Clickerforum

Clickertraining im Alltag => Bodenarbeit, Führen und Longieren => Thema gestartet von: Painthorse am 07. Mai 2011, 21:02:33

Titel: Hängertraining
Beitrag von: Painthorse am 07. Mai 2011, 21:02:33
Hi - ich bin seit gestern am Hängertraining und - nun immerhin steht sie auf der Rampe.
Ich habe es versucht mit führen zwischen den Händen (mit Gerte das Vorwärtsgehen anfragen) - ich verknote mir die Finger und dann noch Clicken  ???
Und dann der Versuch mit der Pylone -   :-\
Aber wieso soll das auch funktionieren, da ich es ja vorher nicht so geübt habe.

Also - meine Idee - mit dem Tennisball als Target - am Targetstock - das macht sie total gerne, soll ich es damit versuchen?
Matte haben wir auch lange nicht mehr gemacht -  :grmpf:

Gibts irgendwo Videos anzusehen - die ihr empfehlen könnt?

Viele liebe Grüße und Danke - Mittwoch will ich mit ihr weg

Conny
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: Muriel am 08. Mai 2011, 12:09:27
Hi,
hast du es schon mit der Matte versucht? Mit der Pylone arbeite ich so, dass ich vor dem Hänger einige Male anstubsen lasse wenn ich sie in der Hand habe, dann auf den Boden stelle, und dann wandere ich mitsamt Pylone Schritt für schritt in den Hänger hinein. Am besten die Mittelwand herausnehmen, dass man dafür viel Platz hat.
Ob Du nun Matte oder Pylone nimmst, ist dann egal, wobei das eine ja den Kopf und das andere die Füsse anspricht. so oder so erlebt sie dabei den Innenraum des Hängers.
Viel Erfolg!
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: Malika am 08. Mai 2011, 12:41:16
Wir haben es mit unserem Tennisball-Stab auch super hinbekommen  :nick: Wenn das Pferd darauf auch so fixiert ist, würde ich es damit auf jeden Fall versuchen.
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: Painthorse am 09. Mai 2011, 10:36:09
Also ein Lagebericht: Gestern war ich noch ziemlich am Boden, doch schon am Abend ist sie mit allen Füßen im Hänger gewesen - der Tennisball machts möglich  :cheese:

Stellt Euch das mal vor, ich werde mal gefragt werden - "Und nach welcher Methode verlädst Du?" und ich sage: " Na mit dem Tennisball"  :dops:
 :jubel: :jubel:

Heute mittag noch mal und heute abend und... dann müsst es doch klappen.


Ach ja - heute morgen stand sie ganz drin und ging auf mein Kommando LANGSam wieder raus.

Freu

Conny
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: Muriel am 09. Mai 2011, 11:54:00
Suuper!!! :cookiesbig:
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: Painthorse am 09. Mai 2011, 20:54:58
Heute abend stand sie wieder drin   :nick:
und Mittwoch fahr ich weg mit ihr  :nick:
und dann
 :cowb: :reit1: das wär doch gehext  :hexe:

Bilder im Trainingstagebuch
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: Zissa am 14. November 2011, 15:16:07
Ich hole den Thread nochmal hoch, denn ich hätte da auch eine spezielle Frage zum Hängertraining. Oder sollte ich einen Neuen aufmachen oder war ich nicht clever genug für die Suchfunktion :nixweiss:.

Wir üben seit einiger Zeit mit dem Hand-Target vor der Nase den Hänger zu erobern. Das lief auch kleinschrittig immer flotter, so daß ich Don zum letzten Wochenendkurs morgens hin und abends zurückfahren konnte. Er sprang nicht wie ein junger Gott auf den Hänger, aber stand nach rund und bummelig 5 bis 7 Minuten entspannt oben und filetierte das Heunetz. Am letzten Abend habe ich mir dann selber zu viel Druck gemacht, da noch eine Kursteilnehmerin mit ihrem Pferd mitfahren wollte. Irgendwann waren wir in der berüchtigten Sackgasse. Ich habe dann Don in einer Box mit ordentlich Heu zwischengeparkt, die andere Teilnehmerin weggefahren und dann Don in der Dunkelheit erneut verladen. Dabei fiel mir auf, daß er flüssig dem Handtarget folgte, wenn ich die Hand oberhalb der Trennwand hatte. Hielt ich sie zu tief (Höhe einer Pylonenspitze), schaffte er sich kaum zu überwinden. Mit der Hand oben als Target stand er wieder in 5 Minuten glücklich drauf.

