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„Connection Training“ von Hannah Weston/ Rachel Bedingfield

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Hier, glaube ich noch nicht vorgestellt  ….

Teil I (durch bin ich noch lange nicht, obwohl dafür einiges andere liegengelassen 😉

Als Empfehlung aus Tanja Konnerths neuem E-Book habe ich es mir gegönnt aufgrund der Vermutung, dass der Ansatz ein ganzheitlicherer als in den meisten anderen „Clicker-Büchern“ ist. Das hat sich erfreulicherweise auch bestätigt, so dass ich erstens dachte „schade, dass mir das jetzt erst über den Weg läuft“ und zweites „das müsste auf Deutsch erscheinen“.

Super verständliches Englisch (oder mein Studium diverser englischsprachiger  Bücher über Exmoorponys und andere Natives sowie des Kurlandbuchs zahlen sich jetzt aus …). Daran liegt es also nicht.
Kauft aber wohl nur jemand, der eh schon Interesse am Clicker-Thema hat.

Gäbe es das in Deutsch mit entsprechenden „Kuscheltitel“ (Verbindungstraining mit Pferden ???) könnte das möglicherweise manche Menschen von R+ überzeugen, die nicht nach dem üblichen Druckprinzip mit ihren Pferden umgehen möchten, aber die Vorstellung, fürs Pferd quasi nur ein Futterautomat zu sein und den Rest des gemeinsamen Lebens mit ihm nur noch was anfangen zu können, wenn prall gefüllter Futterbeutel dabei, auch wenig ansprechend finden. Dazu findet sich auch ein bisschen was – dass R+ eben ursprünglich schon „aus dem Labor“ kommt und daher das wissenschaftliche Vorgehen (A-B-C) und der messbare Lernerfolg im Vordergrund stehen und kaum bzw. gar nicht die (emotionale) Beziehung zwischen Mensch und Tier. Also dass, worauf es dem Hobby-Tierhalter ja hoffentlich viel mehr ankommt.

Meist wird ja eher betont, „Wir müssen unsere verrückten Spiele für die Tiere lohnenswert machen" (also sie „bezahlen“). Das ist aus meiner Sicht doch etwas sehr anderes als „wir finden zur Gemeinsamkeit und Unternehmungen, an denen beide Spaß haben“.

Bei den Clickerbüchern, die ich bisher im Regal hab, geht es nach Einführung in Lerntheorie und Techniken gleich zur Sache, die da – etwas überspitzt –heißt: „Wie mache ich, dass Pferd macht, was ich möchte“.
Dass ist ja nichts schlechtes – wer Tipps zum technischen Vorgehen findet, wird bestens bedient. Ist ja schon schwierig genug ….

Hier geht es die ersten 47 Seiten erstmal nur um das Wesen Pferd und seine Emotionen auf Basis des Emotionssystems von Jaak Panksepp. Dass fand ich schon überzeugend, als Stine Küster bei einem Vortrag ausführlich darüber erzählte. Hier geht es noch mehr ins Detail und immer wieder darum, zu schauen, in welcher Emotion sich das Pferd grade befindet (und, nun ja, der Mensch auch).
Die Theorie-Spezialisten hier werden dazu sicher viel mehr sagen können, aber mir fällt – sehr positiv - auf, dass manches doch recht anders angegangen wird als sonst üblich.

Als Einführung und Test werden erstmal zwei „Experimente“ vorgeschlagen: freies Pferd mit verschiedenen Futterangeboten und verschiedenen neuen Gegenständen auf größerer Fläche und unbeeinflusst. Am Verhalten und Vorgehen der Pferde lässt sich dann schon viel zur Persönlichkeiten,  den vorherrschenden Emotionssystem und der Einstellung des Pferdes zu Futter erkennen, was sehr nützlich ist für das Training.

Trainiert wird aber auch weiter erstmal nicht wirklich. Es geht darum, ganz viel „Casual Time“ mit dem Pferd zu verbringen, ohne von ihm etwas zu wollen. Futter spielt da nur insoweit eine Rolle, als dem Pferd beim Grasen oder Heumampfen Gesellschaft geleistet werden kann. Und solche Zeiten sollen möglichst oft eingeplant werden. "Eigentlich" auch zu Beginn jeder Trainingseinheit. Selbst ich, mit Pferden am Haus, fühlte mich leicht ertappt – wie oft hängt man nur ab (ich jetzt schon deutlich mehr als früher, seit die Exis da sind) und wie oft kommt man, holt das Pferd und es geht los …

Auch von hochfrequenten Füttern ist bis jetzt nicht die Rede – im Gegenteil, Pferd soll jeden Bissen erst in aller Ruhe aufkauen, weil nur dann das SEEKING System kurz zur Ruhe kommt und das CARE-System, das für die Verbindung so wichtig ist, nach vorne.
Und das Futter grade am Anfang möglichst niederwertig, also Heu, Heucobs, um weiter in der Ruhe zu bleiben.

