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Spazieren gehen

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Re: Spazieren gehen
« Antwort #75 am: 27. Juni 2017, 07:05:41 »
Genau so haben wir das gestern gemacht, vielen lieben Dank euch beiden  :dops: Hat ihm richtig gut getan, habe ich das Gefühl. Am Schluss konnten wir (trotz leichter! Anspannung auf seiner Seite) die ganze Gruselstrecke bis zur Straße nahezu flüssig zusammen gehen.

Frieda, der gruselige Baumschulweg ist vom Stall bis zur Straße so circa 115-120 Meter lang. Danach ist man an der Dorfstraße, aber dort fühlt er sich momentan auch eher unwohl. Aber zumindest kann man dort besser sehen und es ist nicht mehr so eng.

« Letzte Änderung: 23. September 2017, 08:16:35 von Avaris »
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Re: Spazieren gehen
« Antwort #76 am: 28. Juni 2017, 08:48:24 »
Ach gut Tine, mit dem Pendeln ist natürlich noch der Schritt vorher  :cheese: Je nach Tier und Stresslevel kann die eine oder andere Variante funktionieren, mit dem Bert bin ich immer gependelt, die musste dann immer aus der Erregungszone raus zum Runterkommen. Mit Lucy und Baccara hab ich in der Erregungszone grasen zum Runterkommen getestet, was bei den verfressenen und ewig hunrigen Damen gut funktioniert hat.  :lol:

Freut mich, dass es so gut mit Frodur geklappt hat  :dops:
LG von Frieda, Luki, Nuka, Dorado, Somnum und Baccara

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Re: Spazieren gehen
« Antwort #77 am: 28. Juni 2017, 08:55:18 »
Bei Chance geht es mit Grasen in der Erregungszone auch, allerdings fliegt sie mir dann auf dem Rückweg um die Ohren  :rotw:
LG Tine
Krümeline & Mucki

Ab und zu ist es gut, in unserem Streben nach Glück innezuhalten und einfach glücklich zu sein ~ Guillaume Apollinaire
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Re: Spazieren gehen
« Antwort #78 am: 28. Juni 2017, 11:47:35 »
Jap, Bert ebenso
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Re: Spazieren gehen
« Antwort #79 am: 05. Juli 2017, 00:17:26 »
Ich möchte gerne mal ein paar allgemeine Gedanken zum Spazierengehen loswerden, da uns das Thema nun auch schon 4 Jahre begleitet.
Es gab immer wieder verschiedene Gründe, warum das Spazierengehen mal klappe und mal nicht:
  • Mein Pferd hatte sich endlich soweit im neuen Stall eingelebt, dass er sich nicht von der Herde trennen wollte (das erste halbe Jahr konnte ich problemlos Spazieren gehen)
  • Mein Pferd geht nicht mit jedem Pferd Spazieren: erst dachte ich, so lange ein zweites Pferd dabei ist, ist es kein Problem raus zu gehen, dann dachte ich, es muss ein ranghöheres Pferd sein, mittlerweile denke ich, dass es nach Sympathie geht, sowohl wie gut ich mich mit dem Besitzer verstehe, als auch wie gut er (und ich) das Pferd leiden kann.
  • Das Spazierengehen klappte nach einem Stallwechsel wieder, wohl weil er seine alte Herde gesucht hat. Das hab ich dann ziemlich schnell wieder eingestellt, da ich echt Schiss hatte, ihn nicht mehr zum Stall zurück zubekommen, da er immer weiter wollte und anfing zu streiken, wenns Richtung Stall ging.
  • Mein Pferd ist nun muskulär und von den Hufen so fit, dass ich den Eindruck habe, er vertraut seinem Körper wieder und kann daher wieder weitestgehend gelassen mit mir alleine, ohne zweites Pferd, den Stall verlassen.
Zum letzten Punkt passt auch, dass er früher fast ausschließlich im Gelände geritten wurde und an sich kein ängstliches Pferd war, es sei denn er hatte körperliche Probleme, dann wurde er deutlich schreckhafter. Also er war gerne im Gelände und hatte auch kein Problem alleine raus zu gehen, weswegen ich dieses Spaziergehproblem nie so recht verstehen konnte. Aktives dran arbeiten hat uns nie wirklich viel weitergebracht, was nicht heißen soll, dass ich das jedem empfehlen würde, ich möchte nur anregen die Gesamtsituation des Pferdes zu betrachten, da die Ursachen nicht immer mit dem Spazierengehen an sich zu tun haben müssen.
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Re: Spazieren gehen
« Antwort #80 am: 05. Juli 2017, 06:53:46 »
Danke für deinen für mich sehr wertvollen Beitrag :hug:

Um ehrlich zu sein, insbesondere über Punkt 3 habe ich auch schon einmal nachgedacht. Es gab ja eine Zeit, in der ich sogar  alleine ausreiten gehen konnte. Das ging vorher nie so richtig, und hinterher auch nie wieder.
Was ich innerlich irgendwie schon bemerkt, aber mir nie so richtig in voller Bedeutung eingestehen wollte ist, dass er dabei aber immer in eine ganz bestimmte Richtung wollte, und zwar in Richtung eines alten Stalles :shy: An der Kreuzung mussten wir auch immer ein bisschen Diskutieren.

