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Tipps fürn Hufpflegetermin

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cännsi
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Tipps fürn Hufpflegetermin
« am: 09. Februar 2010, 08:46:23 »
Gestern wars wieder mal soweit - Hufpflegetermin stand an.
Nachdem Madame ja grad in Winterpause ist, hab ich in letzter Zeit ja nix gemacht mit ihr - naja man hats gemerkt :roll: Abgesehen davon, dass sie in letzter Zeit eben nur Pferd sein darf und wir davor nur das Hufe heben forciert haben, gibts im letzten halben Jahr immer wieder Troubles, weil der ganze Ablauf eben schon ne 3/4 Stunde dauert.

Und mir ist vollkommen klar, dass die jungen Pferde eben Schwierigkeiten mit der Balance haben über diesen Zeitraum.

Sie fängt dann an sich hinzusetzen, mit den Beinen zu reißen, rückwärts laufen mit 3 Beinen. Ich hab da Verständnis dafür, aber die Huforthopädin leidet da halt schon drunter und schimpft dann auch mal mit ihr. :roll: Ist halt irgendwie kontraproduktiv, weil ich ja positives bestärken will. Hab jetzt aber auch nie was dazu gesagt :-[

Seit wir clickern steh ich halt mit dem Beutel neben ihr und clicke alle paar Sekunden, wenn sie brav stillsteht, teilweise ist sie mit dem Kauen noch nicht fertig, dann bekommt sie schon das nächste, weil ich ihr eben das entspannte Stillstehen schmackhaft machen will. Jetzt hab ich aber das Problem, dass ich auch schon geclickt habe, wenn sie genau in dem Moment den Haxen nach vorne reißt oder sonst irgendeinen Blödsinn macht :-[ Ich seh ja oft net, was sie macht, weil die Sicht durch die Huforth. versperrt ist.  Super :P Ich glaub, dass ich da über die letzten mal ne Verhaltenskette reinbekommen hab bzw. einfach keinen Unterschied zwischen "gut" und "schlecht" schaffen konnte :-\ Ich bestärke ja regelmäßig etwas mit, was ich net haben will, und clickt dann hinterher aber gleich wieder fürs ruhige Stehen weiter :-\ . Ich versuche sie zwar vorne zu beschäftigen mit Handtarget und Kopfsenken - also alles, was nicht kontraproduktiv ist in der Situation, aber sobald sie wieder mal nen Rupfer macht, ist sie genervt, schnappt dann nach meinem Beutel und alle Höflichkeit ist vergessen *HolladieWaldfee*

Ich bin jetzt unentschlossen und ratlos, wie ich weitermachen soll :-\
Als erstes werd ich nach der Winterpause eben an der Dauer des Hochhebens arbeiten, damit sie ihr Balancegefühl trainiert, aber an ne 3/4 Stunde kann ich mich net von heute auf morgen rantasten.
Könnt ja mit meiner Huforthopädin reden, ob sie einfach öfter mal den Haxen runterlassen kann ???
Aber wie soll ich weiterhin clicken. Vor allem, was mach ich, wenn ich in einem blöden Moment geclickt habe - soll ich dann füttern? Soll ich hinterher sofort weiterclicken fürs ruhige Stehen oder dann eine merkbare Pause einlegen - aber dann entgeht mir ja schon wieder das Positive, das ich haben möchte. Wie soll ich meine Rate anpassen - ich bin echt irgendwie ratlos, weil ich das Clickern ja auch net falsch betreiben möchte, um net negative Stimmungen mitzubestärken die ganze Zeit. Letztendlich bekommt sie ja auch oft was, wenn sie Blödsinn macht - dann wärs wohl gescheiter das Clickern vorerst beim Termin bleiben zu lassen, was ja auch Schei..be ist.