Sollte ich im momentanen Hängertraining (er läuft wieder vollständig alleine bis nach vorne hoch und sahnt dort den Jackpot ab) Zwischenstops einbauen, an denen ich Kopf tief abfrage? Oder mit einer Pylone als Target die Übung nochmal neu aufbauen? Aber vor allem: kann ich Übungen machen, die uns für ein verladen im Dunkel helfen? Das Verhalten kamm bei Tageslicht so deutlich nie zum Vorschein.

Und wenn die Matte bei uns erstmal fest genug etabliert ist, dann wäre es doch mit Matte eher ein hochschaukeln in den Hänger, oder? Also vor bis zu Matte, dann rückwärts, Matte befreien, erneut vor bis zum neuen Mattenstandpunkt? Oder auch nach vorne über die Matte laufen lassen? Und dann? Ich habe noch kein Bild vor Augen, snief.  :help:
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: Ehemaliges Mitglied 32 am 21. Februar 2012, 09:57:22
Ich hol den Thread auch nochmal raus!

Mein Freund hat mir angeboten, mit Cani Hängertraining zu machen, weil für mich verladen schon massiv negativ besetzt ist. Unser Problem ist ja, dass sie zwar rauf geht, aber dann sofort rückwärts wieder runter rennt. Und das sehr schnell und ohne Rücksicht auf Menschen usw. Die Stange vorher einzuhängen ist unmöglich. Festbinden vorher würde ich sie nie, weil sie es sowieso nicht mag, angebunden zu sein. Einfach drinnen festhalten klappt auch nicht weil sie durchdreht.
Ich hab nicht die Möglichkeit, längeres ruhiges stehen drinnen zu bestärken, weil sie es NIE zeigt.
Alle Methoden die wir versucht haben, haben ein mal geklappt und dann nie wieder. Super wenn man am Kursort ist und heimfahren will.
Nachhaltige Lösungsvorschläge?
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: Felix am 21. Februar 2012, 10:12:44
Könnt ihr das vielleicht noch kleiner aufdröseln?
Also gar nicht versuchen, sie rauf zu bekommen.
Sondern Stück für Stück die Nähe zum Hänger zu bestärken?
Und dann ein Huf auf der Rampe = Jackpot... usw?
Jeden Tag ein bisschen mehr, damit sie die Angst verliert?
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: Muriel am 21. Februar 2012, 10:31:58
hast du schon im Hänger mit dem Target gearbeitet? Also sobald sie einen Schritt rauf macht, ganz oft Target anstubsen lassen (ohne Schwierigkeit) und eben ganz viel :click: und :keks: . Immer für einen größeren Schritt vorwärts gibts das Target. Sobald der Kopf im Hängerbereich innen ist, Target mal oben, unten, seitlich, links, rechts anbieten. Im Hänger ohne Trennwand üben, damit bewegungsfreiheit da ist.
So dass sie sich den Innenraum wirklich genau angucken kann aus verschiedenen Blickrichtungen und ihn anders wahrnehmen kann.

Zum Anfangen auch ruhig nach dem Click wieder zurückfüttern, so dass sie wieder vor der Klappe steht. dann wieder anfragen, und so lange zurückfüttern bis sie beim fressen und STehen ganz ruhig ist. Auch wenn sie schon drinnen ist, immer wieder zurückfüttern, damit sie in ihrem Wohlfühlbereich ist beim Fressen und sich dabei entstressen kann. Dabei übt sie hundertfach nach vorne zu gehen, und lernt dass sie zurückgehen darf.
Niemals festhalten wenn das Pferd selbständig zurückgeht!

Irgendwann kommt der Punkt, wo das Pferd nicht mehr zurückgehen will, weil es an das Target will, und weil es drinnen im Hänger bzw weiter vorne den Click gibt.  Bevor der Punkt nicht erreicht ist, würde ich nicht versuchen irgendwas hinter dem Pferd zu schliessen.

