Clickerforum

Clickertraining im Alltag => Bodenarbeit, Führen und Longieren => Thema gestartet von: noothe am 25. Januar 2014, 23:17:37

Titel: Sicher Führen beim Spazierengehen
Beitrag von: noothe am 25. Januar 2014, 23:17:37
Im Café aus folgendem Beitrag von Pandra enstanden:

Und heute hatten wir dann einen kleinen Katastrophen-Spaziergang. Eine Miteinstellerin hat uns begleitet und Mama ohne Pferd. Auf einem Wiesenweg hat er dann aus heiterem Himmel einen Megabocksprung hingelegt. Nicht schön, aber für mich kein großes Drama und er ging dann auch recht gesittet weiter. Aber für unsere Begleitstute war das zu viel, man hat richtig gesehen, wie sie immer mehr Spannung aufbaut. Und irgendwann war's dann aus, sie ist auch losgebockt und hat dabei blöderweise die Besitzerin an der Brust erwischt. Die ist hingefallen und die Stute ist in Richtung nach Hause weggaloppiert  :o. Zum Glück ist beiden nix schlimmes passiert, die Stute kam gut nach Hause und die Besitzerin wurde wohl an einem "guten Punkt" erwischt und viel Energie durch das Umschmeißen abgeleitet. Aber das war schon echt heftig, ich dachte kurz sie hat sie am Kopf erwischt... So schnell kann es gehen und man braucht einen äußerst fleißigen Schutzengel der das schlimmste verhindert. Blakkur hat sich dann natürlich auch total aufgeregt und wollte hinterher, aber ich konnte ihn zum Glück halten und als wir auf der Teerstraße ankamen hat er sich auch wieder langsam beruhigt. Da war ich auch sehr sehr stolz auf ihn, auch wenn er sich davor nicht wirklich mit Ruhm bekleckert hat und der Auslöser für das ganze war  :rotw:.

Zum Nachdenken hat mich die Situation aber schon gebracht und zwar was die Ausrüstung beim Spazierengehen angeht. Blakkur trägt immer ein rel. dünnes Lederhalfter, einen langen BA-Strick und ich Gerte und Handschuhe. Alle fanden, dass er richtig heldenhaft war, weil er sich "nur mit Halfter" halten hat lassen (die meisten schätzten, dass sie ihre Pferde in so einer Situation gar nicht gehalten hätten). Die Stute trug eine Trense. Allerdings grüble ich grade, ob die Situation nicht anders ausgegangen wäre, wenn die Besitzerin keine Zügel, sondern auch einen BA-Strick gehabt hätte (egal ob am Halfter oder am Gebiss). Blakkur hat ja auch ziemlich getobt und ich musste immer intuitiv wechseln zwischen "nah bei ihm bleiben" und ihm Seil geben, wenn er wirklich losbockt, dass er mich nicht erwischt. Und dann halt schauen, dass der Winkel passt und er auf einen Kreis kommt. Blakkur ist jetzt viel kleiner als die WB-Stute, aber wenn ich nur die Reichweite der Zügel/eines normalen Stricks gehabt hätte, hätte er mich glaube ich auch erwischt. Andererseits kann er sich in einem längeren Strick schneller/schlimmer verheddern als bei was kürzerem. Was nehmt ihr für Ausrüstung zum Spazierengehen und warum?

Zitat von: noothe
Zügel find ich gefährlicher, wegen Reintreten und selbst drin hängen bleiben, und dem Radius. Fühle mich aber auch mit zuuu langem Strick nicht wohl, so 3m ist meine persönliche Wohlfühlreichweite. Und ich hab draußen gern einen griffigen Strick, der nicht so kleine Fitzelknoten machen kann, Longe wär mir je nach dem schon wieder zu heikel.

Und im Fall des Falles würd ich mich für Kappzaum mit o.g. Strick plus (nicht lachen) Handschuhen, Schutzweste und Helm entscheiden. Eben auch wegen meiner Verantwortung für die Krümeline.

