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Wie verändert sich die Beziehung zu eurem Pferd durchs clickern?

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Zitat
Hallo ihr Lieben,

ich, als Clickerneuling, hab mal wieder eine Frage an euch.
Wäre schön wenn ihr mir von euren Erfahrungen schreiben würdet! Oder auch eure Überlegungen.

Wie hat sich eure Beziehung zum Pferd verändert durchs clickern?

Ich clickere seit 5 Monaten und seitdem hat sich einiges verändert. Einerseits hat sich durchs clickern "mein Blick" verändert, ich sehe viele Kleinigkeiten die ich clickern kann, ja ich suche förmlich nach Verhalten dass ich bestärken kann. Das finde ich echt toll!
Andererseits habe ich manchmal das Gefühl dass das Clickern sehr technisch ist. Ich benutze z.B. kaum mehr ein Stimmlob und clickere stattdessen eben. Tatsächlich bin ich gerade unsicher ob es nicht manchmal schön wäre meine Freude über etwas Tolles auch durch meine Stimme auszudrücken - oder setze ich dadurch die Sachen die "nur" geclickt werden herab?
Oder das Thema berühren: beim clickern möchte ich ja das mein Pferd futterhöflich mit geradem Kopf neben mir steht. Wenn ich es nun z.B. am Kopf oder Hals berühre erwarte ich dass das Pferd den Kopf weiterhin gerade hält und sich nicht mir zuwendet, also weiterhin futterhöflich bleibt. Also berühren soll keine Reaktion beim Pferd hervorrufen - so bringe ich meinem Pferd bei dass sich berühren durch den Menschen "nicht lohnt", also nicht gewünscht ist.
Vor dem clickern habe ich mein Pferd schon mal auch am Kopf gestreichelt z.B. zeitgleich zum Stimmlob.
Ich bin verunsichert ob das so die richtige Entwicklung ist  ???   Was macht das mit meinem Pferd? Was bedeutet dass für unsere Beziehung?

Wir hatten das Thema schon kurz in meinem Vorstellungsthread, da ich gebeten worden bin ein extra Thema zu eröffnen habe ich nun hier nochmal geschrieben.

VG Maria


Na klar können die das! Ich glaube das ist auch so ein bisschen ein Missverständnis mit dieser ganzen "Höflichkeits"geschichte... das macht man zu Beginn oder wenn es irgendwie zu chaotisch ist mal zwischendrin, aber so lange das Pferd keine Attacken auf den Menschen mit Futter startet ist es ja "höflich" und man kann ein ganz normales Miteinander haben :) Nullposition, Grown Ups Are Talking und wie die Übungen alle heißen sind eine schöne Basis, aber eben auch kein Das-Pferd-darf-ab-sofort-nur-noch und Der-Mensch-muss-jetzt-für-immer :rotw:


« Letzte Änderung: 25. Juni 2024, 22:43:31 von Muriel »
LG Tine
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Ab und zu ist es gut, in unserem Streben nach Glück innezuhalten und einfach glücklich zu sein. ~ Guillaume Apollinaire
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Re: Wie verändert sich die Beziehung zu eurem Pferd durchs clickern?
« Antwort #1 am: 24. Juni 2024, 23:05:24 »
das macht man zu Beginn oder wenn es irgendwie zu chaotisch ist mal zwischendrin
Ich musste gerade sehr schmunzeln bei "wenn es irgendwie zu chaotisch ist mal zwischendrin" hat ins Schwarze getroffen  :cheese:

Ich kenne das von mir, dass gerade es am Anfang alles sehr strikt klingt und man nichts falsch machen will. Im Rückblick auch gut und wichtig, sich mit den Konzepten vertraut zu machen. Im Endeffekt war es bei mir wie so Vieles im Leben ein bisschen sich durchwursteln seinen Weg finden.