Auch Punkt 1 kann ich glaube ich so unterschreiben. Und Punkt 2 ebenso. Eigentlich kann ich bei deinem ganzen Beitrag nur zustimmen nicken  :nick: Danke für die Anregung :hug:

« Letzte Änderung: 23. September 2017, 08:10:24 von Avaris »
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Re: Spazieren gehen
« Antwort #81 am: 21. September 2017, 15:37:38 »
Ach wie interessant, Lucca und ich sind nicht alleine mit "Spazierengeh-Problemen"  :cheese: Und geht es wie Samtnase, der Schlumpf will einfach nicht in die Gänge kommen und schlumpft so vor sich hin beim laufen. Reiten kein Thema, aber spazieren gehen findet er völlig sinnfrei. Wenn es ginge, würde er sich tragen lassen  :roll: Obwohl ich schon nach Kräften versuche, ihn irgendwie zu beschäftigen mit Anhalten, Rückwärts, Handwechsel (also vom führen her und dass er auf Fingerzeig die Seiten wechselt), Baumstämme hochklettern (seine absolute Lieblingsübung), Dinge umschubsen und und und. Dann ist es für den Moment der Aufgabe super, Keks wird schnabuliert und dann schleichen wir weiter  :roll:

Doch vielleicht kann ich das ja auch irgendwann erclickern, wenn wir tiefer in der Materie drin sind  :cheese: Dass dann fleißiges Mitlaufen bestärkt wird, zu den Übungen hinzu.

Wusste gar nicht, dass wir sooo viele Baustellen haben  :stampf: :shock: :shy:
Liebe Grüße, Lena

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Re:Spazieren gehen
« Antwort #82 am: 05. September 2018, 14:25:31 »
Jack ist ja auch anfangs einfach irgendwohin gewalzt, wenn ihm danach war. Mit normalem Halfter hatte ich überhaupt keine Chance. In solchen Fällen bin ich dafür, dass Sicherheit immer vor geht. Deshalb sind wir draussen meist mit Knotenhalfter unterwegs... vor allem wenn er als Handpferd mitläuft, habe ich damit eine vage Chance, ihn auch vom Gras wieder wegzubekommen, oder davon abzuhalten, überhaupt am Gras anzudocken *RUMMS*
Mirko hab ich früher mit Kappzaum geführt, und halte das beim Spazierengehen eigentlich für die beste Möglichkeit. wenn der Kappzaum gut passt, ist er ja nicht scharf, aber man kann überhaupt von Einwirkung sprechen, wenn man möchte.

Parallel dazu kann man aufbauen, das Zuhören zu verstärken und dass "ich" etwas zu bieten habe, das verlockender und besser ist als das, was gerade die Aufmerksamkeit erregt. So dass nach und nach das Pferd immer mehr zuhört und auf feine Signale reagiert und motiviert dazu ist, das auch zu tun wenn es ihm gerade nicht in den Kram passt.
Das ist ein langer Prozess, und ich benutze fast jede Gelegenheit dazu, dieses feine hinhören oder reagieren zu bestärken.

Auf dem Platz kann man das gut machen, und sich zb mit der Matte als hochbestärkten Ort einen Anziehungspunkt schaffen, zu dem das Pferd unbedingt hin will - und dann kann man an dieser Situation arbeiten, dass es das bitte höflich und rücksichtsvoll tut.
ob man das jetzt mit der Kurlandschen Technik macht oder irgendwas anderem, ist eigentlich egal (wobei die K.Technik da wirklcih wirkungsvoll ist  :nick:) aber man kann ja auch alles mögliche andere einsetzen, zb Handtarget, oder "Standhalten"  - und beim leichtesten Nachgeben seitens des Pferdes :click: und :keks:

Bei solchen Pferde arbeite ich gerne mit ein wenig Provokation, sprich ich verkürze den Strick so bis er zum Pferd hin gespannt ist, dann warte ich, bis das Pferd aus dem Druck rausgeht (zu mir möglichst ;-) ) , dann C+B. Je öfter man das macht, desto mehr merkt das Pferd, dass es hier um Kommunikation geht und nicht um "wer setzt seinen Willen durch". Und später draussen musst Du schnell genug sein, um im entsprechenden Moment die Kommunikation über den Strick aufzubauen - und nur wenn das Pferd vorher gelernt hat, dass es sich lohnt zuzuhören, kann es sich dann von seinem Interessenszielpunkt abwenden.
Solange es das noch nicht tut, versuche ich dem Pferd auf seinem diskussionsniveau zu begegnen, ohne ins Ziehen oder böse werden zu geraten.
Das ist eigentlich das Schwierigste bei solchen Pferden, weil man das gerne persönlich nimmt. Dabei müssen sie eben nur lernen, fein zuzuhören.
"Nur" :kicher:

Ist das dann so, wie wir am Sonntag geübt hatten? Irgendwann konnte ich nicht mehr von Dir weg kommen  :dops: :dops: :dops: :cheese:
Seid fair zu ihnen, sie sind Eure besten Freunde
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Re: Spazieren gehen
« Antwort #83 am: 05. September 2018, 14:34:43 »
ja genau  :cheese:
Alles kommt zu dem, der warten kann.
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