Ein Glück ist nix schlimmeres passiert :gb:
Titel: Re: Re: Wintercafé zum fleissigen Clickerer
Beitrag von: Muriel am 26. Januar 2014, 00:05:36

Ein Glück ist nix schlimmeres passiert :gb:

:uschreib:

ich bin zu Mirkos "wilden" Zeiten grundsätzlich nur mit Kappzaum und 7 Meter-Seil spazierengegangen. Und Handschuhen, wenn ich dran gedacht habe  :confused:

Halfter ist eigentlich nur was für ganz brave Pferde  :roll: Mit Jack geh ich erst seit ganz kurzem ohne Knotenhalfter spazieren.

Trense find ich wiederum kontraproduktiv  :P

und natürlich :dd: :dd: :dd: :dd: für den Job!!!
Titel: Re: Re: Wintercafé zum fleissigen Clickerer
Beitrag von: Lalilu am 26. Januar 2014, 09:10:07
Gut dass alles so glimpflich ausgegangen ist!
Mit unserer Stute gehen wir auch nur mit Halfter, Bodenarbeitsstrick, Gerte und Handschuhen raus.
Beim Großen, mit dem wir jetzt erst 3 Mal ganz kurz draußen waren, mit Trense, Longe und Handschuhen.
Titel: Re: Re: Wintercafé zum fleissigen Clickerer
Beitrag von: Ehemaliges Mitglied 616 am 26. Januar 2014, 09:23:02
Also wir haben uns runtergearbeitet von Trense+2xLonge+Handschuhe+Gerte, weil er anfangs gerne versucht hat, mit dem Kopf unter den Arm zu kommen und den dann hochzureisen. Also entweder loslassen oder Ellenbogen brechen lassen.... Da wars ganz gut, wenn man in er anderen Hand noch eine zweite Longe hatte oder Herr Freund nebenher ging.
Dann langsam Trense+1Longe, Trense+Halfter+Longe, Halfter+Longe, Halfter+Strick (immer Gerte und Handschuhe dabei) und heute dann Lederhalfter und 3m Strick so wie es grade kommt, also auch mal ohne Handschueh,im Winter halt meistens mit. Wenn wir auf eingezäuntem Stallgebiet sind, dann gehts auch frei, wobei er da gerne mal eine Grasknabberpause einlegt und dann die 30m Abstand zu uns buckelnd und galoppierend verkürzt. Also nix für die freie Wildbahn aber auch mal ganz nett, sowas ausprobieren zu können.
Titel: Re: Re: Wintercafé zum fleissigen Clickerer
Beitrag von: Ventura am 26. Januar 2014, 09:28:44
Momentan gehe ich mit Halfter und 3m BA-Seil, weil das für den Herrn Pferd vollkommen ausreicht.  :cheer:
Bei heftigeren Pferden gehe ich mit KaZ und dem gleichen Seil, da kann ich das Pferd zur Not auf eine Kreislinie bugsieren und es bei mir halten.
Titel: Re: Re: Wintercafé zum fleissigen Clickerer
Beitrag von: Ehemaliges Mitglied 616 am 26. Januar 2014, 09:34:00
Bei uns ging Kappzaum gar nicht, da war der Winkel zu schlecht beim "klassischen" Führen auf Schulterhöhe. Da drehte er dann Kopf nach rechts und hatte alle Freiheiten... Heute wäre es wahrscheinlich anders, da ich eigentlich weiter vorne gehe, aber irgendwie bin ich nicht überzeugt vom Kappzaum beim Spazierengehen...
Titel: Re: Re: Wintercafé zum fleissigen Clickerer
Beitrag von: Ehemaliges Mitglied 297 am 26. Januar 2014, 10:46:32
Also wir machen keinen Meter ohne Kappzaum!