Und gerade die "schönen Dinge" brauchen ja nicht verloren gehen :rotw:

Bei uns wird sehr viel gestreichelt und gekrault in allen Lebenslagen. Ich muss nur z.B. aufpassen dass ich bei meinem 1,60 (und potentiell noch größer-) Pferd dann nicht verstärke, dass es mit dem Popo gegen den Menschen rotiert  :pfeif:- erstens könnte das Menschen verschrecken und zweitens ja auch ein Sicherheitsthema


« Letzte Änderung: 24. Juni 2024, 23:11:00 von Alska »
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Re: Wie verändert sich die Beziehung zu eurem Pferd durchs clickern?
« Antwort #2 am: 25. Juni 2024, 13:54:33 »
Vielleicht hat dein Pferd auch verstanden, dass es mitreden darf und tut das kurzerhand.

Ständig im Gesicht etc. anfassen ist tatsächlich überhaupt nicht pferdig. Wieso jeder Mensch einem Pferd irgendwie immer direkt in die Maul-/Nasenregion fassen möchte? Anderen Menschen fingere ich ja auch nicht ständig im Gesicht herum.

Berührungen am Kopf finden am ehestens im Maulbereich statt - vor allem unter Jungs - und stellen dann Spielaufforderungen dar. So Spiele brauchen wir glaube alle nicht.

Und sie grüßen sich Nase an Nase.
Bei uns findet viel Berührung mit Handtarget statt, wobei ich den Eindruck habe, dass mein Bub das als eine Art Ersatzhandlung für die Begrüßung (Check in) Nase an Nase angenommen hat. Er fragt das z.B. wenn wir gemeinsam unterwegs auch schon mal an, indem er mich seinerseits am Unterarm berührt und dann mit zufriedenem Gesichtsausdruck die angebotene Faust anstupst.

Mich persönlich hat da Sharon Wilsie und ihre Beobachtungen zur Kommunikation der Pferde untereinander sowie die mögliche Umsetzung in der zwischenartlichen Kommunikation (Mensch - Pferd) sehr weiter gebracht. Es gibt da mittlerweile 3 Bücher von ihr bzw. findet man unter dem Stichwort horse speak da einiges.

Aber auch Marc Lubetzki, der ja Pferd vor allem bzw. überhaupt in der freien Wildbahn beobachtet, finde ich da sehr aufschlussreich - vor allem sein aktuellest Buch "Die Sprache der Pferde". Aber auch sein Blog und seine Beiträge bei Facebook und Instagram sind sehr interessant.
Liebe Grüße Angela und das Traberbübchen
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Re: Wie verändert sich die Beziehung zu eurem Pferd durchs clickern?
« Antwort #3 am: 25. Juni 2024, 14:43:37 »
Ich find ja immer ... Wir sind keine Pferde und müssen uns daher nicht zwingend immer wie Pferde verhalten. Die Ohren, der Schweif etc. für den restlichen Teil der Kommunikation fehlen uns......  Das Pferd am Kopf berühren muss man ja schon in vielen Situationen mal - Putzen, nachschauen (Augen z. B.), Halftern, Trensen etc. - je nachdem was man halt so machen möchte. Und einige Pferde genießen es tatsächlich, auch mal die Stirn gekrault zu bekommen - mein Junger z. B. Aber das muss wohl jeder für sich entscheiden.

Dem Pferd kann man schon ganz gezielt sagen "jetzt bitte nicht den Kontakt zu meiner Hand suchen" (ich möchte Augen sauber machen, aber nicht aus Versehen reinditschen, ich möchte am Anhalten üben ohne den Kopf bei mir in der Jackentasche zu haben, ....) und "jetzt ist Schmusezeit, komme gerne näher". Während des Trainings streicheln ist da oft gar nicht das Problem - ich streiche meinen immer gerne liebevoll über den Hals oder kratze mal hinter den Ohren (was zur Zeit gerade vom Jungpferd sehr dankbar angenommen wird). Manchmal einfach so, weil's grad gut läuft, aber wir von dem C+B-Regen schon weiter entfernt sind, manchmal in einer kleinen Pause.... Und wenn ich das Gefühl habe, das Pferd wird grad zunehmend "unhöflicher" (beißen in Futtertasche oder so), dann übe ich das halt immer mal zwischendurch wieder vermehrt.