Bei nervösen Pferden und konzentrierten Arbeitseinheiten kann das in 4-7 Einheiten je eine halbe bis eine Stunde erreicht sein. Das ist nur ein grober Richtwert, natürlich.
Nach diesen Einheiten ist das Pferd hunderte Male über die Klappe in den Hänger gegangen und wieder raus, so dass das Einsteigen an sich immer weniger stressbehaftet wird.
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: Kess am 21. Februar 2012, 12:56:49
Heike: tolle Erklärung!  :)

Geht Cani denn allgemein gern rückwärts? Dann könnte rückwärts in den Hänger gehen noch eine Möglichkeit sein. Natürlich auch wieder kleinschrittig erarbeiten und das Augenmerk von Anfang an auf das ruhige Stehenbleiben legen. Da das für alle Beteiligten eine völlig neue Situation ist, kann das vielleicht helfen, das bisherige Verhalten (rein und sofort wieder raus) zu durchbrechen.
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: Ehemaliges Mitglied 32 am 21. Februar 2012, 13:47:12
Mit dem Target hab ichs probiert aber zu früh aufgegeben. Als es nach 2 Einheiten nicht geklappt hat, hab ich drauf gepfiffen. Festhalten wenn sie rückwärts geht machen wir nicht, das bringt doch nichts. Cani ist 10 mal schwerer als ich, das ist ein einfaches Rechenbeispiel. Ich denke ich werde das mit dem Target nochmal versuchen, bzw. eher mein Freund.

Eine Freundin hat gemeint, ich soll den Hafi nur mehr im Hänger füttern. Also zuerst Futter auf die Rampe legen, dann immer weiter rein. Nach 2 Wochen müsst der Hafi brav drinnen stehen. Was haltet ihr davon? Ich hab bei der Methode in erster Linie Angst, dass sie sich verletzt. Cani ist ja eher ungeschickt und lag schon 2 mal auf der Hängerrampe, das brauch ich echt nicht wieder. Die Rampe ist auch rutschig, ich leg eh immer einen Teppich hin weil der Hänger nicht uns gehört.
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: cinnamon am 21. Februar 2012, 13:48:25
ich mache gerne die 101-dinge übung am hänger - gerne auch mit wechselnden gegenständen: pylon, karton, plane, polster. da wird der hänger schnell zur nebensache.
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: Arconowitsch am 21. Februar 2012, 21:46:21
Huhu Coco,
das ist ja prima, dass dein Freund dir da helfen will  :nick:.
Gemeinsam kommt ihr bestimmt weiter!

Ich pick mir mal ein bissl was raus 8) :pfeif:
Zitat
Ich hab nicht die Möglichkeit, längeres ruhiges stehen drinnen zu bestärken, weil sie es NIE zeigt.
Wenn du dir mal in einem Daumekino vorstellst wie die einzelnen Blättchen aussehen würden wenn darauf ein Pferd erst vorwärts und dann rückwärts geht.... dann müsste es mindestens ein Blättchen geben auf dem das Pferd innehält...steht...

Oder anders gefragt, wenn du Cani einen Schritt in Richtung (nicht drauf) Hänger führst und sie für diesen einen Schritt clickst, bleibt sie dann durch den click stehen?

Du könntest, um Heikes superguten Vorschlag aufzugreifen, dann an der Stelle an der ihr nach diesem ersten Schritt gelandet seid, dann dein erstes Leckerlie geben und dann dort im Stehen! mehrmals ein Target anbieten, dass sie anstupsen darf und jedes Mal CB bekommt.
Dadurch übt sie automatisch das Stehen mit...

Oder du könntest nach dem ersten CB für den ersten Schritt in Richtung Hänger, solange sie noch am Kauen ist schon wieder clicken und stopfen und clicken u stopfen... mind. 5-10 Leckerlies lang... dann erst einen einzelnen!! nächsten Schritt anfragen und dort das gleiche...
Dadurch übst du ganz bewusst einzelne kontrollierte Schritte und Führbarkeit und damit verbunden auch wieder das Stehen...

Oder du fragst einen Schritt an, clickst und gibst selbst den Impuls für einen Schritt zurück und fütterst sie dann an eurer Ausgangsstelle (das ist das, was Heike u.a. empfohlen hat und das ist wirklich seehr efizient!!)