Würd mich über Feedback und Tipps, wie ihr die Zeit mit euren Jungspunden überbrückt habt, freuen. Und kann auch Kritik vertragen, weil offensichtlich bin ich echt zu blöd, um das hinzukriegen. >:(







« Letzte Änderung: 09. Februar 2010, 08:51:29 von cännsi »
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Celina
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Re:Tipps fürn Hufpflegetermin
« Antwort #1 am: 09. Februar 2010, 09:16:05 »
Oh, blöd! Vor allem, weil du selber ja sicher nach und nach immer weniger entspannt sein kannst. Und so kommt man dann ganz schnell in einen sehr ungünstigen Kreislauf... :confused:

Ich würde mit der Huforthopädin sprechen. Eigentlich sollte es wohl möglich sein, einem jungen Pferd zwischendurch mehr Pause zu geben. Es wird dann trotzdem schneller gehen, als wenn sie zu zappeln beginnt.

Außerdem würde ich mit ihr ein Signal (irgendein kurzes Wort oder ein Laut) ausmachen, mit dem sie Dir kurze Rückmeldung gibt, wenn Deine Kleine nicht mehr entspannt ist. Vermutlich merkt die Huforthopädin das ja schon, bevor sie den Huf dann wirklich nach vorne reißt. Da die Huforthopädin sicher auch kein Interesse daran hat, dass Du das versehentlich verstärkst, wird sie da vielleicht mtmachen?

LG Almut
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Re:Tipps fürn Hufpflegetermin
« Antwort #2 am: 09. Februar 2010, 09:23:07 »
Ich habe zur Zeit ein ähnliches Problem mit meiner Ziege. Zum einen wegen dem kaputten Fuß, den mag sie ja gar nicht hergeben, zum anderen kommt morgen zum ersten Mal der Schmied zum Ausschneiden.

Ich habe die letzte Zeit einfach vermehrt an der Dauer gearbeitet. Jeden Huf 3-4 Mal hochgenommen und das für einen längeren Zeitraum. Das klappt schon sehr gut und hat schnell Fortschritte gemacht.

Aber nicht so lange, dass man ohne Absetzen hinkäme! Ich denke, da muss der Schmied morgen durch, ich werd ihm das auch nochmal sagen. Sie ist zur Zeit ja auch sehr überbaut und hat es mit der Balance - vor allem vorne - doppelt so schwer.

Auch werde ich unserem Schmied sagen, dass man sie mit einem Klaps weder beeindrucken kann noch ruhig bekommt, sondern eher das Gegenteil bewirkt: Madame macht dann nämlich erst richtig Halligalli  :roll:  :teuf: :baehvogel:

Das gehört schon dazu, denke ich, dass der Schmied/Hufpfleger mitarbeitet - die müssen ja am besten wissen, dass sie mit Tieren arbeiten. Noch dazu mit einem Jungpferd!

Mit Clicken während der Behandlung (bei uns war es TA), während der TA/HS etwas macht und man selbst vorne steht, habe ich auch keine so guten Erfahrungen gemacht, weil man einfach zu viel bzw. den richtigen Moment verpasst  :nick:
Ich denke, im vorhinein üben ist das beste. Wenn man selbst aufhält (da hat man ein besseres Feeling für den richtigen Moment, denke ich), sich vielleicht mit dem Hufpfleger absprechen, dass man zwischenzeitlich eine Leckerliepause einschieben muss/will, dann wird das schon klappen, denke ich  :cheer:
Liebe Grüße
Isabell mit Malika & Mira
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Re:Tipps fürn Hufpflegetermin
« Antwort #3 am: 09. Februar 2010, 10:23:01 »
Zitat
Könnt ja mit meiner Huforthopädin reden, ob sie einfach öfter mal den Haxen runterlassen kann
Würde ich auch dringlichst empfehlen - wie kann denn das sein, dass da bei einem Jungpferd keine Rücksicht genommen wird?  ??? :P