Immer wieder wird betont, dass es um Verbindung geht, nicht um Perfektion.

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Re: „Connection Training“ von Hannah Weston/ Rachel Bedingfield
« Antwort #1 am: 27. September 2022, 14:07:44 »
Sehr ansprechend und logisch fand ich auch, dass von Anfang an in jeder Trainingseinheit auch Sequenzen ohne Futterlob eingebaut werden. Erst nur kurz, dann auch mal länger, damit es für das Pferd völlig normal bleibt, dass es nicht immer und für alles Futter gibt. Besonders vor dem Hintergrund, dass meist ja auch nichtclickernde Menschen mit dem Pferd umgehen und dass Futterlob im Laufe der Zeit auch durchaus ausgeschlichen werden kann und soll (gelobt wird natürlich weiterhin – mit Stimme, Kraulen, Streicheln, Begeisterung, Aktivitäten, die das Pferd toll findet usw.).

Ein Grund dafür ist sicher auch, dass die Autorinnen Rescue-Pferde und Esel für die Vermittlung in gute Hände fit machen und die zukünftigen zweibeinigen Partner wohl eher selten versierte Clickerer sind.
Das macht das Buch auch noch interessanter für mich – dass darin viele Pferde vorkommen, die mit speziellen Problemen aufwarten, die einigermaßen gut und zivilisiert aufgewachsene Rösser hoffentlich nicht haben

Also genau die Fragen, mit denen ich mich seit einiger Zeit beschäftige – dass es zwischen Pferd und Mensch ganz klar noch mehr gibt bzw. geben kann als eine gefüllte Futtertasche und wie man beides verbinden kann.

Es wird auch darauf eingegangen, dass im Idealfall viele trainierte Aktivitäten irgendwann intrinsisch belohnen für das Pferd werden – durch den Spaß an der Bewegung, das Sich-gut-fühlen durch bessere Körperbeherrschung – und nicht zuletzt die emotionale Verbindung mit dem Menschen.
Neben den Emotionen der Pferde geht es in einem anderen Kapitel dann um die des trainierend Menschen. Das kommt ja nicht nur in Clickerbüchern, sondern auch sonst meist zu kurz. Bin schon sehr gespannt.
Und dann, spätestens wenn endgültig die finstere Jahreszeit da ist, die vielen Filme dazu gucken.


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Re: „Connection Training“ von Hannah Weston/ Rachel Bedingfield
« Antwort #2 am: 27. September 2022, 14:22:22 »
Das klingt super! Auf Connection Training bin ich schon länger aufmerksam geworden aber ja, es schreckt mich leider die Sprache ab. Ist mir irgendwie zu anstrengend im Privaten :shy:

Das ist jetzt hier zwar etwas Off-Topic aber ich finde deren Facebook-Seite nicht mehr :-[ Weiß da jemand mehr?
LG von Lisa und Gasella

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Re: „Connection Training“ von Hannah Weston/ Rachel Bedingfield
« Antwort #3 am: 27. September 2022, 17:10:16 »
Hannah Weston ist ja nach Frankreich ausgewandert  :nick:  sie betreibt also ihren Hof in England und den Unterricht etc nicht mehr. Vielleicht ist die Seite deshalb derzeit inaktiv/gelöscht, bis alles dort soweit in neuen Bahnen läuft.
https://connectiontraining.com/
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Re: „Connection Training“ von Hannah Weston/ Rachel Bedingfield
« Antwort #4 am: 28. September 2022, 11:07:12 »
Ah okay. Dann kann sie ja mit Nina demnächst ein neues Zentrum der positiven Verstärkung in Südfrankreich aufbauen :grinwech:

Übrigens: Die Übersetzung des Buches hat eine ehemalige Studienkollegin von mir angefangen, aber sie sagte, dass es derzeit aus Zeitgründen auf Eis liege.
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Re: „Connection Training“ von Hannah Weston/ Rachel Bedingfield
« Antwort #5 am: 28. September 2022, 12:57:40 »
... um das dann einem deutschen Verlag anzubieten? Da gäbe es ja einige, die vielleicht Interesse hätten, weil auch schon andere R+- Bücher rausgebracht (Cadmos, Müller Rüschlikon, Kosmos hat ja auch großes Spektrum).

