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Autor Thema: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A  (Gelesen 6872 mal)

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classic

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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #45 am: 03. März 2016, 18:51:58 »

Danke für die Antworten.
Also ist ein kurzes hinter die Senkrechte kommen gar nicht immer unbedingt furchtbar tragisch?

 :tuete: Bitte was bedeutet "die Hand hält durch"?
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Susanne

Muriel

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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #46 am: 03. März 2016, 18:59:43 »

Zitat
Bitte was bedeutet "die Hand hält durch"?
das bedeutet, die Hand gibt nicht nach in dem Moment wo ein Widerstand auftaucht und hält, bis das Pferd nachgibt.

Zitat
Also ist ein kurzes hinter die Senkrechte kommen gar nicht immer unbedingt furchtbar tragisch?
naja es ist nicht wünschenswert, aber es ist keine Katastrophe... viele Pferde kommen immer mal hinter die Senkrechte weil ihnen die Kraft fehlt. Es sollte aber nicht als Mittel zum Zweck eingesetzt werden wie man es oft sieht.  :P
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Cate

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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #47 am: 03. März 2016, 20:27:41 »

Auf dem zweiten Bild zeigt er das, was mir als "Remontehaltung", beim älteren Pferd auch oft als "Gebrauchshaltung" bezeichnet, beigebracht wurde. Er hat die richtigen Ideen, zeigt vielversprechende Ansätze, wenn er mit der Zeit ausreichend Kraft aufgebaut hat, kann er daraus eine schöne und gute Dehnungshaltung entwickeln.
Da ich vorhin vergessen habe, zu fragen, jetzt halt hier :cheese: :
kamen wir vorhin in der Reitstunde (*) so grob in die Richtung der Remonte-/Gebrauchshaltung? Oder war das wieder was ganz anderes? :juck:

Jap, auf diese "Gebrauchshaltung haben wir hingearbeitet  :nick: , und M. hat sie immer wieder gezeigt - du hattest dann das Gefühl, dass sie "da" sei - bis zur korrekten Dehnungshaltung sind wir heut nicht gekommen, vielleicht dann beim nächsten Mal  :cheese:

Und eine andere, von der Reitstunde ganz unabhängige, Frage fiel mir auf der Fahrt noch ein: wenn man ein richtiges / korrektes Zügel-aus-der-Hand-Kauen hat, zeigt das Pferd dann dieses "an die Hand ziehen", nur dass der Mensch eben nicht "gegenhält", sondern die Zügel durchrutschen lässt? Kann das (perfekt geritten) dann in einer guten V/A-Haltung enden, oder fällt das Pferd dabei notgedrungen auseinander?
Mit der Lektion ZadHkl :kicher: kann man die Dehnungsbereitschaft des Pferdes an die Hand überprüfen, d.h. das Pferd soll soviel Vertrauen in die Hand haben, dass es ihr bzw. dem länger werdenden Zügel folgt bzw. ihn sich holt, soweit der Reiter das durch leichtes Öffnen der Hand erlaubt. :nick: Korrektes ZadHkl führt zur (vorübergehenden) Dehnungshaltung und ist gleichzeitig ein Prüfstein für die Taktsicherheit und Losgelassenheit des Pferdes. Ist mMn eine Lektion, deren korrekte Ausführung ziemlich schwierig ist, können wir aber gerne bei der nächsten Reitstunde mit M. versuchen zu erarbeiten.  :cheese:

(*) Reitstunde mit "Leih-Pony", nicht mit Schimmelchen, so dass ich tatsächlich "einfach mal reiten" und Cate mich mit ganz neuen Übungen quälen konnte  :dops: :cheese:
Und du bist richtig gut geritten!  :keks:



Danke für die Antworten.
Also ist ein kurzes hinter die Senkrechte kommen gar nicht immer unbedingt furchtbar tragisch?

Da stimme ich Heike zu, je nach Ausbildungsstand und Kraft, aber auch abhängig vom Körperbau werden manche Pferde grad im Galopp immer mal eng, das sollte man mMn nicht überbewerten, aber halt auch nicht aktiv herbeiführen - will hier vermutlich eh keiner ;)
Halastjarnas Pony zeigt auf dem oberen Bild auf S. 3 hier ja auch eine Kopfhaltung an der Senkrechten, und das mit Halsring, also völlig handunabhängig.

