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Doppellongenarbeit

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Doppellongenarbeit
« am: 20. Juni 2017, 09:53:54 »
Ich habe mir gerade das Doppellongenbuch von Horst Becker gekauft, weil ich mich gerne zu dem Thema schlau machen will. Das Buch wurde irgendwo als Standardwerk empfohlen und ich habe es günstig gebraucht gekauft.

Ich kenne Horst Becker nicht, aber er ist laut eigener BEschreibung ein Ausbilder nach klassischen Grundsätzen. Laut Internet scheint er für die Doppellonge eine Art Guru zu sein. Darunter habe ich mir allerdings etwas anderes vorgestellt... Für Clickerer ist das Buch meiner Meinung nach definitiv nix, außer evt. um es für sich komplett umzuinterpretieren:

- Futterlob wird komplett abgelehnt ("weil es sonst gefrustet ist, wenn der Futterautomat nicht immer funktioniert"), dafür Dominanztheorien, ich musste ständig mit den Augen rollen.
- Schlimmer aber: Für mich nicht schlüssige Erklärungen, warum man nach biomechanischen Grundsätzen mit vielfältigen Ausbindern longieren soll. Auf den Fotos fand ich die Pferde alle leicht hinter der Senkrechten.

Wenn jemand ein besseres Buch empfehlen kann, freu ich mich. Mir geht es vor allem darum, wie man das Pferd und den Menschen an die Doppellonge heranführt, also wirklich um die Anfänge, und zwar so, dass das Pferd davon gesundheitlich profitiert (und so, dass ich das mit Clicker umsetzen kann).
Im zweiten Teil des Longenkurs ist zwar ein kurzer Abschnitt zur Doppellonge, aber vielleicht gibt es was ähnliches in ausführlicher?

« Letzte Änderung: 20. Juni 2017, 22:52:36 von noothe »
Viele Grüße von Anna und Sandero
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Re: Handbuch der Doppellongenarbeit / Horst Becker
« Antwort #1 am: 20. Juni 2017, 10:08:15 »
Finde ich schwierig da was clickerkompatibles zu finden :(

Ich hab ja die DVD von Saskia Gunzer zum Langzügel bekommen, und selbst diese von allen so hochgelobte "feine" Arbeit war mir viel zu grob  :P
Und an der Doppellonge wirken noch ganz andere Kräfte. Ich persönlich mag die Arbeit deshalb gar nicht, aber das ist ja hier nicht Thema.
Ich glaub der LK2 ist da noch die beste Herangehensweise.
Alles kommt zu dem, der warten kann.
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Re: Handbuch der Doppellongenarbeit / Horst Becker
« Antwort #2 am: 20. Juni 2017, 10:40:27 »
philippe karl ist da zu empfehlen - auch wenn er sich mittlerweile gegen das arbeiten mit der dl ausspricht *g*  da gibt`s auch ein nettes gymnastikreihenhüpfvideo mit dl dazu aus dem jahre schnee, ka. ob das noch irgendwo erhältlich ist.
ansonsten ist die arbeit mit der dl nicht viel anders als das normale longieren - hausverstand einschalten reicht normalerweise.
innen v-verschnallung, bei kappzäumen mit sehr kleinen ringen kann man nen karabiner dran machen, wenn man mit dem karabiner von der longe nicht durch kommt. anfangs eher tief verschnallen, später auch mal etwas höher, wenn man mehr in richtung arbeitshaltung arbeitet bzw. erstmal innen etwas höher. die longe würde ich persönlich immer nur über den rücken führen (und ggf. eine bandage hinten rum machen, wenn man sich`s einbildet) und generell bevorzuge ich die v-verschnallung, da man dabei besser stellen kann, auch wenn das umschnallen etwas mühsamer ist. ich arbeite nie auf trense, immer nur am weichen kz ohne naseneisen, aber das muss jeder selbst wissen.
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Re: Handbuch der Doppellongenarbeit / Horst Becker
« Antwort #3 am: 20. Juni 2017, 16:04:44 »
Danke für eure Einschätzungen und Tipps!

Heike, mich interessiert schon auch, wie Ihr die Doppellongenarbeit einschätzt  :cheese:!

Cinnamon, weißt Du warum Philippe Karl inzwischen dagegen ist?