was Du üben kannst, ist den Huf wirklich mal so hoch aufzunehmen wie es bei der Hufpflege gemacht wird. Beim Hufeauskratzen nimmt man das Bein ja nie so hoch. Und dann alles möglich üben und bestärken, also Hinterbein nach vorne, nach hinten (ohne absetzen) und immer auf die Lockerheit der oberen Muskulatur achten und die bestärken.
Also eine Bewegungsmöglichkeit anfragen, initiieren und erst dann weitermachen wenn sie oben locker lässt. So kann sie auch verstehen lernen dass sie selbst mithelfen kann, sich in der Hufarbeit zu entspannen. :dd:

ich würde beim Hufetermin vermutlich nur Kopfsenken clickern.
lg Heike
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Re:Tipps fürn Hufpflegetermin
« Antwort #4 am: 09. Februar 2010, 10:32:18 »
ich würde beim Hufetermin vermutlich nur Kopfsenken clickern.

 :cheese: Das würde bei meinem überbauten Pony entweder zum Handstand oder zum Purzelbaum führen  :lol:

Bringt Kopfsenken nicht aus dem Gleichgewicht?  :juck:
Liebe Grüße
Isabell mit Malika & Mira
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Re:Tipps fürn Hufpflegetermin
« Antwort #5 am: 09. Februar 2010, 10:38:43 »
nicht zwangsläufig, kann genau das Gegenteil bewirken, nämlich die Balance verbessern  :D
aber da muss man einfach abwägen. Primär wäre mir wichtig dass das PFerd sich muskulär entspannt, dann ist das Stehen auch viel leichter. Und alles was dazu beiträgt ist gut.  :nick:
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cännsi
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Re:Tipps fürn Hufpflegetermin
« Antwort #6 am: 09. Februar 2010, 10:53:54 »
Hallo,

schon mal lieben Dank für euren Input :friends:

werd als erstes beim nächsten mal mit der HO reden, zwecks öfter Pausen machen. Kann ja nicht sein, dass die Kleinen gleich behandelt werden wie die Großen. Sie lässt ihn schon auch mal runter zwischendrin, aber meiner Meinung nach eben zu wenig. Die ersten 2 Minuten gehts ja meistens gut - und dann...
Aber ich hab ja Dinah mal auf ein bestimmtes Signal konditioniert, auf das sie den Huf heben soll, damit die HO es leichter hat (und ich auch ;) ) Hab es der HO dann gezeigt - hat überhaupt nicht funktioniert, weil sie - nach Macht der Gewohnheit - eben immer anders angefasst hat, wo sich Dinah nicht mehr ausgekannt hat. Hab dann zur Erleichterung noch ein Signal eingeführt, welches mehr der üblichen Praktik entspricht - jetzt gehts halt so lala. Muss halt gleich sofort klappen, sonst wird gleich gezogen :-\

Aber nachdem es sonst ja niemanden im Umkreis gibt, der nach der Barhuf-Methode arbeitet, werd ich sie wohl etwas zum Mitmachen animieren müssen - immerhin hat sie dann ja auch was davon ;D

Also als erstes werd ich an der Dauer des Hochhebens arbeiten in Kombination mit den verschiedenen Bewegungsradien des Beins bei entspannter Muskulatur. Stimmt schon, beim Hufe-Auskratzen gretscht man das Bein ja nie so wie beim Huftermin. Vielleicht schaff ich es, dass ich mal meinen Lebensmenschen dazu bewegen kann, dass er vorne füttert, während ich hinten herumfuhrwerke. Anfangs oft absetzen und dann ausdehnen und ohne Absetzen viele Dinge üben. Werd echt vermehrt auf Prävention bauen und das in Angriff nehmen - Verladetraining steht auch noch an - da wartet noch viel Arbeit auf uns.

Soll ich solange (bis zum nächsten mal hat sie ja noch Pause) das Clickern beim Huftermin weglassen? Oder da nur zB das Kopfsenken und besonders entspanntes Dastehen (soll mir halt die HO ein Signal geben, wann sie es besonders leicht hat) clicken?