Falls ihr ein gut etabliertes Kopfsenken habt, könntest du auch einen Schritt nach vor clicken, dort füttern, dann mehrmals KS abfragen und clicken und wenn sie schon von selbst wieder KS anbietet, dann fragst du einen Schritt rückwärts an und CBst dafür, dass sie kontrolliert rückwärts geht im Angesicht des Hängers...

Und die Idee von Cinni lässt sich mit all dem auch noch prima kombinieren!! Am und um den Hänger herum die 101-dnge übung zu machen, wäre dann vielleicht ganz konkret was für dich und Cani! Denn dabei ginge es ja gerade nicht darum in den Hänger zu gehen, sondern um eurer beider Kreativität rund um den Hänger...

Schau mal mein Video vom Hängertraining mit Finn - da habe ich auch mit dem hier beschriebenen experimentiert...
http://www.youtube.com/watch?v=RNrjzloN8aw&feature=plcp&context=C38face2UDOEgsToPDskJjLly3J_m06yhZ0iHx-WMx (http://www.youtube.com/watch?v=RNrjzloN8aw&feature=plcp&context=C38face2UDOEgsToPDskJjLly3J_m06yhZ0iHx-WMx)
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: Mannimen am 22. Februar 2012, 01:07:55
Heike: tolle Erklärung!  :)

Dem schließe ich mich an. :thup:
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: Painthorse am 23. Februar 2012, 14:12:11
Manchmal braucht es extrem viel Geduld. Soviel, dass ich ja teilweise auch dachte, ich schaff das nie.
Und füttern im Hänger (also reinbestechen) war nicht die lösung.
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: Ehemaliges Mitglied 32 am 23. Februar 2012, 15:11:37
Futterkübel reinstellen und sie so reinlocken hab ich auch schon versucht. Hat nicht wirklich geklappt, sie verzichet lieber aufs Futter als brav drinnen stehen zu bleiben. Und das heißt was, immerhin ist es ein Hafi!
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: Muriel am 23. Februar 2012, 17:25:55
Genau, dass heisst eben dass sie ein gestresster Hafi ist, denn bei Stress wird vom Körper das Fluchtprogramm eingeschaltet, und da drin ist fressen nicht vorgesehen.
Deshalb meine Vorgehensweise, denn da wird der Stress insgesamt niedrig gehalten bzw entsteht im Idealfall gar nicht erst.
Bestechung und Locken hat nix mit Training zu tun und deshalb funktioniert das auch nur, solange das Pferd "lust" hat oder nicht gestresst ist. Lernen tut es dabei nix.
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: cinnamon am 23. Februar 2012, 23:52:40
wo wurde das futter denn platziert? wenn man sich da schrittweise ran tastet - also mal leckerlies vor`m hänger, danach auf der rampe verteilt, mal im hänger unmittelbar nach der rampe heu anbietet und sich so immer weiter richtung vorne arbeitet, kann die futtermethode schon wirken, weil da  gleichzeitig  ein desensibilisierungsprozess stattfindet.
wichtig ist da eben, wie heike geschrieben hat, dass nicht sämtliche sinne bereits auf flucht gepolt sind, man also unter der reizschwelle bleibt, um keine sensitivierung zu provozieren.

in dem fall besteht das lernen darin, die erwartungshaltung zu verändern und den hänger positiv zu besetzen.
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: Ramona am 24. Februar 2012, 11:35:51
Sofern der Hänger euch gehört: könnte man den nicht ins Paddok parken unter Tags wenn jemand da ist und ein Heunetz reinhängen oder so? zwecks der Desensibilisierung?

lg, ramona
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: cinnamon am 25. Februar 2012, 01:22:19
auto davor nicht vergessen.
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: Ramona am 25. Februar 2012, 07:55:32
auto davor nicht vergessen.
:nick:
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: Ehemaliges Mitglied 32 am 25. Februar 2012, 16:34:31
Der Hänger gehört nicht uns, sonst hätt ich die Rampe schon längst sicherer gemacht. Er gehört einem Bekannten, steht aber bei uns weil wir mehr Platz haben.
Asteri mag den Hänger, deswegen müsste man ihn wegsperren wenn der Hänger draußen steht, sonst lässt er den Hafi sicher nicht mal in die Nahe solang Futter drinnen ist.

