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Fragen zum Handtarget

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Re: Fragen zum Handtarget
« Antwort #45 am: 15. Januar 2020, 07:34:20 »
Es gibt Teleskopstangen zum Fensterputzen, die sind je nach Modell mehrere Meter lang. Vorne dran gibt es verschiedene Aufsätze zum anschrauben, es hätte also sogar eine Spitze.
Was ich mir allerdings unpraktisch vorstelle, ist, dass natürlich längere Targetsticks durch den längeren Hebelarm deutlich schwerer sind.
LG
Susanne
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Re: Fragen zum Handtarget
« Antwort #46 am: 15. Januar 2020, 07:42:18 »
Ich kann mir auch nicht so recht vorstellen, wozu Du einen soooo langen Teleskoparm für ein Target brauchst (oder brauchen willst).

Für Distanzarbeit beim Führen reicht mir schon lange der Original-Targetstab von Karen Pryor (Länge ggfs. mal googeln) mit einem aufgesteckten Tennisball.

Würde ich mehr Abstand von mir wollen, dann würde ich das shapen über eingehaltene Distanz zum Target, nicht mittels Verlängerung des Targets selber. Oder Abstand zu mir shapen.
Sabine
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Re: Fragen zum Handtarget
« Antwort #47 am: 15. Januar 2020, 09:02:22 »
Zitat
Ich hab mir überlegt, ob es auch funktioniert, das Handtarget unter Signalkontrolle zu bringen.

Klar funktioniert das. ;)
Da ich zwei nicht Clickernde RBs habe, war genau da seine Überlegung und außerdem möchte ich selber nicht, dass mein Pony mir dauernd an der Hand rumnäselt. Wenn ich führe (RP oder im Gelände), balle ich die Hand zur Faust und strecke sie leicht aus. Wenn ich Maya zu mir rufen will, klopfe ich mir erst auf den Oberschenkel und strecke dann die zur Faust geballte Hand aus. Das klappt sehr gut, klar fragt sie beim Führen auch manchmal, ob sie nicht etwas für Hand anstupsen bekommen könnte, aber das ignoriere ich konsequent und inzwischen kommt es kaum noch vor.
Es gibt halt eine Lernphase, durch die man durch muss, das könnte bei dir problematisch sein, wenn die Besitzrin das nicht möchte.
Little by little, one travels far.
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Re: Fragen zum Handtarget
« Antwort #48 am: 15. Januar 2020, 19:29:37 »
Es muss halt klar und deutlich sein wenn du die Hand hebst. Wenn deine RB dann mal deine Hand einfach so anstupst, dann einfach ignorieren. Das versteht meine RB auch sehr klar. Und ansonsten Clicker und Strick in einer Hand. Das geht ;)
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Re: Fragen zum Handtarget
« Antwort #49 am: 17. Februar 2021, 19:17:24 »
Zitat aus meinem TB, weil es da wohl eher unter geht:

"Nach ca. 15 Minuten räum ich alles wieder auf und wir gehen spazieren. Dabei liegt mein Fokus auf einem konstanten Handtarget, was unter Ablenkung überhaupt gar nicht geht. Dafür klappt Kopf tief sehr gut, auch in Bewegung.
Hat jemand Tipps, wie ich das mit dem Handtarget intensiver/zielführender üben könnte? Mein Ziel ist, dass das Handtarget eben vor allem bei Gruseldingen und Ablenkungen als „Schnuller“ funktioniert, wo sie sich immer wieder hinorientiert. Vermutlich muss ich konsequent einige Spaziergänge nur den Fokus darauf legen?"

An ablenkungsarmen Orten (Paddock, Box, Stallgasse, Weg zum Paddock...) klappt es gut, auch über längere Strecken am Stück mit einem gewissen Druck (von der Pferdenase an meiner Faust). Unter Ablenkung (z. B., wenn nur ein Spaziergänger entgegen kommt) klappt es fast gar nicht, dafür kommt der Kopf in solchen Situationen fast sofort wieder auf den Boden. Ich bin ein bisschen ratlos, wie ich das am Besten übe?
Das Zielbild ist ein entspannt mit Abstand neben mir gehendes Pferd, egal was an gruseligen Dingen um sie rum passiert. Wenn was Gruseliges kommt, dockt sie an der Faust an, wir passieren das Gruselding - oder es passiert uns, je nachdem- , dann gibts  :click: und :keks: und wir gehen weiter, das Pferd mit tiefem Kopf. Ich glaub, ich steh einfach nur granatenmäßig auf dem Schlauch? Höherwertig belohnen ist schwierig, weil sie alles, was ich bisher probiert habe, gleich gern frisst. Wenn ich das HaTa nur verwenden würde, falls was Gruseliges ist, würde ich es ja vergiften, oder?
Und wie macht Ihr das, das das Pferd sich beim Füttern in Bewegung nicht im Genick verwirft? Dafür hab ich auch noch keine zufriedenstellende Lösung gefunden. Immer anhalten? Geht natürlich, nimmt aber irgendwie den Fluss...