:tuete: Bitte was bedeutet "die Hand hält durch"?
Ergänzend zu Heikes Antwort mag ich hier noch einwerfen, dass ja je nach Reitweise eine ständige leichte Anlehnung erwünscht ist. Um dies zu erreichen, muss die Hand/der Zügel fürs Pferd "berechenbar" sein und einen stetigen Kontakt anbieten. Geht das Pferd dagegen, gibt also in Genick und Unterkiefer noch nicht nach, bleibt auch die Hand stehen, sie hält durch, gibt das Pferd nach, antwortet auch die Reiterhand mit nachgeben/ weich werden ohne den Kontakt am Zügel aufzugeben (ganz ehrlich, wer das immer und überall kann, hat meine tiefste Bewunderung! :hutab: )
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LG Cate

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okapi

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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #48 am: 03. März 2016, 21:01:53 »



Und eine andere, von der Reitstunde ganz unabhängige, Frage fiel mir auf der Fahrt noch ein: wenn man ein richtiges / korrektes Zügel-aus-der-Hand-Kauen hat, zeigt das Pferd dann dieses "an die Hand ziehen", nur dass der Mensch eben nicht "gegenhält", sondern die Zügel durchrutschen lässt? Kann das (perfekt geritten) dann in einer guten V/A-Haltung enden, oder fällt das Pferd dabei notgedrungen auseinander?


Dazu fällt mir spontan dieses Video mit Uta Gräf ein. Ich finde, da sieht man nämlich genau dieses tolle Ziehen an die Hand ohne Gegenhalten oder Auseinanderfallen mit Spanungsbogen.

Falls der Link nicht geht, hier ist der Clip auch drin, aber nur in der Kurzfassung, da sieht man den Übergang nicht ganz so gut, finde ich.
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LG, Inga

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eboja

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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #49 am: 03. März 2016, 21:44:30 »

Jap, auf diese "Gebrauchshaltung haben wir hingearbeitet  :nick: , und M. hat sie immer wieder gezeigt - du hattest dann das Gefühl, dass sie "da" sei - bis zur korrekten Dehnungshaltung sind wir heut nicht gekommen, vielleicht dann beim nächsten Mal  :cheese:
Wunderbar :cheer:. Dass es keine Dehnungshaltung war, war mir schon klar. Dafür fehlte einfach das "an die Hand ziehen". Richtig?

Zitat
Mit der Lektion ZadHkl :kicher: kann man die Dehnungsbereitschaft des Pferdes an die Hand überprüfen, d.h. das Pferd soll soviel Vertrauen in die Hand haben, dass es ihr bzw. dem länger werdenden Zügel folgt bzw. ihn sich holt, soweit der Reiter das durch leichtes Öffnen der Hand erlaubt. :nick: Korrektes ZadHkl führt zur (vorübergehenden) Dehnungshaltung und ist gleichzeitig ein Prüfstein für die Taktsicherheit und Losgelassenheit des Pferdes. Ist mMn eine Lektion, deren korrekte Ausführung ziemlich schwierig ist, können wir aber gerne bei der nächsten Reitstunde mit M. versuchen zu erarbeiten.  :cheese:
Ööööh, ob wir darauf schon hinarbeiten wollen... *hust* Das war jedenfalls nicht Hintergrund meiner Frage :neinnein:. Ich kenne es nur von vielen früheren Reitlehrern so, dass am Ende der Stunde "die Zügel aus der Hand kauen" gelassen werden. Was man in den meisten Fällen mit "Zügel hinschmeissen, aber langsam" übersetzen könnte, was jedenfalls im Endeffekt das war, was bei den meisten mitreitenden Personen (mich natürlich inklusive!) passiert ist. Das fiel mir vorhin ein und mir ging plötzlich ein Licht auf, was wohl tatsächlich dahinter steckt (bzw. stecken sollte).