So ganz ohne Aufsicht möcht ich die eher ungeschickte Cani nicht zum Hänger lassen. Sie ist ja schon ausgerutscht auf der Rampe und hat sich weh getan, seit dem trainieren wir nur mehr mit Transportgamaschen. Und die kann ich bei dem Gatsch nicht die ganze Zeit oben lassen, weil Cani die Dinger nicht leiden kann und sie gerne selbst auszieht wenn man nicht aufpasst.
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: cännsi am 27. Februar 2012, 11:46:02
bei uns hat mattentraining um/auf dem hänger sehr geholfen, um die dauer des ruhigstehens zu verlängern. außerdem hab ich sie bewusst schritt für schritt im hänger beim rückwärtsgehen immer wieder abgefangen, sodass sie eigentlich gelernt hat, kontrollierte schritte zu tun. da hab ich einfach aufgepasst, dass ich sie immer rechtzeitig animiere, bevor sie selbst auf den gedanken kommt, rückwärts runterzurennen. ich hab sie anfangs auch bewusst auf halber strecke beim reingehen stehen bleiben lassen (weil sie erfahrungsgemäß wenn sie ganz drin angekommen war sofort den retourgang eingeschlagen hat und es kaum eine möglichkeit gab ruhiges stehen zu bestärken bzw. ich zu spät war 8) ) aufs rückwärtssignal rannte sie dann auch (egal von welcher ausgangsposition) in einem durch runter ohne mal innezuhalten, aber da konnte ich dann wenige male ein kurzes "langsamwerden" und schließlich "innehalten" clicken und da blieb sie stehen. womöglich hab ich auch das handtarget dazugenommen, das weiß ich nicht mehr genau. das hab ich dann auch ausgebaut und dann auch wieder gezielte schritte nach vor und zurück - wir haben ein bissl am hänger getanzt :cheese: ich hab es vermieden zu ziehen oder sie vorwärtszuschicken bei dem thema. kopfsenken hab ich auch immer wieder abgefragt und handtarget, um die erfolgsrate hoch zu halten.

inzwischen rennt dinah (im heimischen stall) sehr häufig selbstständig in den hänger, wartet auch ab, solange ich nach hinten gehe und die stange einhänge, ohne rückwärtszurotieren. das natürlich auch kleinstschrittig aufgebaut, irgendwann hinten mal "lärm" gemacht und schließlich dann die stange zugemacht, wenn sie ruhig blieb. wenn ich von hinten gesehen habe, dass sie den kopf tiefer nahm, hab ich das auch geshapt. bot sie dann auch gezielt an. auch das aussteigen geht unter üblichen trainingsbedingungen inzwischen ruhig und kontrolliert von statten.