Beim täglichen Gebrauch hab ich dann ein 4 Meter Bodenarbeitsseil.
Wenns was anderes ist, dann noch lieber 7 Meter Seil, da die Dame doch recht heftig sein kann!  ;)

Wenns möglich ist, dann wird sie auf die Kreislinie umgeleitet, sonst muss ich eh loslassen!
Handschuhe hab ich eigentlich immer an. Nur mit der Gerte hab ich so meine Schwierigkeiten, die ist mir dann mit Füttern meist im Weg!

Im Bedarfsfall nehm ich lieber das Seilende, das hab ich sowieso mit!

Wobei ich eben bei ihr drauf gekommen bin, wenn sie sich aufregt, dann hol ich die Aufmerksamkeit am Schnellsten mit Click und Keks, sofern sie natürlich noch nicht weggestartet ist, wieder zurück und wenn ich dann so alle paar Schritte clicke komm ich meist über die Situation drüber!

Normaler Strick wäre für die Dame eindeutig zu kurz, da doch sehr gerne mal Buckler an der Hand kommen oder sie auch mal Steigt und da wäre ich doch zu nahe!

Mir wurde bei der Stutbuhaufnahme empfohlen die Zügel unbedingt zu öffnen damit das Pferd eben nicht reinsteigen kann, da mußte mit Trense vorgestellt werden, aber mit der Trense ist sie für meine Begriffe noch schwerer zu kontrollieren als mit Kappzaum!

Titel: Re: Re: Wintercafé zum fleissigen Clickerer
Beitrag von: Felix am 26. Januar 2014, 11:00:58
Achtung, bestimmt nicht zur Nachahmung empfohlen.
Ich gehe mit normalem Halfter und Führstrick.
Ich habe mich durch Phönix mehr als einmal belehren lassen.
Halten konnte man ihn mit keinem Hilfsmittel.
WENN ein Pferd wirklich davon laufen will, dann tut es das auch.
Also wähle ich die für das Pferd noch ungefährlichste Variante.
Ist aber eine persönliche Meinung und natürlich auch mein persönliches Risiko.
Titel: Re: Re: Wintercafé zum fleissigen Clickerer
Beitrag von: noothe am 26. Januar 2014, 11:07:55
Mach ich meistens auch. Am wichtigsten ist mir echt die Art von Strick, nicht zu lang wegen verheddern, nicht zu dünn wegen Einschneiden, kein Material was sofort Knoten macht (auch nicht um meine Hände), und kein riesiger Karabiner der unkontrolliert um den Kopf haut.
Titel: Re: Re: Wintercafé zum fleissigen Clickerer
Beitrag von: Ehemaliges Mitglied 32 am 26. Januar 2014, 11:31:09
Ich nehm die typischen kurzen Führstricke mit Panikhacken nur mehr zum anbinden, seit mein früheres Pflegepferd sich mehrmals beim spazieren gehen los gemacht hat umd Gras fressen zu gehen. Die hatte nämlich heraussen wie man mit einem geschickten Ruck den Panikhacken aufmachen kann.
Ich hab für jedes Pferd ein 3-4 Meter langes Bodenarbeitsseil. Ich mag das Dicke lieber, mein Freund das Dünne. Jedes hat am Ende eine Lederklatsche, also wenn ich mich verteidigen müssen sollte dann könnte ich es (werd ich hoffentlich nie brauchen). Eine Gerte hab ich deswegen nie mit. Ich glaub ich find meine nicht mal mehr. Handschuhe hab ich immer an, mein Freund fast nie. Aber der hat halt auch mehr Kraft und viel Hornhaut, der kriegt sicher nicht so schnell Blasen.