« Letzte Änderung: 17. Februar 2021, 19:22:28 von Valezqua »
Viele Grüße Eva
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Re: Fragen zum Handtarget
« Antwort #50 am: 17. Februar 2021, 19:59:56 »
Das Verwerfen im Genick hat was mit der eigenen Haltung zu tun. Da hilft eigentlich nur Üben, den Keks so zu präsentieren, dass eigentlich garnichts anderes geht, als Kopf gerade vorm Körper. Klappt bei uns auch noch nicht immer.
Vorzugsweise füttere ich mit der abgewandten Hand. U.a. weil hier die Körpersprache auch gleich noch Davoneilen blockt, was bei uns gern mal Thema ist.

Handtarget in Stresssituationen habe ich durch klassisches Locken verstärkt. Also ich habe tatsächlich deutlich sichtbar das Futter in die Hand genommen, sodass ich direkt und ohne Umstände bei Berührung der Faust, diese nur öffnen musste und schon war das Futter da. Das mach ich auch jetzt in stark aufregenden Situationen noch. Insgesamt ist es aber abgebaut zu einem Anstupsen, Klick, Futter heraus holen ...

Bei uns ist das so weit etabliert, dass mein Bub teilweise regelrecht darum bittet, wenn es aufregend wird. Indem er mit der Nase meinen Ärmel berührt.

An der Faust bleiben üben wir zugegeben garnicht. Er soll sich die Dinge ruhig ansehen und mich darauf aufmerksam machen, dass etwas beunruhigend ist. Ich hätte bedenken, dass ein Andocken an der Faust das unterdrückt, ich etwas übersehe, sich was aufstaut und dann kommt der Knall aus scheinbar heiterem Himmel.
Liebe Grüße Angela und das Traberbübchen
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Re: Fragen zum Handtarget
« Antwort #51 am: 17. Februar 2021, 20:31:26 »
Okay, das ist interessant.

Vor allem, dass das Pferd dich auf Gruseldinge aufmerksam machen soll. Ich sehe das als meinen Job, das Pferd hat darauf zu achten, wo es geht, und nicht über (mich) oder seine eigenen Füße zu fliegen, aber die Tiger sind mein Problem.

Danke für den Tipp mit dem Futter "rauslocken", dafür würde sich aber vermutlich Hafer oder sowas zum "Zuzzeln" besser eignen, dummerweise findet das Pferd Hafer deutlich überflüssig. Mmmmh. Muss ich mal in mich gehen, die Pellets sind zu kurz, um sie quasi zwischen den Fingern rausschauen zu lassen...
Viele Grüße Eva
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Re: Fragen zum Handtarget
« Antwort #52 am: 17. Februar 2021, 21:03:41 »
Vor allem, dass das Pferd dich auf Gruseldinge aufmerksam machen soll. Ich sehe das als meinen Job, ... , aber die Tiger sind mein Problem.

Die Umgebung im Auge behalten, um sich rechtzeitig in Sicherheit bringen zu können, ist eine sehr wichtige "Programmierung" unserer Pferde. Das läuft sozusagen "auf Automatik", fast wie das Atmen.
Ausserdem sind die Rösser ja nicht blöd, sie wissen, dass wir Gefahren viel später wahrnehmen.
Liebe Grüße aus Niedersachsen - Fjord Freddy, Muli Ambra, New Forest Pony Asmara & Laura
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Re: Fragen zum Handtarget
« Antwort #53 am: 17. Februar 2021, 22:30:28 »
Du sagst es Laura.
Es ist für uns beide deutlich gesünder, er macht mich darauf aufmerksam, dass er Dinge beunruhigend findet und ich kann darauf reagieren, als dass er scheinbar - sehen tut er die Sachen ja doch - mir diesen Job überlässt, dass Fass füllt sich langsam und läuft es über und Pferd ist schlimmsten Falls weg.
Ich hab da neulich was zu Click für Blick aufgemacht. Das Vorgehen hilft uns deutlich weiter. Und es führt auch nicht zu Gespenstergucken. Im Gegenteil, der Bub ist in letzter Zeit zunehmend entspannt.
Liebe Grüße Angela und das Traberbübchen
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Re: Fragen zum Handtarget
« Antwort #54 am: 18. Februar 2021, 04:59:23 »
Danke für den Tipp mit dem Futter "rauslocken", dafür würde sich aber vermutlich Hafer oder sowas zum "Zuzzeln" besser eignen, dummerweise findet das Pferd Hafer deutlich überflüssig. Mmmmh. Muss ich mal in mich gehen, die Pellets sind zu kurz, um sie quasi zwischen den Fingern rausschauen zu lassen...

mit etwas Übung kann das Pferd lernen, das sehr kleine Futter aus der Hand zu "lutschen". Ich kenne das "rauslocken" unter einem anderen Begriff und zwar "raus fliessen".

Dazu hält man das Futter in einer lose geschlossenen Faust und gewährt Zugang zum Futter über Öffnen bzw. Schliessen der Finger.

Klappt zugegebenermaßen besser bei Tierarten, die ein kleineres Maul haben als Pferde, wie Ziegen oder Hunde, und die auch mehr die Zunge zur Futteraufnahme einsetzen als Pferde.
Sabine
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Re: Fragen zum Handtarget
« Antwort #55 am: 18. Februar 2021, 09:03:32 »
Den Ansatz von "Click for Blick" kenn ich nur von Hunden, das ist aber auf jeden Fall eine gute Idee, das auch einzuführen. Danke!
Viele Grüße Eva
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