der hänger ist inzwischen ein recht hochbestärkter ort und wir haben große fortschritte gemacht. aber sobald wir wieder mal auswärts waren/sind lässt die zuverlässigkeit nach - dann muss ich es bisher (in der regel) für ein bis zwei einheiten wieder sorgsam aufbauen, dass wir wieder am alten status anknüpfen. und auch wenns stürmt oder der regen aufs dach prasselt, ist der enthusiasmus etwas eingeschränkt :cheese: aber wir üben ja noch 8)
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: Ehemaliges Mitglied 32 am 28. Februar 2012, 10:58:58
Mein Freund und ich haben jetzt mal gemeinsam überlegt. Anscheinend dürfte es so sein, dass Cani es nie gelernt hat, wie man brav in den Hänger geht. Als wir sie vom Beritt geholt haben, hat uns die Bereiterin erzählt, dass Frau Hafi am ganzen Körper verschwitzt war, als sie vom Besitzer aus dem Hänger geholt wurde. Dabei hatte sie nur 10 Minuten Fahrt zu überstehen. Mir ist das erst jetzt wieder eingefallen. Unsere Vermutung ist jetzt, dass Cani erstens nie gelernt hat, dass der Hänger positiv sein kann und zweitens wohl nur reingeprügelt wurde.
Das macht die Sache nicht unbedingt einfacher, aber wenigstens kennen wir dann einen Grund für ihr Verhalten.
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: Laika28 am 21. Mai 2012, 12:53:49
Hmh... und was kann man machen bzw. wie kann man es am besten angehen, wenn das Pferd zwar total gerne IN den Hänger geht, aber Angst hat, rückwärts wieder rauszugehen???
Eine meiner Stuten hat dieses Problem und ich finde es viel, viel schwieriger als ein Pferd, das nicht gerne REIN geht (habe/hatte ich auch  :rotw:, haben wir aber mittlerweile ganz gut im Griff).
Ich bin völlig ratlos und weiß mir nicht wirklich zu helfen.
Derzeit üben wir auf der Rampe rückwärts gehen, quer über die Rampe zu gehen etc. aber rein traue ICH mich derzeit einfach nicht mehr mit diesem Pferd....  :rotw:
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: Ehemaliges Mitglied 23 am 21. Mai 2012, 13:15:38
wie wär es einfach viel rückwärts bergab mit ihr zu üben, bevor ihr wieder in den Hänger geht.
Einfach das sie lernt, rückwärts abwärts zu laufen ohne das sie dabei Angst hat.
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: Muriel am 21. Mai 2012, 13:23:37
Ich würde das rückwärts raus in kleine Teile zerlegen. Also einen schritt auf die Rampe, und dann so füttern dass sie zurückgeht und wieder vor der Rampe steht. Und wieder einen Schritt usw bis du zwei Schritte auf der Rampe stehst, zwei Schritte zurück usw.
Meistens ist ein geringes Bewusstsein für das Setzen der Hinterbein eine Problematik. Da kannst du zb mit Gertenabstreichen, Tellington-touches usw üben. Auf der Rampe stehen, und einen Fuss anheben und zurück setzen lassen. Kopf frei lasssen zum umschauen und orientieren, vielleicht auch runternehmen lassen, das sie von vorne nach hinten gucken kann?

An einem Brett, einer Stufe und ähnlichem das rückwärts tasten und rückwärts runtergehen üben. Katja hat dazu irgendwo einen Film...
Viel über die Kruppe mit der Gerte streichen zum Bewusstmachen der Hinterhand.

Viel Erfolg! :dd:
Titel: Re:Hängertraining
Beitrag von: Laika28 am 21. Mai 2012, 14:15:55
Super - ganz herzlichen Dank!!!!  :umarm2:
Geringes Bewusstsein für die Hinterhand, ich denke, das trifft ins Schwarze. Es handelt sich um meine erst zweijährige Tinkerstute. Jaja, ich weiß, man soll nicht zu viel mit den jungen Pferden machen, aber verladen muss sein aus diversen Gründen. Sie hat auch überhaupt keine Angst vor dem Hänger, geht zügig rein, hat kein Problem damit, drinnen stehen zu bleiben, halt das Rückwärts rausgehen.
Ich werde heute erstmal das Hinterhand abstreichen etc. üben bevor es wieder an den Hänger geht. Und nach dem Film gehe ich mal gucken... Danke fürs Erste, ich berichte sicherlich weiter  :nick:
Titel: Re: Hängertraining
Beitrag von: Aveline am 19. März 2014, 13:59:08
Hallo Ihr Lieben!

Ich hole jetzt einfach mal das Thema wieder hoch weil ich derzeit auch ein echtes Verladeproblem mit Aveline habe. Sie ging immer ganz gut drauf...bis letztes jahr. Da waren wir im Sommer im Urlaub und an dem Tag wo wir Heim wollten haben wir abends extra erst um 20 Uhr verladen weils noch über 30 Grad waren. Ich hatte echt Mitleid aber brachte ja nichts. Es hat Ewigkeiten gedauert und ging dann nur mit extremen Stress und sie hat sich noch die Nase eingehauen wie meinen brustkorb eingequetscht :-(
Nunja...jetzt habe ich seit einer Woche einen Hänger, von einer Freundin, zum üben da. Die ersten zwei Male hat sie eigentlich nichts anderes gemacht ausser vor Angst geäppelt. Sie ging auch mal ein paar Schritte drauf und ist dann wie eine Irre zurückgerannt.
Ich habs jetzt nochmal mit aufdröseln der ganzen Geschichte versucht...mit der Plane wackeln...und das geclickt und dann jeden Schritt auf die Pylone zu geklickt. Die liebt sie und man hat auch gemerkt das sie echt versucht dran zu kommen. Aber sobald ich sie weiter reinschiebe (und seien es nur ein paar cm) versucht sie sich eher mega lang zu machen aber keinen Schritt vorwärts zu gehen. Sie geht dann auch wieder raus und kommt dann von alleine mit beiden Hufen wieder auf die Rampe.
Wir haben dann aufgehört als der dritte Huf drauf war...das habe ich mit Feuerwerk gestärkt.