Meist gehen wir nur mit Halfter raus. Asterix hatte seit Jahren kein Gebiss mehr drinnen, wozu auch wenn er nicht geritten wird. Er wird ja auch mit einem gut sitzenden Halfter longiert. Klar hat er da mehr Chancen abzuhauen, aber einen guten Kappzaum in Shettygröße findet man eh nicht so leicht und es geht ja auch so. Und Cani hat zum longieren einen Kappzaum und snst ihr Halfter weil ich meist keine Lust habe irgendwas anderes noch zu suchen. Auf Druck reagiert sie sowieso eher mit Gegendruck oder Panik, also ist es egal was wir nehmen.
Titel: Re: Re: Wintercafé zum fleissigen Clickerer
Beitrag von: AbbeyWood am 26. Januar 2014, 15:11:35
Bei abbey reicht halfter und irgendein normaler strick.
Bei dunja hab ich meistens eine böse führkette über der nase.. Kappzaum  ist irgendwie suboptimal, trense geht gut.
Wir gehen mit ihr deswegen nie spazieren, und von der koppel holen geht super mit halfter  :dops:
Titel: Re: Re: Wintercafé zum fleissigen Clickerer
Beitrag von: MonaLisaPaula am 26. Januar 2014, 15:17:38
Ich nehme Paula immer am Stallhalfter und normalem Führstrick mit, gern einen aus Baumwolle.
Handschuh trag ich je nach Wetter :P und Gerte nehm ich mit, wenn ich viel tun will oder das Gras sehr laut ruft. :) So ein Gertentip ist manchmal einfach effektiver... :rotw:
Titel: Re: Re: Wintercafé zum fleissigen Clickerer
Beitrag von: Moonrise am 26. Januar 2014, 16:13:41
Ich geh auch nur am Halfter mit Metis raus, mit nem dicken Bodenarbeitsseil so 2-3 Meter. Ich sehs auch so - wenn er sich losreißen will, ist egal, mit was ich ihn versuche zu halten, halten kann ich ihn eh nicht  :nixweiss: Gerte nehm ich nur zur Bremsenzeit mit  :cheese:

Haben wir eigentlich einen Thread wo wir über Deckenmodelle sprechen?  :cheese: Metis hat ja eigentlich 2 Regendecken (bei diesem Schmuddelwetter reicht eine einfach nicht mehr..) und die neue ist nun gekillt, einige Löcher durch alle Schichten durch, Fell guckt raus, und an einer Stelle ist fein säuberlich ein ganzes Rechteck Stoff einfach ab. Da ich die Decke nur brauche damit der Rücken nicht nass wird, ist sie nun echt unbrauchbar für mich  :confused:

Also will ich nun wissen, welche Decke zu empfehlen ist. Sollte wahrscheinlich 1200 Denier haben wenn ich verhindern will, dass sie gleich wieder total durchlöchert ist, oder? Zu teuer will ich halt auch nicht unbedingt kaufen, weil ich ja nun gesehen habe, was die Jungs teilweise mit den Decken anstellen  :roll: Die kaputte war glaub ich ne Amigo Mio Turnout Lite, die ältere die nur minimalste Löcher in der oberen Schicht hat, ist auch irgendeine Amigo aber kA mehr was genau..

Immerhin weiß ich nun, dass ne 130er perfekt wäre, weil die eine ist 125, die andere 135 und dazwischen wäre prima  :cheese: Wärmen muss sie gar nicht, nur Wasser abweisen und atmungsaktiv sein. Hat jemand eine Empfehlung?
Titel: Re: Re: Wintercafé zum fleissigen Clickerer
Beitrag von: Pandra am 26. Januar 2014, 16:28:30
Vielen Dank für eure Rückmeldungen  :). Nach einer Nacht drüber schlafen bin ich auch zu dem Entschluss gekommen bei unserer Ausrüstung zu bleiben. Schlimmer als in dieser Situation kann es fast nicht mehr werden und die haben wir damit echt gut gemeistert. Die Gerte hat uns dabei schon sehr geholfen, damit hab ich ihn immer leicht an den Hals vorne geklopft, das hatte schon eine ziemlich bremsende Wirkung denke ich. Das Halfter mag ich eigentlich auch recht gut leiden, mit dem Flauschi-Fleece-Halfter wäre es wohl schwieriger geworden, Knotenhalfter mag ich irgendwie nicht so gern und beim Kappzaum nervt mich dieses Rumgebaumel an der Nase  :rotw: (beim Spazierengehen). Eigentlich würde ich ihn auch als "sehr braves" Pony einstufen, der Bocksprung den er zu Anfang hingelegt hat war wirklich nicht der Rede wert und hat mich überhaupt nicht in Raumnot gebracht. Das ist wirklich das Maximum was er mal auspackt und wir gehen seit fast 5 Jahren so raus und zu Beginn war er roh  :confused:. Aber ich werde definitiv nicht mehr "schludern", hin und wieder neige ich nämlich auch mal dazu die Handschuhe zu vergessen  :pfeif:.