Bezüglich der Krafteinwirkung habe ich auch Bedenken und möchte keinen Flaschenzugeffekt entstehen lassen.
Gerade deshalb will ich mich schlau machen bevor ich eine in die Hand nehme. Ich habe bisher nur wenig Erfahrungen mit der DL und Sandero gar keine.
Es wirkt aber so als ob eine DL gegenüber einer normalen Longe schon Vorteile hätte, im Blick auf Gymnastizierung?!? Außerdem finde ich DL bzw. Fahren vom Boden als Übung für alleine Ausreiten auch cool, weil das Pferd schon mal lernt, vorweg zu gehen. Wobei man das sicher auch über eine Führposition weiter hinten an der normalen Trense/ Kappzaum üben kann.

So wie Cinnamon das beschreibt (V-Verschnallung und äußere Longe über den Rücken) ist es auch im LK2 beschrieben, so entsteht anscheinend am wenigsten Zugkraft, und außerdem kein Ruck am Maul/Kopf durch die Bewegung der Hinterhand. Und ich würde auch erst mal nur am Kappzaum die Longe einhängen - dafür ist Sandero viel zu sensibel im Maul und ich zu ungeübt, als dass ich ihm das antun würde auf Trense...

Wenn der Thread hier in die Büchereckt nicht so hin passt: Gerne verschieben
Viele Grüße von Anna und Sandero
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snöflingan
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Re: Handbuch der Doppellongenarbeit / Horst Becker
« Antwort #4 am: 20. Juni 2017, 16:06:30 »
Oder innen direkt verschnallt, wie die einfache Longe  :nick: - Dann unterscheidet es sich gar nicht so gross von der einfachen Longe.
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Re: Handbuch der Doppellongenarbeit / Horst Becker
« Antwort #5 am: 20. Juni 2017, 16:10:54 »
Anna (Aennekin) - wenn es dir nicht um das Buch direkt geht, kann es es gerne in den Bodenarbeitsbereich verschieben und den Titel in Doppellongenarbeit ändern :nick:
LG Tine
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Re: Handbuch der Doppellongenarbeit / Horst Becker
« Antwort #6 am: 20. Juni 2017, 21:54:13 »

Cinnamon, weißt Du warum Philippe Karl inzwischen dagegen ist?   

weil er den übertragungsweg zu lang findet und dass dadurch zuviel druck auf`s gebiss kommt und man zu wenig präzise einwirkt. ich btw. auch, deshalb longier ich nur am kz mit dl. das funst bei meiner  super, um sie in arbeitshaltung zu longieren. ich kann sie so besser zusammenstellen und einen spannungsbogen aufbauen als mit der einfachen longe. sie neigt auch eher dazu, auf die vh zu fallen und sich lang zu machen.
innere longe direkt einhängen habe ich auch schon gemacht - wenn man bei der v-verschnallung aber nicht zu steil zum pferd steht, dass der winkel sehr spitz ist, und fein einwirkt, ist das mit dem flaschenzug im regelfall kein problem.
wenn ihr noch ungeübt seid, mach die dl erstmal am stallhafter dran, da kann im normalfall nix passieren. wenn ihr dann sicherer seid und du vom handling koordinierter, würde ich ggf. zum kz wechseln. wobei der entweder ohne naseneisen oder sehr gut gepolstert sein sollte, da man ja schon eine leichte anlehnung aufbaut.
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Re: Handbuch der Doppellongenarbeit / Horst Becker
« Antwort #7 am: 20. Juni 2017, 22:45:12 »
Danke für die verschiedenen Inputs!
Mit einem Stallhalfter anzufangen ist eine gute Idee, das ganze soll ja definitiv nicht dazu dienen das Pferd abzustumpfen nur weil der Mensch noch ungelenk ist. Ich habe einen gepolsterten Kappzaumriemen ohne Eisen, den kann ich dann später idealerweise nutzen. Und netterweise hat mir Safirfreundin / Barbara auch gerade angeboten, mit ihr zusammen mal zu üben  :cheer:.

Tine, ein Verschieben/ umändern in einen Doppellongenthread bei der Bodenarbeit ist bestimmt sinnvoll - gibts bisher noch nicht und ich finde die verschiedenen Ideen dazu interessant, und vielleicht andere Leute später ja auch!
Viele Grüße von Anna und Sandero
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Re: Doppellongenarbeit
« Antwort #8 am: 20. Juni 2017, 23:00:52 »
Ich würde mich evtl. mal bei Babette Teschen und ihrer Longenarbeit erkundigen.
Sie arbeitet mit dem Clicker, gibt einen Longenkurs und einen Doppellongenkurs.

Vielleicht einfach mal anschreiben und die Fragen äußern, bzw. schauen ob man dazu im www was findet.
Der Himmel wird erst schön durch ein paar Wolken.
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