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Der Besitzer wird zum Trainer ??

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Re: Der Besitzer wird zum Trainer ??
« Antwort #15 am: 06. Juni 2024, 09:02:42 »
Ich bin die Heike, auf die sich einige oben beziehen ;)

Auf meinem YT Kanal habe ich Amadeus' Ausbildung (weitgehend an der Kurlandarbeit orientiert) dokumentiert. Da gibt es auch eine Playlist (nicht ganz vollständig)

Als ich mit CT begonnen habe, gab es nicht viele Trainer zur Orientierung oder Hilfe. Es gab nur eine Mailingliste und man hat sich gegenseitig geholfen. Gegenseitige Besuche und Videos haben mir dann ein besseres Verständnis gegeben, was "wirkliches" CT ist, und nicht nur "Verhalten initiieren und mit Click und Futter belohnen".
Über viele Jahre habe ich dann, als sich die Gelegenheit ergab, die Kurse mit Alexandra Kurland in Deutschland organisiert und natürlich auch besucht. Das hat meine Wahrnehmung darauf, welche Kleinschrittigkeit die Pferde wirklich einfordern, sehr stark gefördert. Die Themen Balance und Gymnastizierung standen da sehr lange im Fokus und ich bin immer noch ein großer Fan davon, weil die Pferde, wenn sie die Gelegenheit haben, da sehr klar sein können, was sie wollen.

Über das Thema Stress habe ich dann bei Marlitt Wendt eindrücklicher gelernt und das hat meine Arbeit noch mal komplett verändert.

Gleichzeitig habe ich als Physiotherapeutin sehr viel über die körperlichen Zusammenhänge gelernt, mich mit Faszienorientierter Arbeit beschäftigt und damit, wie ich mein chronisches Hustenpferd mit Arthrose konsequent und vor allem effektiv bewegen kann, ohne ihn zu stressen.
Wir haben dafür über mehrere Jahre eine superkleinschrittige Gerten/Peitschengewöhnung gemacht und weil ich das millionenfach verstärkt habe, damit zu arbeiten, ist das auch heute seine liebste Arbeit. Die reine Kurlandarbeit findet er viiiiiiel zu langweilig  :lol:

Was ich vor allem gelernt habe, auf das jeweilige Individuum Pferd zu schauen und mich nicht an Methoden festzubeißen. Für den einen sind klare Vorgaben sinnvoll, die eine klare Führung beinhalten. Andere wollen sich nicht "drängen" lassen, (wobei die Kunst der Führung natürlich auch eine Wissenschaft für sich ist) und manche Pferde sind mit zu großer Entdeckungsfreiheit schlichtweg überfordert. Manche Pferde lieben die Wiederholung und die Musterarbeit, die ich auch sehr zu schätzen gelernt habe, andere finden das total langweilig. Insofern bleibt einem da eh nichts anderes übrig als sich ständig zu hinterfragen, ob "DER WEG", den ein Trainer vorgibt, auch immer der richtige ist.

Als Therapeutin sehe ich natürlich auch immer den Schwerpunkt in gesunder und gesunderhaltender Bewegung, aber habe auch gelernt, dass man da auch generös sein darf und Pferde nicht sofort tot umfallen, wenn man sie eben nicht täglich bewegen kann (eine entsprechende Haltungsform natürlich vorausgesetzt).


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Re: Der Besitzer wird zum Trainer ??
« Antwort #16 am: 06. Juni 2024, 09:41:53 »
Wow!
Vielen Dank für eure Antworten.  :dops: :dops: :dops:

Ich freue mich dass ihr mir so ehrlich geantwortet habt, mir einen Einblick in euren Weg und auch in euren Schwerpunkten gegeben habt.
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Re: Der Besitzer wird zum Trainer ??
« Antwort #17 am: 06. Juni 2024, 09:56:13 »
Ich hab das Gefühl vor mir liegt noch ein langer Weg  ;)

Was einerseits toll ist, andererseits man oft auch einen langen Atem braucht. Aber wir sind unterwegs.... :dops:
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Re: Der Besitzer wird zum Trainer ??
« Antwort #18 am: 06. Juni 2024, 11:05:39 »
Aber wir sind unterwegs.... :dops:

und das ist die Hauptsache  :dops: :dops: :thup:
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