Clickern wird von vielen nicht umsonst als eine eher "emotionslose" und "mechanische" Trainingsmethode gesehen. Es gibt halt Momente, da ist man grad mit einer ganz bestimmten Aufgabe / mit einem bestimmten Kriterium beschäftigt, vielleicht auch sehr kleinschrittig, sehr konzentriert oder oder oder.... Aber das ist wohl kein Zustand, der 'ne Stunde anhält. Dazwischen gibt's ja noch so viel mehr  :) Wobei ich sagen muss, dass es mir zu Beginn des Clickerweges auch schwer fiel, manchmal einfach inne zu halten, zu schmusen, zu lächeln und mich am Tier zu freuen - immer vor Sorge, dass ich jetzt irgendwas falsches mit reinwerfen könnte oder so. Diese Lockerheit und Gelassenheit kam dann einfach irgendwann mit der Zeit und mit besserem Trainings-Selbstbewusstsein  :)
Liebe Grüße, vermouth

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Re: Wie verändert sich die Beziehung zu eurem Pferd durchs clickern?
« Antwort #4 am: 25. Juni 2024, 15:00:28 »
Natürlich sind wir keine Pferde, aber ich finde schon, dass wir uns mit ihren natürlichen Verhaltensweisen, Kommunikation und Bedürfnissen befassen sollten, um uns in der Folge nicht unnötig übergriffig zu verhalten bzw. wenigstens zu verstehen, wieso ein Pferd eine bestimmt Handlung vielleicht nicht so schätzt, wie wir uns das wünschen.

Fehlende Körperteile für die Kommunikation lassen sich prima verständlich ersetzen. Wir können z.B. mit unseren freischwingenden Armen / Händen prima zeigen.

Mein Bub gestattet mir durchaus auch, ihn überall anzufassen und geniest auch z.B. ein Stirnkraulen. Aber nicht gleich als erste Maßnahme. Von Fremden möchte er aber garnicht ins Gesicht gefasst bekommen.
Liebe Grüße Angela und das Traberbübchen
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Re: Wie verändert sich die Beziehung zu eurem Pferd durchs clickern?
« Antwort #5 am: 25. Juni 2024, 15:11:35 »
Ja alles gut, ich bin da sicher etwas (negativ) geprägt von den Aussagen der Horsemanshipler, die sich ja auch immer darauf berufen, dass Pferde das ja soundso machen (sich unter anderem nicht mit Keksen gegenseitig belohnen… dafür aber sehr wohl mal gegenseitig treten usw). Daher denk ich, dass man das sicher sehr individuell betrachten sollte.  :)
Liebe Grüße, vermouth

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Re: Wie verändert sich die Beziehung zu eurem Pferd durchs clickern?
« Antwort #6 am: 25. Juni 2024, 15:24:03 »
Auf solche Aussagen reagiere ich auch allergisch.  :nick:

Vor allem Stichwort gegenseitig treten - da würde ich gerne das gegenseitig betonen. Wieso sollte ich das Pferd schlagen und treten dürfen, wenn es das umgekehrt nicht darf? Was wäre daran gegenseitig?  :lol:
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Re: Wie verändert sich die Beziehung zu eurem Pferd durchs clickern?
« Antwort #7 am: 25. Juni 2024, 15:25:07 »
Uff guter Punkt, warum ist mir die Frage in solchen Situationen nie eingefallen?  :lol:
Liebe Grüße, vermouth

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Re: Wie verändert sich die Beziehung zu eurem Pferd durchs clickern?
« Antwort #8 am: 25. Juni 2024, 21:45:26 »
Anfangs kommt es einem sicher sehr technisch und distanziert vor, vor allem, wenn beide Neulinge in Sachen Clickern sind und das Pferd sich erst einmal daran gewöhnen muss, dass der Mensch Futter mit sich herumträgt und das mit hoher Wahrscheinlichkeit auch überreicht. Es muss herausfinden, wie das passiert, und deshalb sollte man den Fokus gerade in den ersten Wochen auf Höflichkeit legen.