@Malika
ja das Kopfsenken - habe ich bemerkt - wirkt besonders bei der Arbeit an den HH sehr balancefördernd. Zu dem Zeitpunkt ist sie dann auch entspannt - soweit ich das von vorne beurteilen kann.

LG
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Re:Tipps fürn Hufpflegetermin
« Antwort #7 am: 09. Februar 2010, 10:56:36 »
hm, und wenn du zwischendurch die hufe selber immer wieder nach korrigierst? das ist keine hexerei und beim huftermin ist dann nicht mehr so viel zu machen.
ich hab meine auch irgendwann nur mehr selber gemacht, weil  das mittlere nur mehr mit niederspritzen zu beschlagen war und das war für mich nicht akzeptabel.
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Faboula
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Re:Tipps fürn Hufpflegetermin
« Antwort #8 am: 09. Februar 2010, 11:06:42 »
Ich habe ja auch eine fast 2 Jährige und der HP war vor 2 Wochen da. Faboula hat auch Probleme die Füße so lange oben zu halten (die Beweglichkeit oder Balance ist da eher kein Problem - sie wirkt einfach unkonzentriert)- aber der HP hat das wirklich gut gemacht: Die Hufe oft abgesetzt - allerdings nur wenn sie vorher still gestanden hat - quasi als Belohnung (während er einen Huf gemacht hat, hat er einige Male abgesetzt). Sich insgesamt viel Zeit gelassen und sehr viel Verständnis für das junge Pferd gehabt - denke das ist auch das Problem - wenn ein HP keine Zeit hat oder sich nimmt, weil er gleich zum nächsten Termin muß ist das blöd und das Pferd verunsichert das noch zusätzlich...

« Letzte Änderung: 09. Februar 2010, 11:12:59 von Faboula »
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cännsi
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Re:Tipps fürn Hufpflegetermin
« Antwort #9 am: 09. Februar 2010, 11:08:07 »
@cinni
ja dadran hab ich auch schon gedacht, aber schaff es heuer termintechnisch einfach nicht, bei irgendeinem Kurs anwesend zu sein, der die Grundlagen der Barhufpflege behandelt. Und ich selbst bin ja (noch) der totale Nuppler und lediglich Theoretiker. Jetzt gehts bei meiner Ausbildung ja mit der Praxis los und wenn ich da ein Wochenende weg bin - hab ich keine Ahnung vom Tuten und Blasen. :grmpf:

Das nervt echt - wenn ich es selbst machen könnte, dann würd ich mir den ganzen Stress sparen...

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Re:Tipps fürn Hufpflegetermin
« Antwort #10 am: 09. Februar 2010, 11:12:34 »
ich hab bis jetzt auch noch keinen einzigen hufkurs besucht...mit viel lesen, filme schauen, kompetente leute nerven und den hufmenschen regelmäßig drüber gucken lassen geht das aber ganz gut.
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lindalotze
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Re:Tipps fürn Hufpflegetermin
« Antwort #11 am: 09. Februar 2010, 11:19:09 »
Trainingstipps fürs Vorfeld hast Du ja schon genug erhalten.

Vorschläge zum Termin selbst und zur Orga:

- darauf achten, dass Huf nicht zu hoch gehoben wird. Über Sprunggelenkshöhe ist den meisten Pferden echt unangenehm, bei älteren Tieren darfs gern auch tiefer sein.  Das sind dann auch oft die "Gleichgewichtsprobleme". (Meinem Vater hat mal eins unserer Fohlen das Handy aus der Gürteltasche geklaut - während er dessen Hinterhuf in der Hand hatte! Davor war das Fohlen immer ein Mordsterrorist in Sachen Hufegeben...nur an dem Huf gabs keinen Wackler. Seither ist mein Glaube an echte Gleichgewichtsprobleme ziemlich erschüttert *g*)

- bei den Fohlen hat es sich auch bewährt, sie am Ende eines langen Tages auf der Koppel zu machen. Da waren sie viel friedlicher als morgens. Vielleicht weißt du, wann Dinah etwas schläfrig ist und kannst den Termin in die Richtung legen.

