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Autor Thema: ÜdM Herbst 2017 - Stellung erarbeiten  (Gelesen 591 mal)

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Vena

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Re: ÜdM Herbst 2017 - Stellung erarbeiten
« Antwort #15 am: 23. September 2017, 22:31:28 »

Cool, das ist echt interessant! So ziemlich die gleichen Probleme habe ich auch. Vorallem den Gedanken der deutlichen Unterscheidung von Stellung und abbiegen. Momentan versuche ich dieses Problem vom Boden aus durch meine Körperhaltung zu lösen. Das heißt, einfache Stellungsanfragen werden durch leichten Zügelkontakt auf der Seite gestellt und zum Abbiegen versuche ich auch meine Kopf/Schultern/Oberkörper in oder zumindest hin zu der neuen Bewegungsrichtung zu drehen. Ausserdem arbeite ich zum Abbiegen auch mit deutlich seitwärtsweisenden Zügelhilfen. Also den Zügel weg vom Körper des Pferdes. Ergibt sich durch die leichte Oberkörperdrehung meistens auch sowieso. ;)
Mit Chex beim Reiten (mit Blaze reite ich noch nicht) versuche ich ausser dem bereits schon Geschriebenen noch mein Gewicht entsprechend zu verlagern.
Trotzdem bleibt oft das Problem (auch oder vielleicht sogar vorallem in meinem Kopf) der Unterscheidung zwischen Stellungsanfrage und Abbiegen.
Gut, dass ich da zumindest nicht die einzige bin!  :cheer:
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Muriel

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Re: ÜdM Herbst 2017 - Stellung erarbeiten
« Antwort #16 am: 23. September 2017, 22:43:47 »

Zitat
Trotzdem bleibt oft das Problem (auch oder vielleicht sogar vorallem in meinem Kopf) der Unterscheidung zwischen Stellungsanfrage und Abbiegen.

In der Praxis ist das vermutlich weniger das Problem, sofern die Stellungsanfrage nicht auf "am Zügel ziehen" beruht... 
Ich arbeite da gerne mit einer abgestuften Anfrage. Stellungsanfrage: Hand nach außen öffnend "drehen"  - ich möchte in meiner Hand die Bewegung der Stellung "vorgeben". Normal wird ja die Hand eingedreht und damit der Zügel nach innen verkürzt, damit wird das Pferd aber eher im Hals/Schulterwinkel abknicken.
(Über die Kurlandtechnik gestalte ich die Anfrage noch ein wenig anders, aber das ist jetzt zu kompliziert.)

Ich stelle mir bei der Stellungsanfrage vor, dass ich Schritt für Schritt durch die ersten drei Kopfgelenke gehe und versuche das auch so kleinschrittig zu clicken. Dazu gehört auch immer das Nachgeben nach der Anfrage nach vorne, damit das Pferd sich nicht eng macht.
Zum Abwenden setze ich dann Körperhilfen ein, umwenden (umlasten der Sitzbeinhöcker), dadurch kommt das innere Bein vermehrt an den Bauch und das äußere ein wenig nach hinten. Mit Kopfdrehen (Blickrichtung dahin wo ich hinwill) reicht das eigentlich aus zum Abwenden.

Das kann ich sehr gut isoliert üben und dann die Hilfen immer kleiner werden lassen. Das kann anfangen von starken umschauen und jede Reaktion des Pferdes clicken, dann kann man die Hilfen immer kleiner werden lassen bis man nur noch irgendwann den Kopf leicht dreht.
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