Ich weiss echt nicht weiter...

nächste Woche Samstag soll sie für 4 Wochen zu einer Freundin in den Beritt (bevor ich nach meinem Bandscheibenvorfall wieder reiten darf) und dazu sollte sie schon auf den Hänger gehen.

Lustige Leute haben mmir jetzt schon zu ner Longe geraten...aaaaah bloss net!

LG

Martina
Titel: Re: Hängertraining
Beitrag von: El Viento am 19. März 2014, 14:51:03
Das hört sich so an als wärst du auf nem guten Weg, brauchst aber einfach noch ein bisschen mehr Geduld  :cheese:.

Ich würde versuchen, mich nicht zu sehr auf das Ziel "Pferd steht komplett im Hänger" zu konzentrieren sondern auf das Zwischenziel "Pferd kommt mit riesiger Begeisterung zur Pylone" - das schützt dich vielleicht davor, die Pylone zu schnell oder in zu großen Schritten vorzuschieben. Wichtigste Priorität sollte sein, dass sie entspannt ist und gern zu ihrer Pylone kommt. Wenn du zu große Schritte machst bekommt sie evtl. zwischendurch Angst und überlegt, ob es die Pylone Wert ist, sich zu überwinden.

Vielleicht helfen dir auch Markierungen auf der Rampe (Kreide, Klebestreifen). Bei Zentimeterarbeit hat man so eine bessere Kontrolle über die Anforderungen finde ich.

Was uns extrem geholfen hat (Viento ging da schon komplett in den Hänger, allerdings oft zögerlich und auch nicht allzu zuverlässig): Im Hänger füttern und währenddessen rausschicken. D. h. ich habe ihn in den Hänger geführt und drin gab es dann von einem Helfer eine riesige Portion absolutes Lieblingsfutter (wir haben ihn damit nicht gelockt, das Futter kam erst zum Vorschein, als er schon drin war). Das Futter muss viel sein, dass das Pferd alles um sich vergisst und den Hänger kurzfristig für das absolute Pferdegourmetparadies hält. WÄHREND er gefressen hat habe ich ihn rückwärts geschickt. Die ersten zwei drei Mal kein Problem - ER wollte ja da eh nicht rein, das war ja ganz allein meine blöde Idee. Nach wenigen Wiederholungen (wir wollten gerade eine Pause machen und haben ihm den Strick abgemacht...) hat er mich fast umgerannt um wieder in den Hänger zu kommen. Das war für uns ein ziemlicher Durchbruch. Wir haben danach die Belohnung wieder auf Normalmaß reduziert, aber gelegentlich wiederholen wir das mit dieser Methode. Wobei das mit dem Zurückschicken dann mit der Zeit immer schlechter klappt. Aber na ja, es gibt Schlimmeres  ;).

LG, Jana
Titel: Re: Hängertraining
Beitrag von: Aveline am 19. März 2014, 21:07:24
Ich weiss Geduld ist eine Tugend die man haben sollte ;-))
Ich hab ja noch 1 1/2 Wochen Zeit. ;-)
Also ich habe sie wirklich immer nur cm weise vorgeschoben nie in zu grossen Schritten. Mein Pony ist ja alles aber nicht doof ;-) Mmmmh Lieblingsfutter...tja Möhren sind ganz toll aber die nehme ich ja schon zum Clickern. Bananen kann ich ja auch nicht tonnenweise füttern. Ausser Heu und Mineralfutter bekommt sie derzeit gar kein anderes Futter....mmmmh ich muss mir da, glaub ich, was überlegen was ich da machen kann.

Aber danke für Deine Tips...das zeigt mir das ich ja doch nicht auf einem sooo schlechten Weg bin auch wenn der zeitlich echt arg begrenzt ist. ;-(