Hallo Tine, etwas verspätet, aber trotzdem

Fifill hatte zu Beginn seiner PA noch beide Augen drin. Auch auf blinden Augen können weiterhin Schübe auftreten. Das war bei seinem linken Auge irgendwann der Fall. Ich habe ihn zunächst mit Schmerzmitteln und Salbe ca 4 Wochen behandelt. Sofern es abgesetzt wurde, tränte es wieder und war warm. Daher habe ich mich dazu entschieden, es entfernen zu lassen. Sehen konnte er auf beiden Augen ja nicht mehr, daher war für mich eine Entnahme in Ordnung, da sie funktionslos waren. Ich habe es damals in Brielow machen lassen. Das geht sowohl im Stand, als auch im Liegen. Ich meine, er war 1 Woche dort zwecks Nachsorge. Das Auge hatte noch eine Tamponage. Vor seiner Entlassung kam die raus. Die Fäden habe ich dann selber ca 3 Wochen später gezogen. Da ich gleichzeitig den Stall gewechselt habe, war es mit der Organisation eines Tierarztes etwas schwierig.
Wenn das Auge funktionslos ist UND Schmerzen verursacht, würde ich es immer entfernen lassen. Augenschmerzen machen einfach keinen Spaß. Viele berichten von ihren blinden Pferden, dass diese nach einer Augenentnahme wieder wesentlich entspannter waren, da sie keine Schmerzen mehr hatten. Und der Rest vom Auge kann immer noch "reagieren", da die Muskeln noch vorhanden sind. Das heißt, du kannst sehen, wenn das Pferd z.B. nach vorne guckt anhand der Bewegung der Muskeln im Fell.
Nachtrag: ich habe gerade nachgeschaut: Die Augenentnahme war 2022. Er war dafür 7 Tage in der Klinik. Hat damals ca. 1.000 EUR gekostet.