Zitat
Und du bist richtig gut geritten!  :keks:
Danke! :rotw: Aber ich finde, M. macht es mir auch recht einfach, sie macht so brav mit und ist nicht sooo extrem pingelig, was die korrekte Hilfengebung angeht  :cheese:. Aber ein bisschen stolz bin ich schon, muss ich zugeben :rotw:.
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Viele Grüße,
Esther

eboja

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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #50 am: 03. März 2016, 21:45:52 »

Dazu fällt mir spontan dieses Video mit Uta Gräf ein. Ich finde, da sieht man nämlich genau dieses tolle Ziehen an die Hand ohne Gegenhalten oder Auseinanderfallen mit Spanungsbogen.
Danke für den Link! Das ist wirklich eine supertolle "Studie" :thup:.
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Esther

Sanhestar

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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #51 am: 04. März 2016, 06:55:50 »

Dazu fällt mir spontan dieses Video mit Uta Gräf ein. Ich finde, da sieht man nämlich genau dieses tolle Ziehen an die Hand ohne Gegenhalten oder Auseinanderfallen mit Spanungsbogen.

nur zum "sehen üben" - aber das Pferd läuft vor und nach der Dehnungshaltung in falscher Aufrichtung, oder? Sprich, nicht Genick ist höchster Punkt, sondern der zweite Halswirbel....
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Sabine
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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #52 am: 04. März 2016, 08:45:08 »

Als "falsche" Aufrichtung würde ich das nicht bezeichnen. Zum einen ist das ein Hengst mit dem entsprechenden Halsaufsatz, der optisch den höchsten Punkt bildet, zum anderen hat er einen sehr langen beweglichen Hals. Da ist es durchaus schwer, das Genick als den höchsten Punkt zu behalten.
Da gerade in diesem Moment auch gezeigt wird, wie gut und bereitwillig er sich nach vorne dehnt, würde ich das hier nicht so sträflich bewerten.  :nick:
ich finde es wichtiger das Gesamtbild zu betrachten.

Wenn ein Pferd in erzwungener Aufrichtung mit falschem Knick geht, sieht man das meistens auch am allgemeinen Bewegungsbild, was dann "fester" und weniger durchlässig wirkt. Das kann man hier nun wirklich nicht behaupten.
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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #53 am: 04. März 2016, 16:50:39 »

Dankeschön!
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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #54 am: 04. März 2016, 18:04:03 »

An der Stelle würde mich noch etwas interessieren.

Mein Pony hat auch die Tendenz zu diesem "Zug nach vorn", wie im Video (natürlich nicht so toll, aber grundsätzlich schon ähnlich).

Es ist "neu" für mich, dass ein Pferd immer "gleich fein" bleibt, dass ich ihn quasi "vorn beliebig einstellen" kann und er dann automatisch seinen gesamten Rahmen anpasst, bzw. versucht anzupassen.

Ist das dann nicht zu sehr von hinten nach vorn geritten?

Und: Hat das eher mit Talent zu tun oder eher mit Unverdorbensein?

Ich kannte vorher immer nur Pferde, die sich mehr oder weniger entweder drauflegen oder einrollen.
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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #55 am: 04. März 2016, 20:02:27 »

Kann man denn überhaupt zu stark von hinten nach vorne reiten?  :juck:

Und ich denke, es hat sowohl mit Talent und Gebäude zu tun als auch mit Unverbrauchtheit und guter Vorarbeit.
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snöflingan

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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #56 am: 04. März 2016, 20:36:48 »

LOL  :lol: ich meinte natürlich von vorn nach hinten, weil ich vorn den Rahmen vorgebe und das Pferd gefühlsmässig irgendwie "aktiv einstelle, wo ich es haben will" und es nicht selbst wählt.
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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #57 am: 04. März 2016, 21:09:07 »

Ich finde nicht dass es von vorne nach hinten ist, weil man quasi dem Pferd über die Hand die Hilfe gibt sich so zu dehnen... quasi wie man bei dem Bogen die Sehne spannt, damit er Kraft bekommt.
Je nachdem kann das Pferd das auch von alleine, das braucht aber enorm viel Eigenspannung.
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snöflingan

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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #58 am: 04. März 2016, 21:21:27 »

Und beim höheren Einstellen, Heike? Also wenn ich, so wie in meinem ersten Vergleichsbild, mein Pony einfach nicht "runterlasse"?

Ich stelle die Vermutung auf, dass es bis zu einem gewissen Grad okay ist? (Also solang ich nicht auf die Idee komme, dass ich ihn so versammeln müsse/könne...)
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Re: Gedanken zum Vorwärts-Abwärts V/A
« Antwort #59 am: 04. März 2016, 21:25:39 »

ich denke das viele Pferde, die sich so stark nach unten dehnen, das Nackenband mit einbeziehen möchten um damit den Reiter zu tragen. Solange sie das vermehrt anbieten, fehlt es noch einfach an Kraft und man muss mit dem aktiven Aufrichten sehr vorsichtig sein.
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