Also wenn ich das Lesen relativ einfach finden, müssten andere das noch mehr  :cheer:
Ob ich die Filme auch verstehe, wird sich zeigen ... beim Lesen kann man sich ja Zeit lassen
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Re: „Connection Training“ von Hannah Weston/ Rachel Bedingfield
« Antwort #6 am: 28. September 2022, 13:05:55 »
ich finde Hannah auf Videos ganz furchtbar schwer zu verstehen, da habe ich damals bei der Clickerkonferenz, die bei ihnen stattfand, schon aufgegeben :tuete:
Sie redet halt unglaublich schnell und dann mit Akzent. :nixweiss:
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Re: „Connection Training“ von Hannah Weston/ Rachel Bedingfield
« Antwort #7 am: 28. September 2022, 13:27:10 »
Schade ... dann muss man sich wohl konzentrieren auf das, was zu sehen ist ...
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Re: „Connection Training“ von Hannah Weston/ Rachel Bedingfield
« Antwort #8 am: 28. September 2022, 13:36:46 »
... um das dann einem deutschen Verlag anzubieten? Da gäbe es ja einige, die vielleicht Interesse hätten, weil auch schon andere R+- Bücher rausgebracht (Cadmos, Müller Rüschlikon, Kosmos hat ja auch großes Spektrum).


Das weiß ich leider nicht. Sie hatte jedenfalls in der Vergangenheit auch schon für Wege zum Pferd die eBooks auf Englisch übersetzt.

Schon interessant manchmal... Damals im Studium wussten wir nicht einmal voneinander, dass wir Pferde mögen 😅
LG von Lisa und Gasella

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Re: „Connection Training“ von Hannah Weston/ Rachel Bedingfield
« Antwort #9 am: 29. September 2022, 11:22:48 »
Wo da oben von Nina die Rede ist ... mir scheinen Hannah und Nina schon an ziemlich entgegengesetzten Punkten des großen Spektrums "was und wie machen mit R+" zu stehen. Was ja sehr spannend und auch sehr gut ist, weil sich viele unterschiedliche Menschen in unterschiedlichen Schwerpunkten wiederfinden können.

Von Nina hab ich viel gelesen und gesehen, war auch auf Seminaren bei ihr, hab eine Menge gelernt und Denkanstöße bekommen. Hinsichtlich Medical - und Wippentraining sind ihre Tipps ja auch unschlagbar.

Von Hannah kenne ich bisher ja nur das halbe Buch, finde aber jetzt schon sehr viel wieder, was mir bisher im Zusammenhang mit R+ gefehlt bzw. mich "irgendwie" gestört hat.
Wegen des "Beziehungsschwerpunktes", dem Eingehen auch darauf, wie sich Menschen bei dem Ganzen denn so fühlen und besser fühlen könnten und der Betonung der Wichtigkeit von Freude bei Mensch und Pferd, Selbstvertrauen, Selbstsicherheit, positiven Emotionen, nicht perfektem Verhalten wäre das ein Buch, das auch nicht-clickernde Pferdemenschen mit Gewinn lesen könnten.

Neben dem hochfrequenten und hochwertigen Füttern war schon länger ein weiterer "äh ..."-Punkt für mich die Sache mit dem fehlerfreien Lernen bzw. dem Trainingsaufbau für selbiges. Vom Grundgefühl her fand ich es schon irgendwie bevormundend, dem Pferd nicht zuzutrauen, mal rumzuprobieren und aus eventuellen Fehlern selber zu lernen. Ich habe halt auch Ponys, über deren Fähigkeiten ich oft staune ... Verstand sagte dazu: ok, so ein Aufbau ist vielleicht auf dem Platz möglich, "draußen" wird da gerne mal was zwischenkommen - was dann ???
"Nichts machen, was man nicht trainiert hat" (auch so ein Imperativ) ist für mich auch keine Lösung - dann kommt man ja nie vom Platz weg ...

Beides hat Hannah in viel besseren Worten zusammengefasst. Sie hält von dem Konzept nicht so viel, grade weil es Pferden ganz viel abnimmt, ihre Problemlösungsfähigkeiten weniger entwickelt werden und sie, wenn dann unerwartete Dinge passieren, eher mit Frust oder Angst reagieren und eventuell keine Ideen haben, wie damit umzugehen ist.
Und dass man die grundlegende Resilienz und Fähigkeiten von Säugetieren, auch mal unerfreuliches zu verarbeiten und wegzustecken, weder unterschätzen noch noch vernachlässigen sollte.

Kapitel "The Connected Trainer" mit Gewinn gelesen und nun geht´s zu "De- Spooking for Live" - gelle, Nio, da pass ich besonders gut auf  :lol:
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Re: „Connection Training“ von Hannah Weston/ Rachel Bedingfield
« Antwort #10 am: 29. September 2022, 13:08:32 »
Zitat
mir scheinen Hannah und Nina schon an ziemlich entgegengesetzten Punkten des großen Spektrums "was und wie machen mit R+" zu stehen

ja, das hast du schön ausgedrückt   :lol:

Aber das Buch klingt interessant. Mag nur gerade keine neuen Bücher kaufen, da ich eh am ausmisten bin...
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Re: „Connection Training“ von Hannah Weston/ Rachel Bedingfield
« Antwort #11 am: 29. September 2022, 13:40:27 »
Danke, das kommt auf meine Shopping-Liste.  :dops:
Viele Grüße und bleibt gesund!

