand einmal Pferde wie dich genannt- Pferde, die es nur einmal geben wird im Leben, die man begleiten darf und die einen auf andere Wege führen.
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Re: Galopp-Problem/Handgalopp
« Antwort #2 am: 21. Juli 2014, 21:40:20 »
Wenn wirklich alles so überprüft wurde, würde ich zum einen evtl. darauf tippen, dass er einen Wachstumsschub hatte (er ist ja auch erst 7 oder?). Loki ist auch vor ein paar Monaten mit 6/7 Jahren nochmal ein Stück gewachsen und das merke ich auch immer an den Gängen ;)

Ausserdem fällt mir sponatn ein, dass er halt auch ein Gangpferd ist. Ich weiß nicht ob du ihn nun auch schon ein paar Mal getöltet bist oder nicht?! Vielleicht töltet er momentan auch auf der Koppel vermehrt oder so. Dadurch kann es schonmal zu Schwierigkeiten in den anderen Gangarten kommen.

Loki hat zum Beispiel momentan auch Schwierigkeiten im Linksgalopp anzuspringen. Ist schon immer seine schlechte Hand - hat aber auch schon recht gut geklappt und vor allem an der Hand fast zu 100% zuverlässig. Momentan fällt es ihm wieder sehr schwer und er geht auch an der Hand oft in den Außengalopp und fällt zwischendurch oder beim durchparieren in den Pass weil er sich auf der linken Hand im Galopp momentan auch nicht entspannen kann.
Ich arbeite bei Loki nicht mehr an den Gängen die nicht "funktionieren", sondern fördere die, die ihm gerade leicht fallen und dadurch verbessern sich auch die anderen Gänge wieder  ;) (war auch ein Tipp meiner RL)

Wenn du dich seelbst auch verspannst bei dem Thema, weil es gerade eben "dein Thema" ist, dann überträgt sich das ja auch aufs Pony und dann fällt es ihm noch schwerer...

Weiß nicht ob dir das jetzt weiter hilft - aber ich wollts trotzdem mal gesagt haben  :cheese:

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