- Pausen einbauen, vielleicht kann die Hufpflegerin zwischendurch ein anderes Pferd machen und Deine kann so lang aufs Paddock oder etwas geführt werden, damit sich die Muskulatur und der Geist entspannen können.

- wenn die HP öfter auf den Hof kommt, vielleicht nur 2 Hufe statt 4 bei einem Termin machen?

- Wenn große Pause fürs Pferd gar nicht möglich, oft zwischen den Hufen wechseln. Nicht 1 Huf komplett bearbeiten, sondern erst alle zwicken, dann alle ausschneiden, dann alle raspeln (je nach bevorzugter Reihenfolge der HP)

- Wenn die HP da beeinflussbar ist: keine Zieh- und Haltekämpfe veranstalten. Wenn das Pferd mal anfängt, sich hinzusetzen oder wild zu reißen etc. hat es in der Regel vorher schon auf sanftere Art versucht, seinen Huf frei zu kriegen, und ist dann aus Verzweiflung auf die grobe Schiene umgestiegen.

Das Problem ist, dass mit der groben Methode letztlich immer das Pferd gewinnt. Auch mehrere Personen können ein tobendes Pferd i. d. R. nicht aufhalten. - Und wenn es halt seinen Huf immer erst durch den Extinction Burst freikriegt, dann TRAINIERT ihr den Extinction Burst, bestärkt durch Loslassen die ganz wüsten Aktionen.

Mehr fällt mir jetzt gerade auch nicht ein. Ich drück Dir die Daumen, dass die HP bereit ist, dem Pferd ein Stückchen entgegen zu kommen  und wünsche ganz starke Nerven. Mich hat das früher auch immer sehr geschlaucht mit den ganz jungen Fohlen.

So, jetzt haben 7 Leute vor mir geschrieben, aber ich bin zu faul alles nochmal zu editieren. Wenn was doppelt da steht, schreibt es meinem Alter zu...

lg
Linda

Edit wollte noch sagen, dass ich meine auch ohne Hufkurs selbst mache. Aber halt mit viel Lesen und DVDs und langsam probieren und Fehler am Anfang eingeschlossen, mittlerweile klappts ganz gut. Als Laie brauch ich (allein aufhaltend) für ein erwachsenes Pferd 40-50 Minuten. Von einem Profi würde ich ein anderes Tempo erwarten.

"Huforthopädin" klingt mir nach Biernat, oder was für eine Methode verfolgt sie?

« Letzte Änderung: 09. Februar 2010, 11:22:57 von lindalotze »
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cännsi
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Re:Tipps fürn Hufpflegetermin
« Antwort #12 am: 09. Februar 2010, 11:45:32 »
Vielen Dank   :D

Ja - sie arbeitet nach Biernat und gibt ja auch selbst zu, nicht die schnellste zu sein. Aber dann muss sie halt in Zukunft ein bisserl umstrukturieren.
Sie schneidet zuerst alle nacheinander aus usw. Also ein Huf wird nie 10 min durchgehend bis zum Ende bearbeitet, aber es ist für Dinah sicher auch so anstrengend.