Sarah
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Re: „Connection Training“ von Hannah Weston/ Rachel Bedingfield
« Antwort #12 am: 29. September 2022, 14:05:35 »
Man kann sich den ersten Teil des Buches per E-mail zuschicken lassen über die Webseite.
LG von Lisa und Gasella

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Re: „Connection Training“ von Hannah Weston/ Rachel Bedingfield
« Antwort #13 am: 29. September 2022, 20:49:51 »
Ja, das ist ein tolles Buch und bringt so viel mehr Leichtigkeit und so viel weniger Druck auf's Tapet als alles Deutschsprachige, was ich im Bücherregal hab.

Die "Leerclicks" sind für mich allerdings ein Punkt, der das ganze nicht 100% Anfänger-/Umsteigertauglich macht. Ich finde, im geschriebenen Text liest es sich ein bisschen so, als würden sie alle richtigen Antworten markern, nach dem Click aber mit variablem Intervall verstärken. Das schaut auf den Trainingssequenzen, die man in ihren Youtube Videos sieht ganz anders aus, da wird eindeutig jeder Click belohnt, nur eben nicht immer gefüttert. Und man sieht auch, dass sie die sekundären Verstärker (zB Stimmlob, Berührungen,...) heftig und oft auflädt.
Gerade für Crossover Teams halte ich den Einsatz von Signalen als Verstärker für ziemlich anspruchsvoll. Denn wenn die Trainingsvergangenheit zumindest mittelfristig nicht rein r+ war, finde ich es nicht ohne weiteres offensichtlich, welches Signal man überhaupt als Verstärker verwenden kann.

Also richtig cooles Training, aber in sehr vielen Bereichen gleichzeitig auf einem hohen Niveau und sie erklärt nicht alle "Einzelteile". Entweder ist das hinter der Paywall vom online-Kurs, oder sie machen das so unbewusst, wie viele gute Reiter auch nicht genau ihre Muskelbewegungen beschreiben können.

Mich würde interessieren, wie ihr die Arbeit vom gymnastischen Wert bewerten würdet. Vor allem in Hinblick darauf, dass sie durch den Target-lastigen Ansatz ja schon starken Einfluss auf die Kopfposition nehmen.
(Ich hab einer meiner Reitlehrerinnen mal eines der Youtube Videos gezeigt. Die hat gemeint, dass das Pferd die Übung für seine körperlichen Verhältnisse sehr korrekt ausgeführt hat, aber ihr vom Reiter zu wenig hilfreiches gekommen ist. Das wäre ja an sich genial, wenn die Arbeit auch bei nicht perfekten reitereichen Fähigkeiten zu sinnvollen Bewegungen führen würde. Deckt sich das mit dem, was ihr seht? Ich kann das überhaupt nicht einschätzen, besonders die Videos mit den Ponys. :tuete:)

Das Thema 'fehlerfreie Loops' hatten wir mal bei einer Fragerunde mit Ken Ramirez und Susan Friedman und beide waren sich einig, dass sie diese Technik nur dann anwenden, wenn das Endziel komplett berechenbar ist. Konkret ging es darum, dass es in der Ausbildung von Rettungshunden fehl am Platz ist (und zwar von Anfang an), aber das lässt sich ja eigentlich auf alles ummünzen, bei dem das Tier mit dem echten Leben und damit mit unvorhergesehenen Ereignissen in Berührung kommt.
LG
Susanne
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Re: „Connection Training“ von Hannah Weston/ Rachel Bedingfield
« Antwort #14 am: 29. September 2022, 21:37:49 »
Zitat
Das Thema 'fehlerfreie Loops' hatten wir mal bei einer Fragerunde mit Ken Ramirez und Susan Friedman und beide waren sich einig, dass sie diese Technik nur dann anwenden, wenn das Endziel komplett berechenbar ist. Konkret ging es darum, dass es in der Ausbildung von Rettungshunden fehl am Platz ist (und zwar von Anfang an), aber das lässt sich ja eigentlich auf alles ummünzen, bei dem das Tier mit dem echten Leben und damit mit unvorhergesehenen Ereignissen in Berührung kommt.

Das finde ich spannend! Also wäre das Anstreben von fehlerfreien Loops sozusagen nur beim Training in Laborbedingung (Reitplatz, Halle, kontrollierbare Umgebung) sinnvoll und bei allen Verhalten, die (auch) im wirklichen Leben gebraucht werden, nicht sinnvoll / notwendig?
We are limited only by our imagination.
Ken Ramirez

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