Höflichkeit selbst ist dann in zweiter Linie eine Gewohnheit, nachdem es anfangs als Verhalten etabliert wurde.
Hier ist auch ganz viel zum Thema Stress zu lernen und es lohnt sich total, da zu Beginn wirklich viel Zeit zu investieren, bis beide Partner mit dem vorhandenen Futter und den neuen Möglichkeiten entspannter werden.

Und dann wird eigentlich alles wieder "normal", in dem Sinne, dass sowohl Mensch als auch Pferd sich annähern können, wenn sie das beide wollen.

Ich habe mit einigen Pferden jedoch festgestellt, dass sich das Thema Beziehung total verändert, weil man sich selbst verändert. Man fängt ganz anders an, auf das Pferd einzugehen, man hört genauer hin, man gesteht dem Pferd eigene Meinungen, Ideen, Handlungen zu.
Und das ändert eigentlich die Beziehung total :D  weil man vom "Kommandogeber und Hilfenanweiser" zu einem von zwei gleichberechtigten Dialogpartnern wird.
Alles kommt zu dem, der warten kann.
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Re: Wie verändert sich die Beziehung zu eurem Pferd durchs clickern?
« Antwort #9 am: 26. Juni 2024, 06:26:34 »
ich stimme zu, dass sich die Beziehung ändert.

vor allem, wenn Du irgendwann mal anfangen wirst, mit Kooperationssignalen zu experimentieren = das Pferd sagt ja oder nein zu einer Frage von Dir und Du akzeptierst die Antwort.

All meine Pferde mögen Kraulen und Berührung und ich baue das auch ins Belohnungsschema ein. Wir haben eine jahrelange Clickergeschichte miteinander und es gibt klare Abläufe, damit jeder weiß, was als Belohnung verfügbar ist oder ob eine offizielle Trainingssituation herrscht oder "einfach zusammensein"

Das wird sich bei euch auch noch entwickeln. Bis dahin, lass euch Zeit.
Sabine
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4 Highlandponies, 4 Zughunde und 5 Packziegen auf Tour

„A horse can't do "nothing", so it makes sense to choose the "something" he's be doing when he's around me.“ (Alexandra Kurland)
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Re: Wie verändert sich die Beziehung zu eurem Pferd durchs clickern?
« Antwort #10 am: 26. Juni 2024, 08:47:18 »
Es kommt vielleicht darauf an, wie die Ausgangssituation war. Ich hab mein Pony ja angefangen zu clickern, da war er ungefähr 3 Jahre alt. Davor haben wir relativ wenig "Training" gemacht, sondern einfach die Zeit gemeinsam verbracht und weil ich dann keine Idee hatte, wie ich ihm bestimmte Dinge beibringe, war Clickern dann irgendwie das naheliegendste  :lol:

Ich fand das Clickern dabei aber nicht mechanisch. Finde ich auch heute noch nicht. Das mag sicherlich daran liegen, dass wir wenig gezieltes Training machen. Ich clicke alles im Alltag, aber um ehrlich zu sein, bin ich da meist eher spontan unterwegs. Bei den Situationen, an denen ich konkret an etwas arbeite und damit hochfrequentiert clickere, könnte das vielleicht kurzzeitig mechanisch aussehen, empfinde ich aber null so. Im Gegenteil, ich empfinde das eher konzentriert und fokussiert.
Vielleicht liegt es auch daran, dass ich in sehr horsemanship-geprägten Ställen unterwegs war. Und ich finde, im Vergleich zum klassischen Horsemanship ist Clickern das absolute Gegenteil von mechanisch.
Im Gegenteil. Dadurch, dass man sich immer nur auf die positiven Punkte fokussiert ist die Stimmung meiner Meinung nach auch viel positiver. Ich kuschel viel mit meinem Pony. Ich berühre ihn auch viel und streichle ihn, weil ich das für mich einfach brauche. Und dafür, dass ich das darf, bedanke ich mich auch mit einem Click.  :cheese:
Viele Grüße und bleibt gesund!