Zwecks Pferde wechseln: Das geht leider nicht - weil ich die einzige bei uns im Stall bin, zu der sie kommt. Und da müssen halt alle 4 Hufe dran. Wir haben es immer schon auf den späteren Nachmittag verlegt - naja mein Weiwi ist ein Energiebündel ;)

Ich möchte ja auch keine Ziehkämpfe veranstalten, aber naja, sieht meine HO wohl anders. Bein wird nicht losgelassen, erst wenn Pferd sich wieder beruhigt hat. Werd mal mit ihr sprechen, dass sie einfach öfter das Bein runterlässt, sodass sie immer wieder entspannen kann und man gar nicht erst ein Zucken aufkommen lassen muss. So kommen wir auch net schneller voran - da machen 3 x soviele Pausen auch nix mehr aus. Und eben, wenn Dinah wirklich absolut nicht mehr will, dann gibts einen Hackler und das Bein ist frei - da ist sie dann auch machtlos und nebenbei bestärkt man ja mit dieser Aktion das extreme Freimachen. Ja und ich steh dann da - weiß eigentlich wie's geht und wie nicht, und kann nix machen. :P

Werd mich jetzt wohl in meine Literatur vertiefen - Biernat spricht mich eben am meisten an. Mal schauen, ob ich dazu auch DVD's finde...ich möchts ja eh auf alle Fälle selber machen, aber ich trau mich irgendwie net so wirklich mit meinem derzeitigen Kenntnisstand drüber 8)

LG und vielen Dank
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penelope
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Re:Tipps fürn Hufpflegetermin
« Antwort #13 am: 09. Februar 2010, 11:56:46 »
Vielleicht kann ich trotz dessen ich absoluter Clicker Neuling bin, etwas zur Sache beitragen: Gestern haben mein Jungpferd und ich unseren ersten Hufschmiedtermin hinter uns gebracht. *platzgleichvorstolz*  :D

Im Vorfeld haben wir natürlich Hufe geben geübt (vor 6 Wochen hat er sich noch nicht mal die Hinterbeine anfassen lassen). Die letzten paar male hab ich dann die Hufe immer schon etwas länger hochgehoben und auch etwas nach vorne und hinten gezogen, damit er auch das kennt. Natürlich immer schön bestärkt.

Gehorsam war bei ihm nicht mehr das Problem, eher sein Gleichgewicht. Ich hab mich daher dazu entschieden, dirket beim Schmied nicht mehr zu klickern und zu füttern, damit ich ihn nicht vom Balance halten ablenke. Das hat auch gut funktioniert. Der Schmied stand auf der einen Seite, ich auf der anderen und hatte immer eine Hand an der Schulter damit er nicht schwankt. Anscheinend hat ihm das Sicherheit gegeben und er hat sehr gut mitgemacht. Belohnung gab es nur am Ende jedes Hufes.

Bei lediglich einem Huf hat er sich dann versucht zu entziehen und wollte erst den Schmied nicht an die Beine lassen. Da gab es einmal "Kopf tief" um die Spannung aus der Situation zu nehmen. Ging auch ganz gut - nach ein paar Sekunden hatten wir dann den Huf.

45 Minuten kommt mir allerdings auch sehr lang vor - gerade für ein junges Pferd. Meine Aktion gestern war nach 15 Minuten vorbei.

Ich hab übrigends tatsächlich mal einen Kurs zur Barhufbearbeitung gemacht und bei meinem Alten Pferd schwinge ich auch immer mal wieder die Raspel. Allerdings lasse ich dennoch mehrmahls im Jahr einen Schmied dran. Sicher ist sicher. Komplett alleine traue ich mir das auch nach einem Kurs nicht zu.
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cännsi
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Re:Tipps fürn Hufpflegetermin
« Antwort #14 am: 09. Februar 2010, 12:01:19 »
45 Minuten kommt mir allerdings auch sehr lang vor - gerade für ein junges Pferd. Meine Aktion gestern war nach 15 Minuten vorbei.

Wie gesagt, sie ist nicht die Schnellste, was sie ja auch offen zugibt. Zwischendurch wird schon mal etwas getratscht - aber die Prozedur ist im Allgemeinen doch sehr lang und meine Madame ist ja eher nicht so der Ruhepol :happy:
Als ich sie noch vom Schmied habe ausschneiden lassen, ging das auch in 15 min. - hab aber bewusst auf eine Barhufpflegerin umgestellt und davon gibts hier im Raum 2 :P
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