@ Moonrise: Blakkur würden wohl auch 130er am besten passen, aber gibt's sowas überhaupt  :P? Wir haben jetzt immer 125er, weil die 135er in der Tiefe auch gleich wieder so lang werden, da sind die 125er schon grenzwertig meistens. Ich hab 2 B*ucas (eine davon Regendecke), vielleicht fallen andere Marken auch wieder anders aus?! Modellempfehlung kann ich leider keine geben, bin mit der B*ucas (S*martex R*ain) zwar sehr zufrieden, nutze sie aber eigentlich nur als Abschwitzdecke.
Titel: Re: Re: Wintercafé zum fleissigen Clickerer
Beitrag von: Bettina am 26. Januar 2014, 17:34:29
Woher konnte Witteke das denn ... das ist doch eigentlich der sog. "Pony-Move". :kicher:

Ich geh auch immer mit normalem Halfter spazieren und da dran aber bevorzugt unser NHS-Überbleibsel: So ein langes Bodenarbeitsseil mit Lederflitsche hinten dran. Weiß gar nicht, wie lang das ist ... 4m? :juck:

Ich hatte mit Berta einmal eine absolute Eskalation (man erinnert sich vielleicht - das war der Tag, an dem ich sie gekauft hab :lol:). Da war mit an der Hand buckeln, steigen, rumtänzeln etc. alles dabei, volles Programm. Da war ich gottfroh, dass ich das Halfter mit Strick mit unter der Trense hatte (ich war eigentlich reitenderweise losgezogen), denn je mehr ich sie versucht hatte, an der Trense zu halten, desto pissiger wurde sie.  :-X Da wär sie mir dann eher fast noch 'aufs Dach gestiegen'. Mit Halfter war sie in dem Fall leichter ansprechbar und so ließ sich das tobende fuchsfarbene Etwas auf meist zwei Beinen dann auch irgendwie doch rausmanövrieren aus der Situation. :schwitz2:
Das ist aber meine ganz persönliche Erfahrung, das ist sicher je nach Pferd unterschiedlich. Kann auch sein, dass das ein Wolfszähnchen war, dass wir da noch hatten, und da man vom Boden aus bei einem steigenden Pferd mit der Trense ja tendeziell nach unten hinten einwirkt, tat ihr das vielleicht auch einfach nur weh und hat sie deswegen zusätzlich aufgeregt.
Titel: Re: Re: Wintercafé zum fleissigen Clickerer
Beitrag von: penelope am 26. Januar 2014, 18:04:00
Hab ich hier nie erzählt dass mir Witteke bei Vortraben nach der Beugeprobe für die Ankaufsuntersuchung von vier mal drei mal Richtung Gras abgedüst ist?  :confused:

Ich denke, es liegt auch immer viel daran, aus welchem Grund man gerade Probleme mit dem Pferd an der Hand bekommt. Bei Angst / Nervosität ist sicherlich ein eher weiches Instrument (was auch immer) das Mittel der Wahl. Bei einem "ich machs weil ich es kann" wohl eher nicht.  ;)
Titel: Re: Re: Wintercafé zum fleissigen Clickerer
Beitrag von: ninchen3000 am 26. Januar 2014, 19:14:34
Hallo, da geb' ich als begeistere Pferde-Spaziergängerin doch auch mal meinen Senf dazu. Und muss feststellen, dass ich anscheinend seeeeehr brave Pferde habe. Also, Klein-Pandora läuft sowieso überall brav mit hin, auch mit jedem Kind, da muss ich nur aufpassen, dass sie nicht Gras frisst; aber ansonsten reicht ihr ein ganz normales Halfter absolut. Hier auf dem Weg zum alljährlichen "Tänzelfest" (und nein, meine große Tochter muss sie nicht längere Zeit tragen, nur ab und zu will sie mal noch ein bisschen raufsitzen):
(https://dl.dropboxusercontent.com/u/258381313/IMGP0109.jpg)
Caffe Crema (Fee) ist in der Regel auch so brav, dass ich entweder Knotenhalfter oder Kappzaum verwende; als sie noch jung war und wir mit Spaziergängen begonnen haben, habe ich immer den Kappzaum drauf gemacht. Trense geht bei ihr gar nicht, weil sie eine Metall-Allergie hat - und ich würde das auch nicht mehr wollen mit Gebiss zu reiten/arbeiten!
(https://dl.dropboxusercontent.com/u/258381313/IMGP8488.jpg)
Margarita war ich heute im Neuschnee spazieren; sie steht ja seit Monaten bzw. darf nur Schritt geführt werden, was gut klappt, solange wir das jeden Tag machen. Jetzt waren wir krank und sie kam ein paar Tage nicht aus ihrem Paddock raus - das war dann Horror und ich habe beschlossen, bevor mir das arme Tier einen schweren psychischen Schaden bekommt, darf sie an der Longe ein bisschen traben. Das hat sehr für Entspannung gesorgt! Heute habe ich mich dann in Begleitung unserer kleine Pandora und einer Freundin mit sehr bravem altem Wallach zu einem Spaziergang gewagt: mit Kappzaum und einem ca. 3-4 m langen Strick, Handschuhe sowieso immer, ... und sie war zum Glück total brav, nur sehr fleißig!
Titel: Re: Sicher Führen beim Spazierengehen
Beitrag von: Osirii am 27. Januar 2014, 13:29:42
Ich hab ein Pony, das jahrelang gepanzert hat, also den "Pony-Move" benutzt hat, so oft es nur geht.
Vom Stallgelände runter waren wir Jahrelang nur mit Trense, eine Zeit lang nur mit Trense und Kette, die unterm Kinn lang lief, weil er sich sonst mit Trense nicht halten ließ, wenn er wirklich los wollte.
Eigentlich sollte gerade ich da immer Handschuhe tragen, ich hab mit auch schon die Hand komplett verbrannt (meine Herren tat das weh...) und trotzdem gehe ich oft ohne Handschuhe. Wenn er rennt brauch ich eh nicht gegen halten. Aber mit Trense versucht er es eh nicht mehr.
Mittlerweile kommen wir aber sogar mit Kappzaum nach draußen. :) Da muss allerdings auch eine Gerte mit, und dann gilt es, immer 100% Aufmerksam zu sein. Und ehrlich, im Zweifelsfall hält man kein Pferd.
Mit Halfter würde (und könnte) ich nie raus gehen, zur Weide geht mittlerweile, aber da geht es auch nicht übers Feld sondern nur durchs Dorf. Halfter wäre mir aber auch zu unsicher.
Ansonsten gehe ich gern mit langem Bodenarbeitsseil, Stricke sind mir zu kurz, weil ich auch gern mal hinterm Pferd laufe oder eben da, wo es trocken ist, während er weiter weg auf dem Grasstreifen läuft.
Aber das ist wirklich von Pferd zu Pferd individuell zu entscheiden.