Sarah
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Re: Wie verändert sich die Beziehung zu eurem Pferd durchs clickern?
« Antwort #11 am: 29. Juni 2024, 13:17:00 »
Danke für eure Antworten und Einblicke in eure Erfahrungen.

Ich bin vermutlich noch in der Phase in der ich alles sehr streng und technisch angehe.  :)   Es tut gut zu lesen, dass es bei euch im Laufe der Zeit "lockerer" geworden ist.

Als Clickerer steht man irgendwie "alleine" da im pferdischen Umfeld. Man bekommt live vorort nichts mit was in diese Richtung geht.
Im Bekanntenkreis oder wenn man in andere Ställe kommt dann sieht man viel..... viel NHC, viel englisch, viel klassisch, ab und an Tellington. Aber clickern hab ich noch keinen "zufällig" gesehen.
Das fehltmir manchmal so ein bißchen.

Und mein Blick auf die Pferde allgemein hat sich in den letzten Monaten sehr verändert. Ich sehe so viele gestresste Pferde ringsherum - und schon wieder steh ich alleine mit meiner Meinung da  :-[
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Re: Wie verändert sich die Beziehung zu eurem Pferd durchs clickern?
« Antwort #12 am: 30. Juni 2024, 09:29:29 »
 :nick: Das ist tatsächlich so eine Sache, wenn man clickert und sich ganz anders und/oder mehr mit solchen Dingen wie Stresssignale, Beschwichtigung, enrichment oderoderoder beschäftigt und auf einmal SIEHT.  :nick:

Ich habe den post schon letztens mal gelesen und gestern beim Training habe ich gedacht, dass clickern für mich gar nicht technisch ist.

Ich benutze den Zungenclick, was für mich ein sehr angenehmes Geräusch erzeugt (ich hoffe für Winzi auch :kicher:) und dann berühren Winzi und ich uns jedes Mal bei der Futterübergabe. Und eigentlich ist das ein sehr intimer und persönlicher Moment, der sehr viel Nähe mit sich bringt und bei mir auf jeden Fall Serotonin ausschüttet, wenn ich seine weiche Nase in meiner Hand spüre.  :rotw: :cheese:
Würde ich so einen mechanischen Clicker verwenden (dessen Geräusch ich einfach nicht mag), wäre der technische Aspekt sicherlich noch mal eher da, aber so: nö.  :cheese:

Natürlich sollte man an viele Dinge beim clickern denken, aber ehrlich gesagt sollte das jeder, der sein Pferd gut und logisch trainieren möchte. Bei unserem alten Stall rauchten auch die Köpfe bei klassischer Handarbeit, weil es da auch auf Details ankommt und auch das nachgeben gelernt sein will. Das fühlt sich dann sicherlich auch erstmal "technisch" an, weil die Abläufe im Hirn und Körper sich erstmal festigen müssen. 

Und für mich hat sich durch das Clickern einfach alles verändert  :jaso: und ich möchte schlichtweg nicht mehr anders mit Winzi kommunizieren, weil es für uns eine Verständnis- und Beziehungsebene geschaffen hat mit einer Möglichkeit des Dialogs, die ich mir persönlich nicht über konventionelles Training aufgebaut vorstellen könnte.
Gewinke von Sonja
Winzis Tagebuch

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